Claras Allerleiweltsgedanken


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Vor 20 Jahren war ich untröstlich

… denn da musste sich das Sternbild Krebs dem medizinischen Cancer geschlagen geben – und ich denke immer noch daran.

Gestern war es affenartig heiß hier. Ich wollte eigentlich per Rad ein kleines Stückchen weiter fahren, da ich es aber unerträglich heiß fand, ließ ich mich von einem Friedhof, der an der Strecke lag, einladen, um Pflanzen und Schatten zu genießen. Meine Marotte ist in solchen Fällen, ein Grab mit seinem Vornamen zu finden. – Hatte aber heute kein Glück.

Hier auf diesem Friedhof wurde eine etwas andere Art der anonymen Bestattung gewählt. Viele Sterbende ahnen, dass sie auf dem Friedhof wenig Besuch bekommen werden, wenn sie schon zu Lebzeiten kaum welchen hatten. Und deswegen (vielleicht auch ein wenig aus Kostengründen) nimmt diese Art der Bestattung immer mehr zu.

Hier ist eine große Wiese, in die die Urnen versenkt werden. Die Grasnarbe wächst sofort oder bald wieder zu, so dass nichts zu sehen ist. Aber auf einem großen Stein sind alle Verstorbenen eingemeißelt – mit vollständigem Namen und den Daten. – Ich kann euch nicht sagen, ob der Stein mit den Daten oder die Wiese eher voll wird – doch der Friedhof hat noch genügend Platz für neue Wiesen.

Dieses Grab war nur für die unbekannten Besucher anonym, die Verwandten werden es kennen. – Da ich ja schon meine Grabstelle kenne (unter einem Baum auf dem Waldfriedhof Stahnsdorf, wo auch meine Mutter liegt), muss ich mir um solche Dinge keine Gedanken mehr zu machen. Außerdem ist mir auch sehr egal, was nach meinem Tod passiert.

3005 EvFr Mutti-Grab

 

Und der folgende Grabstein hätte gut zu H. gepasst, denn er war ein ziemlicher Autonarr.

3005 EvFr Grabstein 50

Und plötzlich sah ich ein Stück weiter keine Wohntürme, sondern Grabstellentürme stehen. Ein Leben lang im Hochhaus zugebracht, wollen die Leute jetzt vielleicht auch auf diese Weise bestattet werden. – Vielleicht sichert zeitiges Kommen die gewünschte Etage? Ich weiß es nicht. – Ein wenig verschreckt hat es mich doch. Liegt es am Geld, liegt es am Platz auf den Friedhöfen oder macht sich darüber niemand mehr so richtig Gedanken.


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Leichter Gedächtnisschwund …

oder könnt ihr mir sagen, warum ich mir diese Hausschuhe und diesen Karton mit Eiern lange nach Ostern gekauft habe.:-)

2805 Eier 01

Wenn Sohn und Hund zu Besuch kommen, muss ich alles, was nach Fressen riecht, von der Balkonbrüstung räumen – Lenny würde sonst aus Fressgier noch abstürzen.

2805 Lenny Balkon

 


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Only purple and pink

Meine Jahreskarte für den Britzer Garten hat sich bei der Tulpenschau = Tulipan noch nicht ganz amortisiert:-) – doch spätestens bei den Rhododendronblüten und später bei den Dahlien passiert das – und zwischendrin kann ich natürlich auch in den Garten gehen, um sich sonnig zu erholen.

Zu dem Namen der Pflanze und besonders der Aussprache noch schnell eine wahre Begebenheit. Im Freundeskreis meiner Schwägerin war einer, der immer und immer alles besser wusste. Alle haben sich verschworen, ihn zu vera……. Sie machten aus, dass sie das Wort „Rhododenron“ alle falsch aussprechen, nämlich auf der zweiten Silbe richtig stark betont.

Der erste erzählt ihm was von seinem Garten und wie schön dieses Jahr der RhoDOdendron blüht. Er verbessert und der Korrigierte ruft jemand aus dem Kreis. Na und so weiter und so fort. Er soll wohl am Ende wirklich geglaubt haben, dass er es ein Leben lang falsch ausgesprochen hat.

Bitte versprecht mir, dass ihr euch nicht von Blüten erschlagen fühlt. Aber dieser Hain ist einmalig schön.


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Die FDP kommt zu mir …

… und ich will sie nicht!

Einkaufen bei einem Discounter in meiner Nähe. Ich möchte zwei von diesen MM-Töpfen =  MonsterMargeritenTöpfen kaufen. Um den Einkaufswagen nicht ins Gewusel zu stellen, lasse ich ihn an einer ruhigen Ecke stehen und hole die Margeriten-Töpfe.

2605 Margeriten 02

Rechts und links je einen Topf im Arm, suche ich meinen abgestellten Wagen – leider war er noch absolut leer. Die einen sagen: „Das ist unserer“, die andere meint „Das ist aber meiner“ und zeigt auf einen anderen.

Auf die Idee, im „Chipfach“ nachzusehen und anhand dessen die Eigentums“rechte“ zu klären, bin ich nicht gekommen. – Das passiert mir nie mehr wieder, denn ich liebe diese aus Metall mit Loch – weiß aber nicht, wo ich welche kaufen kann.

Als ich den Korb einstellte, kam dieser hässliche Chip ans Tageslicht und mein schöner Metallchip mit Loch, um ihn an einen Karabinerhaken des Schlüsselbundes zu hängen, war weg.


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Die Bundesregierung hat …

so unendlich viele und verschiedene Institute und Anstalten. Alles soll untersucht werden, abgesichert, vorhergesagt werden können.

Dicht bei mir ist das Bundesinstitut für Risikobewertung. Es muss sehr viele ähnliche Einrichtungen geben, denn in der vorigen Wohnung wohnte ich auch dicht an so einem Dingens.

Auf das Gelände darf man natürlich nicht – da müssten sie ja ständig neue „Risiken“ bewerten. Kunst am Bau vor dem Institut und im Institutsinnenhof.

2904 Denkmal 6

Mit der „Kunst“ meine ich nicht den genau in die Mitte genommenen roten Papierkorb!!!

2904 Denkmal 7

Diese „dreizähnige Flunke“ erinnert mich ein wenig an die „Hungerkralle“, die am Platz der Luftbrücke steht und an die Blockade von Westberlin erinnert, als die Menschen nur über Flugzeuge versorgt werden konnten.

Dann fuhr ich weiter mit meinem Rad und stand plötzlich vor einer Reihe von Garagen, die sicherlich alle von Institutsmitarbeitern genutzt werden. Ich machte mir so meine Gedanken, was für Typen von Menschen hinter diesen bemalten Türen ihr Auto abgestellt haben.

 


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Parkbesuchsreportage – Fünf Folgen – 5

Fünf Beiträge für einen Parkbesuch – das sind 4 Beiträge zu viel, aber jetzt ist es eben so, wie es ist – und heute danach ist Schluss. – Die Parkanlagen stellen an verschiedenen Stellen Kunst aus – Holzschnitzkunst. Ich finde diesen Uhu sehr schön und hoffe, dass der Holzbildhauer gut dafür entlohnt wurde, denn von seiner Kunst soll er auch leben können.

2005 Park für G 00

Hier sollen die Besucher sehen, wie gut sich Schuppen- oder Garagendächer für eine Begrünung eignen. Jetzt sage aber bitte niemand, dass das hier eine BeROTung ist.

2005 Park für G 01

Man kann aus Weidenruten nicht nur Körbe flechten – auch Sonnenschutz bietende Dächer können daraus entstehen. – Wie war das doch bei Wilhelm Tell „Durch diese hohle Gasse muss er kommen!“

2005 Park für G 04

Diese Anstecker fand ich sehr hübsch – dennoch habe ich keinen gekauft. Aber die Eule / der Uhu / das Käuzchen / oder so fand ich unheimlich gelungen. Bei fb habe ich mal eine Katze mit solchen tellergroßen Augen gesehen und darunter stand: „Es fällt gar nicht auf, dass sie von Eulen großgezogen wurde.“

2005 Park für G 05

Das ist ein Test, durch den ich mit Pauken und Trompeten durchgefallen wäre. Woher soll ich denn wissen, welche Baumsorten sich hinter den Fragezeichen verbergen.

2005 Park für G 96

Hier würde ich schon eine bessere „Figur“ abgeben, schließlich war ich lange Jahre passionierte Scrabble-Spielerin. Auf den einen Buchstaben mehr in der ersten Reihe kommt es schon nicht mehr an, wenn man vernünftige Wörter bilden möchte.

2005 Park für G 97

So kann die Großstädterin auch ein wenig Natur kennen lernen – es war ein schöner Teich.

2005 Park für G 99

Und dann machte ich mich auf den Heimweg und sah diesen Lärmschutzzaun. Ich fuhr mit meinem Fahrrad dort, wo die Autos waren. Er hat gut funktioniert – ich habe NICHTS von den angrenzenden Kleingärten gehört.:-)

2005 Park für G. 07

 


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Gartenreportage 4 – Musik

Das passt so schön in die Parkserie hinein.

Himmelhohes Fotogeflüstere

1905 FB Park für G 89

Ich sagte doch, dass die Kunst in diesem Park nicht zu kurz kommt. Na gut, hier muss man schon recht gezielt die Klanghölzer treffen, damit es eine Melodie ergibt – aber: Ohne Fleiß kein Preis.

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Parkbesuchsreportage – Fünf Folgen – 4

Verlassen habe ich euch vorgestern mit dem Blick auf die drei Bleche Kuchen und auf meinen kleinen Anteil davon. – Natürlich habe ich keine zwei Tage gebraucht, um das leckere Stück Kirsch-Streußel-Hefekuchen zu essen und den Kaffee zu trinken. Das Brötchen habe ich eingepackt und zu Haus gegessen – mit leckerer Butter und richtiger Marmelade, da ich keine ganzen Erdbeeren im Kühlschrank hatte.

Der „Ofenbediener“ freute sich über mein Interesse und erzählte mir einiges darüber. Das bekam ich durch den Umgebungslärm nicht so richtig mit, aber er hat extra für meinen Fotoapparat die Ofentür entfernt. Danke noch einmal!

Und dann „setzte ich mich auf die Schulbank“!:-)

1805 Park für G 81

Den Zugang fand ich recht anheimelnd. – Im „Klassenzimmer“ erwarteten die Besucher Schautafeln, Tiermodelle und Schädel der verschiedensten Art. Ich fand es schon spannend zu sehen, wie die Gebisse verschiedener Tiere aussehen.

Besonders Jungen sollen es wohl interessant finden, Junior-Ranger zu werden. Vielleicht steckt ein wenig Farmer- oder Förstermentalität in jedem Kind, bevor es durch die Großstadt abgewürgt wird.

Wenn diese hübsche Hütte nicht so wasserdurchlässig wäre, könnte sie doch als Zelt dienen. Ich glaube, sie ist (mit Hilfe natürlich) von Schülern geflochten worden.

1805 Park für G 86

Ich kann mir vorstellen, dass das Korbflechten für die Finger ziemlich strapaziös ist.

Manche der ausgehängten Schautafeln studierte ich voller Interesse. Auf der rechten könnt ihr was von einem „Neuntöter“ lesen. Und da dachte ich Naivling immer, dass das tapfere Schneiderlein mit seinen „Sieben auf einen Streich“ schon Spitzen(fliegen)töter ist – nein, es gibt sogar einen, der neun schafft.

Und auf der linken kann man viele schöne Schmetterlinge sehen – die gibt es alle für Augustgeburtstagskinder.

Und da haben wir wieder ein Hotel – allerdings nicht für dich, mich oder uns – sondern für Insekten. – Leider sind die Schulklassen hier wohl nicht allzu oft zu Besuch, weil es dafür zu viele sind.

1805 Park für G 92

Hier soll den Besuchern wohl gezeigt werden, was man alles als Pflanzgefäße benutzen kann. Also – keine alten Ofenrohre wegwerfen.

1805 Park für G 95

Und zum Schluss entdeckte ich, dass es auch lebende Tiere in diesem Naturgarten gibt – nämlich Hühner.

1806 Park für G 94


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Parkbesuchsreportage – Fünf Folgen – 3

Ich bewege mich also weiter auf Schusters Rappen durch den Park, mein Fahrrad brav an meiner rechten Seite schiebend (auf der anderen Seite kann ich es nicht schieben, ich weiß nicht warum) .

Und da kommt es, weswegen dieser Beitrag viel mit Spinnstuben- und Schafwoll-Gudrun zu tun hat. Fragt mich nicht, warum die Schafe so gerupft und nicht geschoren aussahen – eine der jungen Frauen hat es erklärt, aber es haben zu viele auf einmal geredet, so dass ich es nicht verstehen konnte.

Und dann kommt wieder eine von den urigen Parkbänken. Der sich daneben befindende Rettungsring ist momentan fast bedeutungslos, da man das Wasser aus dem Teich abgelassen hat.

1605 Park für G 69

Und dann kommt das Fotos, auf das ich mich schon von Beginn dieser „Reportage“ freue. Vielleicht begreift ihr alle jetzt, warum ich so wenig Ahnung von Kräutern und Heilpflanzen usw. habe.

ICH HABE IMMER NUR GEMAUSTE BÜCHER VORGEFUNDEN!

1605 Park für G 72

Vielleicht ist das einzige Heilkräuterbuch des Parks vom vielen neugierigen Lesen der anderen Besucher schon so zerfleddert, dass es buchbinderisch behandelt werden muss und in diesem Schraubstock gepresst wird????

1605 Park für G 73

Die Leute, die hier im Park arbeiten, machen das alle ehrenamtlich – zumindest die, die sich hier betätigten. Es gibt also auch einen, der sich mit der Herstellung und Gestaltung der Holzschilder auskennt.

1605 Park für G 74

Tja, wenn also keine geistige Kost zu haben ist, dann muss es eben andere sein. Ich bin dem auf dem Backofenschild angekündigten Backofen bis auf 20 m nahe gekommen – ein herrlicher Duft kitzelt meine Geschmacksnerven – und davon scheine ich ganz schön viele zu haben.

Und jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: „Guten Appetit, Clara, lass es dir schmecken!“ Natürlich habe ich kein ganzes Blech von dem leckeren Kuchen gegessen. Das Brot war leider gerade ausverkauft – aber vielleicht komme ich nochmals zufällig am Backtag vorbei.


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Parkbesuchsreportage – Fünf Folgen 2 – Update

Damit ihr gleich die richtige Lust zum Weiterlesen bekommt – schließlich sind wir erst bei der zweiten Folge – begrüße ich euch mit einem (Phantasie-)Herz, auch wenn heute nicht Montag ist. – Ich interpretiere jetzt gleich noch ein Ohr hinein, was dann also das Herz abhört.

1403 Park für G 06

Der Park ist – bis auf wenige Stellen – sehr fahrradfreundlich – und überall bekomme ich gezeigt, wo ich fahren darf.

1405 Park für G 56

Dieser Park hat sich die Pflege der Natur mit allen Bewohnern und „Bewachsern“ zur Aufgabe gemacht.

1405 Park für G 57

Und da fängt es jetzt an, das mit dem durchgestrichenen Fahrrad. Damit das keiner auf dieser Holztafel übersieht, gibt es das gleich noch in größer (und hässlicher).

1405 Park für G 58

Wie heißt es so schön: „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt!“

Durch den ganzen Naturschutzpark werde ich von klugmachenden Tafeln begleitet.

Ihr werdet es nicht glauben, ich finde diese Tafeln gut, fast nichts davon würde mir selber auffallen.

Aber dann kam ein Hinweisschild, da bin ich vor Freude fast im Karree gesprungen – denn fahren durfte ich ja nicht,  und schieben hatte ich keine Lust. – Und es war ganz genau der 30., als ich mich auf die Räder gemacht hatte.

1405 Park für G 63

Als letztes Foto für heute möchte ich euch dieses lustige Toilettenhäuschen zeigen. Die Männer dürfen also zu dieser Tür hinein, auf der die schönen Erpel schwimmen.

Wer errät, was auf der Frauentür gemalt ist? Es wurde gerade sauber gemacht, so dass ich nicht fotografieren konnte.

1405 Park für G 64

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14.05. So, heute am Pfingstsamstag, habe ich mich noch einmal aufs Rad gesetzt. Der wirklich starke Wind, die mächtig gesunkene Temperatur und mein schlechter Orientierungssinn bzw. eher das schlechte Gedächtnis, die sich nicht merken, WIE GENAU ich das letzte Mal zu diesem Häuschen gekommen bin, machten die Sache etwas langwieriger. Ich googelte nach der Adresse des in der Nähe gelegenen Bundesinstituts für Risikobewertung und dann klappte es.

Also so war oder ist das:

  1. EIN Erpel mit Entenfamilie auf der Herrentür
  2. Ein zartes Reh-lein mit riesengroßen Kulleraugen auf der Damentür
  3. Und ein Schaf auf gar keiner Tür, aber extra für Gudrun

 

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