Claras Allerleiweltsgedanken


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Claras Selbstbildbeobachtung

Zwei Sachen kann ich mir partout nicht merken:

  1. Alles, was mit Orientierung, Ortsangaben und verlegten Sachen in der Wohnung zu tun hat
  2. Nähere Angaben zu Kochrezepten, Kochzeiten usw. usf.

Über die restlichen 98 Sachen will ich hier nicht reden – aber wer ist schon vollkommen?
Ein kleiner oder großer Knall hilft manchmal über oberirdische oder unterirdische Situationen hinweg.   Kritisch kann es nur bei den ganz normalen Anforderungen des Alltags werden.
Aber bei vielen Dingen helfen ja unsere Online-Suchmaschinen. Das ist der Hauptgrund, weshalb ich ein Smartphone brauche.

Manchmal hilft: Einfach die Fr… den Mund halten. Mir fällt das in manchen Situationen schwer, aber es gibt Abhilfe.

Kann man sich partout nicht den Mund verbieten, hilft es manchmal, etwas durch die Blume zu sagen, aber nur bei intelligenten Menschen, die anderen verstehen es nicht oder …miss.

 

Manchmal hilft auch, auf Abstand zu machen, Eis essen zur Abkühlung oder sich hinter seinem Tierkreiszeichen zu verstecken

 

Ein ominöser Blick in die Zukunft hilft manchmal, sich für die Gegenwart zu orientieren.

Und mit diesen 7 Fotos und 7 Lebenssituationsbetrachtungen soll es gut sein für heute und für diesen Monat.

 

 

 


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Ich kann jetzt am Ostseestrand …

… na was? Das werdet ihr gleich sehen.

Ich glaube, ich bin dafür verschrien, dass es in einem Raum alles ziemlich „stimmig“ sein soll. Und da der Balkon und die Fenster und demnach auch die Plissees alle noch warten müssen, habe ich mir das Bad ausgesucht – allerdings nur minimale Veränderungen. Der Fensterbauer hat gestern angerufen – da gab es einige personelle Schwierigkeiten und sie kommen erst am 13. September. Da ja die 13 meine Glückszahl ist, kann dann also (hoffentlich) nichts schief gehen. Ich muss dann die Plisseefirma ein wenig vertrösten – nicht, dass die denken, ich will nicht mehr.

Ich zeige euch jetzt mal den Neuling, wenn er noch auf dem Wohnzimmertisch liegt.

Und dann zeige ich euch noch ein paar Badfotos, damit ihr mit mir einer Meinung seid, dass die neue WC-Brille besser passt als die alte mit grünen Blättern.

 

Jetzt habt ihr genügend Fische und Muscheln und sonstiges sehen können und anderes aus dem maritimen Bereich – und zum Schluss meine Badezimmertür.

Und da wenigstens der Sohn-Handwerker hier war, hat er alles zu einem guten Ende gebracht. Mit viel Kraft und Trixerei konnte er die alte abbauen, da der dargereichte Montageschlüssel offensichtlich der falsche war. – Und jetzt das (fulminante) Schlussfoto: Auch da mangelt es nicht an Meereszubehör.

 

 


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Den heutigen Montag hatte ich anders geplant

Es ist Urlaubszeit – es ist immer oder schon wieder Coronazeit – es ist Pausenzeit bei meinen noch ausstehenden Handwerkern. Zur Diskussion stehen der „Superhandwerker“ für meinen Balkon, die Fenstereinbauer im Arbeitszimmer, im Schlafzimmer und für das Kombinationsfenster Küche/Bad. Und gleich danach wenn die neuen Fenster nach zwei Tagen noch nicht rausgefallen sind, kann die Firma die Maße nehmen kommen, um die gewünschten Plissees zu bestellen.

Am 19. Juli habe ich mir (fast) ein Loch in den Bauch gefreut, als ich die Nachricht vom Maler bekam, dass er am 26. Juli mit der Balkonverschönerung beginnt.

Eifrig, wie ich in solchen Fällen immer bin, habe ich am Wochenende alles für seinen Einsatz vorbereitet.

Der Balkon wurde – bis auf ein kleines Ablagetischchen zum Abstellen für Kaffeetasse oder Trinkbecher geräumt. Im Wohnzimmer sah es dann so aus:

Vorübergehend kann ich einigermaßen (gut) mit solchen Provisorien leben.

Auf dem Balkon haben die Junikäfer mehr Platz für ihre Suizidversuche. Ich verstehe nicht, dass sie in Massen auf meinem Balkon auf dem Rücken liegen und nicht selbst in der Lage sind, sich durch das Auffalten der Flügel wieder startklar in Flugposition zu bringen. – Also mache ich das und werfe sie vom Balkon. Spätestens zwei Etagen tiefer fliegen sie wieder – sie sind also nicht tot, bestenfalls scheintot. – Na gut, dieses Exemplar liegt nicht auf dem Rücken.

Damit sich die „grüne Wiese“ beim Auslegen nicht so rollt, habe ich sie im Wohnzimmer ausgerollt. Ich konnte wunderbar testen, wie schön es sich barfuß darauf läuft und die Freude um einige Prozent gesteigert.

Weil ich wusste, dass die 2 m in der Breite zu viel sind, habe ich den überflüssigen Streifen abgeschnitten und die Fensterbank „gepolstert“.

Und als allerletzten Akt habe ich in der Küche alles für die Getränke- und Leckerliversorgung zurechtgestellt. So ein hart arbeitender Handwerker muss ja bei Laune und bei Kräften gehalten werden 🙂

Da habe ich ja noch Glück, dass ich nicht am Montag früh schon Kaffee zubereitet habe, denn sonst hätte ich den ganz allein trinken müssen.

Ich hatte mich schon gewundert, dass keine Nachricht von ihm kam, um welche Zeit er auf der Matte stehen wird.

Stattdessen kam gegen 8 Uhr eine Nachricht, dass er am Wochenende, als sie ins Kino gehen wollten, (falsch) positiv getestet wurde. Darüber werde ich mich jetzt nicht näher auslassen – und harre der Dinge, die noch kommen werden.

Sollte mir langweilig werden, kann ich ja Pilze suchen gehen – mehr die großen, die ich besser sehen kann. Ob ich sie dann auch noch besser kauen kann, steht in den Sternen. Noch mehr steht in den Sternen, ob ich sie überleben würde – und das will ich doch nicht riskieren.

 

 


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Wenn es blüht, dann …

… ist es Frühling oder Sommer und fast alle freuen sich.

Ich zeige euch jetzt nur eine farbenfreudige Blume von meinem Balkon, die sich für das neue Handy in Positur geblüht hat.

Den Zustand des „verblüht Seins“ kann man nicht nur bei Blumen und Pflanzen beobachten – wenn ich mein Faltengesicht so ansehe, schlussfolgere ich, dass ich auch schon ganz schön verblüht bin.

Bei Bauwerken spricht man auch vom ausblühen – das ist selten etwas Gutes, denn aus dem feuchten Mauerwerk blühen Salze, die das Mauerwerk kaputt machen.

Aber bei mir gibt es eine ganz besondere Art des Ausblühens – nämlich bei meiner Teekanne. Aber nicht, dass mir jetzt jemand sagt, die wäre einfach zu alt – weil sie noch aus DDR-Zeiten ist – und hätte schon viel zu oft auf den Hagebutten – oder Hibiskustee aufpassen müssen. Jetzt gieße ich das heiße Wasser grundsätzlich in der Spüle in die Kanne, damit ich nicht eine Überflutung mit heißem Wasser bekomme, falls die Teekanne platzt. – Es fing ganz langsam an und anfangs fand ich es noch lustig – doch jetzt ist genug.

Diese braunen Ausblühungen (ich habe es schon immer gewusst, bei braun kommt selten was Gutes raus) kann ich abkratzen oder mit ganz heißem Wasser aufweichen und abspülen – aber man kann auch übertreiben – ich habe mir eine küchenpassende neue Teekanne gekauft und habe diese gleich für einen Fotovergleich zwischen Fotoapparat und Handy benutzt – deswegen die fast identischen Aufnahmen.

In der Nähe eines S-Bahnhofs habe ich an der Schaufensterscheibe eines Friseurladens folgenden Aufkleber gesehen.

Natürlich musste ich das mal testen gehen und war – bis auf die längere Wartezeit vor dem Laden – vollkommen zufrieden. Die Dame vor mir, die ich wegen ihres Haarschnitts für einen jungen Mann gehalten hatte, hat mehr als 30 Minuten die Haarschneidekünste der Friseuse in Anspruch genommen und hat zweimal Kritik geübt – denn wie war schon fast weg vom Stuhl – setzte sich dann aber doch wieder hin. – Termine werden nicht gemacht.

Ich konnte gar nicht so viel Trinkgeld geben, um mein Gewissen nicht zu sehr zu beunruhigen. Der Haarschnitt sieht auch am nächsten Tag noch gut aus – hier auf dem Foto hat es ein wenig geweht.

Aber jetzt höre ich auf, denn es wartet eine angenehme Aufgabe auf mich.


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Es ist mir fast ein wenig peinlich …

… dass ich gestern meinen Artikel online gestellt habe, bei dem man das Gefühl bekommen könnte, die Welt ist halbwegs in Ordnung. Aber so ist meine Gefühlswelt nicht – ich kann stundenlang nicht einschlafen, weil mich die Berichterstattung aus dem Fernsehen verfolgt, weil ich mir ausmale, wie sich diese Menschen fühlen müssen.

Die Welt ist keineswegs in Ordnung.

Die Natur führt gerade einen Verteidigungskrieg gegen die Menschen.

Ich glaube, das, was einige Landstriche in Deutschland gerade miterleben und -erleiden mussten, hat durchaus was mit Krieg zu tun. Ob es der große bis 1945 war, der Deutschland betroffen hat, oder die vielen anderen, die die ganzen letzten Jahre die Wohnungen, die Existenzen oder die Leben von unsäglich vielen Menschen zerstört haben. Aber das war ja alles ganz weit weg von uns – egal, wo die Menschen nachher Hilfe brauchten oder gar flohen, um in anderen Ländern Asyl zu finden.

Es gab auch Naturgewalten wie Taifune, Hurrikans, Feuersbrünste, Erdbeben oder oder oder, die die Betroffenen innerhalb kürzester Zeit um alles gebracht haben, was ihr Leben ausmachte. Doch wie schnell waren solche Horrormeldungen wieder vergessen – das passierte ja alles ganz weit weg – Australien ist ja noch nicht mal in Europa, geschweige denn in Deutschland.

Ich für mich weiß, dass ich in solch einem Falle nicht mehr die Kraft hätte, von vorn anzufangen.

Warum sage ich, die Natur führt einen „Verteidigungs“krieg? Über Jahre, Jahrzehnte und viel länger hat der Mensch die Natur ausgebeutet, Flüsse begradigt, weil er das gewonnene Land zum Bauen haben wollte, er hat Flächen versiegelt, so dass weniger Wasser bei Regen ablaufen kann – er, der Mensch, hat sich zum Herrscher über die Natur erhoben und nicht in ihrem Sinne re(a)giert. GEWINN war und ist die oberste Maxime.

Das schlimme bei solchen kriegsähnlichen Verwüstungen, wie sie das Wasser gerade in Teilen Deutschlands angerichtet hat, ist die Tatsache, dass es meist weniger Schuldige trifft – Leute, die die Gesetze und Veränderungen, die den Klimawandel schon vor Jahren hätten bremsen können, leben meist gesichert mit sehr viel Geld und haben solche Schäden nicht auszubaden.

Als Greta Thunberg in die Öffentlichkeit getreten ist, um für unser Klima zu arbeiten, gegen die klimaschädlichen Verhaltensweisen zu protestieren, wurde sie von anderen Kindern und Jugendlichen unterstützt – nur von den meisten Erwachsenen wurde sie verlacht oder sogar noch schlimmer – sie alle, die am Freitag protestierten, wurden als Schulschwänzer abgestempelt. Es sollte uns Erwachsenen zu denken geben, dass Jugendliche weiter denken können als Erwachsene – aber sie sind ja auch später am meisten davon betroffen, was wir ihnen hinterlassen.

Wenn es nicht schon 5 NACH 12 ist, dann ist es bestenfalls wenige Sekunden vor 12.

Ich überlege immer und immer wieder für mich, wie ich mich klimaneutraler verhalten kann. Leider ist ein Einkauf bei einem Discounter nicht dafür geeignet, Plastik einzusparen, da dort fast alles eingeschweißt ist. Aber ich kann nicht wo anders einkaufen. Und leider habe ich es auch noch nicht ganz geschafft, auf Fleisch und Wurst zu verzichten – aber ich reduziere es mächtig.

Die Erlasse der Politik, die das Verbot von Plastik betreffen, finde ich teilweise einfach nur lächerlich. Es müsste doch machbar sein, jeden to-go-Kaffeebecher mit einem Euro Preis zu belegen.

Ich wünschte all den Politikern von der AfD, die den Klimawandel immer noch hartnäckig verleugnen, dass sie genau in den am schlimmsten betroffenen Gebieten ihre Protzvilla stehen hätten, die dann vor ihren Augen zusammengebrochen und weggeschwemmt worden wäre.

Nur hätten diese Leute als erste und auch am meisten Hilfe bekommen, da sie ja an der Quelle sitzen – nur all ihre wirklich rein PERSÖNLICHEN Dinge wären unwiderbringlich verloren.

Warum schreibe ich das jetzt alles. Ich bitte nicht für jemand konkret, da ich niemand von den Betroffenen persönlich kenne. Nein, es ist einfach ein ganz spontan aufgekommenes Hilfebedürfnis – zumindest bei mir. Ich weiß keinen anderen Weg als zu spenden.

Ich appelliere an euch, wenn ihr einen Betrag gleich welcher Größenordnung – ob einstellig, zweistellig oder dreistellig – erübrigen könnt, dann spendet es bitte für die zahlreich angelaufenen Hilfeprogramme.

Wer weiß, wer das nächste Mal betroffen ist und Hilfe braucht.


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Zwei Kluge, ein Gedanke …

Als ich am Donnerstag bei meinem Lieblingsakustiker war – grammatisch vollkommen verquer, da ich nur einen einzigen habe – empfing er mich gut gelaunt, trotz der Mails, die ich ihm mit den Fehlermeldungen geschickt hatte.

Er hinwiederum hatte seine Hausaufgaben gemacht und sich mit Phonak kurzgeschlossen. Ich hatte im letzten Artikel folgenden Verdacht geäußert: „Mir ist so, als wenn sich das Gerät von der Drosselung der lauten Straßengeräusche ab und an erholen muss und mir zeigen will, wie laut es wirklich wäre, wenn es Phonak Audeo Paradise 90 nicht gäbe.“

Und genau so ähnlich ist es abgelaufen. Er wollte mich und mein Gehör schonen und hat deswegen die lauten Straßengeräusche zu stark gedämpft. Und das war wohl offensichtlich für die Software zu viel. Er hat es ein wenig korrigiert und seit dem ist es nicht wieder aufgetreten.

Dann zeigte ich ihm mit anklagenden Augen, dass die Phonak-App mich nicht annehmen will, weil sie meine Hörgeräte nicht erkennt. – Und das war für ihn ein Kinderspiel. Er hat sich sehr über mein neues Samsung S20 gefreut, weil er so ein Handy noch nicht in den Fingern hatte. Aber da oder da gesucht, Untermenüs geöffnet, Haken gesetzt und schon ist sie da, die App. Ich muss nur früh Bluetooth auf dem Handy einschalten und sofort werden mir wichtige und unwichtige Meldungen in die Ohren geleitet. Für Benachrichtigungen habe ich mir „Alien“ aufgesucht – das hört sich an wie „huschhusch“.

Also ist momentan erst mal alles okay. Der Akustiker erholt sich jetzt mit Frau und Sohn auf Rhodos – und das hat er sich auch redlich verdient.

Jetzt zeige ich euch ein paar Fotos. Der nette Mensch von CVS, der mir alles vom alten Handy auf das neue kopiert hat, hat es tatsächlich geschafft, dass das neue aussieht wie der große Bruder vom älteren. – Ich habe sie extra unterschiedlich angezogen, damit ihr sie nicht verwechselt.

Die Fläche, die ich mit Pfeilen gekennzeichnet habe, ist eigentlich das Eingabefeld für den Fingerabdruck. Doch an dieser Eingabe bin ich bisher gescheitert. Ich kann streichen, Muster, Pin, Code – aber nicht biometrisch. Die Gesichtserkennung hat auch nicht gewollt – ich hatte zwei Fotos hinterlegt – aber die Vorderkamera sagt zu mir (in übertragenem Sinne): „Das ist nicht die Person, der das Handy gehört.“

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben – das bekomme ich sicher auch noch hin. – Auf dem nächsten Foto sieht man eindeutig, dass das lila Dingens der Clara Himmelhoch gehört.

Ich finde es schön, dass die Hülle auch von der Seite lila ist.

Schluss jetzt – genug geschwärmt. – Gestern wurde eine Gastroskopie bei mir gemacht. Da ich auf einer Schlafspritze bestanden habe, überfiel mich keinerlei Brechreiz beim Einführen des Gastroskops – es ist wohl alles in Ordnung. Vor Jahren hatte ich in der gleichen Praxis eine andere „Innenraumbesichtigung“ ausführen lassen und habe mich – genau wie heute – in der gleichen Eisdiele belohnt.

Warum die Fotos mit dem neuen Handy so furchtbar geworden sind, weiß ich nicht – das ist aber im Moment mein kleinstes Problem.


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Ich bin unsagbar wütend auf PHONAK

„Phonak“ ist nicht eine Gruppenbezeichnung, die sich aus Paula-Helma-Otto-Nora-Anton-Kotzbrocken zusammensetzt, sondern es ist ein Schweizer Hörgerätehersteller – einer, der zu den besseren zählt – obwohl gerade letzteres fange ich an anzuzweifeln – auf jeden Fall zählt er zu den hochpreisigeren.

Da ich aber schon seit mehr als 8 Jahren Phonakgeräte im Ohr trage, habe ich mich an den Klang gewöhnt. Es ist tatsächlich so, dass unterschiedliche Hersteller auch ein unterschiedliches Klangbild übermitteln können. Und ich war bisher immer zufrieden. Die Betonung liegt auf bisher.

Als ich die neuen ins Ohr gesetzt bekam, die ich immer noch nicht gekauft habe (Begründung kommt später), wollte ich natürlich, wie eigentlich üblich, auch die dazugehörige App benutzen. Diese PhonakApp auf dem Handy, das ich IMMER bei mir habe, würde die 165,00 € teure Fernbedienung überflüssig machen. Es ist nämlich mehr als unangenehm, hinter dem Ohr den Kipptaster zu suchen, um lauter oder leiser zu stellen oder das Programm zu wechseln. Die Hörgerätemikrofone sind so empfindlich, das es in meinen Ohren in diesem Fall raschelt wie bei einem Orkan. Deswegen ist eine externe Schaltung die weitaus angenehmere Version.

Aber Phonak sagte zur Verwendung der App: NEIN, Nein, nein und verbindet die Hörgeräte einfach nicht. Das vor drei Jahren gekaufte Galaxy S 7 – na gut, es war schon beim Kauf nicht mehr das allerneueste Modell – arbeitet mit der Androidversion 8, die sich auch nicht updaten lässt. Phonak ist so blasiert, mindestens Android 10 zu verlangen. Kurz auf dem Handyneukaufmarkt umgesehen – und da blieben im Grunde genommen nur die neueren Geräte. Und da ich seit meinem allerersten Handy, was noch gar kein Smartphone zur Internetbenutzung war, ein Samsunggerät benutze, bleibe ich in dieser Kategorie – als ich jünger war, war ich bei technischen Neuerungen flexibler – aber jetzt will ich nicht übertreiben.

Mein Sohn empfahl mir einen Händler, der sowohl online handelt, aber auch in Berlin eine Niederlassung hat. Sie ist zwar genau am anderen Ende meiner Wohnung – aber für den Kauf eines neuen Handys fahre ich schon mal eine Stunde hin und eine zurück.

Nach einigen Empfehlungen und kurzer Recherche entschied ich mich für das Samsung Galaxy S20 FE 5G. Im Mediamarkt begann der Kaufpreis mit einer 7 vorn – das missfiel mir sehr. – Auf der Website von CSV waren von dieser Sorte 7 im Angebot – das siebente ist jetzt weg, das habe nämlich ICH. Ich wunderte mich über die große Preisspanne, die mit 5 vorn anfing und mit 7 vorn aufhörte – ALLE hatten die gleichen technischen Parameter – nur die Farbgestaltung war eine andere. Dieses Mal habe ich meine Vorliebe für Farben hinten angestellt und mich lieber für die Schnapszahlenliebe entschieden. – Dieser Preis wurde dann allerdings durch die Gebühr fürs Einrichten erhöht – aber diesem Stress wollte ich mich nicht auch noch aussetzen.

Das, was ich bisher erneuern musste, hat mich schon genug Nerven gekostet. Wenn man schon extra googeln muss, um einen Weg zum Ausschalten zu finden, fand ich das schon crazy. Und das Übertragen meiner BankApp wollte und wollte …. nicht klappen – aber der Bankmitarbeiter war 23:57 Uhr sowohl entspannt als auch hilfreich. – So nach und nach glaube ich, dass ich mein Handy in einer Woche vollkommen im Griff habe. Ich zeige euch aber erst ein Foto, wenn es in seiner neuen Hülle ist.

Ich zeige euch mal den passenden Bildschirmhintergrund, den ich mir geladen habe.

Und jetzt zu den Hördremmeln, die ich in diesem Artikel schon adoptieren wollte.

Wann die „Störung“ angefangen hat, kann ich gar nicht genau sagen. Ich sitze auf der lauten Potsdamer Straße und spiele – mit dem Rücken zur Straße – mit meinen „Mädels“ Doppelkopf. Immer und immer wieder höre ich ein sehr lautes, aber undefinierbares Geräusch. Natürlich frage ich die anderen, da dieses Geräusch zwar nur wenige Sekunden anhält, aber in kurzen Abständen immer und immer wieder auftaucht. Ich würde es so beschreiben: „Ich bin in einem gleitenden Ballon und der Pilot gibt immer wieder Gas, damit der Ballon nicht zusammenfällt. Dieses Geräusch ist wirklich nicht zu überhören!!!“ Und das machen meine Hörgeräte. Anfangs verortete ich es nur im rechten Gerät – dieses, was auf sehr viel stärkere Leistung eingestellt ist, weil das Gehör dort besonders schlecht funktioniert.

Mir ist so, als wenn sich das Gerät von der Drosselung der lauten Straßengeräusche ab und an erholen muss und mir zeigen will, wie laut es wirklich wäre, wenn es Phonak Audeo Paradise 90 nicht gäbe.

Also meldete ich das beim nächsten Akustikerbesuch und dieser schickte das Gerät ein. Wie gut, dass es noch nicht gekauft ist, denn die ausgeführte Reparatur wäre fast an ein neues Gerät herangekommen. Außer den Mikrofonen wurden noch einige andere Dinge getauscht – bei allen war es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass die kaputt gegangen sind. Und genau so kam es dann auch: Die Störung war keinesfalls behoben – im Gegenteil – sie tritt jetzt auch im linken Gerät auf. Für mich ist es nur schwer nachzuweisen, da der Fehler nicht auf Knopfdruck auftritt.

Ob ich auf dem Balkon mit Straßenlärm sitze, ob ich im Bus oder neuerdings sogar in der U-Bahn fahre, ob ich an einer belebten Straßenkreuzung in „Ruhe“ mein Eis essen will: Die beiden Geräte fahren fast im Minutentakt ihre volle Lautstärke aus und das dauert jeweils bis zu 5 Sekunden.

Und jetzt bin ich gespannt, wie es weitergehen soll. Die App, die der eigentliche Kaufgrund für das Handy mit Android 11 war, macht auch ein wenig, was sie will. Ich hatte das Handy über Nacht vom Netz getrennt – und am Morgen musste ich die Hörgeräte wieder neu koppeln mit der App, was ein ganz klein wenig umständlich ist. –
So hatte ich eigentlich nicht gewettet. Und was noch unangenehm ist, wenn die Hörgeräte mit dem Smartphone verbunden sind: Immer, wenn eine Nachricht eingeht, setzt der Ton im Fernseher aus. Also sollte ich sicherheitshalber die Bluetoothverbindung beim Fernsehen unterbrechen. – Ob Phonak wirklich die besten sind, muss ich jetzt ganz intensiv nachdenken.