Clara Himmelhochs Allerleiweltsgedanken


Ein Kommentar

Whg 17 – Ich habe eine neue Leidenschaft …

Mikrowelle gucken!

… vielleicht könnte man es sogar Liebe oder Hobby nennen.

Wir saßen beim Doppelkopf und es lief gar nicht gut für mich. Ich fing spaßeshalber an zu “greinen” und sagte: “Ich will nach Hause, Mikrowelle gucken!”

Man zweifelte ein wenig an meinem Verstand – doch als ich sie mit diesen Fotos konfrontierte, konnten sogar die Rot-Gegnerinnen mich verstehen.

Vor Jahren hatte ich einen Jungen zur Betreuung, der war an Aspergersyndrom erkrankt. Der konnte stundenlang vor der sich drehenden Waschmaschinentrommel sitzen und staunen. – Diesen Grad der Mikrowellenbewunderung habe ich zwar noch nicht erreicht, aber ich arbeite daran. :-)

An dem Drehknopf steht “Auto cooking” – das klingt verheißungsvoll, doch wie kann ich der MW mitteilen, was sie heute oder morgen für mich kochen soll??? ;-)

Sollte ich mir die Mikrowelle übergeguckt haben, dann schwenke ich um auf die weiße Küchentechnik. Damit mich das Rot nicht erschlägt, habe ich die Mannschaft aufgestockt zu “ROT-Weiß”

 


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Whg 16a – Ich bin nicht als Arbeitgeber geeignet!

Warum? Das werde ich euch gleich verklickern!

Mit dem besten aller Maler – den ich nicht nur wegen seines schönen Vornamens, seines Humors und seines männlichen Charmes gewählt habe – war ausgemacht, dass sie am Montag 7.00 Uhr vor dem Haus sind und ich sie auf den Parkplatz lasse.

Damit ich nicht verschlafe, habe ich den Smartphone-Wecker auf 6.00 und 6.10 gestellt, die Terminerinnerung eingeschaltet und meine innere Uhr programmiert. Und was hat es genützt? NICHTS!!!!!!!!!

Um 7.50 klingelt mein Festnetztelefon und ich fahre aus tiefsten Träumen hoch und stürze an den Apparat.

Frau Himmelhoch, wir warten jetzt seit 50 Minuten auf Sie! Ich habe sie schon mehrmals auf ihrem Handy angerufen – aber nichts!

Ihr ahnt nicht, wie schnell ich in den Sachen und im Auto war – zum Glück tappte ich in keine Geschwindigkeitsmessung – und 8.05 ging ich mit zerknirschter Miene auf die beiden Handwerker zu.

Wenn die Arbeitnehmer vor den Arbeitgebern da sind, läuft was nicht richtig.

Der Lautstärkeregler ist bei den Samsungs soooooooooooo blöd an der Seite angebracht, so dass ich wohl versehentlich auf leise gestellt hatte. Und dann griff natürlich nichts: Kein Wecker, kein Telefon, keine Terminmeldung.

Zum Glück hatte ich am Sonntag “Langeweile” und habe schon ein wenig angefangen mit Brettern und Scheuerleisten abschrauben – der Akkuschrauber muss sich ja rentieren. Gelacht habe ich, als die kleinsten Bretter, die maximal eine Vase trugen, mit 6 langen Schrauben befestigt waren. – Es gab Stellen, da hätte man die Wände auch mit Schweizer Käse verwechseln können.

Mein entschwundener Freund war auch so ein Typ: Der hat jedes Brett für 3 Bücher sicherheitshalber mit 6 Schrauben gesichert – es könnte sich ja mal jemand drauf setzen! Der hätte hier in dem Handwerker einen verständnisvollen Freund gefunden. :-)

Die “Bar” für die fleißigen Männer stand auch schon.


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Whg 16 – Marmor, Stahl und Eisen bricht …

… aber unsere Kleber nicht!

Was ist das schon wieder für ein blöder Spruch? – Aber wirklich, an dieser Klebe- und Haftfähigkeit könnten sich alle scheidungswilligen Ehepaare der Welt ein Beispiel nehmen.

Konkret: Ich will alle aufgeklebten Spiegelfliesen und auch die 4 aufgeklebten Bilder im Badezimmer entfernen. Mein Leitspruch: “Was ich heute kann besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!” – Mit wirklich großer Mühe komme ich mit einem Messer hinter die Spiegelfliesen. Das habe ich beim Ankleben aber gut gemeint – das war für die Ewigkeit (von 15 Jahren) gedacht. Kaum lässt sich diese schmierige Klebmasse von den Kacheln und von den Spiegelfliesen entfernen.

Dann geht es an die Bilder. An zwei Holzstegen, die auf dem Bild kleben, war jeweils ein doppelseitiger Klebestreifen angebracht. Was um alles in der Welt hat mich dazu bewegt, diese Fläche in ihrer ganzen Länge auszunutzen? Ich stochere, ich bohre – und plötzlich knirscht es: Die Messerspitze ist abgebrochen. – Dann löst sich eher die Leisten vom Bild als die Leisten von den Fliesen. Klebte wirklich wie Pech und Schwefel.

Wenn die noch einmal befestigt werden, dann auf jeden Fall mit weniger Haftfähigkeit.

Doch die größte Sauerei war dann die, die Klebereste von den Kacheln zu entfernen. Das Lösungsmittel stank derartig penetrant, dass es mich fast ausgehebelt hat. Der schon für die Ceranplatte gekaufte Glasschaber wurde vorzeitig in den Dienst gestellt – und – ist jetzt vollkommen verklebt – aber alle Reste sind weg.

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Jetzt will ich noch ein wenig von der Schlüsselübergabe berichten – ich war wirklich gerührt, und das passiert bei mir nicht so oft. Die Männer (Vorbesitzer und Makler) bemühten sich um alles, was noch fehlte. Am Vortag war die Zusage für einen Parkplatz eingegangen, nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit, da es Wartelisten gibt. Die zugehörige Fernbedienung – damit ich das nicht mit dem Schlüssel machen muss – kann ich mir gegen Kaution abholen. – Der noch in der Wohnung notwendige Elektriker wurde auch gleich vor Ort “geordert”. – Alles war super vorbereitet, mit Zeichnungen (falls nötig), mit Beschreibungen und mit pipapo. – Ich habe jetzt schon “spontan” beschlossen, diesen Kreis Anfang November zur Wohnungseinweihung einzuladen.

Ganz am Ende verschwand der Vorbesitzer und kam mit einem wunderschönen Blumenstrauß wieder. Ich denke, er war mehr für meinen baldigen Geburtstag gedacht, denn gleich am Anfang gratulierte er mir. – Da jetzt nicht Geburtstag dran war, bekam ich ihn eben zur Wohnung.

Der schönste Moment für mich war, als ich unten und oben auf dem Klingelschild “Himmelhoch” lesen konnte – da floss ein wohliges Gefühl von Ankommen durch die Adern.


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Whg 15 – Die Wahrheit hat nur eine Farbe …

… die Lüge jedoch mancherlei.

Ich verstehe jetzt den Zusammenhang selbst nicht, was ich mit diesem Sprichwort sagen will. Vor allem, WELCHE Farbe soll denn die Wahrheit haben?

Heute ist der Tag, an dem ich die Wohnungsschlüssel bekommen werde. Ich werde meine neuen Nachbarn kennen lernen, denn heute veranstaltet die Hausverwaltung für alle Bewohner des Wohngebiets ein Fest. Für mich wird dieser Tag immer der “Schlüsselübergabefesttag” sein.

Nachdem ich mich von dem Kostenvoranschlag für Malerarbeiten, Fußbodenlegearbeit und Fliesenlegerarbeit erholt hatte, ging es konzentriert ans Aussuchen der Farben und Tapeten.

Ich werde einen grünen Salon für das Dinner, ein lila Kabinett for sleeping and working, einen orangegelben Miniroom für Besucher und Gäste, einen Flur mit grauen Wandsteinen und eine rote (((Koch)))Küche haben, in der die Fliesen zum Kochen animieren sollen und die Mikrowelle davon abraten wird.

Also trifft für mich wohl zu, dass “die Lüge mancherlei Farben hat. Aber ich weiß gar nicht, an WELCHER STELLE ich gelogen habe???

Von unzähligen Musterrollen habe ich große Stücke abgerissen, um dann zu Hause mit mir zu Rate zu gehen. Andere Leute brauche ich nicht um Rat zu fragen, die haben IMMER, oder zumindest fast immer, eine andere Auffassung als ich.

Ansonsten macht das “Ausmisten” große Fortschritte. Der Schredder lief heiß – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe den armen Kerl überfordert, den “jungen Mann”. – Als ich die gesamten Rentenunterlagen meiner Mutter in den Reißwolf steckte, wurde mir ganz anders – es ist, als wenn man ein halbes Leben den gefräßigen Mahl- und Reißzähnen überantwortet.

Gestern habe ich über eB..-Kleinanzeigen einen der beiden Schuhschränke verkauft – und siehe da, die Käuferin erschien auch wie angekündigt – in anderen Fällen habe ich erlebt, dass sie zwar reservieren ließen, dann aber doch nicht kamen. – Andere Sachen habe ich einem sozialen Projekt angeboten, die gegen Ende August alles holen.

Ich weiß gar nicht, warum ich überhaupt was fürs Entrümpeln bezahle – außer der Auslegware wird kaum noch was vorhanden sein.


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Whg 14 – Möbelaufbauerfahrungen machen klug …

… in jeder Beziehung.

In einem Möbeldiscounter sah ich dieses Tisch- + 4 Stühle-Ensemble stehen. Es war stark herabgesetzt und die noch vorhandene Stückzahl war schon einstellig. – Ich musste mich also schnell entscheiden, ob ich diesen Kauf noch vor dem Umzug tätigen wollte oder das Risiko eingehe, dass im Oktober nichts mehr da ist. – Da die unterschiedlichen Stühle in 2 verschiedene Zimmer kommen werden, hat mich das mit senffarben und anthrazit nicht gestört.

3007 Tischgarnitur 44

Sicherlich ist der Standard nicht “gehoben” zu nennen, doch das wäre auch bei 150,00 Euro etwas zu viel verlangt.

Also ich – im Schweiße meines Angesichtes – die beiden Pakete gekauft – eines mit dem Tisch, eines mit den 4 Stühlen. Das Tischpaket war 90 x 90, also Tischplattengröße. Trotzdem war es schwer wie 3 Sack Beton oder so. Diese MDF-Platten sind wirklich sauschwer. Aber mit Hilfe eines Spanngurtes habe ich beide Pakete gut in meine Wohnung geschleppt. Und dann ging es los – zuerst ein Stuhl, bis auf eine Schraube Anfängerniveau. Dann kam der Tisch, der aus 5 weißen “Holz”teilen und vielem Kleinzeug bestand. – Nachdem ich einmal kurz die Seiten verwechselte und die Holzdübel fast an der falschen Stelle verleimt hatte, ging dann alles seinen Gang.

 

Einen Tipp an die Firmen, die die Aufbauanleitung drucken. Da stand in diesem Falle:

Nötig sind 2 Mann mit entsprechendem Werkzeug. – Das können die ändern in 2 Mann ODER eine Frau. :-)

Aber ich weiß jetzt schon 100%ig:

Die Möbel von IKEA werden nicht nur geliefert, sondern sie werden auch noch fachgemäß und schnell aufgebaut, aber nicht von mir! Gestern habe ich zwei Kisten zusammengebaut – bei der ersten habe ich eine Ewigkeit gebraucht, da ich Bilderaufbauanleitung schlechter verstehe als Text. – Bei der zweiten ging es viel schneller. Jetzt müsste ich gleich noch drei kaufen, dann bin ich I*K*E*A*Kistenspezialzusammensetzerin :-)

Und bei dem Tisch finde ich es so supersupersuper, dass ich nach 15 Jahren Entzugserscheinung endlich wieder an einem normal hohen Tisch sitzen kann – und das auf einem Stuhl!

 


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“Ruhelos durch den Tag …”

… schlunzt die Clara, weil sie’s mag.

Ich kann mich stundenlang mit NICHTS beschäftigen und nachher mit ehrlichstem Gewissen behaupten, ich hätte schwer gearbeitet.

NICHTS ist eben nicht gleich Nichts oder gar nichts. Gestern war mein großer “Schreddertag” – ich habe das meiste NICHTS durch den Reißwolf gejagt, denn weder meine alten Versicherungsunterlagen noch meine zarten (überflüssigen) Jugendbildnisse müssen im allgemeinen Papiercontainer landen.

Ansonsten: Ich wurde gepfählt!!! (na Sonja, ist das nicht ein Wort?)

Und das kam so: In einem großen Abwaschlappen hatte sich ein spitzer, spitzer Zahnstocher versteckt. Als ich den Lappen auswringen wollte, bohrte sich ein zartes Spitzchen in die Innenhand. Leider müssen Pfahlspitzenspurenelemente (schönes Galgenmännchenwort!) in der Hand geblieben sein – denn am nächsten Morgen Röte (oder mehr Gelbe), Dicke und eine ansehnliche Schwellung. Der Hausarzt wollte mich nicht verarzten, doch beim Chirurgen wollte ich wegen dieser läppischen Kleinigkeit nicht meine Zeit absitzen – also lange, lange Hand in Seifenlauge gewässert. Und dann verrichtete eine notdürftig sterilisierte Stecknadel ihr Werk. Leider war die Miniwunde an der rechten Hand und mit links kann ich so schlecht stechen :-)

Aber nur so viel: Ich und vor allem meine rechte Arbeitshand – wir sind fast vollkommen genesen.


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Der lila Kaufteufel hat mal wieder zugeschlagen

Da ihr alle ein besseres Gedächtnis als ich habt (schlechter geht nämlich nur noch mit ernsthafter Demenz oder Alzheimer), könnt ihr euch sicher erinnern, dass mir vor einigen Monaten mein schöner Reisekoffer aus der S-Bahn gestohlen wurde. Und dort waren zwei Brillen drin. Von dem Verlust der lila Arbeitsplatzbrille, 2007 Claras lila Hutwie ihr sie rechts auf dem kleinen Foto sehen könnt, habe ich mich nie richtig erholt. Zum Glück habe ich den Hut nicht als Reisehut benutzt, so dass wenigstens er erhalten blieb.

Natürlich musste ich mir gleich danach Ersatz beschaffen, auch in lila. Aber schusselig – schusseliger – am schusseligsten, wie ich langsam werde, such ich ständig meine Brille. Und da ich als Computerbrille wirklich nur eine habe, ist jetzt Ersatz beschafft worden. Ohne Brille ist kein Arbeiten möglich.

Und da eine lila Brille nicht auf einem Bein stehen kann, wurde auch noch eine für die Straße angeschafft – es war ein supersupergünstiges Angebot. Man muss schon ziemlich genau hinsehen, welche was ist – wahrscheinlich werde ich sie als erste verwechseln. Doch die Straßenbrille hat ganz markant gemusterte Bügel. – Da meine Nase so wenig Kontur hat, rutschen alle Brillen – aber wenn ich mir stumpfe Pads wechseln lasse, dann klapp auch das.

Dass ich zum Abholen der Brillen extra ein lila Shirt angezogen habe, versteht sich ja von selbst :-)


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Whg 13 – Heute kommt was Gutes …

… da es der 13. Wohnungsbeitrag ist und ich meinen schlechten Eindruck von vorgestern wieder ausgleichen muss. – Obwohl ich bisher keinen Spaß am Kochen und Backen gehabt habe, unternehme ich jetzt noch einmal einen ganz heftigen Versuch – doch dabei wird es bleiben. – Damit diese wunderschönen Herdabdeckplatten nicht verschmutzen oder durch Hitze beschädigt werden, lasse ich den Ofen am besten kalt :-)2607 RTD Herdplatten 45

Am meisten froh bin ich hier über das Schnäppchen, das ich gemacht habe. Versandkostenfrei habe ich sie für 17,00 Kullerken frei Haus geliefert bekommen – das Bauhaus wollte mehr als 30,00 haben + meinem Benzin fürs Abholen.

Preise und ich – wir führen einen ständigen Kampf miteinander. 40 Jahre mehr oder weniger Festpreise prägen eben doch. Und hier dieses ständige Suchen nach günstigen Angeboten, weil frau es sich nicht leisten kann, da absolut sorglos heranzugehen. – Ein wenig “wurmt” es jetzt, dass sie inzwischen nur noch 1,2,3,4 Euro weniger kosten. – Ich hätte ja nie mehr wieder nach dem Produkt geschaut, aber A. wollte eine Bewertung für den Verkäufer haben – und da sah ich den neuen Preis.

– Die Blauen (Tassen) wurden gegen die Roten getauscht.

2607 RTD Herdplatten Tassen 49

So freudig, wie andere Frauen in Schuhgeschäften shoppen gehen, so gern schlendere ich durch Baumärkte. Ich habe schon immer gewusst, dass ich Potential für eine Geschlechtsumwandlung in mir habe – doch nun lohnt sich dieser Aufwand auch nicht mehr. Bis ich das Aufpumpen des wichtigsten männlichen Organs (ich meine nicht das Gehirn) erlernt hätte, würde keine holde Maid mehr davon Gebrauch machen wollen.

Tja, und bei diesem Baumarktbummel habe ich diese beiden wunderschönen Uhren entdeckt – am liebsten hätte ich beide gekauft – deswegen habe ich erst mal keine genommen. Beide würden motivmäßig in die neue Küche passen – doch ich tendiere zu der “scharfen” Ausführung, zumal ich gerade so einen weißen Mörser geschenkt bekommen habe. – Die alte, leicht verträumte Olivenuhr hat schon eine neue Liebhaberin gefunden, eben so meine alte Mikrowelle. Da muss ich doch kein schlechtes Gewissen haben, dass die Küche jetzt ein wenig auf rot getrimmt wird. Zur Mikrowelle sage ich später noch was.


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Whg 12 – ein bibliophiles Sakrileg …

… hat Clara vor einigen Tagen begangen. Doch sie schämt sich so wenig dafür, dass sie euch zu Mitwissern macht.

Bücher sind ungeheuer vielseitig, aber das ist ja allgemein bekannt. – Doch wenn man derer zu viel hat und in der neuen Wohnung nicht alle Wände mit Regalen bestücken möchte, muss was mit ihnen passieren.

Na gut, 6 von ihnen umzufunktionieren, ist noch nicht der große Hit – aber ich denke, das dreibändige Schauspiellexikon aus der DDR und drei andere gleichhohe Bücher haben noch ein langes Leben im Hause Himmelhoch – wenn auch nur auf unterster Ebene.

Der älteste Himmelhochsche Haus- und Hofhund überwacht mit aufgerissenen Augen, ob die Sache auch ihre Richtigkeit hat.

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Nicht nur von der verklebten Seite beäugt der Hund die Stapel – nein auch von vorn. Diese Seiten wird man aber nicht sehen, wenn die beiden “Klötzer” hinten an der Liege auf der Erde liegen und dafür sorgen, dass die Rückwand 13 cm. höher kommt. Bei einer geplanten Liegenhöhe von 55 cm wird das dringend nötig sein, sonst bleibt kaum Rückwand übrig.

Inzwischen reift und reift und reift der Gedanke in mir, nach 34 Jahren Liegenbesitz in Zukunft doch komfortabler schlafen zu wollen – nämlich mit einer anständigen 5-Zonen-Polsterung. Mist ist nur, dass ich nicht probeliegen  kann – und wenn dann die NEUE – nämlich diese hier:

2407 weiße Liege

wirklich in diesem jungfräulichen Weiß geliefert ist, wird die alte mitgenommen – und husch husch ist sie im Möbelreißwolf, wenn sie nicht noch vorher jemand über eB-Kleinanzeigen haben möchte. – Diese mit einer Lila-Rückwand sieht bestimmt nicht übel aus.

 


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Unruhegeist Clara war ungehorsam

… zum Glück aber ohne Folgen!

Ich kam vom Orthopäden und hatte eine Spritze in den Schleimbeutel meines rechten Beines bekommen. Und danach war ich vollkommen euphorisiert – mag es an der schönen “Saftbar” in dieser einladenden Praxis gelegen haben, mag mich der wirklich gute Orthopäde in diese Stimmung hineingelächelt und -getätschelt haben oder war die Spritze wirklich so schnell wirkend – ich kam nach Hause und strotzte vor Tatendrang.

Ich hatte einen Tag zuvor eine Diskussion mit dem Umzugsunternehmen meiner Wahl geführt. – Für den kompletten Umzug, der nicht so ganz wenig und klein ist, wollten sie 950,00 € haben, was ich so human fand, dass ich gleich innerlich auf 1000,00 aufgestockt habe. – Doch dann überkam mich der Wunsch, auch noch entrümpeln zu lassen. Ich selbst mit dem kleinen Auto kann es nicht – und mein Sohn hat zwar ein größeres Auto, aber einen Hund und ein Geschäft, dafür keine Zeit. Also wollte ich es professionell ausführen lassen – 5 Tage nach dem Umzug.

Die Entrümpelungsarbeiten sind relativ überschaubar – der größte Posten sind die 48 m² Auslegeware, mehrere Regalbretter, 1 Stuhl, mehrere Dübel entfernen und Löcher verschmieren und eben die beiden Oberschränke, von denen ich jetzt gleich erzählen werde.

Erster Vorschlag: 650,00 € – den habe ich jedoch rigoros abgelehnt, ich hätte dann auch die Erstzusage für den Umzug zurückgezogen. – Dann kam es auf der Gegenseite zu Verhandlungen. Der Kompromiss sah so aus, dass sie alles an einem Tag machen wollen, dafür schon um 7.00 Uhr auf der Matte stehen – und dann seh’n wir mal. Komplett soll jetzt alles 1250,00 € kosten, womit ich sehr gut leben kann.

Warum mich dann aber doch der Teufel ritt und ich die Sache mit den zwei Oberschränken selbst in die Hand genommen habe, weiß ich nicht. Ich wollte wissen, wie die Schränke in niedriger wirken.

Hätte es mir jedoch nicht gefallen, hätte mir das auch nicht viel genutzt – zumindest ohne den ersten Oberschrank hätte ich leben müssen, denn bei der Ein-Personen-Schrank-Entsorgung ist nicht alles heil geblieben. Doch was erwartet man von Schrankwänden, die jetzt fast 34 Jahre in meinem Besitz sind – die dürfen schon etwas morsch und altersschwach sein, denn Möbel altern schneller als kernige Blogger und Bloggerinnen. – Aber da es mir gefiel, habe ich kühn und keck mit dem zweiten weitergemacht. Ich habe so unendlich viel entsorgt, dass ich jetzt aufgelockerter leben möchte und nicht bis zur Decke hoch mit Schrankwänden zugepflastert sein möchte. Zumal ich später noch schlechter auf Hocker oder gar Leitern steigen kann. – Ich muss mal in mich gehen – wenn alles an Ort und Stelle ist, werde ich einen Schrank aussparen mit der Belegung – vielleicht kann er dann auch weg.

Und dann ging es an die Entsorgung im Recyclinghof. Der neue rote Spanngurt leistete mir gute Dienste, denn damit konnte ich immer mehrere Bretter zusammenbinden. Am liebsten hätte ich diese Pakete vom Balkon auf die Wiese geworfen, aber da hätte man mich sicher wegen öffentlichen Ärgernisses belangt. – Der größte Teil der Leute stellen bei Nacht und Nebel ihren Sperrmüll an die Tonnen und lassen die Allgemeinheit für die Entsorgung zahlen. Ich bekomme einen dicken Hals, wenn ich wieder einen defekten Balkonstuhl stehen sehe. Drei Tritte und er wäre so in Teile zerlegt, dass diese bequem in die Tonnen passen. – Oder einen riesigen Fernsehkarton. Da juckt es mich schon sehr, in den Wohnungen nachsehen zu können, wer gerade einen neuen Panasonic aufgestellt hat. – Ein Cutter und der Karton wäre ratzfatz klein und mülltonnentauglich.

Als ich den Container mit den entsorgten Möbeln sah, fiel mir wieder mal auf, dass es Deutschland sehr gut gehen muss. Ich habe schon Gewissensbisse, wenn ich so uralte Möbel entsorge – andere haben die kaum, wenn ihre Möbel älter als 5 Jahre sind.

Mal sehen, jetzt möchte ich eine Polsterliege über eBay loswerden, ganz humaner Preis, weil ich denke, ich könnte mir eine komfortablere gönnen. Ich bin sicher so blöd, wenn ich sie nicht loswerde, behalte ich die alte.

Ich bin ja erblich belastet mit unangebrachter Sparsamkeit: Ich schmeiße ohne Probleme Schuhe weg, aber wenn die Schnürsenkel noch in Ordnung sind, hebe ich diese auf. Glaubt ihr nicht? Beweisfoto kommt: Ich könnte den Christos Konkurrenz machen im Verpacken und Verschnüren – ich bin gewappnet.

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Genug, ich muss mich jetzt meinem Vergnügen außerhalb des Computers widmen.

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