Claras Allerleiweltsgedanken


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Ein Abschied wird eingeläutet

Von mir schon, aber nur ein wenig von mir. Nicht von diesem Blog, sondern vom Fotoblog wird der Abschied eingeläutet.

Ab morgen zeige ich hier Fotos aus den sieben Jahren, die dieser Blog bestand. Ich habe mich mehr auf die lustigen konzentriert, denn künstlerisch wertvolle gab es nicht so viele 🙂

Hier in diesem Blog ist bis zum Ende der Fotopräsentation Pause.

Artikel: 18.1.2017 Sieben Jahre zweigleisig sind genug


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So habe ich im Nov. 2015 über die Reise gedacht

Ich habe diesen alten Artikel vom November 2015 rausgesucht und mit einem aktuellen Datum versehen. Jetzt kann ich am besten einschätzen, was sich wie verwirklicht und ereignet hat.

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Vor einiger Zeit lag eine Einladung im Briefkasten. Ein Reiseveranstalter, mit dem ich bisher in die Türkei und nach Sizilien gereist war, lud zu einer Reisepräsentation mit Abendessen ein. Ich hätte auch noch drei Gäste mitbringen können, doch das machte den Angedachten Terminschwierigkeiten.

Also hörte ich mir allein an, was der „Chef der zurückgelegten Kilometer“ so anzubieten hatte. Schweiz, Österreich und anderes fielen bei mir nicht auf fruchtbaren Boden.

Doch dann fiel das Wort „Jordanien“ und es waren nur noch 6 Plätze zu vergeben. Warum mich gerade dieses Gebiet lockt, wo Syrien und Israel die unmittelbaren Nachbarn sind, kann ich nicht genau sagen. Mein Interesse wurde von ganz banalen Fakten geweckt. Der Reisetermin am 24. Nov. 2016 ist oder wäre der 75. Hochzeitstag meiner Eltern – ist doch was!!!! Und ich hatte mir immer vorgenommen, zu meinem 70. eine besondere Reise zu machen. Gut, der 70. ist bis dahin schon eine Weile vergangen – aber zum Zeitpunkt der Buchung ist er noch nicht mal ein Vierteljahr her – könnte man noch gelten lassen.

Da ich z.Z. keinen Personalausweis habe, trage ich immer meinen Reisepass in der Tasche. Und das fand ich den sichersten Wink mit dem Zaunpfahl. Der Pass muss zum Ende der Reise noch 6 Monate gültig sein – warum auch immer. Und er ist genau bis zum 17. Juni 2017 gültig. Ich werde ihn nicht verlängern lassen, denn ich will definitiv keine Reisen mehr machen, bei denen ich einen Pass brauche.

Jetzt habe ich noch genau 8 Tage Zeit, um aus der Reservierung eine Buchung zu machen. Der Einzelzimmerzuschlag von 400,00 € wurde mir durch einen Geschenkgutschein von 200,00 € versüßt. Die ersten 10 Buchungswilligen bekamen ihn – und ihr wisst ja, wenn ich will, kann ich schnell sein.

Das Treiben in der Salzlauge des Toten Meeres reizt mich sehr, der Schlamm kann meinen Gelenken sicher nur gut tun. Auch die angebotenen Sehenswürdigkeiten reizen mich. Am Ende kann ich mich 5 Tage bei einem Badeaufenthalt am Roten Meer von allen Reisestrapazen erholen.

Ich glaube, ich mache es – und dann schließe ich die GROßREISESAISON für dieses Leben ab – dann begnüge ich mich mit Deutschland und anderen Ländern, die dichter bei sind oder bleibe ganz zu Haus, denn da ist es ja bekanntlich am schönsten.


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ClaraAugen streifen durch Jordanien – 10

Abschied von Jordanien und Abschied vom Urlaub

Der Abschied ging ziemlich unproblematisch über die Bühne. Die Gruppe sollte zuerst auf zwei Flugzeuge aufgeteilt werden: eines nach Berlin und eines nach Frankfurt. Aber wahrscheinlich waren wir zu wenig Fluggäste insgesamt, so dass erst einmal alle nach Berlin flogen und von dort ging es weiter.

Der Flughafen ist relativ neu. Über Ausstattung und technische Features kann ich nichts sagen – nur, dass alles glatt gegangen ist.

Wenn diese rote „Kanone“ in Betrieb ist, dann sollte man so schnell man kann wegrennen.

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Viel Glas, viel Stahl und viel falsches Gold.

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Und plötzlich schaute ich noch ein zweites Mal bzw. genauer hin – und da hatten sie was verändert, extra für mich. Ich war gerührt.

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Und das ist die Maschine, in die zuerst unsere Koffer eingeladen wurden und dann wir.

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Die Reiseberichterstattung hat ein Ende. Ich danke allen, die hier mit Interesse gelesen haben und auch tolle Kommentare geschrieben haben.

 


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Jordanien aus dem Fotoblog – 9

Nicht wundern, es ist eine originale Kopie aus dem Fotoblog, damit Leser nicht immer hin und her springen müssen. Auch erkenne ich daran, dass ein Extrafotoblog gar nicht nötig ist.

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Ein Ort, wo keiner untergehen kann

Es ist schon eine seltsame Erfahrung, so ein Totes Meer – das so tot und so salzig ist, dass mich der bloße Gedanke schüttelte, von dem Wasser was in den Mund oder nur an die Lippen zu bekommen.

Ansonsten sind alle Bewegungen langsam und bedächtig zu machen, damit eben so etwas nicht passiert.

Erst will ich noch ein paar Fotos von der Busfahrt dorthin zeigen.

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Genau so waren meine Eindrücke mindestens in der Hälfte der Zeit.

1201-unterwegs-5Der türkisfarbige Streifen, das ist das Tote Meer.

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Wenn ich es richtig verstanden habe, wird Salz aus dem Wasser gewonnen und Phosphat wohl auch – aber bei Chemie war mir der Lehrer lieber als sein Fach, deswegen weiß ich da auch nichts Näheres darüber.

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Diese grünen Kullerchen ab und an wagte ich kaum als Vegetation zu bezeichnen.

1201-unterwegs-6So, jetzt ist die türkisfarbige Fläche schon so groß geworden, dass wir gleich da sein müssen.

Dieses Schild fiel mir angenehm auf im Hotel – das Schlimme ist ja nur, dass sich die Angestellten im Normalfall nicht daran halten. Ich hatte NIEEEEEE ein Handtuch auf die Erde gelegt – habe aber trotzdem frische bekommen.

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Und jetzt – ab ins Wasser!!!!!

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Hier darf man nicht „Alle meine Entchen …“ spielen – zumindest darf das Köpfchen nicht unter Wasser – zu dem anderen äußere ich mich nicht 🙂

Diese Meeresbewohner hatten es besser, die durften in Süßwasser schwimmen.

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ClaraAugen streifen durch Jordanien – 9

Im Wasser des Toten Meeres schweben

Eine Woche am Roten Meer ist eine endliche Zeit, aber sie sollte noch von einem anderen Highlight abgelöst werden: Baden im Toten Meer.

Die Busfahrt dahin zeigten uns wieder die karge Landschaft, aber auch, wie unheimlich groß das Tote Meer ist, die Abmessungen könnt ihr selbst nachlesen, ich will hier keine nackten Fakten aufzählen. Erstaunlich ist nur, dass es tatsächlich jedes Jahr einen Meter an Höhe verlieren soll – das würde wirklich bedeuten, irgendwann ist es nicht mehr da und sein Salz hat sich dann auf die Landschaft verteilt. Da es kaum Frischwasserzufuhr bekommt, gibt es also auch keinen Nachschub an Inhalt.

Mir kam das Tote Meer wirklich wie ein MEER vor, nicht wie ein größenmäßig begrenztes Binnengewässer.

Die Ufer sind fast noch karger und pflanzenärmer als die sonstigen Regionen.

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Kurz bevor wir an unserem letzten Ziel angekommen waren, wurde noch in einer Verkaufseinrichtungen Halt gemacht. Eine Freundin – und zwar die, die mir den wunderschönen lila Loop geschenkt hat – bat mich, ihr vielleicht einen typischen Stoff aus dem Land mitzubringen. Da ich zwischendrin nicht einen einzigen Stoffladen gefunden hatte, sah ich hier meine letzte Chance. Ich kaufte genau das, was auf dem Foto dreimal vertreten ist. Erst zu Haus kamen mir Bedenken, dass ihr dieses „Palästinensertuch“ nicht gefallen könnte.

Doch ich hatte Glück, ihr gefiel es und inzwischen muss es auch bei ihr eingetroffen sein.

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Und dann waren wir angekommen. Das Hotel selbst sehr gut, die Lage dämlich hoch drei. Wenige Meter von der Fernverkehrsstraße entfernt – aber es war ja nur für eine Übernachtung.

Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann?

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Dieser Heilschlamm entfaltet seine Wirkung erst, wenn er über einen längeren Zeitraum jeden Tag mehrmals aufgetragen wird. Da diese Bedingungen bei uns nicht gegeben waren, blieb ich … hautfarben.

Blöd war nur, dass so ein komfortables Hotel nicht in der Lage war, einen vernünftigen Steg zu bauen, so dass auch Alt-Frau und Alt-Mann vernünftig ins Wasser gekommen wären. Wir haben es natürlich so auch geschafft, denn eines kann hier nicht passieren: Das man untergeht.

Hier kann man gut erkennen, wie die Blond-, Weiß- und Dunkelschöpfe mit aus dem Wasser ragenden Fußspitzen auf oder im Wasser „schweben“. Dass die Fotos, auf denen ich zu sehen bin, von J.W. gemacht wurden, versteht sich fast von allein.

Die Beine senkrecht nach unten zu bringen, war ein sehr schwieriges Unterfangen.

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Das Hotel war sehr schön mit seinen riesigen Außenanlagen.

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Wasserknappheit muss hier kein Thema sein, denn es war alles grün.

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Und morgen wieder Fotoblog.


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Jordanien aus dem Fotoblog – 8

Ins Stadt- und Marktgetümmel gestürzt

Mal sehen, was ich aus den vielen Fotos herausgesucht habe, um sie hier in groß etwas besser sehen zu können.

Bevor ich etwas „unternehme“, dope ich mich mich sicherheitshalber noch mal: Supergut kann Pulverkaffee nicht sein, aber besser als ohne Kaffee. Und heiß war er auch, sonst wäre das Brillenglas nicht beschlagen. Und die Tasse lila beschriftet – was will ich mehr.

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Es gelüstet mich, anhand von 4 Fotos den desolaten Zustand von Straßen, Häusern und Bürgersteigen zu zeigen. – Und wie schon mal in einem Kommentar besprochen: Freilaufende Hunde gab es so gut wie keine, Katzen dafür viele und überall und immer wieder.

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Hier bei dem Haus wusste ich wirklich nicht, ist ein Abrisshaus, ein unvollendetes Wohnhaus oder einfach nur ein Schlampbau.

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Diese kaputten Bürgersteige hatte ich ja schon in einer Collage gezeigt.0901-strassenschaeden-3

0901-strassenschaeden-2Schluss damit, ich muss dort nicht durch die Gegend stolpern.

Vom Markt habe ich diese drei Fotos rausgesucht. Da ich ja weder Vegetarierin noch Veganerin bin, konnten mich geschlachtete Tiere nicht so sehr erschrecken. Ungewöhnlich fand ich lediglich, dass die Ziegen ihren Kopf behielten. Und ob das deutschen Hygienevorschriften entsprochen hätte, wage ich zu bezweifeln – aber das Fleisch essen ja auch keine Deutschen, … oder vielleicht doch? Die Hotelköche müssen ja auch irgendwoher ihr Fleisch beziehen.

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Die Schafe zeige ich nur deswegen noch einmal, weil ich mich gewundert habe, dass der Wagen so bunt und verziert ist.

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Und hier fand ich den Kuhkopf ausgesprochen deplatziert, denn es war ein Gemüsestand – zumindest so weit, wie ich gucken konnte. Vielleicht war es gar kein echter Kopf, sondern eine Attrappe – ich habe es nicht überprüft.

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Wie heißt es so schön: Andere Länder, andere Sitten – doch wie man sieht, lila ist international 🙂

0901-stadtbummel-2Und hier die Kleidung für die junge, hübsche, schlanke Jordanierin. Lang ist wohl üblicher, obwohl daneben auch kurze Bekleidung ist.

0901-stadtbummel-1Und hier eine Kurzgalerie von meinen Bett- und Zimmernachbarn. Den Elefant habe ich am Ende zum Transporteur für das Trinkgeld genommen. Unter seinen Beinen und in der Kopfbinde hatte er jeweils einen Schein. Da ihm die Beine wegrutschen wollten, musste ich die mit Wasserflaschen fixieren.


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ClaraAugen streifen durch Jordanien – 8

Bummel durch die Stadt und über den Markt

In vielen südlichen Ländern ist der Markt einer Stadt die Seele vom Ganzen – und deswegen wollten wir ihn auf keinen Fall versäumen. Für mich wurde er beherrscht von Obst und Gemüse, von Gewürzen aller Art und von Tieren. An den verschiedensten Stellen hingen tote Ziegen, Lämmer, Schafe und auch von Kuhköpfen war was zu sehen. Logisch, dass unser „Hausschwein“ in dieser Religion nichts zu suchen hat.

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Nach der Beschriftung der kleinen Säckchen zu urteilen, sind all diese Mixturen, Körnchen oder das Pulver für die Touristen gedacht, denn nur die können mit der Beschriftung was anfangen.

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Und das ist der „Sektor Fleisch“, den ich nicht näher beschreiben möchte.

Bei dem Gang durch die Stadt suchte ich einen Akustiker, bei dem ich eine Packung Hörgerätebatterien kaufen könnte. Meine Zweitpackung, die ich als Ersatz mitgenommen hatte, muss wohl bei offener Reißverschlusstasche aus dem Rucksack  entwischt sein.

Zum Glück konnte J.W. viel besser Englisch als ich, so dass wir uns von Auskunft zu Auskunft durchfragten und irgendwann tatsächlich einen fanden, der diese Batterien hatte. Ich weiß nicht, ob er für uns einen speziellen Touristenpreis gemacht hat oder ob sie immer so teuer sind, jedenfalls verlangte er 8,00 € für 6 Stück. Der gegoogelte Preis in Deutschland lag zwischen 1,50 und 2,00 €. Ärgerlich für mich war nur, dass ich sie aus lauter Vorsicht gekauft habe, denn ich bin mit den vorhandenen ausgekommen. – Das sind so die Imponderabilien einer Urlaubsreise.

Lila Clara hat lila Augen und sieht ganz viel lila Sachen – ich habe langsam das Gefühl, es wird noch zur Modefarbe.

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Auf dem Weg in das Stadtinnere kamen wir an diesem Duty free-Shop vorbei. Die Außenanlagen waren recht hübsch gemacht, ansonsten hatte man dort nichts versäumt.

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Und jetzt ins Hotel zurück. Der wirklich niedliche Zimmerboy hat mich jeden Tag mit einem neuen Tier überrascht – er hat wohl gesehen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe. Auf diese Weise versammelte ich ganz viele Handtücher bei mir, denn ich ließ sie immer im ganzen, um mich daran zu erfreuen.

Das Niveabüchsen-fressende Krokodil und der zarte Schwan waren die Vorboten.

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Stimmt nicht, als allererstes stand der Elefant auf dem Bett und der Höhepunkt für mich war „Hund Lenny“

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Ich glaube, er hat sich auch sehr gefreut, als er bemerkte, wie sehr ich mich gefreut habe. – Für mich war es der wohltuende Ausgleich zu unserem Reiseleiter, der wohl mit mir nicht so richtig klar kam – und umgekehrt.

Eine Sache muss ich noch erwähnen. Jordanien hat nur eine sehr, sehr eingeschränkte Müllabfuhr. Sind wir mit dem Bus gefahren, dann waren die freien Flächen und Felder von Plastikmüll übersät – fast nur Flaschen, viele Tüten und anderer Plastikmüll. Ich möchte nicht wissen, was ein Hotel wie unseres in vollbesetzten Zeiten an Flaschen produziert. Jeder Gast bekommt eine Flasche in sein Zimmer, die aber nur 200 ml beinhaltet. Da das nie und nimmer reicht, kaufen die Leute dann noch größere Flaschen dazu.

Mir ist Himmel, Angst und Bange geworden, wenn ich mir vorstelle, die Müllabfuhr würde länger als eine Woche streiken – Berlin erstickt an seinem Müll.

Und morgen wieder im Fotoblog


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Jordanien aus dem Fotoblog – 7

Ohne Moscheebesuch kein Jordanienaufenthalt

Schon im anderen Blog versuchte ich zu erklären, wie wichtig die Religion des Islams für die Menschen in diesen Ländern ist. Das können wir hier in Europa kaum nachvollziehen.

Auch, wenn ein Land arm erscheint, die Moscheen machen einen prächtigen Eindruck und sie sind auch immer sehr zahlreich in einem Ort vertreten. Die Stimme des Muezzins muss von jedem Gläubigen (und Nichtgläubigen) gehört werden können.

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Meist weiß oder sandsteinfarbig, passen sie sich gut in die sonnige Umgebung ein. Das Minarett ist ein wesentlicher Bestandteil der Moschee. Inzwischen wird die Stimme elektronisch verstärkt – früher musste der Muezzin kraft seiner Stimmbänder zum Gebet aufrufen.

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Von innen sind sie geräumig und meist recht vornehm ausgestattet. Das obere Foto zeigt die weibliche Abteilung. Damit die Frauen die Männer nicht durch den Anblick ihres Körpers die Männer von der Andacht abhalten, werden sie auf den Frauenchor verbannt. Ein relativ blickdichtes Gitter soll sie verbergen.

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Von J.W. habe ich mir noch ein Foto geholt, was offenbar ein wenig Technik in der Moschee zeigt – genaueres weiß ich aber nicht.

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Die Lampen sind großflächig und kreisförmig angeordnet, vielleicht nicht unbedingt wunderschön zu nennen, sondern eher praktisch.

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… die Mosaike nicht mit großer Sorgfalt ausgeführt oder sie sind beschädigt. Vielleicht ist eine Moschee doch nicht so wohlhabend, wie sie wirken möchte.

0601-moscheebesuch-7Und hier noch eine der Besucherinnen aus der Reisegruppe aus Berlin, die in deutscher Zucht und Ordnung ihr „wallendes Haar“ bedeckte.

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ClaraAugen streifen durch Jordanien – 7

6. Reisetag – Besuch in der Moschee von Aqaba

Die Religion spielt in Jordanien und wahrscheinlich in allen muslimischen Ländern eine große Rolle. Heutzutage, wo viele der Religion des Islam eine tragende Rolle an den terroristischen Anschlägen in der ganzen Welt geben, sollten wir wenigstens versuchen, ein wenig von dieser Religion zu erfahren.

Unser Reiseleiter hat uns einiges über die Gepflogenheiten in einer Moschee erzählt. Ich zum Beispiel in meiner angeborenen Aufmüpfigkeit fand es ungerecht, dass sich Frauen zum Moscheebesuch verhüllen müssen und keinesfalls mit nackten Armen hinein dürfen – auch, wenn kein GottesAllahdienst stattfindet. Die Männer hingegen gingen im T-Shirt und mit Dreiviertelhosen, wie uns unser Reiseleiter vorzeigte.

Den sozialen Faktor einer Moschee finde ich gut. Alle, die verdienen, müssen einen Anteil ihres Gehaltes an die Moschee zahlen. So wie ich verstanden habe, hat es schon etwas mit unserer „Kirchensteuer“ zu tun, nur, dass man als Moslem nicht aus der Kirche oder der Moschee austreten kann, auch wenn man nicht mehr an Allah glaubt. So besteht die Pflicht zur Geldabgabe also immer, zumindest so lange, wie der Mensch verdient.

Die Moscheen dagegen übernehmen für arme Leute die Verpflegung. Sicherlich werden sie dadurch in die Moschee „gelockt“, dennoch erscheint es mir als kein so schlechtes Modell – wenn ich hier an die vielen Leute denke, die Papierkörbe nach Flaschen durchsuchen oder durch die S-Bahnen betteln, um was zu essen zu bekommen.

Für den gemeinsamen Moscheebesuch hätte ich ja gern diese Moschee auf dem großen Bild in der linken oberen Ecke genommen, aber zu dieser sind wir nicht gegangen. Es wird schon seinen Grund gehabt haben.

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Schriftkundige können den Namen der Moschee im Original lesen, die anderen machen es darunter in unserer Schrift. – Die Minarette finde ich oft sehr schön – die lauten Rufe aus den Lautsprechern allerdings weniger.

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Das ist ja eine vollkommen un-moschee-n-hafte Collage. Na gut, das Foto mit dem Schal ist bei der Moscheebesichtigung entstanden. Alle anderen Fotos sollen zeigen, dass man SO nicht in Allah-Häuser gehen darf – aber sicher auch nicht geht, denn selbst Nicht-Christen oder Anti-Christen würden doch sicher nicht im Badeanzug in eine Moschee gehen wollen. Und auch nicht mit unbedeckten Armen.

Das rechte untere Foto zeigt den Ausschlag, den ich dort hatte. Dadurch machte das Baden im Salzwasser weniger Spaß. – Er hat in Berlin lange gebraucht, ehe er verschwunden war. Ein Daseinszustand war: Haut wie Sandpapier

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Und hier kommt gleich noch eine Collage, die nur bedingt zur Moschee passt. – Auf den Straßen zu gehen und die Augen nicht unten auf der Erde zu haben, war für mich gefährlich, denn ständig und überall gab es Überraschungen, nicht unbedingt die der angenehmen Art.

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Und morgen wieder im Fotoblog.

 


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Jordanien aus dem Fotoblog – 6

6. Reisetag – Heute streifen die Augen unter Wasser

Die (wenigen), die hier noch schauen, müssen heute ein wenig die Zähne zusammenbeißen, aber es kommen mehr Fotos als sonst bei mir üblich. Ich habe schon unendlich viele aussortiert, aber es sind immer noch reichlich geblieben.

Das alte Segelschiff gehört vielleicht nicht dem Mann auf dem Deck, vielleicht aber auch ja. Vielleicht sind dort Boote nicht so ein Prestigeobjekt wie hier.

0301-ausflug-unterwasser-segelbootEin Hotel dicht am Hafen – nicht schlecht. Doch wenn all die Raser, die jetzt brav an Land liegen, plötzlich losdonnern, dann ist es aus mit der Kaffeeruhe.

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So sieht das Boot als Modell aus, auf dem wir durch die Bucht fuhren.

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Und jetzt geht es los mit den Unterwasserbildern – ohne Kommentar.

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