Claras Allerleiweltsgedanken


32 Kommentare

Belgien – Niederlande – Schiff – 2

Das Jahr ist gerade 3 Tage alt und steht fast am Abgrund. In Australien brennen Tausende von Quadratkilometern und nehmen Menschen und Tieren ihren Lebensraum, vernichten alles, womit die Flammen in Berührung kommen.

Und jetzt haben die Amerikaner durch die Tötung des iranischen Generals die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten heraufbeschwört. Und wer will es wirklich wissen, ob sich so ein Krieg nicht auch ausbreiten kann. 

***********

Lüttich – so heißt die Stadt wohl nur im deutschen Sprachgebrauch – ist eine überschaubare Stadt mit vielen schönen Kirchen. Von ihrer Sauberkeit hatte ich ja schon im letzten Beitrag geschwärmt – und auch bei Tageslicht wurde die Stadt nicht dreckiger oder unansehnlicher.

Die Gruppe wurde aufgeteilt, weil sich trotz Mikrofonübertragung schlecht 42 Leute an einen Reiseleiter koppeln lassen. Und ich kam zu diesem in die Gruppe.

Ich kann nur sagen: Damit hatte ich den falschen Joker gezogen. Der Mann konnte wohl fünf Sprachen – aber er konnte sich nicht schnell genug entscheiden, welche er gerade sprechen wollte oder sollte. Oft warf er uns Worte oder Satzteile in französisch, englisch, niederländisch oder ??? hin und manchmal bekam er dann auch die Übersetzung aus der Gruppe zugerufen. – Egal, frau muss nicht alle Kleinigkeiten über Architektur verstehen.

Mit diesem Gentleman konnte ich mich besser unterhalten – er meinte ernsthaft, ihm sei nicht kalt. Dennoch hatte ich wenig Lust, neben ihm Platz zu nehmen und mich fotografieren zu lassen. – Es gibt Fotos, die sind verschmerzbar.

Und jetzt einige Fotos aus Kirchen. Ich weiß noch nicht mal genau, ob es alles die gleiche Kirche war, von der die Fotos stammen. Doch ich habe gerade bei den Originalen geschaut – die Aufnahmezeiten lassen den Schluss zu, dass es alles der Dom von Lüttich war. Die auf dem letzten Foto war aber nicht die Heilige Clara, die es ja geben soll.

Irgendwie waren wir in dieser Gruppe wohl alle froh, als die Stadtbesichtigung zu Ende war. Die aus der anderen Gruppe waren sehr zufrieden mit ihrem Stadtführer.

Der Nachmittag war entweder zur freien Verfügung vorgesehen oder man konnte für einen Extrabetrag eine Fahrt nach Löwen buchen. Dass Löwen und Löwinnen sich einen Ausflug in „ihre Stadt“ nicht entgehen lassen können, ist ja wohl klar.

Leider kam auch hier die Enttäuschung im Bus – dieser Ort heißt nur für bequeme deutsche Touristenohren so – die belgische Originalbezeichnung hätte ich nie mit einem Löwen in Verbindung gebracht.

 

Überall in allen Prospekten wurde mit der adventskalenderähnlichen Beleuchtung des Rathauses geworben. – Na gut, für mich war sie hart am Kitsch, aber dennoch habe ich fleißig fotografiert und zeige euch hier nur eine Auswahl.

Doch erst noch mal etwas Skulpturenschmuck. Dieser Kanzelschmuck war sehr beeindruckend. Ich staune immer und immer wieder, wieviel Geld, Zeit und Können die Leute früher auf die Ausgestaltung von Kirchen, Schlössern, Burgen und sonstigen Protzbauten aufgewendet haben. Wie gut, sonst hätten wir nicht so vieles bewundern können. – Manchmal frage ich mich, ob die Hinterlassenschaften unserer letzten Jahrhunderte von der Nachwelt auch noch so staunend betrachtet werden.

Jetzt in Nachsilvesterstimmung und „guten-Rusch-Laune“ macht der junge Mann mir hier den Eindruck, als wäre er auch ausgerutscht. Aber das ist sicherlich nur wieder „Clara-Definition“.

Auch zu dieser jungen Dame wollte ich mich nicht dazusetzen – es war mir zu kalt. Die Autos hinter ihr sind eingepackt – und ihr hat keiner eine warme Jacke gestrickt oder gehäkelt.

Einer (Lo???) hatte vor kurzem die Frage erwähnt: Quo vadis? Hier hättest du sie vielleicht beantwortet bekommen.

Das Gelände um das beleuchtete Rathaus war mit weihnachtlichem Schmuck gestaltet. Ein Hirsch weihnachtete da so vor sich hin. Er war aus reinem Naturmaterial. (Vom Hygienemuseum in Dresden gab es immer Körper- und Muskeldarstellungen, an die mich dieser Hirsch erinnerte)

Und Krippen gab es auch an den verschiedensten Orten zu sehen, manchmal wirklich zu bewundern. Die meisten waren „Jesuskind-frei“, weil das Kind ja noch nicht verfrüht in der Krippe liegen durfte. Es wirkt etwas befremdlich, denn die Könige hätten ja auch noch nicht da sein dürfen, die ritten ja erst langsam aus dem Morgenland an und mussten sich von Herodes den Weg weisen lassen.

Genug von frommen Bibelgeschichten. – Nach der Besichtigung blieb noch ein wenig Freizeit. Ich habe die mehrfach angepriesenen Pommes probiert – die sind wirklich ein Gedicht. Liegt es an den Kartoffeln oder am Öl oder an den Zubereitern??? Ich weiß es nicht – ich würde sie sofort wieder essen wollen.


33 Kommentare

Weihnachten steht vor der Tür …

… und wer will, lässt es herein oder lässt es auch draußen stehen.

Ich beneide und bedaure die Frauen und Familien, wo jetzt Hektik ist, um sich dann zu den Feiertagen in Familie – ob groß oder klein – hinzusetzen und Kontakte aufzufrischen, die durch seltenes Treffen etwas eingerostet sind.

Das wird bei mir nicht sein – das männliche Kind treffe ich zwischen Weihnachten und Neujahr und das weibliche Kind plus die zwei Kinder sind weit weg.

Mein wenig gefülltes Gedächtnis erinnert sich jetzt mal an das Essen, was es zum Heiligabend gab – völlig unspektakulär. Der Fleischer hatte für Heiligabend und für Silvester eine ganz bestimme Bratwurst, die es nur an diesen beiden Tagen im Jahr gab.

Na gut, ich habe mir zwei Bratwürste in der Verpackung gekauft, weil es hier weit und breit keinen Fleischer gibt oder bzw. ich nicht zu Edeka möchte. – Und dazu gibt es ganz tolles Sauerkraut und richtig schönen handgestampften Kartoffelbrei. – Mir wird es schmecken, auch wenn danach kein Glöckchen klingelt und ich in das mit einem Weihnachtsbaum geschmückte Zimmer darf, um meine Geschenke unter dem Baum zu finden.

Und dann gehörte Weihnachten zur Esstradition auch der Chicoréesalat, weil es die dafür notwendigen Zutaten wie Bananen, Apfelsinen und anderes eben nur zu Weihnachten zu kaufen gab. Immer wieder muss ich dran denken, wie mein damals ca. 7jähriger Sohn seine Oma nach Chicoréesalat fragte. Als sie freudig erregt bestätigte, dass es den wieder geben wird, kam sein Kommentar: „Aber ich mag den nur ohne Rosinen und ohne Chicorée!“

Und jetzt muss ich in die Küche und den Salat für morgen (24.12.) machen. Es bleibt bestimmt noch was übrig, so dass ich an den anderen Tagen auch noch genussvoll essen kann.

Euch allen wünsche ich – mit Salat oder ohne, mit Karpfen, Gans oder Braten oder auch vegetarisch – frohe Tage, gute Gespräche, schmackhafte Getränke und vielleicht auch mal ein schönes Spiel wie z.B. Scrabble oder Doppelkopf.

Bei mir gibt es schon lange keinen Weihnachtsbaum in der Wohnung – ich sehe sie doch überall, wo ich hinkomme, künstliche und echte, vollkommen überladene und geschmackvoll geschmückte. Für den Balkon hätte ich vielleicht doch einen im Topf – doch ohne Auto lässt sich so etwas schlecht heranschleppen – also reicht das geschmückte Zimmer.

                                            Herzliche Grüße von Weihnachtsfrau Clara


10 Kommentare

Rundgang in Brüssel im EU-Kommissionshauptbüro

– alles nicht so ernst zu nehmen!

Tja, nachdem ich euch das Arbeitszimmer der Chefin gezeigt habe und auch die Kaffeeküche, gibt es jetzt noch Fotos von Räumen, die teilweise privateren Charakter haben.

Ist Frau EU-Kommissarin mal sehr müde und abgespannt, macht sie hier ein kurzes Nickerchen, bevor sie sich wieder mit ungebremster Tatkraft in die Politik stürzt. – Diese Collage ist leider nicht ganz sortenrein bzw. natürlich nicht ganz zimmerrein.  Nur das linke Hochkantfoto ist aus ihrem Ausruhzimmer. Die Hirsche auf dem Lichterbogen sollen sie mit ihrem Ekel-Hirsch-Kollegen versöhnen – mit dem, der immer den ganzen Kaffee aussäuft – doch das klappt nur sehr bedingt.

 

Die anderen drei Fotos hat der Pressefotograf am gleichen Standort zu den unterschiedlichsten Zeiten aufgenommen.  Es ist im Tagungsraum gemacht – er war früher mal das Wohnzimmer der Kommissarin. Wenn den Leuten bei langen Sitzungen kein Licht aufgehen will, dann drückt sie auf die Fernbedienung und gleich erstrahlt alles in freundlichem Glanz.

Natürlich ist der Sitzungs- oder Tagungsraum mit der speziellen EU-Flagge geschmückt. Anders als sonst, wo sie hängend verwendet wird, liegt sie hier auf einer Arbeitsfläche aus. – Das meiste Dekozeugs soll die Kollegen davon ablenken, dass sie jetzt die kommende schöne Adventszeit nicht mit ihren Familien und vor allem nicht mit den Kindern verbringen können, sondern mit den Aktenordnern. Die Vorgängerin der jetzigen Chefin hatte ja sogar 7 Kinder – das jüngste war 1999 geboren worden. – Wie sie das fertig gebracht hat, sich bei ihren vielen politischen Ämtern auch noch mit den Kindern zu beschäftigen, ist allen ein Rätsel. Vielleicht haben die zur Nanny Mama gesagt und zu ihr Tante.

Die vielen Fenster mit ihren Brettern davor – natürlich nicht die vor den Scheiben – bieten sehr viel Spielraum für vorweihnachtliche Spielereien.

Aber auch andere Flächen werden schonungslos mit Deko überschüttet.

Um euch nicht in Fotos ertrinken zu lassen, habe ich mal wieder Collagen bei Photoscape erstellt – sonst verlerne ich noch die Anwendung dieses Programms.

Und lila geht die neue Kommissarin in die neue Woche ihres Arbeitslebens – ihr Stern leuchtet am EU-Himmel klar, glitzernd und lila!!!

Genug phantasiert!

 


10 Kommentare

Clara, du bist eine Streberin!!!

Nicht nur hier, sondern an so vielen Stellen hast du immer wieder getönt, dass dich Politik nicht interessiert, dass du also auf keinen Fall in die Politik gehst.

Und was machst du jetzt??? Du gründest deine eigene Europäische Union = EU und wirst natürlich auch gleich EU-Kommissionspräsidentin!!! Meinst du, du kannst es besser als die ehemalige „Flinten“Uschi??? Ich glaube das vielleicht doch nicht, denn sie hat erstens mehr Erfahrungen – vielleicht sogar mit Kindern – auf jeden Fall aber mit Politik.

Zeige mal deine neue EU-Fahne!

Das sieht aber schon ganz schön adventlich – wenn nicht sogar (vor)weihnachtlich aus. Damit hast du streberhaft gleich noch gegen einen zweiten Grundsatz verstoßen: Vor dem ersten Advent wird keine Weihnachtsdeko in den Wohnungen und Stuben angebracht!!! Aber eines hast du ja wenigstens respektiert: Du hast nicht vor Totensonntag geschmückt die Fotos wenigstens nicht vor Totensonntag veröffentlicht.

Dann kannst du jetzt auch zeigen, wie du dieses Jahr dein Amtszimmer verkleidet hast:

Du bist und bleibst also eine lila EU-Kommissionspräsidentin.- Bedeutet die Matroschka, dass du Russland besonders liebevoll unter deine Fittiche nehmen willst? – Übernimm dich nicht an dem „smarten“ Wladimir! – Und sind an dem Kranz und in dem Goldfischglas so viele Kugeln, wie du und deine Kommission an klugen Ideen produzieren wollt? – Dann wird es ja vielleicht doch eine gute Zeit mit dir!

Eine ständig überarbeitete EU-Kommissionspräsidentin braucht zur Auffrischung ihrer Kräfte Essen und Trinken, denn das hält Leib und Seele zusammen. Also gibt es im Amtssitz auch eine Küche. Und da du ja wie die Oberchefin Angela aus dem Osten kommst, ist die Küche natürlich rot – wie der Staat, aus dem du kommst. Bei dir hat die Einfärbung nicht bis zum Rot gereicht, du bist nur lila geworden.

Und wie hat die rote Zora die grüne oder doch lila Clara die Küche geschmückt?

In der nachfolgenden  Collage ist der kleine Küchenengel versteckt, der sich immer um die Kaffeemaschine kümmert. – Im Amtssitz sind natürlich nicht nur kluge Frauen, sondern auch solche männlichen Politiker ähnlich dem Innenminister oder Verkehrsminister oder unzähligen anderen Ministern, denen die Politik den Verstand aus dem Hirn geblasen hat. Hier ist es der braune Hirsch, der immer nur Kaffee säuft, aber nie Bescheid gibt, wann die Maschine leer ist. Ob dem je im Leben mal ein leuchtender Stern aufgeht?

**************

Die anderen Amts- oder Privaträume zeige ich euch beim nächsten Mal – die EU-Kommissarin verschießt ihr Pulver langsam und sorgfältig!