Claras Allerleiweltsgedanken


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 4

Nach der Länge der Berichterstattung über den Balkon könnte man annehmen, dass dieser Raum mein Lieblingsaufenthaltsort ist. Das könnte bei schönem Wetter fast hinkommen, nur der Autolärm steht diesem Prädikat im Wege. – Vielleicht habe ich so viele Male über ihn berichtet, weil er ziemlich arbeitsintensiv gewesen ist. Doch jetzt mache ich mindestens 10 Jahre nichts mehr an und auf ihm – oder zumindest ein Jahr nicht.

Jetzt, wo er fertig ist, frage ich mich doch ganz im fernen Hinterstübchen, ob sich dieser finanzielle Aufwand gelohnt hat, nur um 4 Bilder aufhängen zu können. Die neuen Wände dürfen nicht verletzt werden, also sah ich nur die Möglichkeit, vor eine der Seitenscheiben eine Platte zu setzen, die einen Quadratmeterpreis von 46,00 € hatte. Dazu kamen dann 2 Tuben Spezialklebstoff für 14,00 € und eine Kartusche Silikon zum Abdichten der Fugen zu 10,00 €. Wenn das Zeug wenigstens aufgebraucht werden würde – aber nein, die zweite Klebstofftube ist fast noch voll und Silikon wurde auch nur zur Hälfte aufgebraucht. – Bei der Anbringung der Platte war ich froh, meinen Sohn zu haben, denn ich wäre nie und nimmer auf die Leiter gestiegen, um die Platte fest zu drücken, vor allem aber nicht dafür, die oberste Schraubzwinge anzubringen. Auf dem zweiten Foto zeigen die Pfeile, wo überall Silikon gespritzt werden muss, denn 1972 kannte man offenbar noch keine rechten Winkel.

Als der Kleber ausgehärtet war, entfernte ich die unteren drei Schraubzwingen und hängte die Bilder auf. Damit sie nicht von den häufigen Balkonstürmen geschüttelt werden, klebte ich sie zusätzlich fest. Der Aufhängeort ist genau der richtige, denn ich sehe die Bilder auch von meinem Lieblingsplatz im Wohnzimmer. Und wehe, die gehen im Winter bei Nässe und Kälte kaputt!!!!

An einem Tag zwischen den Regenschauern und Regengüssen war mein Sohn da und hat alle Fugen mit weißem Silikon verschmiert. Liebend gern hätte ich das selbst gemacht, aber wie gesagt: Leiter und Schwindel gehen bei mir nicht den Bund der Ehe ein.

Wenn ich tief in meinen Balkonstuhl eingekuschelt sitze, geben die beiden Blumenkästen folgendes Profil ab – und damit kann ich gut leben.

Und wenn ich euch jetzt noch zeige, wie die kleinen Pflanzschalen aussehen, die nicht mit echten Pflanzen und echten Tieren bestückt wurden, könnt ihr erkennen, dass ich ein verliebtes Vogelpaar habe. Zwei Behältnisse weiter ist der verschmähte Liebhaber zu sehen.

Wenn ihr diese Zeilen lest, treibe ich mich gerade ganz kurz in einer wunderbaren benachbarten Hauptstadt rum, deswegen dauern meine Reaktionen auf eure Kommentare einen Tag länger als sonst..


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Ich passe – oder 18, 20, 22 weg

Falls sich jemand wundert – dieser Artikel war gestern schon mal kurz online. Ich hatte mit meinem Baulärmkopf vergessen, das Erscheinungsdatum richtig einzustellen.

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Die Bauarbeiten haben gerade ihren Lärmhöhepunkt erreicht. Gefühlsmäßig turnen 10 Bauarbeiter genau vor meinem Fenster herum, jeder mit einer Schlagbohrmaschine in der Hand. Und die haben sie nicht zum Spaß in der Hand, sondern nutzen sie dafür, um irgendwelche Metallgegenstände rund um meine Fenster in die Außenhaut des Hauses zu jagen.

Ohropax in den Ohren ist der einzige Schutz, sonst drehe ich durch. In der Nacht zum Donnerstag hatte ich mit angeklapptem Fensterflügel geschlafen, weil es schon so herrlich warm war. Im Normalfall begann der Bau- und Bohrlärm gegen acht Uhr. Doch an diesem Tag glaubte ich an ein Erdbeben, als 7.30 Uhr die Bohrmaschinen ungebremst ihren Lärm in mein Bett verbreiteten.

Abends komme ich nicht zum Schreiben, weil ich den verschiedenartigsten Vergnügungen fröne.

Also macht es gut bis zu besseren und leiseren Zeiten.

Die Fotos sind nicht topaktuell, aber auf dem Balkon hat sich noch nicht wesentliches verändert. Allerdings ist die unterste Lage der Dämmung angeklebt und zwei Fensterbretter sind auch schon vorbereitet, damit dann das Zink-Abdeckblech montiert werden kann.

Eigentlich muss man sich diese Elendsbilder nicht noch vergrößert ansehen, indem man sie anklickt. Doch wer es unbedingt machen will – ich halte keinen davon ab. Ich muss es ja auch immer in Originalgröße sehen.


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Unser Haus wird eingepackt …

und wir müssen den Balkon umpacken!

Sicher gibt es Schlimmeres – ich bin gespannt, wie lange ich die Sonne auf dem Balkon nicht genießen kann und wie lange ich – außer in der Küche und im Bad – durch blaue Schutzfolie auf die Umwelt gucken muss.

Die Wärmedämmung entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen, deswegen muss zusätzlich isoliert werden. Außerdem sind auf den Giebelwänden und an den Fassaden noch die gesundheitsschädlichen Eternitplatten, die man mit Asbest gleichsetzen kann. Diese werden auch entfernt.

Für mich und für alle Mieter in den betroffenen Wohnungen bedeutet das, dass die Balkons total leer geräumt werden müssen. Die Blumenkästen müssen weg, weil die Zinkbleche erneuert werden. Bilder, Möbel, Kästen und anderes – kein Problem, fast alles schon weg. Nur der Fußbodenbelag aus den Kunststofffliesen, der macht mir ein wenig Kummer. Ich will nicht wieder Platte für Platte verbinden, sondern den Fußboden in vier großen Stücken entfernen – ich hoffe, das wird was. – Auf dem Balkon hatte ich ein leuchtendes Blütenbäumchen – das kann ich jetzt in meinem Wohnzimmer erstrahlen lassen.

Für Kitsch, Plastik und Plunder habe ich noch aus der alten Wohnung grüne Kunststoffgefäße, die nicht unbedingt immer mit echten Pflanzen bepflanzt sein müssen. Jetzt ist ein Fensterbrett damit gefüllt. – Meine Schmetterlinge müssen ja auf etwas landen können.

 


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Die Vorgängerversion von jetzt

Ausgangssituation: Ein Bad, ca. 5 qm groß oder klein, von oben bis unten mit grau geflammten Fliesen zugefliest, auch auf dem Fußboden die gleichen 12 x 12 oder 15 x 15 hellgrauen Quadrate. Keine Zierborte, keine Abwechslung, keine Augenfreude.

Wer es dann schafft, nichts an den Wänden anzubringen, nichts aufzukleben, ist in meinen Augen ein Fliesenheiliger – ich habe es nicht geschafft, mir war es zu eintönig. Außerdem hatte ich in diesen Jahren noch oft Kinderbesuch, da ich über den Großelterndienst und das Jugendamt Kinder betreut habe. Die haben immer gejuchzt vor Freude, wenn sie in mein Bad kamen. Da leuchtete die Fisch-Lichterkette, da fluoreszierten die Sterne am Himmel, der Mond leuchtete ganz besonders hell, wenn ich ihn vorher mit Licht aufgepumpt hatte.Tja, von nichts ist nichts, auch kein glimmender Mond.

Zwischendurch immer mal ein bisschen manisch angehaucht, kann es manchmal nicht genug sein – das noch und das noch und das auch noch. Manchmal wird einiges wieder entfernt, zum Beispiel die Steine vom Fußboden, aber ich kann mich gut an viel gewöhnen.

An der Wand tummelten sich Seesterne, eine Riesenschildkröte paddelte durch das Fliesenmeer, Muscheln lagen am „Strand“, überall konnte man hinter Steinen seine „Juwelen“ verstecken,  wenn man in die Fluten tauchen wollte.

Und besser als jetzt: Das Wasser floss üppiger und ließ sich gradgenau auf die Wunschtemperatur einstellen.

In 15 Jahren darf man auch schon mehrere Toilettenbrillen verschleißen – aller 5 Jahre eine neue ist ein sparsamer Durchschnitt. Mr. Erdmann war der absolute Hammer – um den hat es mir sehr leid getan, als ich ihn verlassen musste. Und jetzt passt er nicht auf meiner vornehmen WC-Brille mit Selbstschließautomatik.


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Ich bin von Kopf bis Fuß …

… auf Fische eingestellt.

Ist ja auch kein Wunder, denn meine Mutter und mein Sohn, beide am gleichen Tag geboren, nur lumpige 56 Jahre dazwischen, sind Fische.

In 6 Tagen jährt sich der Umzugstag zum ersten Mal!

(Das ist wie bei dem Hochzeitstag, den allerersten sollte man nicht vergessen, sonst hängt der Haussegen schief!)

Und deswegen wollte ich in diesem Zeitraum alles so haben, wie ich es mir in etwa vorstelle.

In meinem Badezimmer fischelt es schon lange, schon in der vorigen Wohnung. Da aber hier so einige Fliesenbilder abgedeckt werden sollten, fischt es hier noch viel stärker als in Lichterfelde. Ihr könnt euch gern persönlich überzeugen kommen, aber bildlich überzeuge ich euch schon mal.

Hawaii à la Clara

Hawaii à la Clara

Und jetzt reicht es mit der fischigen Selbstbeweihräucherung – wie heißt es so schön: „Fisch und Besuch stinken am dritten Tag“ – das ist ein sehr unliebes Sprichwort, stimmt aber in einigen Fällen.

Das in diesem Post gezeigte Fensterfliesenbild genügt leider nicht meinen Qualitätsanforderungen. Durch die große Fläche und die überdeckten Fugen zieht es Blasen, die auch nicht durch Aufschneiden mit einer Rasierklinge zu beseitigen sind. Außerdem spiegelt es vollkommen ungleichmäßig – gefällt mir nicht. Ich habe mich nach etwas umgesehen, was in Teilen (auf jede Fliese einzeln) aufgeklebt wird. Und wenn ich den Dekowahnsinn dann noch auf die Spitze treiben möchte, kaufe ich mir einen Fugenweißerstift, denn braune Fugen im Wasser sehen blöd aus.


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Sind Frauen wirklich so „blöd“, dass sie …

… z.B. ein Auto nach der Farbe kaufen, und nicht nach der Funktion?

Na gut, um ein Auto geht es hier nicht, nur um einen Entsafter.

Es ist sicher blöd zu fragen, welchen ich gekauft habe? Der silber/schwarze hatte alles das, was der kaputte auch hatte: Einen großen Einfüllschacht, einen getrennten Tresterbehälter und ein kräftiges Mahlwerk. Das hat der andere alles nicht, dafür hat er rot, dafür hat er weiß, dafür hat er elegantes Design und dafür hat er den doppelten Preis. Ich muss doch wirklich blöd sein, aber er ist so schön klein und knuffig und passt soooooooooooooooo schön in meine Küche. Schließlich mache ich ja nicht jeden Tag Saft … das heißt, warum eigentlich nicht.

0809 Entsafter  4

Er passt so schön in meine „weiße Strecke“ – Minibackofen, Entsafter, Toaster, Wasserkocher, Kaffeepadmaschine – da wollte ich nicht schwarz und chrom!!!

0809 Entsafter 5


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Ist Buddha im Bad ein Sakrileg?…

Vielleicht kein Sakrileg, aber er fühlt sich dort nicht wohl.

Wenn ich durch die Wohnung fege und Sachen verändere, dann mache ich das gründlich und in allen Räumen.

0509 Bad Fliesenbild

Diese Fliesenbilder passen nicht in mein Bad, auch wenn das obere nicht so farbintensiv wie hier auf dem Foto ist.  Deswegen habe ich lange versucht, eine andere Lösung zu finden. – Na gut, es gibt unschönere Fliesenbilder, aber zu meinem Fischbad gefielen sie mir nicht .

0708 Bad Wandfliesen

Bei mir gibt es Muscheln und Fische und sonst nicht viel mehr.

Wie ich mir jetzt den Buddha in der anderen Umgebung einreden werde – da muss ich mir noch eine Strategie überlegen, jedenfalls ist er aus dem Bad ausgezogen.

0708 Badbild Buddha

Er ist in den Flur ausgewandert, dort fühlt er sich wohler, weil er gleich alle Gäste sehen und begrüßen kann.

0509 Buddha im Flur

Das Bad dagegen habe ich mit einem zusätzlichen Fenster versehen, denn vom Norden scheint ja eher weniger Sonne und Helligkeit durch ein schmales Fenster ist nicht so üppig.

0509 Badfensterposter 06Als ich diese Folie auf die Fliesen klebte, hätte ich nicht nur eine dritte, sondern auch noch eine vierte Hand gebraucht. Sicher wäre mal jemand zu Besuch gekommen, aber da bin ich viiiiiiiiiel zu ungeduldig. Zwei Stunden, nachdem die Rolle bei mir abgegeben wurde, klebte das Poster schon an der Wand. – Lustig ist, dass der Untergrund ein wenig durchschimmert. So wogt das Schilf im Wasser – auf jeden Fall ist es nicht so stark, dass es mich stören würde.

Und somit ist die Badaktion abgeschlossen, allerdings bekommt ihr noch einen fotografischen Überblick. In wenigen Tagen ist das einjährige Einzugs“jubiläum“  – ich denke, in dieser Zeit habe ich ganz schön viel geschafft und auch verändert.


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Clara will ja nicht immer Recht haben …

… aber manchmal, vielleicht oft, immer öfters und überhaupt!!!! 🙂

Am 2. August gegen 15.00 Uhr hat mir die Stichsäge Recht gegeben, denn sie hat sich ohne ein einziges Mal zu mucken in weniger als einer Minute durch je ein Rohr gefressen.

Und das schrieb ich am 28. Juli:

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 


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Hoffentlich können die Hunde lesen! Oder …

Deutschland schließt sich ein, ab und aus …… und wir machen mit, in meinem Fall zwangsweise.

Ich meine damit das Wohngebiet, in dem ich jetzt schon ein 3/4 Jahr zu Hause bin. Wir haben hier von der Hauptstraße her drei Parkplatzzufahrten, die auch für Fußgänger offen sind und noch ein wenig mehr Häuserzugänge – also mehr oder weniger Tag der offenen Tür, was ich vollkommen in Ordnung finde.

Und dazu haben wir einen Hinterein- oder auch -ausgang, der mich z.B. ganz schnell zu einer anderen wichtigen Gegend führt, wo Friseur, Apotheke, Rehasport, Post und und und sind. Das ist eine kleine Pforte, bis vor ca. 4 Wochen immer offenstehend. Hinter dem Zaun mit dieser bis dato offenen Pforte befindet sich ein anderes Wohngebiet, wie das in Berlin so üblich ist. Besonders für gehbehinderte Leute mit Rollator, für zu-Fuß-Einkaufende bei drei Discountern oder für Nutzer der Buslinie 277 war dieser Durchgang eine willkommene Abkürzung.

Doch da das hier eine Siedlung mit überwiegend Eigentümern ist, müssen sich welche an diesem „Durchgangsverkehr“ gestört haben.

Die Pforte wurde mit ziemlich viel Aufwand verschlossen und an der Vorderfront wurden überall diese Schilder aufgestellt.

Sollte mich jemand fragen: Alle Leute – ob mit oder ohne Hund – die einigermaßen zu Fuß sind, gehen 50 m weiter und kommen dann dennoch auf unser Territorium. Und wer kann „gentechnisch“ beweisen, dass die ungeliebten Hundehaufen nicht von den „eigenen“ Hunden sind – also von Hunden, deren Besitzer hier ihre Wohnung haben.

Mir tun jedenfalls die alten Leute Leid, die jetzt einen Riesenumweg gehen müssen, wenn sie zu NettoLidlAldi wollen oder zum Bus. Vielleicht frage ich mal bei der Hausverwaltung an. – Ich habe schon Gespräche gehört, dass die Leute das ganzganzganz toll finden. – Ich komme ja viel in der Gegend herum, auch in ausgesprochen vornehmen Einfamilienhaussiedlungen. Von Leinenpflicht ist da auch zu lesen. Doch von unbefugt und Hundeklo ist auf vernünftigen Schildern nichts zu sehen.


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WG erweitert – männliches Wesen eingezogen

Zwei schwache Frauen – eine jung und zierlich, die andere alt und tapperig – treten in unserer manchmal bitterbösen Welt vollkommen schutzlos auf. Deswegen wurde eine WG-Konferenz anberaumt und das Ergebnis war folgendes:

Ein starkes männliches Wesen muss her! Es darf auch handwerklich begabt sein!

Also wurde eine Bundesratssitzung WG-Besprechung gestartet. Einstimmig wurde beschlossen: Ein Mann muss her!!!

Und wer half uns aus der Patsche??? Anja, die mir schon mal so vorzüglich den Lenny gezaubert hat, sprang auch jetzt ein. Ich schickte ihr ein paar Beispiele und flugs kam er retour, unser Leon. Mir gefällt er hervorragend – euch muss er gar nicht gefallen, denn ich gebe ihn eh nicht wieder her!