Claras Allerleiweltsgedanken


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22 RBB-Projekt U-Bahnhöfe: Tierpark – Platz 11

Wir sind auf der inzwischen gut bekannten Linie U5 und dort bin ich schon mit meinen Kindern ausgestiegen, wenn sie wieder mal in den Tierpark wollten. Der Park ist riesig groß – der Vorteil ist, die Tiere haben auch größere Flächen zur Verfügung als in manchem anderen Zoo.

Schon unter der Erde werden wir an den Wänden mit Kunst überschüttet – nicht alle habe ich fotografiert, nicht alle gefiel mir.

Und dann komme ich nach oben, und da geht es mit der „Kunst“ weiter – alles brav im Tierparkstil.

Es wird doch noch etwa anderes als „Kunst“ geben. Na klar – das sogenannte „Bärenschaufenster“. Dieses Bärengehege ist von der Straße aus zu sehen und der damalige Tierparkdirektor hat sich wohl Werbung davon versprochen, dass die Leute noch mehr Tiere sehen wollen als nur diese Braunbären. – Und das jetzt noch mit Weihnachtsschmuckbeleuchtung.

Das nächste fand ich ziemlich lustig – an einem Baum hingen zwei Seiten. Darauf ist eine Zeitungsannonce mit einer Partnerinnensuche zu sehen.

Ich fand es deshalb besonders lustig: Meine fotografierte Baum-Zettel-Aktion hat auch jemand anderes fotografiert, das könnt ihr hier sehen und lesen. Stutzig macht mich allerdings, dass das Eva in Köpenick entdeckt hat. Der Tierpark ist nicht in Köpenick und der Hintergrund hier im Tierpark ist ein ganz anderer. Wahrscheinlich hat der suchende Mann seine Botschaft ÜBERALL verbreitet.

ER will SIE unbedingt treffen – In Berlin gibt man nicht so leicht auf:

Ein bisschen Häuserumgebung muss ich auch noch zeigen – wieder viele mehrgeschossige Wohnbauten, der 10- oder 11geschossige Typ war neben WBS 70 und Hochhäusern am meisten vertreten. Laut Google hat es die DDR nie geschafft, allen Wohnungssuchenden ihre eigene Wohnung zu verschaffen. U.a. deswegen bin ich jetzt so glücklich und zufrieden, dass ich eine schöne UND große Wohnung ganz allein für mich habe.

Dieses Kindertransportfahrrad fand ich so schön, dass ich es gleich fotografieren musste.

Und jetzt sagt Herr Löwe tschüss zu euch – bis zur nächsten Station.


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Täglich: Interessante GartenAspekte 6

Die Mittelstation der Seilbahn auf der IGA hat den Zweck, dass man zu einem Aussichtsbauwerk geht. Ob per Treppen oder Fahrstuhl erklommen, ist egal, oben ist die Aussicht für alle gleich.

Nicht nur einmal habe ich erstaunte Ausrufe gehört: „Was, in solchen Betonsilos kann man wohnen?“ Ich konnte nur raten, wo diese Besucher herkamen. Vielleicht ist es wirklich nicht ganz üblich, auf solch geringem Raum so viele Menschen unterzubringen. Aber Bauland ist teuer. Und da der Wohnungsbedarf in der Hauptstadt der DDR groß bis riesig war, konnte das nur erledigt werden, wenn man in die Höhe baute.

Ich weiß nur, dass ich vor über 40 Jahren bedingungslos in dieser Gegend in eine 4-Zimmer-Wohnung gezogen wäre. Wir haben 10 Jahre lang mit 4 Personen – 2 Erwachsene, 2 Kinder – in einer 2-Zimmer-Wohnung gewohnt, die gerade mal 49 m² hatte – dafür aber im Zentrum von Ostberlin war.

Inzwischen sind einige Häuser runtergebaut worden – aber wenige Bewohner wollen wegziehen aus ihrem Kiez und finden das keineswegs schlimm – im Gegensatz zu den Besuchern.


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2026 – Das Baugeschehen wird gesponsert

Alle waren sich einig, dass es mit einem Kind in der kleinen Wohnung sehr eng werden wird, also wurde über eine andere Lösung beraten. Das Baugeschehen musste irgendwie angekurbelt werden.

2603 2026 Baugeschehen

Felix, der inzwischen eine gutbezahlte Festanstellung als Psychologe in einem Kinderheim hatte, war an der Wohnung von Anna und Anno interessiert. Vor  einer familiären Bindung hatte er Angst – zu schlimm waren immer noch die Erinnerungen, die manchmal in der Nacht mit oder ohne Traum kamen. Für ihn allein reichte diese schnuckelige Wohnung.

Die Vermieter waren angenehm überrascht, einen Herrn Doktor in ihre Wohnung zu bekommen, auch wenn er seinen Namen noch gar nicht mit einem Doktortitel schmücken konnte. Weiterlesen


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Ein Monat geht zu Ende –

und ein „Biotop“ auch!

Seit unendlich langen Zeiten ist auf meiner Straße ein sehr, sehr großes Grundstück frei. Sein Besitzer hat sich sicher schon als Millionär oder als Milliardär nach dem Verkauf gesehen. Doch das klappte nicht und klappte nicht …

Immer wieder wurde der Makler gewechselt, neue Schilder aufgestellt, andere Telefonnummern angegeben – das Grundstück blieb Brachland.

Im Laufe der Zeit bzw. schon Jahre wuchs und wucherte es mächtig. Es war vorher ganz kahl und ganz leer. Da sieht man mal, dass Natur aus sich selber heraus wächst.

Seit ca. 6 Wochen steht hier ein Schild, dass 4 Doppelhäuser entstehen werden. Schade um die grüne Oase, aus der hätte eine kleine „Wildöde“ werden können.

War das Gelände nicht schon auf dem besten Weg zur Wildnis?

Jetzt ist es nackt und kahl wie ein Männerkopf jenseits der Haarwuchsgrenze.

Und was man in so einer „kuschligen Grünlandschaft“ hätte alles machen könnte, seht ihr hier:


Die Kunst verändert die "Platte"

Als ich heute nachmittag in (geheimer) Briefkasten-Mission unterwegs war, die im weitesten Sinne noch immer mit der Wichtelei zu tun hatte, dachte ich so an das Hochhaushexchen und wie es in seinem Blog der Platte ein Loblied singt.
Dabei habe ich mich an ein paar Fotos erinnert, die ich voriges Jahr von einem sogenannten WBS-Bau gemacht habe. WBS 70 war einer der bekanntesten DDR-Wohnungsbauten und durfte mit Sondergenehmigung auch 6geschossig ohne Fahrstuhl gebaut werden. Tja, die Mütter mit Einkaufstaschen und Kind auf dem Arm mussten kein teures Geld für Fitnessstudios ausgeben, wenn sie in den obersten Etagen wohnten.

Das Haus hat vollkommen glatte Außenfassaden, lasst euch durch nichts täuschen – es ist alles aufgemalt – bis hin zu den Schatten der Vögel –  mit anderen Worten, es ist alles nur „gefälscht“. (Beim Vergrößern der Fotos sieht man die Details viel besser). Es gibt kein Dach, es gibt keine Dachauafbauten, keine Menschen, die aus den Fenstern gucken – es gibt lediglich Balkons, die aus der geraden Front hervortreten.
Auch sonst sind viele Plattenbauten ästhetisch schön gestaltet worden. Ich hätte früher auch lieber am Stadtrand in einer solchen Plattenbauwohnung gelebt als 10 Jahre zu Viert in einer 49 m²-Wohnung.