Claras Allerleiweltsgedanken


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Baltikum 7 – the end!

Tag 10 – 28.5. – Abfahrt nach Mragowo in den Masuren

Das Hotel „Zemaites“  in Vilnius war eines der besten, wenn mich auch der Blick aus dem Fenster an Berlin denken ließ. Na gut, wir haben keine Busse mit Oberleitung – hier auf dem Foto aber auch nicht. Aber LIDL habe ich.

So einen schönen großen (lila) Stiefmütterchentopf habe ich auch nicht.

Ich bin mit einem frohen Gefühl eingestiegen, denn ich wusste, übermorgen kann ich mich bei Bedarf in meine eigene Badewanne setzen.

Unterwegs hielten wir an einer Burganlage an. Die war wunderschön – doch leider war der Regen genau so wunderschön. Da wir nur eine Stunde Aufenthaltszeit hatte, stürzte ich mich nicht in das Gewimmel von Erwachsenen und Kindern sondern beschaute mir die Außenanlagen der Burg.

Da 7 meine Lieblingszahl ist, höre ich mit diesem Beitrag mit der Berichterstattung über den Baltikumurlaub auf.

Etwas MUSS ich euch noch zeigen, denn ich habe mir doch noch ein zweites Souvenir geleistet. Es gab wohl keinen DDR-Haushalt mit Kindern, wo diese „schwangeren“ Holzpuppen mit dem Namen Matroschka nicht zu finden waren.

https://www.google.de/search?nord=1&q=matroschka&tbm=isch&source=hp&sa=X&ved=2ahUKEwi60InC6NTiAhUMJlAKHaPLB20QiR56BAgIEAw&biw=1536&bih=694

Hier könnt ihr euch von der Vielfalt überzeugen. – Wenn ich die alle so sehe, finde ich meine natürlich wunderschön.

Und tschüss, meine lieben mitfahrenden BloggerInnen, bis bald mal wieder!


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Baltikum 6

Tag 8 – 26.5. Abfahrt nach Sigulda – dabei den Gauja Nationalpark und die Burg Turaida streifen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – obwohl ich nicht so richtig weiß, ob ein „Abgang“ ins Klinikum Riga ein großes Ereignis ist.  Auf jeden Fall habe ich mich den ganzen Tag ganz gar nicht überhaupt nicht gut gefühlt.

Wir warten alle auf die Abfahrt aus Tallin. Um 9 Uhr soll der Bus starten. Da aber die Fahrstuhl Situation hier mehr als kritisch ist, mussten wir zusehen, unsere Koffer und uns in eine Fahrstuhlkabine zu bekommen. Es gibt für neun Etagen mit 44 Zimmern gerade man zwei kleine Fahrstühle, in die vier Personen ohne Koffer und zwei Personen mit Koffer hinein passen. Das wird manchmal ganz schön eng. Aber jetzt kann ein neuer Tag beginnen.

Dieses Hotel sieht aus wie ein DDR-Plattenbau, dem man 2 Etagen geklaut hat. Unsere typischen Häuser dieser Art waren immer 11geschossig – hatten aber mehr und größere Fahrstühle. – Die Telefonpreise rentieren sich in der heutigen Zeit der Handys sicher auch nicht mehr.

Bei einem kleinen Zwischenstop an der See war es pfiffig, kalt und ungemütlich – bei mir jedenfalls kamen keine Badegedanken auf.

Wir haben heute aus dem Bus heraus den sogenannten Velo Marathon erlebt auf Fahrrädern haben die sich Steigungen hoch gequält, die würde ich noch nicht erstmal laufen wollen. Und mindestens 90% der Radfahrer sind gefahren. Aber es haben auch einige geschoben. Hammer hammer hart.

 Dann konnten wir uns die bekannte Bobbahn in Sigulda näher ansehen – nicht lachen, die hatte außer steiler Abfahrtsbahnen auch eine Toilette. Wenn man so eine Cystitis hatte wie ich, ging das Denken nicht weit über eine Toilette hinaus – und das ist jetzt kein Jammern!!!

Als letztes stutzte ich an einem Souvenirstand über diese Tischdecke – aber ich habe mir dann gesagt, dass es dieses berüchtigte Kreuz nicht ist, weil es ja seitenverkehrt oder anders ist.

Am Abend ging es wieder in das schöne Hotel (sh. Baltikum 3) mit den zu engen Betten, die aber für mich allein vollkommen ausreichten.

Doch ich habe mein Bett für diese Nacht mit einem viel unangenehmeren getauscht – ich bin nämlich wegen ziemlich starker Schmerzen mit dem Krankenwagen ins Klinikum nach Riga gefahren. Dort bekam ich zwei verschiedene – heißt das „Tröpfe“ oder „Tropfe“ und verbrachte dann die Zeit zwischen 0:00 Uhr und 7.30 Uhr in einem Saal mit 6 Betten. Jetzt noch bin ich den Schwestern dankbar, dass sie um mein Bett Sichtblenden gestellt haben.

Diesen Bericht schreibe ich am 6. Juni – und nur soviel, ich komme gerade vom Urologen, weil es immer noch nicht gut ist. Bei der Hitze in den letzten Tagen wollte ich mir weder ein heißes Bad noch ein Heizkissen antun, aber werde ich wohl machen müssen. Das Labor hat eine Kultur angelegt – und wenn da was wächst, schlucke ich das nächste Antibiotikum.

Es ist blödsinnig, dass ich das hier schreibe, denn ihr lest es ja eh erst am 15. Juni – und bis dahin schwimme ich schon wieder wie ein Fisch im Wasser.

Tag 9 – 27. Mai

Die anderen starteten gegen 9:00 Uhr am Hotel und lasen mich gegen 9:30 Uhr in Riga auf der Hauptstraße vor dem Klinikum auf. Der Busfahrer musste NICHT EINEN Umwegkilometer meinetwegen fahren.

Das Ziel unserer Fahrt war die Hauptstadt LitauensVilnius.

Dieses Plakat finde ich ehrlich und aufrichtig:

Vilnius hat wie alle besuchten baltischen Städte wahnsinnig viele Kirchen – und das nicht nur mit der ehemaligen russisch-orthodoxen Vorherrschaft zu tun. Die rein christlichen Kirchen nach europäischem Sinn waren auch vertreten und noch viele andere.

An Wunder und Träume scheint der Mensch zu glauben. Der viereckige Stein mit den Buchstaben hat folgende Bewandnis: Draufstellen, Augen schließen, dreimal mit geschlossenen Augen drehen und sich wünschen, dabei nicht umzufallen – und schon hat sich der Wunsch erfüllt – oder auch nicht.

Der Vogel auf dem Krummstab ist eine Meisterleistung von Prinz Lumix – ich habe den Vogel mit bloßen Augen kaum erkennen können.

Und auf dem letzten Foto trifft sich ein Sangesverein und probt.


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Baltikum 5

In der Realität ist es der 24. Mai und die komplikationsfreie Fahrt nach Tallin. Unser Hotel hieß Dzingel und war nicht ganz so schlecht.

Der Fb-Text ist nur Krankengejammere, deswegen lasse ich ihn weg.

Die Altstadt von Tallin ist wunderschön, aber noch viel wunderschöner besser war die Stadtführerin. Und diese sofortige gegenseitige Sympathie fing durch die beiderseitige Lila-Liebe an, aber von meiner Seite vor allem dadurch, dass ich JEDES Wort von ihr verstand. Sie sah für meine Begriffe sehr jung aus – aber bei neugierigem Nachfragen war sie im Alter meines Sohnes und hatte DREI = 3 Kinder, die ich ihr am allerwenigsten angesehen habe. – Vom Stadtführerjob könnte sie nicht leben, deswegen macht sie es nur in ihrer Freizeit, um den Haushaltsetat aufzubessern. – Ich hoffe, dass sie ganz ganz viel Trinkgeld bekommen hat, denn sie hat uns an zwei Tagen geführt – heute in der Altstadt, morgen in der Neustadt.

Da ja der Busfahrer immer zwischendrin mal eine Pause machen muss, bekommen wir so einiges vom Wegesrand mit:

Das erste Foto ist für die „Fee“: Mal über eine Rechtschreibreform nachdenken? – Das zweite ist für Myriade – für mich klang das so österreichisch. – Das dritte und das vierte – die sind für alle, die estnisch lernen wollen. – Das vorletzte ist einfach nur Deko – denke ich zumindest – und das letzte ist ganz allein für mich, denn ich fühlte mich fast reif für den Psühhiaater. Aber wie hätte ich seine (oder ihre?) guten Ratschläge verstehen sollen?

Die nächsten Fotos zeigen mir, dass wir die Koffer im Hotel untergebracht haben und zur nachmittäglichen Stadtbesichtigung gestartet sind.

Tallin am finnischen Meerbusen hat eine wunderschöne gut erhaltene Altstadt vorzuweisen. Die wunderschöne Silhouette zeigt wie ein Scherenschnitt aus dem Mittelalter die Satteltürme der Stadtmauer. Von dieser Mauer umgeben befindet sich eine kleine Mittelalterstadt, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Kaum läuft man durch das alte Stadttor wird man erstmal gefühlsmäßig 200 -300 Jahre zurückversetzt. Kleine Gassen und alte Hansehäuser verleihen der Stadt ein tolles Flair. Es ist einfach Wahnsinn wie schön noch alles erhalten ist.

Tag 7 25.5. – Immer noch Tallin

Für diese paar Fotos lohnt kein neuer Beitrag.

Laut Aussagen der Stadtführerin

sind die Esten sehr sangesfreudig und es gibt immer große Festivals, zu denen auch sogenannte Promis einreisen. Das Foto  zeigt so ein Veranstaltungsplakat.

Estland hatte wohl mit dem KGB so ähnlich viel Ärger wie die DDR mit der Staasi.

Am 25. des Monats spielte für mich das Thema Toilette fast schon die wichtigste Rolle der Reise – deswegen war ich so froh und erleichtert, als wir in einem Souvenirladen die Toilette benutzen durften. Aus einem gewissen Dankbarkeitsgefühl heraus kaufte ich mir das erste Souvenir dieser Reise: Kitschig, aber lila.

 

 

 


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Baltikum 4

5. Reisetag – 23. 5. – Stadtrundfahrt und -besichtigung in Riga (Lettland)

(Achtung, sucht euch schnell einen Schirm, damit ihr von der jetzt kommenden Fotodusche nicht nass werdet!!!!)

Bei Fb schrieb ich: 23.5. – 7:35 Uhr

Es heißt doch immer, reisen bildet. Und ich habe jetzt dazu gelernt, dass man ein Zimmer mit einem 1,20 m breiten Bett, ohne Schrank und ohne Nachttisch oder anderes, wo man Sachen unterbringen kann und mit ganz ganz wenig Platz auch als Doppelzimmer vermieten kann. Was habe ich für ein Glück, dass ich Einzelreisende bin.
Wenn ich so weiter mache, bin ich bald der Haus- und Hofhund dieser Gruppe. Ich belle, dass ich schon jeden Stein erweiche.

Bei der Stadtbesichtigung: Viel Historie, interessante Neubauten, barocke Kirchtürme. Kirchen werden übrigens im Baltikum GROß geschrieben, da es so unheimlich viele Splittergruppen von Kirchenbesuchern gibt.

Eine der Partnerstädte von Riga ist Bremen – da verwundert es nicht, dass die bekannten Tiere Esel, Hund, Katze und Hahn hier in voller „Schönheit“ zu finden sind. Ich muss sagen, ich habe schon schönere Tiere gesehen. Ob das die blondzöpfige junge Dame auch so sieht?

Schmiedearbeiten gab es immer und immer wieder an den Häuserfronten zu bewundern; aber auch als Laternen waren sie oft schön anzusehen.

So, jetzt ist der größte Teil der angekündigten (31) Fotos gezeigt. Was gibt es noch? – Ein Paar Füße, wo Hineinsteiger gesucht werden.

Ein Katzendrama auf dem Dach – ich habe nicht verstanden, wie das mit der Richtung des Schwanzes von der Katze war – wen es interessiert, G. berichtet hier
https://www.liveriga.com/de/3177-katzenhaus/ und ganz viele Fotos davon hier
https://www.google.com/search?q=riga+katze+auf+dem+dach&tbm=isch&source=univ&client=firefox-b-d&sa=X&ved=2ahUKEwit2o6Dh9LiAhXByqQKHTEvBFwQsAR6BAgGEAE&biw=1536&bih=694
sehen.

Dabei fällt mir auf, dass es in allen drei baltischen Ländern kaum Hunde zu sehen gab – die Deutschen sind ja DIE Hundeliebhaber, doch dort sind kaum welche zu sehen. Da mag es vollkommen unterschiedliche Gründe dafür geben.

Und jetzt zum Schluss noch die Galerie, die mir am besten gefällt. Diese schönen Tiere fand ich alle auf einem Spielplatz. Das Gürteltier hat mich an meine Reise mit Anna nach Greifswald und Gettdorf erinnert, wo wir so ein Gürteltier in echt in der Hand hatten.

https://clarahimmelhoch.wordpress.com/2012/08/25/auf-tierparkpfaden-wandeln/

Am späten Nachmittag schrieb ich bei Fb:

Hier sind die neuesten Meldungen vom Hund von Baskerville:
Das Sprachsystem erkennt meine Stimme fast nicht mehr und guckt mich ganz dumm an, was es schreiben soll.
Es soll schreiben, dass Busfahren offensichtlich süchtig macht. Wir haben heute zweieinhalb Stunden lang Riga besichtigt. Und dann hatten wir viereinhalb Stunden Freizeit oder Freigang. Und das alles bei glühender Hitze und viel zu warmer Kleidung.
Dann habe ich 17 € für ein wenig Medizin ausgegeben. Und danach hatte ich nichts anderes im Sinn, als im kühlen klimatisierten Bus zu sitzen und ins Hotel zu fahren, um mich auszuruhen.
Morgen fahren wir in den dritten baltischen Staat.
Mal sehen, ob die meine Bakterien wollen, dann lasse ich sie dort.


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Baltikum 3

22. Mai in der Realität

Bei Fb schrieb ich um 5.58 Uhr: Wundert euch nicht über die frühen Zeiten, dort war die Uhr noch eine Stunde nach vorn gestellt, mein Fb und anderes gingen aber nach deutscher Zeit.

Eure guten Wünsche wurden hier im Land offensichtlich nicht verstanden, denn sehr wenige Leute können deutsch. Die erfahrensten von euch werden sich ausmalen können, was es bedeutet, starken Husten und eine Blasenentzündung zu haben. Na schauen wir mal, ob es irgendwann mal im nächsten Hotel eine Badewanne gibt, denn Wärme hilft in so einem Falle immer am besten. Ich hätte doch das Heizkissen mitnehmen sollen. Es ist zum kotzen, das Gepäck von alten Leuten wird immer umfangreicher.

Dann habe ich nur für Mallybeau ein Foto eingestellt. Offensichtlich macht das der Busfahrer seit 2013 oder noch früher – denn in einem Reisebericht aus dieser Zeit las ich, dass der Fahrer jeden Tag eine besonders auffällige Krawatte trug – einige auch mit einem besonders auffälligen schlechten Geschmack.

Mallybeau, ich nehme das Geschenk zurück – diesen Mann und seinen Schlips hast du nicht verdient – im positiven Sinne gemeint.

Bequeme Schaukeln liefen mir überall über den Weg – und Platz nehmen durfte ich kaum auf einer, weil uns immer die Zeit im Nacken saß.

Auf dem Weg in Richtung Riga kamen wir an einem Kuriosum vorbei – nach meiner Auffassung ist es die größte Sammlung von Kreuzen. Viele von den hinströmenden Leuten trugen ein Kreuz bei sich, das sie vorher an den unendlich vielen Ständen erworben hatten. Mit guten Gedanken an einen Verstorbenen oder einen anderen wird er in dem unendlichen Kreuzchaos abgelegt. Das letzte Foto zeigte den Unterstand für den Papst, der irgendwann dort war und predigte – ob im Regen, weiß ich nicht, auf jeden Fall stand er im Trockenen.

Um diesen katholischen Wallfahrtsort bei Siauliai in Litauen nicht so als „Kuriosum“ stehen zu lassen, füge ich noch ein paar Webseiten dazu. In der russischen Zeit war es eine Art von Widerstand gegen die Besatzer. Wie immer, Wiki zuerst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Berg_der_Kreuze….. dort zeigen die Fotos noch verwirrtere Kreuze

Berg der Kreuze

und als letztes noch einen Reiseblog, der darüber berichtet. Die Fotos sind besser als meine.

Kreuz und quer – Der Berg der Kreuze

(Eigentlich sollten hier nur die Links stehen, aber die Textstellen sind gleich aufgegangen – kann ich auch nichts dafür)

 

Ein kleines „Kathedralenschmankerl“ von unterwegs.

Und irgendwann waren wir an unserem Ziel für zwei Nächte angekommen: Hotel Porto Resort, ca. 35 km von Riga entfernt im Ort Lilaste. Coca Cola hat sich auch in den baltischen Ländern breit gemacht.

In wenigen Kilometern waren wir zu Fuß an der Küste – keiner soll sagen, ich hätte nicht in der Ostsee gebadet, und wenn es nur die Füße waren. Und keiner soll sagen, dass die Sitte des Montagherzes nicht auch dort bekannt ist – allerdings hängt dieses Herz JEDEN Tag am Zaun.

Ungewöhnlich fand ich das Grab, das ganz allein am Weg am Waldrand war – das würde keiner in Deutschland zulassen.

Am 23.5. habe ich in aller Herrgottsfrühe über Fb gepostet:

Es heißt doch immer, reisen bildet. Und ich habe jetzt dazu gelernt, dass man ein Zimmer mit einem 1,20 m breiten Bett, ohne Schrank und ohne Nachttisch oder anderes, wo man Sachen unterbringen kann und mit ganz ganz wenig Platz auch als Doppelzimmer vermieten kann. Was habe ich für ein Glück, dass ich Einzelreisende bin.

Und etwas später kam:

Hier sind die neuesten Meldungen vom Hund von Baskerville:
Das Sprachsystem erkennt meine Stimme fast nicht mehr und guckt mich ganz dumm an, was es schreiben soll.
Es soll schreiben, dass Busfahren offensichtlich süchtig macht. Wir haben heute zweieinhalb Stunden lang Riga besichtigt. Und dann hatten wir viereinhalb Stunden Freizeit oder Freigang. Und das alles bei glühender Hitze und viel zu warmer Kleidung.
Dann habe ich 17 € für ein wenig Medizin ausgegeben. Und danach hatte ich nichts anderes im Sinn, als im kühlen klimatisierten Bus zu setzen und ins Hotel zu fahren, um mich auszuruhen.
Morgen fahren wir in den dritten baltischen Staat.
Mal sehen, ob die meine Bakterien wollen, dann lasse ich sie dort.

Also kommen jetzt die Fotos von der Stadtbesichtigung in Riga –doch als ich die Menge von 31 Fotos bemerkt habe, habe ich mich spontan entschlossen, das erst im nächsten Beitrag zu machen. 612 Wörter und 19 Fotos reichen für heute.

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Schöne Pfingsttage!

 

 


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Baltikum 2

3. Tag – 21.5.

Um 6.00 Uhr früh habe ich bei Fb geschrieben:

Ich grüble darüber nach, ob man hier in Litauen wunderbar ein Remake von dem Film „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ drehen könnte.
Ca 80% aller Dächer sind irgendwie mit Metall gedeckt. Manche sehen aus, wie das primitive DDR-Wellasbest. Bei anderen ist es etwas vornehmer und bei manchen sieht es fast aus wie Schindeln, aber eben aus Metall. Ich konnte noch nicht googeln und ermitteln, warum das so ist. Vielleicht klärt ihr mich auf.
Jetzt geht es in aller Herrgottsfrühe zum Frühstück.

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Heute gibt es bei der Berichterstattung nur einen realen Tag, weil ich so viele Fotos habe.

Wir fuhren in den Kurort Nida mit dem Thomas-Mann-Haus.

Das Naturschutzgebiet Kurische Nehrung erreicht man, wenn man mit der Autofähre übersetzt.

Dort auf der Nehrung sind Europas höchste Sanddünen,

endlos scheinende Strände, weite Buchten und romantische Fischerdörfer, außerdem ganz, ganz viele geschnitzte Kunstwerke. Ich habe schon unendliche viele Fotos gelöscht oder weggelassen. Interessanter Weise blieben 13 Fotos übrig – 13 eine meiner Lieblingszahlen. Ich fand nicht alle schön oder hübsch – aber die Holzbildhauer habe ich bewundert, die diese Skulpturen geschaffen haben.

Diese Holzplastiken haben wir auf einem Spaziergang über den sogenannten Hexenweg fotografiert. Der ging bergauf-bergab, treppauf-treppab und hat mich noch in den nächsten beiden Tagen mit Wadenmuskelkater begleitet.

Am Ende fotografierte ich das und das:

Leider hatte ich nicht genügend Muße, um mich auf der Schaukel zu erholen.

Im Ort gab es dann noch folgende Fotos: Das Haus in lila natürlich gleich zu Beginn, meine Hand im Ewigkeitsformat gleich danach und diese hübschen „Wind- und Himmelszeichen“ als letztes Foto.

Nachdem wir die Kurische Nehrung verlassen hatten, gab es eine Stadtbesichtigung zu Fuß in Klaipeda = Memel und erst danach fuhren wir zurück zu unserem Hotel  „Palanga Alanga“ in Klaipeda und schliefen dort die zweite Nacht.

Auf dem Platz vom ersten Foto steht die Figur von „Ännchen von Tharau“, die von dem deutschen Dichter Simon Dach so verehrt wurde. (Hoffentlich erzähle ich jetzt keinen Mist, aber der Gesang der Gruppe dieses Liedes hat mir die letzten Verstandeszellen aus dem Kopf gesungen.)

Der Begriff „Memel“ ist mir dunkel aus einer Nationalhymne bekannt, die ich zum Glück nicht mehr singen musste.

Die Sache mit dem Mann auf dem Dachfirst wurde von der jungen Stadtführerin genau erklärt, doch von mir weniger verstanden. Lustig fand ich es schon. –

In Klaipeda liegt das Geld auf der Straße – doch leider ist es dort im Laufe der Jahre festgeklebt – vielleicht, weil es keiner aufgehoben hat 🙂

Damit Geländer und Zäune nicht herhalten müssen, hat ein Künstler extra für die „Liebesschlösser“ einen Kugelbaum geschaffen.

 

Für meinen Enkel habe ich ein Klavier oder besser einen Flügel gefunden. Ist ihm das Klavierspielen zu anstrengend, kann er ja auf Schach umsteigen, was er wohl auch gut beherrscht.

Ein Schiff unter Segeln wurde mit viel Aufwand wiederhergestellt und gehört jetzt zu den Wahrzeichen der Stadt

Die Stadtführerin war jung – nach meiner Schätzung Anfang bis Mitte Zwanzig. Ihre Kleidung war so, wie sie in Deutschland kaum jemand in dieser Altersgruppe tragen würde – sehr konservativ.

Die Bronzefiguren waren typische Glücksbringer – bilden die Leute sich ein. Wie diese hässliche Katze mit einem (vielleicht) Politikergesicht Glück bringen soll, ist mir rätselhaft – alles kann der Schwanz auch nicht rausreißen. – Und eine Maus könnte für mich nieniemalsnicht Glücksbringer sein.

 

 

 


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Baltikum 1

Also versprochen – ab jetzt wird weder gejammert noch geklagt, nur meckern ist erlaubt.

Da ich wie gesagt die Ansagen zu Sehenswürdigkeiten alle nicht verstanden habe, kenne ich keine Einzelheiten, wie Kirchen, Schlösser und Burgen oder anderes heißen – doch das ist eh überflüssiges Wissen.

Ich werde die Fotos thematisch zu Galerien zusammenfassen. Der erste Bustag am 19.5.2019 dauerte von 7.30 Uhr Abfahrt am Alexanderplatz bis 18.00 Ankunft in den Masuren. Unterwegs gab es einen Stop bei einer bekannten Kathedrale. Sonntags ist ja immer halb Polen oder sogar noch mehr auf den Beinen, um in die Kirche zu strömen. Und genau diese Menschenmassen kamen uns entgegen.

So ein kleines Pavillonchen als Sommerresidenz – wäre das was? – Mit der Lampe wollte ich sagen: „Es werde Licht, wenn ihr in die Kirche geht“ – So große Ostereier – und das nicht nur zur Osterzeit! – Würde ich beim Herzprojekt mitmachen, wäre ich fündig geworden.

Das Hotel „Country Holyday“ in der wald- und seenreichen Landschaft der Masuren im Raum Olsztyn = Allenstein hatte eine ganz freundliche Belegschaft, sehr billige Getränke- bzw. Bierpreise und sehr gutes Essen zum Abendbrot und zum Frühstück. Außerdem lag es romantisch an einem Seeufer – die Mücken fanden es offenbar auch sehr romantisch.

Dafür war das Zimmer um so mieser – nicht nur von der Elektrik her. Ich musste den Koffer über 35 Stufen und enge Wendeltreppen nach oben tragen. Einzelzimmer haben immer ein wenig die A….karte gezogen. – Dabei sei bedacht, dass ein Einzelzimmer immer mindestens 20,00 € pro Nacht teurer ist.

Nur 1/3 des Zimmers konnte ich im aufrechten Gang nutzen – ansonsten rammte ich alle Nasen lang gegen den in Augenhöhe befindlichen Querbalken. – Wir kehrten auf der Heimreise noch einmal dort ein. Meine Nachbarn hatten sich ein Zimmer weiter unten mit weniger Treppen geben lassen, so dass ich in deren (Tanzsaal-)Zimmer übernachten durfte.

Das schräge Dachfenster war IMMER beschlagen, diesmal sogar sehr eisig.

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2. Tag – 20.5.2019

Da sich die Berichterstattung über diesen Urlaub nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag hinziehen soll, hänge ich den zweiten Tag gleich mit dran.

Auf dem Weg zur Schiffsfahrt auf einem See der masurischen Seenplatte gab es ein wenig Schaukelspaß für Erwachsene.

Das Steinbeet hat mir auch gefallen.

An dem See hatte ich den Eindruck, dass hier nicht die ärmsten Polen ihre Boote zu liegen hatten. – Die Rettungsinseln, in die ich mich unbedingt hineinschummeln musste, sind aus Metall und sauschwer. Schwimmt jemand im Wasser, beendet er das Schwimmen gleich und sofort, wenn er so eine Rettungsinsel abkriegt. – Die Schlaufen rundherum reichen genau für 14 Personen.

Dann saßen wir wieder recht lange im Bus und landeten in Klaipeda. Gelernte DDR-Bürger kannten Klaipeda als einen bedeutenden Hafen der Sowjetunion. – Aber jetzt ist alles anders – jetzt ist es  Litauens Tor zur Welt.

Nachdem wir unsere Zimmer im Hotel Palanga Alanga bekommen hatten, blieb nach dem Abendessen noch Zeit für einen Spaziergang zum Strand.

Unterwegs stand ein lustig dekorierter Baum, Schirme flatterten vom Himmel herab, ein ehernes Liebespaar schmachtete sich an, Naturzäune waren mal was anderes und an der Küste tauchte am Abend die Sonne ins Meer.

Die dort versammelten E-Roller bekommen einen Extrafotoplatz spendiert. Ich ahne schon, was sie bald auf unseren Straßen und Bürgersteigen für Schrecken verbreiten werden. Die sind mit ihren 20 kmh richtig schnell und sie werden definitiv auf dem Bürgersteig gefahren werden, obwohl sie unser Verkehrsrecht auf Fahrradwege oder Straßen schicken will..