Claras Allerleiweltsgedanken


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Nebeneinnahmequelle entdeckt

Besonders vor der Tagesschau wird im ersten Programm in regelmäßiger Langweiligkeit eine Werbung über die menschliche Verdauung gesendet. Ob Männer oder Frauen, ob jüngere oder ältere Leute, ob mit Enkelkindern oder mit Hund ausgestattet – alle behaupten, dass sie durch die regelmäßige Einnahme von „KIJIMEA Reizdarm PRO“  ihren Darm zu anständiger Arbeit erzogen haben. Sie vergessen dabei aber zu erwähnen, dass sie nicht nur ihren Darm entleeren, sondern auch ihr Portemonnaie, denn das Medikament ist verhältnismäßig teuer mit einem Stückpreis von 0,80 €.

Für mindestens 4 Wochen soll man täglich 2 Dragees einnehmen – also in einem Monat schluckt der Reizdarm mindestens 46,00 € – bloß von der Wirksamkeit konnte mich der Hersteller nicht überzeugen, denn ich habe es getestet. Ich habe mich sogar an die zweite Empfehlung gehalten und das Zeug 12 Wochen lang eingenommen, also einiges über 100 € verschluckt.

WIE KANN FRAU BLOSS SO BLÖD SEIN?

Wenn ich mir im Internet genauere Informationen über dieses „Volksleiden“ einholen will, steht an erster Stelle ein Video eines Doktors von der Herstellerfirma eines anderen Medikaments, was mindestens genau so gut (oder sogar noch viel besser) helfen soll. Das dumme an dem Video ist nur, dass es keinen Schieberegler zum vorspulen gibt, denn er verkündet am Anfang, dass das Beste erst zum Schluss kommt. – Ich hatte nieeeeeeee so viel Zeit oder Geduld, um mir dieses Blabla bis zum Ende anzuhören.

Meine Nebeneinnahmequelle besteht darin, dass ich mich als Darstellerin für die Werbung anbiete. Mein Spruch, den ich allerdings nicht sagen dürfte, wäre viel lustiger als die jetzige Werbung und vor allem würde ich 3-D-Fernsehen einführen:

Sehen – hören – schnuppern

Und jetzt noch was anderes, was mich erstaunt und erfreut hat. Seit kurzem sehe und mache ich bei BR um 8.45 Uhr die Telegymnastik. Anschließend gab die Programmansagerin Hinweise auf die nächsten Programme. Und die Frau sagte tatsächlich: dreiviertel zehn – und nicht Viertel vor zehn oder 9:45 Uhr. Ich musste schmunzeln – schließlich ist ja Bayern meine Geburtsheimat.


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Löwen lesen Literatur lieber „ligital“

Werbung ohne Bezahlung

Natürlich weiß ich genau so gut wie ihr, dass das „digital“ heißen müsste – aber mit l habe ich nichts gefunden, was besser gepasst hätte.

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Dass ich mir einen eBookReader kaufen wollte oder schon gekauft habe, hatte ich schon mal angedeutet. Aus der Bibliothek hatte ich mir den Tolino vision 3 ausgeliehen und „Blut geleckt“, was aber hier ein ganz blöder Vergleich ist. – Irgendwie mit großen Schwierigkeiten habe ich Bücher aus der Bibliothek auf diesen Bildschirm geholt – und mit sehr viel Entspannung dann gelesen.

Ich war von dieser Lesevariante so weit überzeugt, dass ich mir selbst einen kaufen wollte. – Und da die Augen im Alter nicht besser werden, habe ich mir die große Variante der Tolino-Reihe, den T. epos ausgesucht. Er wird angepriesen mit 69% mehr Lesefläche – das Mehrgewicht habe ich außer Acht gelassen und trotz seiner 4 cm mehr Höhe und 2 cm mehr Breite passt er in meinen kleinen Rucksack hinein. – Diese Ausführung hat weiterhin den Vorteil, dass sich das Hintergrundlicht automatisch ändert – abends im Bett ist es nicht so grellweiß wie am Tage.

Ein Tolino ohne „Mäppchen“ ist wie Clara ohne Söckchen – ich habe nämlich immer kalte Füße. Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich eine ganz preiswerte in lila bestellt und eine sehr robuste in schwarz/weiß. Seht selbst – da hat mich doch förmlich die Romantik gepackt.

Als ich den Biliothekstolino zurück brachte, drückte mir die sehr freundliche Bibliothekarin folgenden Zettel in die Hand:

Ich habe an diesem 31. Januar viel Interessantes gehört und gelernt. Nach wie vor finde ich, dass das Touchen auf dem Bildschirm mit kleinen Tücken verbunden ist – bei der Tastatur will er immer die Nachbartaste anzeigen. Auch das Markieren von Textstellen könnte einfacher sein – doch Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut – ich bekomme schon noch die notwendige Fingerfertigkeit. Andersherum – warum brauche ich ausgiebige Notizen? Bibliotheksbücher kann ich nicht in der Cloud  abspeichern – also brauche ich auch keine Notizen dazu.

Und jetzt Fotos, die die Überschrift rechtfertigen. – Ihn, den Tolino, einfach so in der Hand zu halten, wurde nach einiger Zeit doch anstrengend – und am Tisch zu sitzen und ihn gegen den Leuchter zu lehnen, hat mir auch nicht gefallen. Hier ist es ja noch der kleine – der größere wollte fast den Leuchter umreißen.

Also fuhr ich zu mitternächtlicher Stunde in den Keller und holte ein Brett und dieses „dreiohrige“ Ding nach oben. Das Brett lag bequem auf den Armlehnen meines Lieblingssessels (ein Wort mit 5 s) – aber es war zu viel Gefälle da – das musste das Löwenkind ausgleichen. Dieses tat mir dann nach einiger Zeit leid und ich ließ mir was anderes einfallen.

Das „Drei-Ohr-Ding“ war meine Navihalterung für das Auto – lag perfekt im „Cockpit“ vorn an der Scheibe. Bisher habe ich dafür noch keine neue Funktion gefunden.

Die letzte Variante ist das Non-plus-Ultra – so werde ich in Zukunft immer lesen.

Laut Beschreibung soll der Akku „ewig“ halten – meiner war nach einer Woche runter – kann aber eine Anfangserscheinung sein.

Das „Umblättern“ funktioniert manchmal erst, nachdem ich 3x auf den Bildschirm getoucht habe. Das kann aber auch auch meiner zu trockenen Haut liegen, denn beim Handy habe ich auch öfters Schwierigkeiten.

In der anpreisenden Reklame stand auch was von Blendfreiheit und Lesen bei hellem Sonnenschein. Letzteres habe ich noch nicht getestet, aber meine Nachtlampe stört sehr auf dem Display. – Doch dann mache ich sie eben aus und kann trotzdem lesen.

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… und was machen Bären?

Die lesen nur manchmal, aber manchmal umarmen sie sich auch einfach aus Freude.

Beim letzten Artikel war das in den Kommentaren: (den sich bewegenden Bären konnte ich nicht kopieren)

Und dieser letzte Satz hatte ein Bärenshooting zur Folge. In lila war leider nur ein Bewerber angetreten, dafür kamen drei wunderschöne Braunbären.

Titel: Bei und nach der Umarmung

Titel: Verwegen, zerzaust und vielgereist kommt Herr Bär zu den Probeaufnahmen (dem Lilabär steht der Schreck im Gesicht geschrieben)

Dafür wird es jetzt noch einmal gemütlich:

Also macht es gut – ich muss jetzt endlich lesen gehen.

 


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Rabatte, Rabatte, Rabatte

Von der S-Bahn aus sah ich dieses Plakat:

Ich kenne da einen Anbieter, der mein regelmäßiger Mailpostkastenfüller ist. Fast jeden Tag gibt es Rabatte – im Laufe des Tages werde ich noch einmal erinnert, dass der Rabatt und sein Codewort nur noch 7, 8 oder 9 Stunden gültig ist.

Für meinen Geldbeutel sind aber auch die um maximal 20 Prozent ermäßigten Sachen noch ziemlich teuer. Hinzu kommt eine „horrende“ Portogebühr, da die Sachen nicht aus dem Gebiet kommen, wo die Post etwas mildere Gebühren einfordert.


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Manchen Werbedesignern würde ich …

ein Jahr lang kein Gehalt zahlen, …

bis aus ihrem Gehirn wieder anständige Werbung kommt.

… oder sehe ich das nur so verbissen?


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Die chemische Keule auf Rädern

… na gut, nur die Werbung dafür. Der Fahrer dieses Autos darf nicht bei Rot fahren oder andere Verkehrsrüpeleien begehen – so ein Auto merkt sich auch Tante Clara, da braucht es keine Autonummer

2104 Auto Aspirin Werbung