Clara Himmelhochs Allerleiweltsgedanken


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Ich lag im Walde …

… könnte ich annehmen, wenn ich an den Geruch denke. Es roch so wunderbar nach frischem Holz. Diesen Trost brauchte ich aber auch als Ausgleich gegen den Krach. Ihr glaubt nicht, wie laut so eine Schleifmaschine sein kann. Auf dem Foto sieht man nur die kleine – für die Randbezirke. – Die große ist zum Glück an einen Staubsauger angeschlossen, so dass nicht die ganze Wohnung aussieht wie frisch gepudert.

Es gefiel mir sehr, was da unter der aufgetragenen Teppichkleberschicht hervorkam. Ich musste mich einfach mal auf den “Waldfußboden” legen. – Wenn es geölt und gewachst wird, dann wird es dunkler – aber ich hoffe, es bleibt so schön.


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Am legendären 13. gründet Clara H. aus B.-L. eine Sekte

54 Jahre ist es her, an dem der Ausspruch von Walter Ulbricht

“Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten! “

Lügen gestraft wurde. – Und jetzt ist sie fast schon so lange wieder weg wie sie da war – also Schnee von gestern???

Da ich nur eine gebildete Leserschaft habe (wissen alle viel mehr als ich), könnt ihr sicher mit der Bhagwan-Sekte was anfangen. Religion oder Sekte, Menschenfänger oder Seelentröster – das will ich jetzt alles nicht untersuchen. – Da diese Bewegung von einem Mann ins Leben gerufen wurde, sah ich mich versucht, eine Gegenbewegung aufzumachen:

Die Packwahn-Bewegung :-)

Was habe ich mich früher immer über meine Mutter belustigt, die Wochen vor einem Termin wie Urlaub anfing, Sachen zusammen zu suchen oder gar schon Koffer zu packen.

Ich übertreffe das um Vieles: Ich packe MONATE vor dem Umzug. Wie schön werden die letzten Tage vom 18. bis 22. September vor dem Umzug sein, denn da sitze ich dann nur noch zwischen Kisten, Säcken, abgebauten Regalen und und und … und freue mich, wenn die Technik noch funktioniert. Ansonsten kann ich dann Däumchen drehen – denn es wurde ja schon vor Unzeiten gepackt!

Der Gedanke an eine neue Liege hatte zur Folge, dass die Bettkästen beider Polsterliegen geleert und feste blaue Säcke gefüllt wurden – natürlich fein säuberlich etikettiert, ich will es mir ja schließlich nicht mit den Umzugsleuten verderben.

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Es gibt Umzugsunternehmen, die akzeptieren keine Müllsäcke als Verpackungsmaterial – wahrscheinlich wollen sie lieber noch 20 von ihren Kisten loswerden. Meiner ist da zum Glück tolerant – also konnte alles kuschlig-Weiche schon weg.

Na gut oder na schlecht – den Wuffs wird es nicht darin gefallen.

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Wie so oft im Leben: Entweder ist von allem zu viel oder zu wenig da. Bei Lampen ist es bei mir definitiv zu viel, aber ich brauche es immer hell. – Diese hübschen Zwillinge wurden auf den “Verschenkmarkt” gestellt – und es fanden sich Liebhaber.1308 Packwahn 63

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In meinem Zimmer bestand seit längerer Zeit eine mich nicht zufriedenstellende Situation – in einem Kleiderschrank hatte ich in grenzenlosem Übermut eine Tür entsorgt und diese Lücke notdürftig lilastoffig geschlossen.

Doch dann sah ich in der Voranzeige meines A-Discounters ein Angebot für schmale Schiebegardinen.

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Ausführungs- und Anbringungsgedanken machte ich mir danach – zuerst holte ich zwei Packungen. Ohne die dünne Untergardine wäre der Durchblick zu großzügig.

So weit – so gut, dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz, aber wir Mädels aus der DDR haben gelernt, aus jeder misslichen Situation eine winwin-Lage zu machen.

Kritisch wurde es erst, als ich die mit aufgeklebtem Klettband versehenen Plastikschienen vorbohren wollte, um sie dann im Schrank besser festschrauben zu können. Nach zwei Bruchbohrern gab ich auf. Uralter Klebstoff machte es auch – zumindest halten sie bis jetzt noch.

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Nackt und bis oben tür- und hüllenlos steht er da

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Da schon abgeschnitten, als noch die Türen vom Oberschrank dran waren, ist eine Seite kürzer. Da kommen dann zwei weiße Plastikkisten hinein und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

Diese Variante hängt jetzt schon einige Zeit – und sie gefällt mir immer noch.

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Vollendet wurde es mit Kisten aus dem blaugelben Möbelhaus.

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Und jetzt noch 3 brandheiße Fotos aus der Redaktion der “Fliesenabteilung”

 


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Whg 18 – Früh um 3 Uhr …

… wenn mich präsenile Bettflucht nicht schlafen lässt,

komme ich auf solche Gedanken:

Des Menschen Grundrecht ist der Schlaf – des Menschen eventuelles Recht ist: ein sehr guter Schlaf. Also keimte in mir der Gedanke, mir eine neue Polsterliege mit 5-Zonen-Kaltschaummatratze (oder wie das so heißt) zu kaufen, denn die, auf der ich momentan schlafe, verfügt über derartigen Komfort garantiert nicht. Ihre Anschaffungszeit lag so um 1981.

Ich schaute mich online auf dem “Polsterliegenmarkt mit längsseits aufklappbarem Bettkasten” :-) um und war über die Preise mittelschwer entsetzt. In der von mir gewünschten Schlaf- und Aufstehhöhe von 55 cm  lagen die Preise locker über 400 Taler. Und genau die saßen momentan nicht so locker im Portemonnaie.

Als ich aber eine so um die 300 entdeckte, habe ich gleich und sofort zugeschlagen, zumal es noch einen Erstkäuferbonus von 50,00 gibt. Sie ist vom Sockel her schwarz und die Liegefläche ist weiß.  – Aber irgend etwas in lila muss sein – also wird es die Seitenwand sein, denn braun will ich im neuen lila Salon nicht  mehr sehen.

Als es beim Doppelkopfturnier gedankliche Leerlaufzeiten gab, kam ich auf die Idee, die Seitenwand zu beziehen. Vor einiger Zeit hatte ich mir mal ein lila Stoffungetüm gekauft, das als Tagesdecke gedacht war – nicht bedenkend, dass ich so überhaupt gar nicht der Tagesdeckentyp bin.

Kurz nach Mitternacht kam ich nach Haus. Mit einiger Mühe zerrte ich die verkeilte Seitenwand zwischen Liege und Heizkörper heraus. Im Keller hatte ich eine große Rolle Packpapier aufgetrieben, so dass ein Schnittmuster angefertigt werden konnte. Die Rückwand kann zwar nicht zu 100 % abgedeckt werden, aber für die wichtigsten Teile ist die Tagesdecke groß genug. – Alles weitere jetzt per Galeriefotos.

 


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Whg 14 – Möbelaufbauerfahrungen machen klug …

… in jeder Beziehung.

In einem Möbeldiscounter sah ich dieses Tisch- + 4 Stühle-Ensemble stehen. Es war stark herabgesetzt und die noch vorhandene Stückzahl war schon einstellig. – Ich musste mich also schnell entscheiden, ob ich diesen Kauf noch vor dem Umzug tätigen wollte oder das Risiko eingehe, dass im Oktober nichts mehr da ist. – Da die unterschiedlichen Stühle in 2 verschiedene Zimmer kommen werden, hat mich das mit senffarben und anthrazit nicht gestört.

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Sicherlich ist der Standard nicht “gehoben” zu nennen, doch das wäre auch bei 150,00 Euro etwas zu viel verlangt.

Also ich – im Schweiße meines Angesichtes – die beiden Pakete gekauft – eines mit dem Tisch, eines mit den 4 Stühlen. Das Tischpaket war 90 x 90, also Tischplattengröße. Trotzdem war es schwer wie 3 Sack Beton oder so. Diese MDF-Platten sind wirklich sauschwer. Aber mit Hilfe eines Spanngurtes habe ich beide Pakete gut in meine Wohnung geschleppt. Und dann ging es los – zuerst ein Stuhl, bis auf eine Schraube Anfängerniveau. Dann kam der Tisch, der aus 5 weißen “Holz”teilen und vielem Kleinzeug bestand. – Nachdem ich einmal kurz die Seiten verwechselte und die Holzdübel fast an der falschen Stelle verleimt hatte, ging dann alles seinen Gang.

 

Einen Tipp an die Firmen, die die Aufbauanleitung drucken. Da stand in diesem Falle:

Nötig sind 2 Mann mit entsprechendem Werkzeug. – Das können die ändern in 2 Mann ODER eine Frau. :-)

Aber ich weiß jetzt schon 100%ig:

Die Möbel von IKEA werden nicht nur geliefert, sondern sie werden auch noch fachgemäß und schnell aufgebaut, aber nicht von mir! Gestern habe ich zwei Kisten zusammengebaut – bei der ersten habe ich eine Ewigkeit gebraucht, da ich Bilderaufbauanleitung schlechter verstehe als Text. – Bei der zweiten ging es viel schneller. Jetzt müsste ich gleich noch drei kaufen, dann bin ich I*K*E*A*Kistenspezialzusammensetzerin :-)

Und bei dem Tisch finde ich es so supersupersuper, dass ich nach 15 Jahren Entzugserscheinung endlich wieder an einem normal hohen Tisch sitzen kann – und das auf einem Stuhl!

 


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Whg 13 – Heute kommt was Gutes …

… da es der 13. Wohnungsbeitrag ist und ich meinen schlechten Eindruck von vorgestern wieder ausgleichen muss. – Obwohl ich bisher keinen Spaß am Kochen und Backen gehabt habe, unternehme ich jetzt noch einmal einen ganz heftigen Versuch – doch dabei wird es bleiben. – Damit diese wunderschönen Herdabdeckplatten nicht verschmutzen oder durch Hitze beschädigt werden, lasse ich den Ofen am besten kalt :-)2607 RTD Herdplatten 45

Am meisten froh bin ich hier über das Schnäppchen, das ich gemacht habe. Versandkostenfrei habe ich sie für 17,00 Kullerken frei Haus geliefert bekommen – das Bauhaus wollte mehr als 30,00 haben + meinem Benzin fürs Abholen.

Preise und ich – wir führen einen ständigen Kampf miteinander. 40 Jahre mehr oder weniger Festpreise prägen eben doch. Und hier dieses ständige Suchen nach günstigen Angeboten, weil frau es sich nicht leisten kann, da absolut sorglos heranzugehen. – Ein wenig “wurmt” es jetzt, dass sie inzwischen nur noch 1,2,3,4 Euro weniger kosten. – Ich hätte ja nie mehr wieder nach dem Produkt geschaut, aber A. wollte eine Bewertung für den Verkäufer haben – und da sah ich den neuen Preis.

– Die Blauen (Tassen) wurden gegen die Roten getauscht.

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So freudig, wie andere Frauen in Schuhgeschäften shoppen gehen, so gern schlendere ich durch Baumärkte. Ich habe schon immer gewusst, dass ich Potential für eine Geschlechtsumwandlung in mir habe – doch nun lohnt sich dieser Aufwand auch nicht mehr. Bis ich das Aufpumpen des wichtigsten männlichen Organs (ich meine nicht das Gehirn) erlernt hätte, würde keine holde Maid mehr davon Gebrauch machen wollen.

Tja, und bei diesem Baumarktbummel habe ich diese beiden wunderschönen Uhren entdeckt – am liebsten hätte ich beide gekauft – deswegen habe ich erst mal keine genommen. Beide würden motivmäßig in die neue Küche passen – doch ich tendiere zu der “scharfen” Ausführung, zumal ich gerade so einen weißen Mörser geschenkt bekommen habe. – Die alte, leicht verträumte Olivenuhr hat schon eine neue Liebhaberin gefunden, eben so meine alte Mikrowelle. Da muss ich doch kein schlechtes Gewissen haben, dass die Küche jetzt ein wenig auf rot getrimmt wird. Zur Mikrowelle sage ich später noch was.


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Unruhegeist Clara war ungehorsam

… zum Glück aber ohne Folgen!

Ich kam vom Orthopäden und hatte eine Spritze in den Schleimbeutel meines rechten Beines bekommen. Und danach war ich vollkommen euphorisiert – mag es an der schönen “Saftbar” in dieser einladenden Praxis gelegen haben, mag mich der wirklich gute Orthopäde in diese Stimmung hineingelächelt und -getätschelt haben oder war die Spritze wirklich so schnell wirkend – ich kam nach Hause und strotzte vor Tatendrang.

Ich hatte einen Tag zuvor eine Diskussion mit dem Umzugsunternehmen meiner Wahl geführt. – Für den kompletten Umzug, der nicht so ganz wenig und klein ist, wollten sie 950,00 € haben, was ich so human fand, dass ich gleich innerlich auf 1000,00 aufgestockt habe. – Doch dann überkam mich der Wunsch, auch noch entrümpeln zu lassen. Ich selbst mit dem kleinen Auto kann es nicht – und mein Sohn hat zwar ein größeres Auto, aber einen Hund und ein Geschäft, dafür keine Zeit. Also wollte ich es professionell ausführen lassen – 5 Tage nach dem Umzug.

Die Entrümpelungsarbeiten sind relativ überschaubar – der größte Posten sind die 48 m² Auslegeware, mehrere Regalbretter, 1 Stuhl, mehrere Dübel entfernen und Löcher verschmieren und eben die beiden Oberschränke, von denen ich jetzt gleich erzählen werde.

Erster Vorschlag: 650,00 € – den habe ich jedoch rigoros abgelehnt, ich hätte dann auch die Erstzusage für den Umzug zurückgezogen. – Dann kam es auf der Gegenseite zu Verhandlungen. Der Kompromiss sah so aus, dass sie alles an einem Tag machen wollen, dafür schon um 7.00 Uhr auf der Matte stehen – und dann seh’n wir mal. Komplett soll jetzt alles 1250,00 € kosten, womit ich sehr gut leben kann.

Warum mich dann aber doch der Teufel ritt und ich die Sache mit den zwei Oberschränken selbst in die Hand genommen habe, weiß ich nicht. Ich wollte wissen, wie die Schränke in niedriger wirken.

Hätte es mir jedoch nicht gefallen, hätte mir das auch nicht viel genutzt – zumindest ohne den ersten Oberschrank hätte ich leben müssen, denn bei der Ein-Personen-Schrank-Entsorgung ist nicht alles heil geblieben. Doch was erwartet man von Schrankwänden, die jetzt fast 34 Jahre in meinem Besitz sind – die dürfen schon etwas morsch und altersschwach sein, denn Möbel altern schneller als kernige Blogger und Bloggerinnen. – Aber da es mir gefiel, habe ich kühn und keck mit dem zweiten weitergemacht. Ich habe so unendlich viel entsorgt, dass ich jetzt aufgelockerter leben möchte und nicht bis zur Decke hoch mit Schrankwänden zugepflastert sein möchte. Zumal ich später noch schlechter auf Hocker oder gar Leitern steigen kann. – Ich muss mal in mich gehen – wenn alles an Ort und Stelle ist, werde ich einen Schrank aussparen mit der Belegung – vielleicht kann er dann auch weg.

Und dann ging es an die Entsorgung im Recyclinghof. Der neue rote Spanngurt leistete mir gute Dienste, denn damit konnte ich immer mehrere Bretter zusammenbinden. Am liebsten hätte ich diese Pakete vom Balkon auf die Wiese geworfen, aber da hätte man mich sicher wegen öffentlichen Ärgernisses belangt. – Der größte Teil der Leute stellen bei Nacht und Nebel ihren Sperrmüll an die Tonnen und lassen die Allgemeinheit für die Entsorgung zahlen. Ich bekomme einen dicken Hals, wenn ich wieder einen defekten Balkonstuhl stehen sehe. Drei Tritte und er wäre so in Teile zerlegt, dass diese bequem in die Tonnen passen. – Oder einen riesigen Fernsehkarton. Da juckt es mich schon sehr, in den Wohnungen nachsehen zu können, wer gerade einen neuen Panasonic aufgestellt hat. – Ein Cutter und der Karton wäre ratzfatz klein und mülltonnentauglich.

Als ich den Container mit den entsorgten Möbeln sah, fiel mir wieder mal auf, dass es Deutschland sehr gut gehen muss. Ich habe schon Gewissensbisse, wenn ich so uralte Möbel entsorge – andere haben die kaum, wenn ihre Möbel älter als 5 Jahre sind.

Mal sehen, jetzt möchte ich eine Polsterliege über eBay loswerden, ganz humaner Preis, weil ich denke, ich könnte mir eine komfortablere gönnen. Ich bin sicher so blöd, wenn ich sie nicht loswerde, behalte ich die alte.

Ich bin ja erblich belastet mit unangebrachter Sparsamkeit: Ich schmeiße ohne Probleme Schuhe weg, aber wenn die Schnürsenkel noch in Ordnung sind, hebe ich diese auf. Glaubt ihr nicht? Beweisfoto kommt: Ich könnte den Christos Konkurrenz machen im Verpacken und Verschnüren – ich bin gewappnet.

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Genug, ich muss mich jetzt meinem Vergnügen außerhalb des Computers widmen.


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Whg 10 … “Mein Gott, jetzt hat sie’s”

ja, was hat sie denn? Hat sie einen neuen Lover? Nein — sie hat ihre Fliese für die Küche gefunden. Das war gar nicht so einfach – und wie so oft im Leben galt:

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!

In einem Fliesenmarkt in Teltow fand ich das, was mein Herz sofort höher schlagen ließ: Diese rotchangierte Fliese im 30 x 60-Maß.

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Sie hat eine Oberfläche wie ein leicht vom Wind gekräuselter See mit von der Sonnenglut gefärbtem Wasser. Leider verderben die Reflexionen ein wenig die Schönheit ihrer Farben. – Die gleiche Fliese gibt es auch in grau, moosgrün und orange. Letztere Farbe würde auch in die Küche passen – doch ich habe mich für die rote entschieden. Grund: Mikrowellen, Toaster, Kaffeemaschinen, Wasserkocher u.ä. gibt es nicht in orange!!!! – Da diese Fliese nicht vom Licht beschienen wurde, sieht man die verschiedenen Farbnuancen besser.

1606 Fliese orange

Alle schönen Fliesen kommen wohl aus Italien, was schon durch die Transportkosten den etwas höheren Preis rechtfertigt. Im Geschäft befindet sich wirklich nur ein Musterstück – offenbar legt sich keiner rote Fliesen auf Halde. Um nicht ins Produktionssommerloch zu fallen, musste ich die 3 Pakete = 18 Fliesen gleich und sofort bestellen. Ich kann sie mehrere Wochen im Markt bis zur Verarbeitung kostenlos lagern.

PS: Nachsatz am 4. Juli

Inzwischen habe ich sie bezahlt und einlagern lassen, aber eine habe ich mir als Beispiel mit nach Hause genommen. Und ich finde sie so schön, dass sie wie ein Baby auf meinem BärenSchaffell liegen darf, um das Blitzlichtgewitter über sich ergehen zu lassen.


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Whg 7 … Katze aus dem Sack

Anschließend an den letzten Post.

Ich kam also von dieser ziemlich schlechten Wohnung, bei der ich mir schon innerhalb des Wohngebietes einen Wolf gelaufen hätte, und schlenderte zu meinem Auto. Traditionsgemäß hielt ich nach jemandem Ausschau, den ich über nähere Umstände hier befragen könnte. Eigentümer oder Mieter neigen zu wahrheitsgemäßeren Aussagen als Makler.

Eine Frau meines Alters schien mir geeignet, zum Glück hatte sie auch Zeit. Ich erzählte ihr von der soeben besichtigten Wohnung. Voller Enthusiasmus echauffierte auch sie sich gegen diese Wohnung. Im Laufe des Gesprächs erzählte sie mir von einem Makler, der vorwiegend für dieses Wohngebiet arbeitet und der immer wieder eine Wohnung im Angebot hätte. – Ich hinterließ Mail und Telefonnummer und fuhr nach Haus.

Offensichtlich hatte ich mich in ihr “Herz” geredet, denn noch am Abend bekam ich eine Mail, mir doch ein Angebot bei Immoscout anzusehen. Und ich muss gestehen: Schon von der Bildschirmbetrachtung sprossen die ersten Liebeskeime in meinem Herzen :-)

Gleich und sofort schrieb ich an den Makler. Als ich ihn am folgenden Tag (es war ein Samstag) gegen 9.30 Uhr anrief, sagte er mir, dass ich ihm schon von Frau B. wärmstens ans Herz gelegt worden wäre. Gegen 11.00 Uhr war ich mit ihm in der Wohnung und alles in mir sagte: “JA, das könnte sie sein”. Ich nahm nach und nach zur Kenntnis

  1. Ein gut eingerichtetes Winzlings-Bad mit faltbarer Duschwand aus Glas, einen tollen Spiegel mit Beleuchtung und Einbaumöbeln; davon muss ein Teil leider weg, um meiner schmalen Waschmaschine eine Chance zur Unterbringung zu geben. Die Fliesen trimme ich mir so, dass sie meinem Wasserwelt-Geschmack entgegen kommen. – Der Fußboden mit den Riemchenfliesen sieht putzig aus.
  2. Eine optimal möblierte Kleinküche mit Echtholzarbeitsplatten und schönen Eckschränken, die von mir mit roten Fliesen, einer zünftigen Kaffeetapete und einem kleinen Esstisch optisch verändert wird. Bei der Tapete bitte ich das deutlich zu lesende CC von ClaraChristine zu beachten. Die Tapete ist etwas nostalgisch und passt gut zur Küche.
  3. lustiger Fliesenbelag aus den 70ern mit Riemchenfliesen in Bad und Küche(s. auf dem Küchenfoto)
  4. ein Supersupertoller Einbauschrank im Flur, der allen Klein- und Großkram schluckt und in dem man auch einen Liebhaber oder eine “Leiche” verstecken könnte
  5. ein Eckschrank aus Holz mit Glasteil, der vornehmer als alle meine Möbel ist und den gesamten Gläserbedarf für das Wohnzimmer beherbergen wird und noch mehr
    2306 Eckschrank Wohnzimmer
  6. Und – es muss ja nicht immer die 7 sein – auf dem Balkon eine 4 m breite Jalousie, die ich NICHT mit der Handkurbel ein und ausfahren muss, sondern ich brauche nur auf einen Knopf zu drücken und schon mach es sssssssssssssss und sie kommt raus und noch mal SSSSSSSSSSSSSSSSS und sie fährt wieder ein.

Jetzt höre ich auf zu schwärmen, es muss ja noch etwas für den nächsten Post bleiben. – Vor längerer Zeit war mal eine Seniorenberaterin in meiner Wohnung – muss ein Versehen gewesen sein. Als sie sich so umsah, meinte sie: “Ihre Wohnung ist gar nicht so gutbürgerlich wie sonst die Wohnungen in Lichterfelde, die hat so etwa Frisches” —- Als ich sie mir so ansah, war ich mir nicht so sicher, ob es als Kompliment gemeint war, wäre mir aber auch egal.


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Whg 6 … “Aufklärung”

Ist diese Wohnung ein Geschenk für meinen Jubiläumsgeburtstag??? – Ja und Nein, denn ich habe einen nicht unbedeutenden Obolus dazu gezahlt, um mir lange Jahre mietfreies Wohnen zu ermöglichen.

Daraus kann man ableiten, dass es keine Mietwohnung sein wird, sondern eine Eigentumswohnung, die allerdings NICHT ICH kaufe, weil mir dazu die finanziellen Mittel fehlen. Und einen Kredit würde ich bei meiner Rentenhöhetiefe auch nicht bekommen und nicht wollen. Zeit meines Lebens war ich schuldenfrei – da fange ich jetzt auch nicht mehr damit an.

Da ich drin wohnen will, habe ich sie auch gesucht. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Schrott für teures Geld bei Immoscout und Immowelt angeboten wird. Die Wohnungen, deren Kaufpreis bei ca. 1.600/m² lagen, waren so schlecht, dass alles hätte um- und eingebaut werden müssen. Und in ein vernünftiges Bad, eine Küche und einen guten Fußbodenbelag kann man viele, viele Tausende von Euros versenken.

Dann gab es welche, die nicht ganz so schlecht waren, die aber in Gegenden lagen, in die ich partout nicht wollte, weil zu jeder Tages- und Nachtzeit die Straßen verstopft sind. Dazu gehört das sehr gefragte Niederschönhausen. Hätte ich mich erst einmal bis S- und U-Bahnhof Pankow durchgeSTANDEN, wäre der Rest verkehrsmäßig ein Klax. In dieser Gegend gab es gleich vier – eine davon hätte mich reizen können, aber die wollte schon ein anderer. Die anderen hatten z.B. einen Balkon, auf den ein kleiner Tisch und ein Hocker gepasst hätten, die mitten auf einer fetten Hauptverkehrsstraße gelegen war oder wo die Vorbesitzer mit aller Selbstverständlichkeit fast alle ihre Möbel als “Geschenk” hinterlassen wollten. Sie wollten nur mit Mühe verstehen, dass ich in meinem zarten Alter gern in eigenen Möbeln wohnen möchte. – Auch die Höhe des Hausgeldes spielt ja für die Zukunft eine Rolle. Gerade dort, wo alle Möbel bleiben sollten, wurde monatlich den Hausmeistern ein Salär in “Managergehaltshöhe” gezahlt, damit sie jede Blume im Garten einzeln besprechen konnten ;-) – aber nicht von meinem Geld!!!

Eine Wohnung war die Frechheit par excellence. Es war eine Himmelsrichtung angegeben, die mich auf Sonne und Ruhe hoffen ließ – bekommen hätte ich Norden und Hauptstraße. Der Makler frech:

Wenn Sie sich hier aus dem Fenster lehnen, sehen Sie die Sonne untergehen. Und tagsüber, wenn es laut ist, arbeiten doch alle Leute.

Mir blieb ob solche einer Unverschämtheit die Spucke weg. – Die nächste Wohnung lag fast schon in Brandenburg – na gut, meine jetzige ja auch – aber ich habe Geschäfte und Verkehrsmittel in der Nähe – dort hätte ich nur Natur in der Nähe, alles andere nur mit Auto erreichbar. Die Frage ist: Fahre ich in 5 Jahren noch Auto? Wohnen muss auch ohne Auto wohnmöglich sein!

Nicht ungeduldig werden, es nähert sich dem Ende.

Ich wurde mit einer Annonce in ein Wohngebiet “gelockt”, das mir recht gut gefiel. Aber inzwischen hatte ich die Erfahrung gemacht: Haben die Makler sofort einen Besichtigungstermin parat, ist an der Wohnung etwas faul, denn diese Besichtigung haben sie dann schon vielen Leuten vor mir angeboten.

Genau so war es. Erste Etage (ich ziehe nicht in ein Haus mit Fahrstuhl und wohne dann ganz unten), von einer gefühlt 100jährigen seit Einzug in den 70er Jahren nicht verändert, Preis viel zu hoch, Sonnenbalkon nur bedingt so zu bezeichnen, da durch einen westlich gelegenen Mauervorsprung nach der Hälfte der Zeit die Sonne weg ist – und Straßenlärm pur.

Ich äußerte sofort, dass ich diese Wohnung nicht möchte. Und schon kamen die Angebote von 10 bis 20.000 Euro Kaufpreisnachlass. Und darauf kam es in Claramanier wie aus der Pistole geschossen: “Diese Wohnung könnten sie mir schenken, die will ich nicht.”

Und wie es weiter ging, kommt später


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Whg 4 – Parketterfahrung und -beratung ist gefragt

Kompliziert, wie ich manchmal bin, mache ich aus vielem ein Problem. Aber ich will nicht Geld für etwas ausgeben (und die Summe könnte vierstellig werden), wenn ich mich kurze Zeit später ärgere, warum ich es nicht anders gemacht habe.

Es geht um das Parkett im Wohnzimmer der neuen Wohnung. Es ist ziemlich abgewirtschaftet, weil u.a. Auslegeware darauf verklebt war. An einer Stelle hat es sich gelockert – schließlich hat es ja auch schon gute 40 Jahre auf dem Buckel.

Ich muss zu mir sagen, dass ich noch NIEEEEEEEEE auf Holzfußboden gelebt habe. Die Wohnung meiner Kindheit hatte zwar Dielen, aber die waren hässlich rotbraun gestrichen. Danach hatte ich immer und immer (Teppich)-Auslegeware. Wenn man sich meine Möbel betrachtet, kann man mir nicht nachsagen, dass ich Holzfanatikerin bin.

Ganz instinktiv hätte ich das Parkett rausreißen lassen und durch den Bodenbelag ersetzt, der in die beiden anderen Zimmer kommt und der vom Preis den Aufarbeitungskosten für das Parkett gleichkommt. Es ist sogenanntes Klick-Vinyl und sieht so aus:

1706 Vinyl ohne Schild

 

Mir gefällt die Unebenheit der Oberfläche und die helle Farbe.  – Nun traf es sich aber so glücklich/unglücklich, dass der Wohnungskäufer gern das Parkett in der Wohnung belassen hätte.

Und damit fing das Dilemma an. Ich erkundigte mich bei sogenannten “Parkettmenschen”, die schon seit ewigen Zeiten mit solch einem Boden leben und deswegen die entsprechende Erfahrung haben. Spontan sagten drei oder vier: Abschleifen und hochglanzversiegeln. Der Handwerker, der es machen will, hat eine matte Versiegelung vorgeschlagen. Doch dann kam die liebe Familie, die unisono rief: Nicht versiegeln, nur ölen.

Also fing ich an, einszweidreivierviele Seiten im klugen Netz aufzurufen. Ich las mir ausführlich die Vor- und Nachteile beider Verfahren durch. Jetzt muss ich zur Ergänzung von schreiben, dass ich absolut kein Putzweib bin, die auch noch regelmäßig den Ölstand des Parketts auffüllen möchte, damit es nicht verdreckt und vergraut, weil die Poren des Holzes freiliegen und nach irgendetwas lechzen – eigentlich nach Öl, bekommen sie das aber nicht, futtern sie auch Schmutz.

Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn mir hier Leute ihre Erfahrungen aufschreiben, ich bin wirklich überfragt.

Und jetzt kommt der größte Gag: Einen Teppich für die Essgruppe habe ich mir über eBay Kleinanzeigen schon gekauft – er ist 2 x 3,20, besser kann er nicht passen, aus Sisal, hat vor 2 Jahren mal richtig Geld gekostet und gefällt mir sehr.

1706 Teppich Sisal

Er ist so neutral, dass er zu allem passt. Ins Auto hat er mir ihn zusammen mit seiner Tochter gelegt – aber raus habe ich es allein geschafft. Wie kann ein Teppich allein so sauschwer sein.

Dieser Mann hat sein Leben lang auf Parkett gewohnt, sogar mit 6 Kindern. Und jetzt hatte er auch Parkett in seiner Mietwohnung, was ihm aber nicht gefiel. Und jetzt könnt ihr raten, was er mir im vollsten Brustton der Überzeugung geraten hat.

Was schrieb ich vor drei Tagen? “Back to the roots!” – Und ich erinnere mich, dass in der Kindaufwachswohnung auch ein Sisalteppich im Flur lag. Den fand ich schrecklich, wenn ich barfuß gehen wollte. Aber dieser hier ist nicht so kratzig und borstig.

 

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