Claras Allerleiweltsgedanken


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Donna Quijote …

oder Donna Quixote und auch Donna Quichotte  (so die verschiedenen Schreibweisen) – allgemein aber nur in der männlichen Form bekannt – sie oder er kämpfen gegen Windmühlen. Natürlich ist es ursprünglich ein Roman und eine Romanfigur von Miguel de Cervantes. – Ich will es hier jedoch im übertragenen Sinne verwenden: Wie oft kämpfen wir im Alltag gegen Bürokratie, Un-Verständnis, Un-Frieden, Un-Gesundheit oder Un-Annehmlichkeiten. Schön wäre es, wenn wir in solch einer Situation einen treuen Diener resp. guten Freund wie den Sancho Panza an unserer Seite hätten – dann lässt sich manches leichter ertragen.  Es wäre auch schön, wenn die Rosinante nicht so ein klapperdürrer Gaul wäre, sondern ein stolzes schnelles Pferd, auf dem man aus allem Schlamassel hinausreiten kann.

Und deswegen schreibe ich hier und jetzt den Roman mit einem positiven Ausgang um. Mein Don Quijote / meine Donna Quixote sieht die vielen Windmühlen wirklich als Windmühlen an und nicht als Ungeheuer und sie kann auf meinem tollen Pferd, das ich ihr hier zur Verfügung stelle, schnell wie der Wind davon reiten und damit den Sieg erringen.

Etwas mystisch, ein wenig der Wirklichkeit entrückt – so treten sie auf, diese Flügelwesen – aber sie sind dennoch nur Windmühlen, vor denen man sich nicht fürchten muss.

Und wenn man so eine reichliche Auswahl von Pferden zur Verfügung hat, dann ist es wohl nicht schwer, sich vom Acker zu machen, wenn doch die Windmühlen die Oberhand gewinnen sollten.


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Donna Clara und ihre Windmühlen

Ca. 60 km nordwestlich von Hannover ist das kleine Städtchen Gifhorn. Was sonst dort noch sehenswert ist, weiß ich nicht, aber sie haben ein wunderschönes Freilichtmuseum mit ganz vielen Windmühlen.

Nachdem ich gerade zwei Tage vorher im Hannoveraner Zoo stolze 24,00 € Eintritt berappt hatte, kamen mir hier die 9,00 € fast wie ein Sozialeintritt vor.

Ich muss sagen, es ist ein „rundes“ Museum mit sehr viel Herz.

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Auf einer parkartigen Fläche mit See und Hügeln stehen nicht nur Windmühlen aus aller Herren Länder, sondern ein Halle mit sehr vielen Mühlenmodellen und eine original nachgebaute russisch-orthodoxe Kuppelkirche, deren goldene Zwiebeln bei dem Supersonnenschein fast meine Äuglein verblitzte.

Griechenland lässt grüßen:

Die Glasbläserkunst will auch grüßen:

Eine Doppelmühle im Schilf mit schrägem Horizont:

Natur pur mit Holzbrücke und den Köpfen, die ich euch als Politiker verkauft habe:

Von innen ist solch eine Windmühle auch nicht aus schlechtem Holz geschnitzt!

Früher wurden Betrüger noch hart, aber fair bestraft. Wenn ein Bäcker z.B. zu kleine Brote gebacken und damit seine Kunden betrogen hat, wurde er in diesem Käfig mehrmals in einen Brunnen getaucht – nicht zum Ertränken, nur zum Abschrecken. – Vielleicht sollte so ein ähnliches Gerät vor dem Reichstag aufgebaut werden und alle Lügner und Betrüger werden öffentlich getaucht. Köstlich, diese Vorstellung!

Der „Ständebaum“ (?) daneben ist hier noch mal in größer zu sehen:

Die russische Zwiebelturmkirche will ich euch nicht vorenthalten, sicherheitshalber gleich zweimal.

Und wenn sie nicht vergammelt sind, dann mahlen sie noch heute!