Claras Allerleiweltsgedanken


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Die Vorgängerversion von jetzt

Ausgangssituation: Ein Bad, ca. 5 qm groß oder klein, von oben bis unten mit grau geflammten Fliesen zugefliest, auch auf dem Fußboden die gleichen 12 x 12 oder 15 x 15 hellgrauen Quadrate. Keine Zierborte, keine Abwechslung, keine Augenfreude.

Wer es dann schafft, nichts an den Wänden anzubringen, nichts aufzukleben, ist in meinen Augen ein Fliesenheiliger – ich habe es nicht geschafft, mir war es zu eintönig. Außerdem hatte ich in diesen Jahren noch oft Kinderbesuch, da ich über den Großelterndienst und das Jugendamt Kinder betreut habe. Die haben immer gejuchzt vor Freude, wenn sie in mein Bad kamen. Da leuchtete die Fisch-Lichterkette, da fluoreszierten die Sterne am Himmel, der Mond leuchtete ganz besonders hell, wenn ich ihn vorher mit Licht aufgepumpt hatte.Tja, von nichts ist nichts, auch kein glimmender Mond.

Zwischendurch immer mal ein bisschen manisch angehaucht, kann es manchmal nicht genug sein – das noch und das noch und das auch noch. Manchmal wird einiges wieder entfernt, zum Beispiel die Steine vom Fußboden, aber ich kann mich gut an viel gewöhnen.

An der Wand tummelten sich Seesterne, eine Riesenschildkröte paddelte durch das Fliesenmeer, Muscheln lagen am „Strand“, überall konnte man hinter Steinen seine „Juwelen“ verstecken,  wenn man in die Fluten tauchen wollte.

Und besser als jetzt: Das Wasser floss üppiger und ließ sich gradgenau auf die Wunschtemperatur einstellen.

In 15 Jahren darf man auch schon mehrere Toilettenbrillen verschleißen – aller 5 Jahre eine neue ist ein sparsamer Durchschnitt. Mr. Erdmann war der absolute Hammer – um den hat es mir sehr leid getan, als ich ihn verlassen musste. Und jetzt passt er nicht auf meiner vornehmen WC-Brille mit Selbstschließautomatik.


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Ich bin von Kopf bis Fuß …

… auf Fische eingestellt.

Ist ja auch kein Wunder, denn meine Mutter und mein Sohn, beide am gleichen Tag geboren, nur lumpige 56 Jahre dazwischen, sind Fische.

In 6 Tagen jährt sich der Umzugstag zum ersten Mal!

(Das ist wie bei dem Hochzeitstag, den allerersten sollte man nicht vergessen, sonst hängt der Haussegen schief!)

Und deswegen wollte ich in diesem Zeitraum alles so haben, wie ich es mir in etwa vorstelle.

In meinem Badezimmer fischelt es schon lange, schon in der vorigen Wohnung. Da aber hier so einige Fliesenbilder abgedeckt werden sollten, fischt es hier noch viel stärker als in Lichterfelde. Ihr könnt euch gern persönlich überzeugen kommen, aber bildlich überzeuge ich euch schon mal.

Hawaii à la Clara

Hawaii à la Clara

Und jetzt reicht es mit der fischigen Selbstbeweihräucherung – wie heißt es so schön: „Fisch und Besuch stinken am dritten Tag“ – das ist ein sehr unliebes Sprichwort, stimmt aber in einigen Fällen.

Das in diesem Post gezeigte Fensterfliesenbild genügt leider nicht meinen Qualitätsanforderungen. Durch die große Fläche und die überdeckten Fugen zieht es Blasen, die auch nicht durch Aufschneiden mit einer Rasierklinge zu beseitigen sind. Außerdem spiegelt es vollkommen ungleichmäßig – gefällt mir nicht. Ich habe mich nach etwas umgesehen, was in Teilen (auf jede Fliese einzeln) aufgeklebt wird. Und wenn ich den Dekowahnsinn dann noch auf die Spitze treiben möchte, kaufe ich mir einen Fugenweißerstift, denn braune Fugen im Wasser sehen blöd aus.


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Sind Frauen wirklich so „blöd“, dass sie …

… z.B. ein Auto nach der Farbe kaufen, und nicht nach der Funktion?

Na gut, um ein Auto geht es hier nicht, nur um einen Entsafter.

Es ist sicher blöd zu fragen, welchen ich gekauft habe? Der silber/schwarze hatte alles das, was der kaputte auch hatte: Einen großen Einfüllschacht, einen getrennten Tresterbehälter und ein kräftiges Mahlwerk. Das hat der andere alles nicht, dafür hat er rot, dafür hat er weiß, dafür hat er elegantes Design und dafür hat er den doppelten Preis. Ich muss doch wirklich blöd sein, aber er ist so schön klein und knuffig und passt soooooooooooooooo schön in meine Küche. Schließlich mache ich ja nicht jeden Tag Saft … das heißt, warum eigentlich nicht.

0809 Entsafter  4

Er passt so schön in meine „weiße Strecke“ – Minibackofen, Entsafter, Toaster, Wasserkocher, Kaffeepadmaschine – da wollte ich nicht schwarz und chrom!!!

0809 Entsafter 5


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Ist Buddha im Bad ein Sakrileg?…

Vielleicht kein Sakrileg, aber er fühlt sich dort nicht wohl.

Wenn ich durch die Wohnung fege und Sachen verändere, dann mache ich das gründlich und in allen Räumen.

0509 Bad Fliesenbild

Diese Fliesenbilder passen nicht in mein Bad, auch wenn das obere nicht so farbintensiv wie hier auf dem Foto ist.  Deswegen habe ich lange versucht, eine andere Lösung zu finden. – Na gut, es gibt unschönere Fliesenbilder, aber zu meinem Fischbad gefielen sie mir nicht .

0708 Bad Wandfliesen

Bei mir gibt es Muscheln und Fische und sonst nicht viel mehr.

Wie ich mir jetzt den Buddha in der anderen Umgebung einreden werde – da muss ich mir noch eine Strategie überlegen, jedenfalls ist er aus dem Bad ausgezogen.

0708 Badbild Buddha

Er ist in den Flur ausgewandert, dort fühlt er sich wohler, weil er gleich alle Gäste sehen und begrüßen kann.

0509 Buddha im Flur

Das Bad dagegen habe ich mit einem zusätzlichen Fenster versehen, denn vom Norden scheint ja eher weniger Sonne und Helligkeit durch ein schmales Fenster ist nicht so üppig.

0509 Badfensterposter 06Als ich diese Folie auf die Fliesen klebte, hätte ich nicht nur eine dritte, sondern auch noch eine vierte Hand gebraucht. Sicher wäre mal jemand zu Besuch gekommen, aber da bin ich viiiiiiiiiel zu ungeduldig. Zwei Stunden, nachdem die Rolle bei mir abgegeben wurde, klebte das Poster schon an der Wand. – Lustig ist, dass der Untergrund ein wenig durchschimmert. So wogt das Schilf im Wasser – auf jeden Fall ist es nicht so stark, dass es mich stören würde.

Und somit ist die Badaktion abgeschlossen, allerdings bekommt ihr noch einen fotografischen Überblick. In wenigen Tagen ist das einjährige Einzugs“jubiläum“  – ich denke, in dieser Zeit habe ich ganz schön viel geschafft und auch verändert.


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Clara will ja nicht immer Recht haben …

… aber manchmal, vielleicht oft, immer öfters und überhaupt!!!!🙂

Am 2. August gegen 15.00 Uhr hat mir die Stichsäge Recht gegeben, denn sie hat sich ohne ein einziges Mal zu mucken in weniger als einer Minute durch je ein Rohr gefressen.

Und das schrieb ich am 28. Juli:

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 


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Hoffentlich können die Hunde lesen! Oder …

Deutschland schließt sich ein, ab und aus …… und wir machen mit, in meinem Fall zwangsweise.

Ich meine damit das Wohngebiet, in dem ich jetzt schon ein 3/4 Jahr zu Hause bin. Wir haben hier von der Hauptstraße her drei Parkplatzzufahrten, die auch für Fußgänger offen sind und noch ein wenig mehr Häuserzugänge – also mehr oder weniger Tag der offenen Tür, was ich vollkommen in Ordnung finde.

Und dazu haben wir einen Hinterein- oder auch -ausgang, der mich z.B. ganz schnell zu einer anderen wichtigen Gegend führt, wo Friseur, Apotheke, Rehasport, Post und und und sind. Das ist eine kleine Pforte, bis vor ca. 4 Wochen immer offenstehend. Hinter dem Zaun mit dieser bis dato offenen Pforte befindet sich ein anderes Wohngebiet, wie das in Berlin so üblich ist. Besonders für gehbehinderte Leute mit Rollator, für zu-Fuß-Einkaufende bei drei Discountern oder für Nutzer der Buslinie 277 war dieser Durchgang eine willkommene Abkürzung.

Doch da das hier eine Siedlung mit überwiegend Eigentümern ist, müssen sich welche an diesem „Durchgangsverkehr“ gestört haben.

Die Pforte wurde mit ziemlich viel Aufwand verschlossen und an der Vorderfront wurden überall diese Schilder aufgestellt.

Sollte mich jemand fragen: Alle Leute – ob mit oder ohne Hund – die einigermaßen zu Fuß sind, gehen 50 m weiter und kommen dann dennoch auf unser Territorium. Und wer kann „gentechnisch“ beweisen, dass die ungeliebten Hundehaufen nicht von den „eigenen“ Hunden sind – also von Hunden, deren Besitzer hier ihre Wohnung haben.

Mir tun jedenfalls die alten Leute Leid, die jetzt einen Riesenumweg gehen müssen, wenn sie zu NettoLidlAldi wollen oder zum Bus. Vielleicht frage ich mal bei der Hausverwaltung an. – Ich habe schon Gespräche gehört, dass die Leute das ganzganzganz toll finden. – Ich komme ja viel in der Gegend herum, auch in ausgesprochen vornehmen Einfamilienhaussiedlungen. Von Leinenpflicht ist da auch zu lesen. Doch von unbefugt und Hundeklo ist auf vernünftigen Schildern nichts zu sehen.


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WG erweitert – männliches Wesen eingezogen

Zwei schwache Frauen – eine jung und zierlich, die andere alt und tapperig – treten in unserer manchmal bitterbösen Welt vollkommen schutzlos auf. Deswegen wurde eine WG-Konferenz anberaumt und das Ergebnis war folgendes:

Ein starkes männliches Wesen muss her! Es darf auch handwerklich begabt sein!

Also wurde eine Bundesratssitzung WG-Besprechung gestartet. Einstimmig wurde beschlossen: Ein Mann muss her!!!

Und wer half uns aus der Patsche??? Anja, die mir schon mal so vorzüglich den Lenny gezaubert hat, sprang auch jetzt ein. Ich schickte ihr ein paar Beispiele und flugs kam er retour, unser Leon. Mir gefällt er hervorragend – euch muss er gar nicht gefallen, denn ich gebe ihn eh nicht wieder her!


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Handwerk hat goldenen Boden …

… und manchmal auch goldene Preise!

Damit ich beim Ein- und Umräumen in Übung bleibe, habe ich beschlossen, meine Küchenspüle zu wechseln bzw. wechseln zu lassen. Sie gefällt mir weder von der angegriffenen Oberfläche noch von der dunkelbraunen Farbe her. Im Moment ist mir in diesem unserem Land zu viel braun.

Durch „Zufall“ kam ein Installateur ins Haus. Obwohl es vorher nicht abgesprochen war, griff ich die Gelegenheit beim Schopfe und trug mein Anliegen vor. Über Farbe und Material hatte ich mich schon schlau gemacht. Es sollte eine helle Granitspüle sein, damit ich später, wenn ich tatterig geworden bin, auch Töpfe oder Deckel hineinfallen lassen kann, ohne dass größerer Schaden entsteht und heiße Töpfe will ich auch schadlos abstellen können. Im Baumarkt hatte ich geeignete Objekte entdeckt, die in der Preislage von 165,00 bis 195,00 € lagen, also nicht unbedingt aus der Portokasse zu bezahlen sind.

Der Handwerksmeister stellte sich beim Aufmaß des Ausschnitts in der Arbeitsplatte nicht geschickter als ich an. Dann zog er ab und recherchierte bei seinem Großhändler B*är und O*llenroth nach einer Granitspüle aus dem Sortiment von B*lanco.

Als er mit dem Preis herausrückte, konnte ich nur sagen: „Ich wollte keine Spüle mit einem goldenen Boden!“

Er wollte sage und schreibe 469,00 € PLUS Mehrwertsteuer, also rund 560,00 € allein für die Spüle – und dazu dann noch 226,00 € Arbeitslohn als Festpreis = gesamt 784,00 €. Da konnte ich nur schlicht und ergreifend nein sagen. – Irritiert hatte mich sofort, dass er mir eine Kopie aus dem Katalog von B&O  vorlegte, auf der die Preise aber nicht gedruckt, sondern handschriftlich eingesetzt waren. – Inzwischen habe ich mit einem Trick den Kaufpreis ermittelt, den er bei dem Großhändler bezahlt hat. Somit hat er versucht, bei mir über 300,00 € Gewinn zu machen. Das wäre fast ein Grund, ihn bei der Handwerkskammer anzuzeigen.

Ich recherchierte im Netz und fand genau diese Spüle für 258,00 € und für 265,00 €. Als ich ihm anbot, dass ich die Spüle kaufe und er sie nur einbaut, hat er gemeint, dann solle ich sie mir auch von einem anderen einbauen lassen. – Nur gut, denn sein Arbeitslohn war eben so überzogen wie der Spülenpreis. – Wenn alles fertig ist, trinke ich den Champagner lieber als dass ich ihn als Spülenfarbe habe.

 

2302 Spüle

 

Wenn ihr es nicht weitersagt, verrate ich euch, dass ich mir im Baumarkt eine Granitspüle für 165,00 € geholt habe, das fand ich teuer genug. Außerdem ist sie viel formschöner als diese hier. – Ich fragte bei H*ornbach nach der oben angeführten B*lanco-Spüle und die freundliche Verkäuferin schaute nach – dort kostet sie sogar nur 248,00 €, preiswerter als das billigste Onlineangebot. – Ich habe nichts dagegen, dass ein Handwerker verdienen will – doch das soll er bitte mit seiner Arbeitsleistung und mit fairen Materialpreisen machen.

Ich fragte wegen des Arbeitslohns bei einem anderen Installateurbetrieb – die wollten sich auf den Endpreis als Arbeitslohn nicht festlegen, meinten jedoch, eine Arbeitsstunde kostet 42,00 € (Endpreis, nicht zuzüglich Märchensteuer) + 19,00 € Anfahrtskosten. Das würde bedeuten, „mein“ Installateur plante ca. 5 Stunden Arbeitszeit, um eine Spüle zu wechseln – mehr oder weniger 1:1, da der Ausschnitt schon da ist und lediglich ein paar Schrauben gelöst und neue befestigt werden müssen und nur der neue Ablauftrabs angebracht werden muss. Die Mischbatterie muss nicht angefasst werden – die ist oberhalb der Spüle an der Wand. Durch das Wort „Festpreis“ könnte er das Geld auch einfordern, wenn er nach einer halben Stunde fertig ist.

Die neue Spüle ist da und ich zeige euch zwei Collagen von der alten und der neuen.

2902 Alte Spüle

2902 Neue Spüle

HALTEN VIELE HANDWERKER ÄLTERE DAMEN FÜR STEINREICH ODER EINFACH NUR FÜR STRUNZDUMM???

 


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Ganz ohne …. kann die Clara nicht!

Die drei Punkte stehen natürlich für „bloggen“ – das schaffe ich noch gerade so. Durch den Feedreader husche ich meist schon mit geschlossenen Augen – vieles nehme ich gar nicht mehr richtig auf. Ich hoffe, ihr versteht und verzeiht – es wird auch wieder andere Zeiten geben. Ich bin momentan so unkonzentriert, dass ich fast in jedem zweiten Wort einen Tippfehler reinhaue – und dadurch dauert es gleich nochmal so lange.

1709 Große Reise 53

Madame mit lila Hut und der Computerengel haben sich in ihre Transportbox gekuschelt, sich für längere Zeit verabschiedet und sind friedlich eingeschlafen.

Der Kistenberg ist um einiges gewachsen, zumal im Zimmer noch drei offene Mit Bildern und ähnlichen Sachen stehen.

1709 Kistenberg

Und das ist das Ziel – zu diesen Sonnenuntergängen wollen wir hin: