Claras Allerleiweltsgedanken


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„Wir treffen uns in der Zukunft“

Unsere gesellschaftliche und auch unsere private Zukunft ist relativ ungewiss – ein paar Sachen kann man ahnen, kann man planen, kann man hoffen – doch was dann wirklich Realität wird, ist erst klar, wenn die Zukunft Gegenwart ist.

In Berlin gibt es seit einiger Zeit ein Zukunftsmuseum – das Futurium. Da haben sich Wissenschaftler, Politiker und Handwerker Gedanken darüber gemacht, wie die Menschheit in einigen Jahrzehnten leben wird – wenn sie nicht so unklug ist, sich durch ihre eigene Dummheit auszulöschen.

 

Im Programm war ein Treffpunkt ausgemacht, aber der wurde von einigen missverstanden. Wo hättet ihr euch denn eingefunden?

Schon von außen kann man dieses Riesenmodell sehen, dessen Aufbau wohl Präzisionsarbeit war. Es besteht aus 2000 Teilen in 11 verschiedener Gestaltung.

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Zukunft – nass, neblig, etwas clärig

Keine von diesen allseits bekannten

  • Wahrsagerinnen
  • Glaskugelbetrachterinnen
  • Pendel-in-Schwung-Setzerinnen
  • Handleserinnen
  • Quacksalberinnen
  • Kartenlegerinnen
  • Kaffeesatzleserinnen

und wie sie alle heißen mögen, diese

Zukunft-vorhersagenden-Zünfte,

würde wohl jemals mit diesen geschäftsschädigenden Attributen „nass“ und „neblig“ für ihre „Kunst“ werben – die Kundinnen kämen nicht, wendeten sich entsetzt um  oder gingen zur Nachbar-Quacksalberin.

Nur Clara, die blogbekannte Alchimistin, ist anders. Ihr schwarzer Humor ist schon fast sprichwörtlich, die Wahrheit springt ihr förmlich aus dem Gesicht und sie kann es sich leisten – ihre Kundinnen kommen wieder.

Ihr einziges Wahrheitsfindungsinstrument ist die Kugel.

Im ursprünglichen Zustand kann man diese Kugeln hier sehen:

Hilfe, mein Balkon muss zum Frisör

In diesen Zauberkugeln kann sie u.a. sehen, dass vielleicht schon eine von euch, die jetzt die Kugeln kommentierend betrachtet, in Bälde eine Clara-Geschichte bekommt, mit der sie hoffentlich zufrieden ist.

Wenn es momentan vielleicht auch warm und trocken sein mag, so heißt es eben doch:

Die Zukunft ist nass und nebelig!

Sehen Sie doch selbst, meine Damen und Herren!

Sieht sie nicht dennoch wunderschön aus – unser aller verfeuchtete und vernebelte Zukunft?

Auf einem kleineren Zukunftsplaneten sind die Farben leuchtender – durch die Feuchtigkeit!

Und das ist Claras Zukunft – die gibt sie  nicht ab!


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Es ist nicht schwer …

jung auszusehen, es dauert nur täglich etwas länger.

Wenn ich so überlege, was im Laufe der Jahre so alles zu der täglichen morgendlichen to-do-Liste hinzugekommen ist, finde ich es erschreckend.

  • dem Kreislauf gut zureden, damit er weiß, es wird jetzt vertikal
  • Augen unter Wasser setzen – damit meine ich nicht Waschen, sondern „künstliche Tränen“ in die Augen tropfen, damit die Liddeckel nicht knarren wie ungeölte Scharniere
  • Brille putzen, da diese Kunststoffgläser den Dreck anziehen wie gelbe Blusen die Sommerfliegen
  • Zähne und besonders sorgfältig die Implantate putzen
  • die richtige Feuchtigkeitscreme verwenden, die entweder Olivenöl, Hyaluronsäure, Gingko oder Ameisenblut von jungfräulichen Ameisen oder nichts davon enthält – denn der Zahn der Zeit nagt so oder so, und wenn Frau ihn nagen lässt, schont sie wenigstens ihren Geldbeutel
  • und so weiter und so fort, ich will nicht noch mehr Interna ausplaudern.
In größeren Abständen wollen

die Haare gefärbt, die Augenbrauen gezupft, die Haut verschönt, die Nägel gepflegt, der Körper bewegt, die Haare geschnitten, die verspannten Muskeln massiert, die Seele gestreichelt und die überflüssigen Pfunde abtrainiert werden nach dem Motto:

Alt werden will jeder, alt aussehen will keine(r).
Als üble Prognose könnte am Horizont auftauchen:

Die (künstlichen) Gelenke müssen gefettet werden, der Herzschrittmacher muss eingestellt,die Thrombose mit Spritzen verjagt,  der Diabetes muss mit Injektionen im Zaum gehalten, der Blutdruck durch die Einnahme bunter Smarties gesenkt, der Rollstuhl repariert, die Augen müssen durch künstliche Linsen durchsichtiger gemacht, die Schlabberfalten müssen hinter den Ohren festgenagelt werden und jeden Morgen darf gesungen werden:

„Wir sind die junge Garde …“

Kann mir mal bitte jemand sagen, wo ich für das alles die Zeit und vielleicht auch das Geld hernehmen soll?
Da muss ich ja glattweg in Rente gehen – aber Rentner haben ja noch weniger Zeit!- Also lasse ich mich durch jede Falte ehren und verzichte auf mindestens die Hälfte aller dieser schrecklichen Sachen!