Claras Allerleiweltsgedanken


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Bildungsbloggen bei Clara Himmelhoch

Kinder bekommen Zahnspangen – alte Damen bekommen Nagelspangen

Alter schützt vor „Eitelkeit“ nicht – meine großen Zehen bzw. deren Nägel haben ein „teures Piercing“ bekommen.

Schon sehr lange habe ich ja auf schmerzhafte Weise mit einwachsenden Zehennägeln zu tun. Stärker denn je bin ich der Ansicht, dass das u.a. durch eine falsche Schnitttechnik der verschiedenen Fußpflegerinnen begünstigt wurde. Die Nägel sollen gerade und nicht zu kurz, rund oder spitz geschnitten werden – das heißt, die ECKEN sollen eben NICHT herausgeschnitten werden. Das gibt zwar für kurze Zeit Linderung, aber danach wird das Problem eher schlechter als besser.

Die Hautärztin hatte ein Einsehen mit meiner Jammermiene und verordnete Metallspangen. Dann ging ich in eine Podologiepraxis und ließ einen Kostenvoranschlag erstellen. Den schickte ich zur Krankenkasse und bekam ihn zu 75 % bestätigt zurück. Die Praxis hatte rund 800,00 € für die ca. 1 Jahr dauernde Behandlung veranschlagt – die Kasse übernimmt davon 600,00 €.

EINE Spange kostet 200 €, die Kasse zahlt 150 € pro Spange. Ungefähr aller 6 Wochen müssen die Spangen nach vorn versetzt werden – die Praxis will 22 € pro Spange, die Kasse zahlt nicht ganz so viel.  Und dabei kann ich noch sehr, sehr froh sein, dass sie diese Behandlung überhaupt übernehmen – viele machen das nicht mehr.

Lange Zeit hatte ich Ruhe, so dass ich noch mal zum Chef der Podologiepraxis ging. Der meinte, eventuell komme ich ohne Spangen aus – die Verordnung sei ein halbes Jahr gültig und ich solle die Sache beobachten.

Und dann kam das:

Eine Seite war entzündet und tat einfach nur weh. Mit einer dicken Zellstofflage unterfütterte ich den großen Zeh, so dass er viel höher kam und ihn der Nachbar nicht ärgern konnte – es half!!!! – war nur sehr umständlich. Und die tragbaren Schuhe waren nur noch semi-elegant.

Unter der Dusche sah ich so aus:

Zuerst wurde ein Abdruck mit „Knete“ gemacht, damit sich „das Piercing“ auch passgenau an die Unterlage schmiegt. Und am gestrigen Tag war es so weit. Ich WhatsAppte einer Freundin: „Ich habe eine Sch….angst“, denn ich kann Schmerzen nicht leiden. Die Angst wurde durch die 20 Minuten Wartezeit nicht kleiner.

Doch dann waren beide Spangen aufgesetzt und es war wirklich nicht schlimm – nur ein bisschen – ein ganz kleines bisschen – kaum erwähnenswert. – Na gut, es spannt ein wenig beim Laufen. Wenn die Tamponaden für das nicht geflossene Blut weg sind, lässt der Druck vielleicht nach – oder auch nicht. – Jedenfalls am 31. August werden sie umgesetzt – wie meine Deko im Zimmer das auch ständig macht. – Und da ich mit einem Paar knalllila Gummihandschuhe getröstet wurde, konnte gar nichts mehr richtig schlimm sein.

Ich kam gleich wieder auf kindische Ideen. Das zweite Foto heißt: Das Daumenlutscherkind – nicht, dass jemand auf dümmere Gedanken kommt.

Falls sich meine Zehen doch wieder entzünden sollten und mit Streptokokken um sich werfen, bin ich jetzt gewappnet. Mein Gesichtsschild ist angekommen und wird mich hoffentlich gut durch die Busfahrten im Urlaub bringen. – Es ist nur für den Transport etwas sperrig. – Da wir aber jeden Tag auf dem gleichen Platz sitzen, kann ich es gut und gern im Bus liegen lassen und die restliche Zeit dann (Bankräuber-)maskiert rumlaufen.

Bei diesen langen Monaten wollten bestimmt schon viele die Zeit anhalten oder umdrehen und nicht nur bei mir haben sich die Haare zu Berge gestellt.

 

 


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Tägliche Spielerei 27 – ausgeknockt

Ausge-knockt

Typische Claraübertreibung – ein halb so dicker Verband hätte es auch gemacht, dann wäre sie vielleicht noch in einen Schuh geschlüpft – so ging sie am linken Fuß mit einem Pantoffel

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Fotoblog: November 2019


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Irgendwas ist immer …

… das ist momentan mehr als ein dummer Spruch!

Lange genug habe ich ja hier gejammert, gebarmt und geklagt. Doch ich dachte wirklich, dass ich mit dem schönen  Kuchen in der Caféteria der Parkklinik alles noch eventuell vorhandene Negative und mit dem Kaffee hinunter gespült habe.

Doch da habe ich die Rechnung ohne meinen linken Fuß gemacht. Ich sage immer: 71 Jahre bin ich ohne Fußpflegerin ausgekommen – ich habe Handarbeit an die Füße angelegt.  Doch dann zwang mich ein „Herr Nagelpilz“ in ein Fußpflegestudio. – Ob es nun an den im Laufe der Jahre festeren Nägel oder an der fehlenden Kunst der Fußnägelbeschneiderinnen liegt, weiß ich nicht – jedenfalls habe ich mehrere Male ein anderes Studio aufgesucht. Dort, wo ich keine Probleme bekam, musste ich aus anderen Gründen weg: einmal war der Weg unmenschlich weit und das andere Mal gab die Chefin ihr Gewerbe ab und auf.

Offensichtlich hatte ich ja in den letzten Jahren das Problem mehrfach, denn die Fotos sind NICHT von dieser Entzündung. Ich kann kaum noch laufen und warte sehnsüchtig auf den heutigen Termin. Wenn ihr den Artikel lest, sitze ich vielleicht gerade mit zusammengebissenen Zähnen im Stuhl und lasse die sehr schmerzhafte Prozedur über mich ergehen.

Wie habe ich so treffend festgestellt:

Wenn das Wetter mies, kalt und schlecht ist, könnte ich gut laufen, da nichts wehtut.

Ist das Wetter jedoch herbstmild, sonnig und einladend, barme ich mit einem Zeh herum.

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Ich habe fertig!