Claras Allerleiweltsgedanken


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Immer noch Fliegenabwehrmaßnahmen

Damit die Fliegen auf keinen Fall irgendwelche Nahrung in meiner Küche finden, habe ich mir zwei gut dichtende Mülleimer geleistet. Die sind nicht nur praktisch, nein, die sind auch noch schön. Ich hoffe, dass ich jetzt Fotos in diesem Post einklinken kann.

Lustig finde ich, dass die Schweizer sogar auf einem Mülleimer ihre Nationalität hinterlassen.

Der andere, der nur Lebensmittelreste aufnehmen wird, ist nicht so groß und steht unter der Spüle hinter einer Tür. Und jetzt lasse ich euch mit meinen Mülleimern zufrieden

Einen ganz kleinen Blick dürft ihr auf ein Plissee werfen, das mir in diesem Moment die Sonne vom Hals hält.

Hat ja besser geklappt als ich dachte Punkt vielleicht wird das noch meine lieblings Methode zum Erstellen eines Artikels. Hier kann ich problemlos die Fotos von meinem Handy einsetzen.


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Ich habe beschlossen, das Jahr 2021 …

… zum Jahr der Wohnungsaufhübschung zu kreieren …

… und nicht zum Zweitcoronajahr, auch nicht zum Jahr einer rapide alternden Bloggerfrau (im 13. Jahr dabei) oder gar zum Jahr der fehlenden/vorhandenen Gesundheit.

Mit Gesundheit jeglicher Art hatte u.a. die ewig lange Erprobung verschiedenster Hörgeräte zu tun.  bis es uns gelungen ist, uns auf welche zu einigen. Der Akustiker bekam den Inhalt meines Geldtopfes und ich bekam die Geräte als Eigentum überschrieben.

Weiterhin gewährte ich dieses Jahr sehr großzügig einigen Medizinern Einblick in mein Inneres. Einer tummelte sich in meinem Darm und suchte nach Dingen, die dort nicht hingehören, der andere wollte wissen, ob Speiseröhre und Magen eben so einen freundlichen Eindruck machen wie ich – und den Gefallen haben sie dem Gastroenterologen getan. Am wenigsten hat mir das Ergebnis der Blasen“schau“ gefallen, es kam nämlich NICHTS als erwünschte Therapie. Ich hatte mich wohl so deutlich beim Servicepersonal beschwert, dass ich einen Gesprächstermin bekam. Er schrieb mir eine Überweisung zu einer Spezialistin in einem Krankenhaus. Die sind vielleicht lustig, das angedachte Botox könnte ich viel dringender im Gesicht gebrauchen, aber sie wollen es in meine Blasenwand spritzen. – Was es alles so gibt in der modernen Medizin – ob das angenehm wird, kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Aber nun will ich endlich zur Wohnungsaufhübschung kommen. Um mein schwaches Gedächtnis zu unterstützen, will ich alle Verbesserungen noch einmal aufführen.

  • die eigene und die Sohneswohnung mit Hundekissen belebt – wo Lenny ist, ist Action
  • im Schlafzimmer und auf dem Computer die Lila-Löwenbande etabliert
  • im 60. Jahr nach Mauerbau zog das Brandenburger Tor als „Tor in meine neue Welt“ ins Wohnzimmer ein
  • das ehemalige Schlaf-/Arbeitszimmer entkernt, das lila Gesamtbild aufgebessert und den Arbeitsplatz verlagert
  • das Besucherzimmer endgültig zum Arbeitszimmer eingerichtet – also muss der Computer noch lange Zeit bleiben, damit sich das Umräumen gelohnt hat. Er muss als nächstes erneuert werden – denn ein Lebensalter jenseits der 10 ist für Computer ungedeihlich – für meinen Fleiß wurde mir der Meisterbrief ausgestellt
  • Wohnzimmerfenster ausgetauscht – das ist laut Mediathek im Juni über die Bühne gegangen – bisher keine größeren Klagen, im Gegenteil

    Der ungeteilte Blick durch das große Fenster begeistert mich auch jetzt noch – die gesteigerte Helligkeit macht es nicht, sondern einfach der schönere Blick
  • Balkonsanierung von Metallbrüstung, Wandfliesen gestrichen und Bodenbelag erneuert – das begann mit der kraftraubenden Entfernung der grauen Kunststofffliesen und setzte sich in einer selten dämlichen Verschenkaktion dieser fort. Aber jetzt, wenn alles chic und fein und gelungen ist, sind die Vorstufen vergessen und verziehen. An der Decke zeigen sich die ersten Schäden, weil die Firma der Fassadensanierung nicht grundiert hat. Sicher ist das aus Sparsamkeit nicht gemacht worden – den fleißigen Ausländerarbeitern würde ich das nie anlasten. – Das unterste dieser drei Fotos zeigt den Zustand, mit dem ich jahrelang glücklich und zufrieden war – auch mit den hässlichen „Fleischereifliesen“. Bei genauem Hinsehen ist noch das geteilte große Wohnzimmerfenster zu sehen und eine halbierte Schattenclara.



  • Plissees an die Wohnzimmerfenster angebracht (nach dem 20.8.)
  • den Strand auf die Toilettenbrille gezaubert
  • die alten Fenster in allen restlichen Räumen ausgebaut und durch neue ersetzt (Anfang September)
  • auch diese Fenster werden mit Plissees verschönert, damit die Sonne beim Arbeiten am Computer nicht stört und nachts nicht so viel Licht ins Zimmer scheint – die Farbe der Plissees für das Schlafzimmer kommt auf dem Vorschaufotos nicht gut, deswegen müsst ihr aufs Original warten – wird wohl Anfang Oktober werden
    Jetzt war ich mit meinem Jahresrückblick hoffentlich eifrig und fleißig genug – also auf bald mal wieder


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Es ist geschafft!

„Es ist vollbracht“ wäre mir zu biblisch gewesen

Das schöne Wetter, der Fleiß des Superhandwerkers und nicht zuletzt meine gute Regenprophylaxe haben zu einem tollen Ergebnis geführt. – Für mich ist jetzt das Berichten über dieses Ereignis sehr viel schöner, als mich an den 13. August 1961 zu erinnern. Da wurden Trennungen aufgebaut, die sich zum Teil heute noch auswirken, auch wenn diese unsägliche Mauer, damals für uns als „Antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet, schon wieder über 30 Jahre nicht mehr existiert.

Er kam gegen 10.00 Uhr, da ja alles noch ein wenig trocknen musste – von den Bodenfliesen ist doch einige Feuchtigkeit in den Putz gezogen, hat sich dann aber zum Glück verflüchtigt.

Ich zeige jetzt einfach nur Fotos. Als alles fertig war, schien die Sonne so schön wie schon seit Tagen nicht mehr, da zeigte die Markise ihre volle Daseinsberechtigung.

Im direkten Vergleich Sitzpolsterstreifen mit Wandfarbe zeigt sich eine leichte Differenz, mit der ich aber leben kann. Ein kleines Stück Papier im Farbkatalog wirkt doch anders als eine große Fläche.

Natürlich ist eine gestrichene Metallfläche nicht so schön wie neues glattes Metall, aber für die Zeit meiner Balkonnutzung in dieser Wohnung schön genug.

Diese Freude über die Stellen mit den Pfeilen kann nur ich empfinden. Mein Sohn hat vor längerer Zeit mal diese weiße Platte angebracht, damit ich die Bilder aufhängen kann, die vorher an der Wand hingen. Wegen der ausgeführten Wärmedämmung durften sie dort nicht mehr angebracht werden. – Bei sehr starkem Wind in Richtung Balkontür fing diese Platte an zu vibrieren, dass ich schon Unheil für Glasbilder oder Platte befürchtete. – Der Maler hat sie mit 3 Nietstiften oder Stiftnieten oder ??? fest mit dem hintergrundigen Fensterrahmen verbunden.

Der Bodenbelag soll auch seine Ovationen bekommen. Es ist die „Ampelkoalition“ auf Claras Balkon – sie ist für die Politik jedoch nicht mein Favorit, auf dem Balkon darf sie existieren. – Keine Angst, die Wand ist nicht schattiert!

Ein Blick durch das große Fenster auf das Fensterbrett auf dem Balkon. Dort können Hasen und Vögel jahreszeitenunabhängig ihre Treffen abhalten.

Und das letzte Foto in die Gegenrichtung. Jetzt fehlen für die Wohnzimmergestaltung nur noch die Plissees, die nach dem 20. August angebracht werden. Dann fällt mir (hoffentlich) nichts mehr weiter ein, womit ich Handwerker reicher und mich ärmer machen kann.


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Der Unvollendete

Ich will keinesfalls dem Komponisten Franz Schubert mit seiner Sinfonie „Die Unvollendete“ Konkurrenz machen, aber zu meinem Balkon kann ich nichts anderes als Überschrift wählen, für mich hat er zur Zeit eine große Bedeutung.

Es wird relativ viele Fotos geben, wenig Worte – denn wenn ich meinen Ärger über so manches hier zu Tastatur bringen würde, könnte sich der Ärger noch multiplizieren – das brauche ich momentan nicht.

Dass der Handwerker aus (irgendwelchen) Coronagründen 6 Arbeitstage später als geplant vor meiner Tür stand, hatte ich schon irgendwo erwähnt. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er mich an einen Kollegen weitergereicht – aber gegen meinen Protest kam er nicht an. Also musste ich ihn mit seiner für diese Woche planmäßigen Baustelle teilen, so dass er immer nur halbe Tage gearbeitet hat.

Er klingelte am Dienstag (10.08.) vollbepackt, bekam sogleich einen Wohnungsschlüssel ausgehändigt, guckte wie immer zuerst sehnsüchtig nach einem Kaffee und fing an. Die sehr unansehnlichen Metallteile mussten an – oder abgeschliffen werden. Natürlich war das kein Engelsgesang, aber so heftig war es dann auch wieder nicht, dass es manchen total missfiel und diese das auch deutlich äußerten. – Insgesamt dauerte das nicht länger als eine Arbeitsstunde. Und ich sage mal dazu:

Toleranz ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr.

Als er anschließend alles Metall grundierte, sah es so aus:

Der untere Rand des Fotos zeigt, dass er mit den Wandfliesen auch schon was gemacht hat. Diese schattierte Farbe erinnerte mich an eine „Wickeltechnik“ beim Malern – das wurde in der DDR oft in Treppenhausfluren angewendet, weil man nicht gleich jeden Dreck sah. Eine helle Grundierfarbe wurde mit einem in dunklere Farbe getauchten gewickelten Lappen über“malt“ – vielleicht gibt es Schöneres, aber vielleicht kennt das noch jemand.

 

Gleich darauf wurden alle Metallteile abgeklebt, damit sie sauber bleiben, wenn es zum nächsten Arbeitsschritt geht.

Lasst euch nicht von einem breiten Handwerkerkreuz ablenken, die zwei Maurerkellen in seinen Händen sind das Wichtigste auf dem Foto – damit wurde die Grundierspachtelmasse aufgetragen, nachdem ein aufgeklebtes Gitternetz (links im Foto) die Sache haltbar machen soll.

So sieht es aus, wenn die ganze Fläche zugespachtelt ist. Die Oberfläche gefällt mir – ein wenig wird davon auch noch unter der Farbe zu sehen sein.

Und dann ging es an die Decke – dort war der Schaden sehr viel größer als anfangs zu sehen. Alles, was lose ist oder in der nächsten Zeit locker werden kann, muss runter.

Wäre ich eine bekannte Künstlerin, könnte ich das vielleicht als Kunstwerk verkaufen.

Und auch dann wurde wieder geputzt oder verputzt. Dabei hat die Markise was abbekommen, da wir die ja nicht ausgebaut haben. Aber mit kräftiger Kernseifenlösung konnte ich das meiste auswaschen. – Wie heißt es: „Wo gehobelt wird, fallen Späne.“

Und zum Schluss wurde am Freitag als Endtermin der 10. August ausgemacht – da wollte er den ganzen Tag arbeiten und ALLES zu Ende bringen. … … … Und wer machte einen Strich durch die Rechnung??? Das Wetter.

Auf meiner Wetterapp für meinen Stadtteil war angegeben, dass ab 12:00 Uhr 80 % Regenwahrscheinlichkeit ist – und für die weiteren Stunden etwas weniger. – Was ist stattdessen passiert? Am 10. schreibe ich diesen Bericht und es hat bis jetzt (16:18 Uhr) noch nicht einen Tropfen geregnet – dafür um so mehr am Abend zuvor.

Die Fotos von den nassen Wänden sehen so aus:

Am nächsten Morgen, also am 10., sahen die Wände nicht viel trockener aus als am Abend zuvor. Ich versuchte es mit einem Heizlüfter, der ein wenig Effekt hatte, aber schneller meinen Stromzähler bewegte als mich zufrieden stellte.

Und da nun endgültig der 11.08. als Fertigstellungstermin ausgemacht ist – und für die Nacht wieder etwas Regen angesagt ist, habe ich sehr eigenartige Vorsorge getroffen. Ich hoffe sehr, dass morgen früh alle Wände trocken sind und der Himmel sich auch anständig benimmt.

Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Anti-Regen-Bastion so gut ausgebaut habe, denn von 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr am nächsten Tag war Regen – angekündigt waren zwischen 90 % und 60 % – bei mir haben die sich zusammengetan und es hat 150 % geregnet – gefühlsmäßig zumindestens. Deswegen habe ich dann noch Stühle hingestellt zur Stabilisierung der Planen.

Alle diese Fotos werden keinen Schönheitspreis gewinnen – wenn sie mir eine trockene Wand bescheren, haben sie ihren Zweck erfüllt.

Ich werde hoffentlich bald von der Fertigstellung fotografisch berichten können.


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Emsig oder übereifrig kann ich auch!

Im letzten Artikel mit den sieben Gesichtern wurde mir bescheinigt, dass ich witzig sei. Danke – ja kann ich sein, wenn alles läuft. Heute zeige ich mich von der nicht so guten Seite – nämlich emsig oder sogar übereifrig.

Es war (wieder einmal) ein Wohnungstag, da es derartig stürmte, dass sogar die Wetterapp mit einem orangefarbigen Ausrufezeichen-Dreieck warnte, so dass ich wenig Lust hatte, mir Dreck ins Gesicht oder Zweige auf den Kopf wehen zu lassen. Immer nur schlafen und lesen geht nicht – also nahm ich mir den Balkon vor.

Ob mein Maler unter Umständen wegen querdenkerischem Gedankengut trotz (angeblich) negativem PCR-Test eine siebentägige Quarantäne einhalten musste und ihm bei Nichteinhaltung eine fünfstellige Strafsumme angedroht wurde, weiß ich alles nicht.  Ich weiß nur, dass diese Quarantäne genau in die Woche fiel, in der er bei mir arbeiten sollte oder wollte. Und das ist für mich zum Jammern, zum Reihern, zum ungeduldig werden. Jetzt – zum Zeitpunkt des Schreibens – weiß ich immer noch nicht, wie es weitergehen soll. Kommt er in der nächsten Zeit oder verschiebt es sich auf einen ungewissen Zeitpunkt?

Deswegen überkam mich plötzlich und unerwartet die Idee, dem Wohnzimmer wieder sein gewohntes Aussehen zurückzugeben und den Rasen auf dem Balkon auszulegen.

Stück für Stück nahm ich auf dem Balkon Maß und schnitt dann sofort das überflüssige Stück aus dem Teppich raus. Im Laufe der Zeit nahmen die Scheren das übel – und eine davon hält sich jetzt noch versteckt und will sich vor weiterer Arbeit drücken.  Ich kann mich partout nicht erinnern, wo ich sie abgelegt habe.

Als ich das fertig zugeschnittene Teil dann auf die gesaugten und gewischten Bodenfliesen legen wollte, stellte es sich ganz schön sperrig an und wollte nicht ganz bis an den äußersten Rand rutschen. Das muss dann der Maler richten, denn wenn er erscheint, muss ja alles wieder weggeräumt werden. – Der Blick durch die Balkontür gefällt mir. Wenn ich mir jetzt noch erträume, dass die Wand schön ockergelb leuchtet, würde es mir noch mehr gefallen. Und barfuß ist es ein wunderschönes Gehgefühl.

Aber irgendwann lagen die vier Meter auf dem Balkon und ich konnte wieder einräumen. Diese Rolle neben dem Hocker ist das Stück, was von den jetzigen 4 Metern bis zur Balkonlänge von 4,30 m noch ergänzt werden muss.

Als ich die Blumentöpfe auf den ehemaligen Grilluntersatz stellte, verfing sich der stürmische Wind derartig in den Blättern, dass er mir beinahe die Töpfe runtergeweht hätte.

Unter dem Blumentisch sieht man das fehlende Teppichstück. – Als der Wind immer und immer wieder die Blätter rüttelte und schüttelte, drehte ich den Tisch einfach um.

Für kurze Zeit erschien es mir die bessere Lösung, zumal so auch eine Person auf dem hinteren Stuhl mehr Bewegungsfreiheit hat. – Doch dann räumte ich noch einmal um. Zusätzlich sägte ich zwei Spanplatten zu, um die Auflageflächen des Gestells stabil zu vergrößern.

Auf dem letzten Foto ist die ehemalige Teekanne zu sehen. Nachdem ich auch die untere Etage durch ein Brett vergrößert hatte, fanden alle Töpfe Platz.

Der letzte Aufhübschungsakt war das Umsetzen einer Lampe, die im Wohnzimmer partout nicht gebraucht wurde. So wie der obere Teil der Kugel, so etwa sollen die Wände gestrichen werden.

Am Abend habe ich noch schnell ein Handyfoto gemacht – und staunte, dass sich meine Lampe durch die Spiegelung „verdoppelt“ hat. – Kurz vor der Veröffentlichung hat es geregnet – geschüttet – gegossen und wollte überhaupt nicht mehr aufhören. Die Balkontür und das große Fenster, die mehr als 1,5 m von der Regenwelt getrennt sind, sahen aus, als fahren sie durch eine Scheibenwaschanlage. Ist schon verrückt – tagsüber war es heiß wie am Rand der Sahara und abends verstopfen wieder alle Gullis.

Unter dem Schrank im Wohnzimmer habe ich meine zukünftige Fensterdekoration „versteckt“, damit sie nicht knittert. Da bin ich ja mal gespannt, ob ich das vernünftig hinbekomme, denn manchmal stehe ich ja mit Folien auf Kriegsfuß. – Da muss ich nur meinem Medi-Boy den Zugang beim Saugen verwehren, denn sonst macht er Schaden.

 

 


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Ich kann jetzt am Ostseestrand …

… na was? Das werdet ihr gleich sehen.

Ich glaube, ich bin dafür verschrien, dass es in einem Raum alles ziemlich „stimmig“ sein soll. Und da der Balkon und die Fenster und demnach auch die Plissees alle noch warten müssen, habe ich mir das Bad ausgesucht – allerdings nur minimale Veränderungen. Der Fensterbauer hat gestern angerufen – da gab es einige personelle Schwierigkeiten und sie kommen erst am 13. September. Da ja die 13 meine Glückszahl ist, kann dann also (hoffentlich) nichts schief gehen. Ich muss dann die Plisseefirma ein wenig vertrösten – nicht, dass die denken, ich will nicht mehr.

Ich zeige euch jetzt mal den Neuling, wenn er noch auf dem Wohnzimmertisch liegt.

Und dann zeige ich euch noch ein paar Badfotos, damit ihr mit mir einer Meinung seid, dass die neue WC-Brille besser passt als die alte mit grünen Blättern.

 

Jetzt habt ihr genügend Fische und Muscheln und sonstiges sehen können und anderes aus dem maritimen Bereich – und zum Schluss meine Badezimmertür.

Und da wenigstens der Sohn-Handwerker hier war, hat er alles zu einem guten Ende gebracht. Mit viel Kraft und Trixerei konnte er die alte abbauen, da der dargereichte Montageschlüssel offensichtlich der falsche war. – Und jetzt das (fulminante) Schlussfoto: Auch da mangelt es nicht an Meereszubehör.

 

 


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„Es werde Licht …“ –

… so steht es in der Schöpfungsgeschichte und damals sprach Gott bei der Erschaffung der Welt diese Worte. – Später sagte er zu den Menschen: „Macht euch die Erde untertan!“ und schickte die Menschen in die Welt hinaus.

Und deswegen sprechen heute Handwerker diesen Satz – zwar nicht so wörtlich, sondern mehr sinnbildlich. Bei mir waren es die Fenster(ein)bauer.

Am 7. Juni standen sie pünktlich 7.30 auf der Matte. Als sie zu zweit die erste Ladung am Fahrstuhl abstellten, wollte ich schon fragen, ob sie bei mir einziehen wollen.

Hätte ich geahnt, was noch so alles kommt, ich hätte mir eine Wohnung mit größerer Treppenhausfläche gewünscht.

Die drei Fenster wurden auch vor dem Fahrstuhl abgestellt. Sie müssen so (sau)schwer sein, dass keinerlei Diebstahlsgefahr besteht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie innerlich über die 8 Stufen geflucht haben – Fahrstühle in Höhe der Wohnungstüren sind angenehmer.

Das handwerkergerecht präparierte Wohnzimmer wartet bei sehr gut geeigneten Temperaturen auf das, was jetzt kommt.

Und sie machten sich sofort daran, den gesamten Fußboden mit Schutzmatten auszulegen und die Möbel gegen den Staub beim Ausbau der alten Fenster zu schützen.

Und irgendwann ging es dann mit einigem Getöse und Krach los – angefangen wurde genau mit diesem kleinen Fenster, was hier zu sehen ist.

Ihr glaubt es nicht – als der Fensterflügel drin war, habe ich ganz vorsichtig die Finger ausgestreckt, ob da wirklich Glas ist. Die neuen Scheiben sind derartig hell und durchsichtig – es ist ein Unterschied zu vorher. Außerdem ist die eigentliche Glasfläche in der Höhe 5 cm und in der Breite 7 cm größer, da die Rahmen kleiner sind. Mir ist das sofort aufgefallen – der Chef wollte es gar nicht glauben.

Beim Hereintragen der Balkontür mussten sie ziemlich aufpassen, nichts von der Einrichtung ungewollt mitzunehmen. Dem jungen Mann traute ich solche Kraftakte kaum zu – aber da er schon 10 Jahre in dieser Firma angestellt ist, konnte er seine Muskeln ausreichend trainieren.

Dieser Moment war für mich einer der lustigsten. Ich konnte mir natürlich nicht verkneifen, immer wieder mal ins Zimmer zu gucken, um zu sehen, wie weit alles vorangegangen ist. Außerdem musste ich ja auch Getränkewünsche erfragen und erfüllen.

So eine riesengroße Fleiluftfläche werde ich nie wieder in meinem Wohnzimmer haben.

Die alten Fenster mussten ja auch irgendwo abgestellt werden. Ich konnte gerade noch sicherstellen, dass die Wohnungstür der Mittelwohnung nicht zugebaut wird, denn die kommen immer mit dem Kinderwagen aus der Wohnung – was dann nicht möglich gewesen wäre. Aber der junge Mann von gegenüber ist eh nie da oder arbeiten oder bei seiner Freundin – da störten

 

Zwischendurch musste ich mal frische Luft schnappen gehen, die nicht nach verschwitzten Handwerkern riecht. In diesem historisch wertvollen Hänger sind also meine Fenster spazieren gefahren.Hier hat mich mal wieder der kleine Beelzebub geritten – ich stellte mir gerade das Getöse vor, wenn ich diesem Rollbrett einen kleinen Schubs gebe. Preisfrage: Wer würde sich da am meisten aufregen? – Die alten Rahmen wurden zersägt, da sie nicht im ganzen ausgebaut werden können. –

Schwierig war, dass unter dem Rahmen Wasser war, was auf ziemlich kaputte Fenster (25 Jahre alt) hinweist. Nur ob ich diesen sehr teuren Handwerker für die restlichen 5 Fensterflügel nehmen würde – darüber bin ich mir nicht im klaren. Im Netz sind Kunststofffenster mit maximal 600,00 € angegeben – ich habe für diese drei Sachen weit über 3000,00 € gezahlt. – Dieses Jahr wird auf keinen Fall mehr etwas passieren – für nächstes Jahr lege ich nicht die Hand ins Feuer.

Ich musste doch gleich mal testen, wie fest sich diese Tragegriffe ansaugen. Geschickter Weise habe ich auf die richtigen roten Knöpfe gedrückt und die Scheibe ließ sich nicht einen mm verschieben.

So, und jetzt ist die Story auch schon fast zu Ende. – Sie haben am ersten Tag nicht alles geschafft, so dass der Mitarbeiter am nächsten Tag noch einmal kam und alles ganz super hinterlassen hat. – Der gute Draht zwischen uns kam vielleicht auch daher, dass er in Potsdam aufgewachsen ist und auch jetzt noch dort wohnt. – Das alles hatte er mir zum „Pfand“ dagelassen, dass er am nächsten Tag wirklich noch einmal kommt.

Und jetzt noch ein Blick durch das schöne große Fenster – wirklich ein herrlicher Aus- und Durchblick.

Am nächsten Tag kam dann ein junger Mann, der die Maße für alle Plissees in der Wohnung genommen hat. Ich hoffe, diese runden dann die Schönheit noch einmal ab.