Claras Allerleiweltsgedanken


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Menschen hinter Gittern

Vor längerer Zeit konntet ihr sehen, dass ich so meine fotografischen Vorlieben und Ticks habe. Zunftzeichen, wie ich sie euch gezeigt habe, hübsche Straßenlampen, die modern oder alt sein können, und hübsche Gitter, Zäune oder Geländer lassen mein Herz höher hüpfen. Manche sammeln Gullideckel, ich hingegen entdecke diese dann erst zu Haus auf dem Foto, auf dem ich ganz was anderes fotografiert habe.

Und da ich bisher noch nichts von Gittern oder Zäunen gucken lassen habe, hier ein paar Beispiele für diese Gattung. Beim Ansehen der Blogs kann ich hier und da mal einen sehr hübschen Zaun sehen oder andere Details, die mir auch sehr gut gefallen. Der Titel des Posts und der Kollage ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Der Hintergrund ist eine Aufnahme von der Karl-Bonhoeffer-Klinik für forensische Medizin. (Eine Station der S-Bahnfahrt) Dort werden Strafgefangene untergebracht, die diagnostiziert oder therapiert werden müssen.

Oben links und unten rechts sind Clara und Anna – ein unschlagbares Team, Wunschoma und Wunschenkeltochter, wir würden (vielleicht) überall ausbrechen. – Unter Clara die Weidendammbrücke in Berlin, die schon oft Zeigestätte der daran befestigten Schlösser war – Nähe Friedrichsstraße. –  Das mittlere unten ist in Hamburg und fotografiert in die Speicherstadt hinein. –  Und der Rest sind einfach schöne Gartenzäune mit zum Teil schönen Blumen dahinter / davor, je nachdem, ob man Passant oder Hausbesitzer ist.

Oben links ein Balkon in Dresden, in der Mitte das Ermelerhaus in Berlin-Nikolaiviertel, daneben rechts eine schöne Tür im Nikolaiviertel.

Unten links und rechts sitzen hinter den Fenstern die kasernieren Beamten, denn es ist vom Roten Rathaus und vom Finanzamat. – In der Mitte schützt ein sehr wohlhabender Bürger in ??? seinen Besitz.

Und auf dem Fotoblog könnt ihr lauter „Gitter-Arbeiten“ aus dem Nikolaiviertel sehen.

Bei Blog-Spot gibt es auch viele schöne „Barriere-Foto„, eine sogar aus Übersee.


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Im Dreisprung von Nord nach Süd (5/28) Eichborndamm

Eichborndamm

Als ich Fotos für diesen Tag machen wollte, kam ich mächtig ins Grübeln, ob mir ein „Höflichkeitsgen“ oder ähnliches fehlt. Sicher neige ich eher zu eigenmächtständigem Handeln als zu vieler Fragerei, doch in der nachfolgenden Situation begriff ich den Rüffel nicht.

Ich wollte die im  Fotoblog abgebildete Treppe fotografieren, die man aber auch schön von der Straße aus (siehe Foto) hätte fotografieren können. Zu diesem Zweck betrat ich einen großen Autohof mit vielen, vielen Autos und schaute durch den Sucher. Plötzlich eine Stimme hinter mir:

Wenn sie das Haus meines Cousins fotografieren wollen, sollten sie aber vorher wenigstens fragen!

Ich versicherte ihm, dass ich nicht für Google unterwegs bin, nicht wüsste, dass das Nachbargrundstück seinem Cousin gehöre und verzog mich ohne weiteren Kommentar und ohne Entschuldigung – ich hätte nicht gewusst, wofür. Er war sicher sauer, dass ich mich für Treppen und nicht für Autos interessierte.

In der Montage möchte ich zeigen, dass Zäune durchaus ihren Reiz haben können und ein dräuender Himmel sowieso.

Als ich mich darüber beruhigt hatte, fotografierte ich noch zwei Bäume und setzte mich in die nächste S-Bahn, die im 20-Minuten-Takt fährt.

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Sollte jemand Lust haben, mein Stöckchen ohne Namen zu lesen, das steht hier: