Claras Allerleiweltsgedanken


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Marokko – Hotelerfahrungen – Teil 2

Gibt es einen Teil 1, dann gibt es natürlich auch einen Teil 2, manchmal sogar noch mehr Teile – aber ich habe mich beschränkt. Die Fotos, die jetzt kommen, sind alle aus der Verlängerungswoche, in der ich mutterseelenallein in einem Hotel in Marrakech war, das schon fast in der Pampa gelegen war, so wiet außerhalb der Stadt im „Niemandsland“ war es. Alle anderen aus der Gruppe, die länger geblieben sind, waren in Agadir am Meer – und das wäre auf jeden Fall die bessere Entscheidung gewesen.

Für jeden Gast gab es bei all inclusive ein Armband – leider habe ich keines in lila bekommen, die gab es drei Tage nach meiner Ankunft.

Das direkte Hotelgelände und die Innenausstattung waren durchaus in Ordnung. Fußballfans kamen auf ihre Kosten – sie mussten nicht ein Spiel der Weltmeisterschaften verpassen, dafür gab es extra eine TV-Sportbar, die aber nicht im kostenlosen Service inbegriffen war.

Doch wehe, Frau wollte mal einen Schritt vor die Pforten des Hotels setzen. Wir wurden Tag und Nacht bewacht – vielleicht ist das dort nötig. – Kam man durch diese Schranke, erstreckte sich eine endlos lange öde Straße, die mehr oder weniger von Pampa gesäumt wurde. Blumen gehen in Marokko immer, aber auch viele triste Flächen. Es gab schöne Häuser, die aber fast alle leer standen. Entweder war der Kaufpreis zu hoch oder niemand wollte so außerhalb des Geschehens wohnen. Kein Geschäft, keine Schule, keine Infrastruktur – einfach nur: „Bonjour tristesse!“

Auf den drei mittleren Querformatfotos habe ich Ameisen bei ihrem emsigen Tagewerk beobachtet – die sind ja wirklich echte Arbeitstiere.

In meinem Zimmer gab es immer stumme Auseinandersetzungen mit den Zimmerfrauen. Immer wieder machte ich ihnen klar, dass ich NICHT JEDEN TAG neue Handtücher möchte, weil ich die Umwelt schonen wollte – und was bekam ich: Natürlich jeden Tag neue Handtücher. – Noch schlimmer war es mit den Betten. Die unendlich vielen Kissen und Tagesdecken und Zierkissen nervten mich – ich packte sie beiseite. Wo sie jeden Tag wieder lagen, muss ich euch nicht erzählen.

Würde ich auf Hotelkosmetik stehen – ich hätte einen vollen Koffer nach Haus tragen können. – Der Mond wurde runder und voller und ich wusste, wenn er richtig VOLL ist, kann ich eine Nacht schon zu Haus nicht schlafen. – Das vierte Foto zeigt das Hotel von seiner schäbigen Seite, dort, wo aller Abfall hinkommt. – Für Tischtennis wäre es mir in der prallen Sonne echt zu heiß, aber ich hatte auch keine „Gegner“ gefunden. – Auf dem schlecht lesbaren Aushang steht, dass man nicht in Badebekleidung in die „Bar“ kommen soll – ich habe eigentlich nichts anderes als Badebekleidung dort gesehen. – Und das letzte war der unheimlich wichtige Code für das WLAN – nur ein wenig umständlich.

Und das war es dann auch schon. Die Hotels gehörten fast alle der Labranda-Kette an und auf den bunten Bilderchen wurde gezeigt, welche Reisebüros dort vertreten sind.


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Ehrlich währt am längsten …

… und Fleiß-Arbeit zum Ostermontag

Allgemein sind wir doch alle ein wenig der Meinung, dass die Welt mit der auf ihr wandelnden Menschen nicht unbedingt besser geworden sind in den letzten Jahren. Wenn ich den Dreck und die Abfälle sehe, die alle Grünanlagen verunzieren, möchte ich lauthals in diesen Gesang einstimmen.

Doch dann gibt es mal wieder etwas, was das Herz zum Schmunzeln bringt. Der Bus hält und viele Leute steigen aus. Und dann laufen zwei Kinder zum Busfahrer und wollen noch schnell bezahlen, BEVOR sie aussteigen. Sie meinen: „Wir sind vorher nicht durchgekommen, weil so viele Leute im Weg standen.“

Ich glaube, der Busfahrer hat auch nicht schlecht gestaunt. – Ich möchte nicht wissen, wie viele Erwachsene ausgestiegen wären, ohne zu bezahlen.

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Als die Magentaleute meinen Telefonschluss legten, bemerkte der Techniker, dass von den drei vorhandenen Telefondosen einzig und allein die im kleinsten Zimmer funktioniert. Das hat bisher bedeutet, dass der Speedport in Olas Zimmer unter dem Tisch steht und dort stört, stört, stört. – Ostermontag war ich der Meinung, dass ich Olas Abwesenheit nutzen sollte und die Sache verändern. Das bedeutete, dass der Speedport ins Wohnzimmer gestellt werden soll. Dann müssen aber das DSL-Kabel und das LAN-Kabel durch die Wand geschoben werden. – Das Loch hatte beim Einzug der Maler gebohrt. – Doch offensichtlich hat er es nicht mit einem langen Bohrer gemacht, sondern von jeder Seite ein Stück, denn es ist immerhin eine 24er Wand. Doch dadurch ist in der Mitte eine Stufe entstanden.

Ich arbeitete mit einem langen, dünnen Metallteil, an das ich ein Kabel befestigte. Der Stecker von der Telefon-/DSL-Leitung war schmal und geschmeidig und ging ziemlich schnell durch diesen langen Tunnel. – WLAN fürs Handy und Kontakt für die Telefone hatte ich also schon mal – es war ja auch erst eine knappe Stunde vergangen.

Doch mein Computer wollte mit LAN versorgt werden. Das 5m-Kabel ging bei mir durch die Wand, schlängelte sich in Olas Zimmer an der Fensterwand entlang und sollte dann durch diese „hohle Gasse“ ins Wohnzimmer geschoben werden. Ihr glaubt nicht, was ich alles für Handstände gemacht habe. Mit einem kräftigen Faden wollte ich das Kabel hindurchziehen, mit dem langen Stab durchschubsen oder oder oder. Nach über 2 Stunden war ich ziemlich verzweifelt und wollte meinen Sohn anrufen, damit er ein neues und stufenfreies Loch bohrt.

Und dann kam die letzte Idee. Ich knickte das Kabel, befestigte daran eine Schnur, besorgte diese Schnur auf die andere Seite und zog und zog und wurde immer vorsichtiger und zog immer noch – und plötzlich war er durch – der dicke Stecker vom LAN-Kabel. Was war ich froh, was war ich stolz, was war ich fertig, denn immer musste ich auf der Erde rumkriechen. – Offensichtlich hatte sich der Stecker bei den vielen Fehlversuchen seine Hörner Kontakte nicht verletzt, denn sonst könnte ich hier nicht für euch schreiben. –

Und das ist jetzt harter Arbeit Lohn! Es hat mich über 2 Stunden Anstrengung gekostet.

3103 LAN Kabel 0

Doch ich stellte fest, dass zwei Zimmer weiter in meinem Bett nur noch schwacher WLAN-Empfang ankam. Ich erinnerte mich, gehört zu haben, dass ein WLAn-Modem NICHT unten stehen soll – also wurde noch einmal kurz umgeräumt. Und jetzt ist (hoffentlich) alles perfekt.


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Nachts bin ich am kreativsten

Dieser Eintrag ist frisch geschrieben, nicht vorgebloggt.

Vielleicht habt ihr aus den Kommentaren schon rausgelesen, dass ich mich zu einem Wechsel zu Kabel Dingsbums entschieden habe. Dabei machte mir nur Probleme, dass ich das Modem nicht im Wohnzimmer dicht beim Computer anschließen kann, weil die Schrankwand vor der Kabelbuchse steht. Also hatte ich an eine reine WLAN-Lösung gedacht: Modem im Schlafzimmer an der Zweitbuchse, WLAN-USB-Stick von AVM in einen USB-Anschluss stecken und lossurfen. Aber wie heißt es so schön: „Wat der Buar nit kennt, dat frisst er nicht“. Der Stick wäre ziemlich teuer und es  schmeckte mir nicht, meine mittelalte Kiste per WLAN durch die Weiten des Netzes zu jagen.

Kommt der Prophet nicht zum Berg, dann muss eben der Berg zum Propheten kommen!

Kurz vor Mitternacht leitete ich die ersten Arbeitsschritte dafür ein, mit meinem Arbeitsplatz (Computer- und Druckertisch) ins Schlafzimmer zu ziehen. Ich musste zwei Bretter von diesem  Regal entsorgen, damit das untere höhere rückt und damit mein Bett unter das Fenster und unter das Regal passt.  – Aber das ist erledigt. Auch alles andere, was da noch in der Ecke stand, ist anderweitig verstaut. – Jetzt muss nur noch der Sohn kommen, mit mir das Bett umwuchten und die beiden Computertische in das andere aus der Ecke ist weggeräumt und damit ist fast alles fertig.2105 Ordnungsteile 61

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Jetzt ist es Sonntag, zeitiger Nachmittag. Der Bibelspruch „Am siebenten Tag, da sollst du ruhen“ muss viel Wahrheit beinhalten, denn meine heutige Sonntagsarbeit stand unter keinem guten Stern.

Als ich mir eine Nachbarin auserkoren hatte, um nur schnell die Liege umzustellen, musste ich sie natürlich leerräumen. Im Liegen-Originalzustand liegt der Bettkasten auf dem Fußboden auf, so dass man diesen beliebig belasten kann – notfalls sogar mit einem Liebhaber, der schnell versteckt werden muss. Ich habe aber, da ab und mal „Kreuz“ angesagt ist, meine Liege auf 15 cm hohe Füße gestellt – und das ist zum Aufstehen aus dem Bett einfach ideal. Aber jetzt ist der Unterboden natürlich frei – nach unten lässt er Ausdehnung zu. Ich merkte das bisher nicht, da zwei Unterbettkisten auf Rollen untergeschoben war. Doch als diese weg und der Bettkasten leer waren, sah ich die Bescherung. Auf einer Seite war die Unterbodenplatte komplett aus ihrer Verankerung gerissen. Mir entfleuchte ein unsonntägliches sch… Sch….! Eine Reparatur hätte nur mit dem Sohn passieren können, da wir die Liege hätten hoch- bzw. querkant hinstellen müssen.

Darauf habe ich verzichtet. Umgestellt, Kisten drunter geschoben und alles ist (notfalls) paletti.

Doch dann fing ich an zu googeln, was kluge(?) Köpfe dazu meinen, in welche Himmelsrichtung mein Kopf liegen MUSS – bisher habe ich klassisch geschlafen: Kopf nach Norden und Füße nach Süden. Jetzt habe ich Ost-West im Angebot. Soll der Kopf im Osten bleiben (wie hier) oder lieber an die Westseite (jetziges Fußende), dafür dann keine Wand dahinter. Mit der hier gezeigten Variante muss ich aufpassen, dass ich mir nicht doch mal versehentlich den Kopf am Brett darüber stoße – ist aber fast unmöglich.

Die West-Ost-Variante sieht so aus:

2807 Arbeitsplatzumräumaktion 53

Als ich las, was ich schon alles falsch mache (Steckdosen im Zimmer, Elektrogeräte, die sogar auch noch Funkstrahlen aussenden, kein freistehendes Bett, mindestens 1,5 m vom Fenster weg) – da habe ich schnell alle Suchseiten zugemacht, ein wenig den „Werkstattcharakter“ kaschiert und jetzt hoffe ich einfach, dass ich die nächste Zeit gut schlafe. 14 Jahre lang habe ich getrennt von Technik und Computer geschlafen – jetzt versuche ich es mal – wahrscheinlich kürzer – mich nachts mit der Technik zu vertragen. – Das neue Modem wird eine Schlummerfunktion haben, dann schlafe ich nicht so allein. 🙂

2807 Bett am Fenster

Hab‘ Sonne im Herzen und Sonne im Raum – dann kannst du gut scherzen und ?????? Baum? kaum? Flaum? Schaum? Saum?

Wahrend der Zeit, in der ich diesen Text schrieb, gab es plötzlich ein Poltern im Schlafzimmer. Ein guter Freund hatte zu mir gesagt: „Wenn du mit dem Kopf unter dem Regal schläfst, dann wirst du noch von einem Buch erschlagen!“ – Das im Hinterkopf, gehe ich der Ursache des „Getöses“ auf den Grund. Mein Bett: Übersät mit Filzstiften. Von oben war eine Schachtel gefallen, die brechend voll mit (alten, meist schon vertrockneten) Filzstiften war. – Schnell entsorgte ich alle ungeprüft in den Müll – diese Schachtel kann mir nachts nicht mehr auf den Kopf fallen.

So, und das ist jetzt der Endzustand – ich hoffe, ihr bemerkt das hochgerückte Regal, seht das folienbezogene Bettende und den Kasten (nein, den habe ich weggeschnitten) und wünscht mir trotz bald anrollender Massiv-Technik weiterhin einen guten Schlaf. – Alles, was fallen könnte, habe ich festgezurrt – also ich glaube nicht, dass mein irdisches Ende durch ein herunterfallendes Buch eingeleitet wird.

2807 Bett Endzustand

Über meinem Kopf steht kein Fernseher, sondern eine Deutschlandkarte, die mir endlich im Schlaf alle Bundesländer und ihre Hauptstädte beibringen soll 🙂