Clara Himmelhochs Allerleiweltsgedanken


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Bei Ostwind stinkt es …

zur Einschränkung muss gesagt werden: “Stank es …”, und zwar nur auf meinem Balkon. Dadurch ist sicherlich klar und deutlich gesagt, dass dieser Ausspruch KEINE POLITISCHE AUSSAGE ist.

Wen oder was hatte ich schon alles im Verdacht, wenn mir in meinem Balkonstuhl ein fauliger Geruch um die Nase waberte. Ich musste an das Essen denken, was meine Oma in meiner Kindheit oft kochte. Schon, wenn ich unten die Haustür öffnete, wusst ich, dass in der dritten Etage diese schrecklichen “Flecke” gekocht wurden – Kuhmagen in Stücke geschnitten. – Ich will jetzt niemand vom Blog vergraulen, aber diese Dinger mussten dreimal mit neuem Wasser gekocht werden, weil … – Meine Oma war aber wenigstens so fair, mir was anderes zu kochen – doch auch das schmeckte bei dem die Küche erfüllenden Geruch auch nicht so richtig.

Im Haus ist aber niemand aus Oberschlesien, wo diese “Flaki” wohl als Nationalgericht gewertet wird. Also musste der Gestank wo anders her kommen.

Die Toilettentür ist zu weit weg. Anfangs dachte ich noch, der Nachbargarten wird gejaucht oder gedüngt – doch immer wieder kam mir so eine Wolke an anderen Tagen entgegen.

Letztendlich stellte sich heraus, dass sich in einem Blumenübertopf viel Wasser gesammelt hatte und sich darin etwas “aufgelöst “, was organischen Ursprungs war. Ich wollte es nicht näher wissen, schon gleich gar nicht Ekelfotos machen – auf jeden Fall, jetzt riecht es bei Ost-, West – oder Südwind angenehm. Nordwind kann ich kaum bekommen.

Da ich kürzlich bei fb mein Profilbild und meinen Gravatar geändert habe, kommt jetzt ein passendes Foto dazu. Die rote Tasse mit dem Aufdruck “Cafe” hätte nämlich so hervorragend zur neuen Küche gepasst. Aber ihr ist dieses Schicksal beschert worden, was ich hier mit zwei Fotos sagen will: KAPUTT

3006 Halbe Tasse 1

Mir “zittern” offenbar so die Hände, dass das Handy-Foto verwackelt ist.

3006 Halbe Tasse 5


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Whg 8 – Einmal Keller aufräumen …

ist wie vorgezogenes UrlaubsUmzugsfeeling.

Das habe ich vor ein paar Tagen gemacht. Es ist unglaublich, was frau alles so sammelt, was sie 15 Jahre lang nicht gebraucht hat. Massenhaft fielen Bretter und Metallteile in die Wertstofftonne. Sicher könnte der eine oder andere ein Scharnierband brauchen, wenn er sich in Bastlermanier seinen eigenen Schrank bauen will. Ich will das nicht mehr. – Die herausgenommenen Bretter aus dem blauen Zitronenschrank in der Küche – die habe ich behalten, aber andere Bretter habe ich in der Wertstofftonne entsorgt.

Rin in die Mülltone – raus aus der Mülltonne oder watt?

Zwei Tage später, als gerade ein exzellenter Umzugsberater – allerdings auch exzellent teuer, wie ich vor ein paar Tagen schrieb – die Wohnung verlassen hatte, machte ich mir Gedanken, wie ich die 2 kleinen Balkonkästen und die 6 halbrunden Einzelkistchen transportieren lassen könnte.

2606 Vogel und Glitzerkugel 60

Die Unterbettkästen erschienen mir ein geeignetes Transportbehältnis zu sein, doch dem Boden darin traute ich nicht über den Weg. Flugs holte ich die weggeworfenen Bretter nach oben – und siehe da, alles passte wunderbar, so dass die Last jetzt gleichmäßig verteilt wird.

Es ist erstaunlich, wie schnell irgendwelche Packbehältnisse voll werden, Umzugskartons habe ich natürlich noch keine – aber genügend Koffer und anderes Zeug. Nach dem Umzug wird das dann alles entsorgt, aber jetzt müssen diese Sachen noch “arbeiten”.

Luftmatratzen, Stücka drei, für Besuch, der nie als Familie oder überhaupt nicht anreist – da reichen die vorhandenen Schlafmöglichkeiten. Ich werde an meinem Geburtstag eine große Tombola veranstalten mit Losen, da müssen die 15 Frauen jede mindestens drei Gewinne mit nach Haus nehmen.


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Streikt das Internet auch mal?

Ich meine nicht, ob es mal ausfällt, mal keinen Empfang hat, sondern wirklich, ob es auch mal streikt.

Wir taumeln und torkeln ja neuerdings von einem Streik in den anderen – man merkt schon nicht mehr richtig, ob niemand mehr schreibt oder ob niemand die Briefe transportiert. – Ich habe das Gefühl. das Internet ist immer da, war immer da, wird immer da sein.

Das ist natürlich Schwachsinn, denn die Zeiten ohne Internet haben wir fast alle noch erlebt – und vor allem, wir haben sie überlebt. Aber heutzutage, wo die räumliche Kommunikation durch Bahn- oder Poststreiks so oft erschwert ist, freue ich mich, dass eine SMS oder eine Mail auf direktem Weg und superschnell den Empfangsort erreicht. Das müsste doch der Post den Spaß verderben – aber nein, sie trotzen und bocken dennoch rum.

Doch was machen Leute, die nicht an einem Computer oder einem Smartdingens angeleint sind? Wie teilen die sich in Zeiten von Kontaktsperre mit? Konsequent wäre ja von der Post, dass sie auch noch die Telefone lahmlegt. Doch zu Zeiten, wo König T*e*l*ekom nicht mehr Alleinherrscher über das Gewirr der Leitungen ist, fällt das schon ziemlich schwer.

Ich bin ja gespannt, ob ich mich für die neue Wohnung richtig entschieden habe. Ich werde für wenigstens 2 Jahre magentafarbig netzen und schwatzen – schau’n wir mal.

2606 Clara 1962

So und jetzt noch was, was nur durch das Internet möglich ist. Vor einiger Zeit bekomme ich eine recht rätselhafte Mail. Eine Frau aus meiner Schulzeit meinte, mich bei einer Fotosuche nach Kurzhaarfrisuren entdeckt und erkannt zu haben. Flugs ging sie auf den verlinkten Blog von mir und suchte nach Spuren, die nach Görlitz führen. Als sie diese fand, war sie sich sicher, dass sie mich kennt. Nur ich konnte mit all ihren rätselhaften Andeutungen GAR NICHTS anfangen. Als ich dann jedoch andere Kontakte mobilisierte, klärte sich das Bild auf und wir kannten uns tatsächlich. – Solche Alltagserlebnisse finde ich immer wieder schön. – Dieses Foto könnte es gewesen sein, da war ich in der 10. Klasse:


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Rosenfülle für ein leicht bockiges Geburtstagskind

Hier und auf allen Kanälen gibt es heute Rosen für einen Gartenfreund, dessen Liebe die Rosen mit einschließt.


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Whg 7 … Katze aus dem Sack

Anschließend an den letzten Post.

Ich kam also von dieser ziemlich schlechten Wohnung, bei der ich mir schon innerhalb des Wohngebietes einen Wolf gelaufen hätte, und schlenderte zu meinem Auto. Traditionsgemäß hielt ich nach jemandem Ausschau, den ich über nähere Umstände hier befragen könnte. Eigentümer oder Mieter neigen zu wahrheitsgemäßeren Aussagen als Makler.

Eine Frau meines Alters schien mir geeignet, zum Glück hatte sie auch Zeit. Ich erzählte ihr von der soeben besichtigten Wohnung. Voller Enthusiasmus echauffierte auch sie sich gegen diese Wohnung. Im Laufe des Gesprächs erzählte sie mir von einem Makler, der vorwiegend für dieses Wohngebiet arbeitet und der immer wieder eine Wohnung im Angebot hätte. – Ich hinterließ Mail und Telefonnummer und fuhr nach Haus.

Offensichtlich hatte ich mich in ihr “Herz” geredet, denn noch am Abend bekam ich eine Mail, mir doch ein Angebot bei Immoscout anzusehen. Und ich muss gestehen: Schon von der Bildschirmbetrachtung sprossen die ersten Liebeskeime in meinem Herzen :-)

Gleich und sofort schrieb ich an den Makler. Als ich ihn am folgenden Tag (es war ein Samstag) gegen 9.30 Uhr anrief, sagte er mir, dass ich ihm schon von Frau B. wärmstens ans Herz gelegt worden wäre. Gegen 11.00 Uhr war ich mit ihm in der Wohnung und alles in mir sagte: “JA, das könnte sie sein”. Ich nahm nach und nach zur Kenntnis

  1. Ein gut eingerichtetes Winzlings-Bad mit faltbarer Duschwand aus Glas, einen tollen Spiegel mit Beleuchtung und Einbaumöbeln; davon muss ein Teil leider weg, um meiner schmalen Waschmaschine eine Chance zur Unterbringung zu geben. Die Fliesen trimme ich mir so, dass sie meinem Wasserwelt-Geschmack entgegen kommen. – Der Fußboden mit den Riemchenfliesen sieht putzig aus.
  2. Eine optimal möblierte Kleinküche mit Echtholzarbeitsplatten und schönen Eckschränken, die von mir mit roten Fliesen, einer zünftigen Kaffeetapete und einem kleinen Esstisch optisch verändert wird. Bei der Tapete bitte ich das deutlich zu lesende CC von ClaraChristine zu beachten. Die Tapete ist etwas nostalgisch und passt gut zur Küche.
  3. lustiger Fliesenbelag aus den 70ern mit Riemchenfliesen in Bad und Küche(s. auf dem Küchenfoto)
  4. ein Supersupertoller Einbauschrank im Flur, der allen Klein- und Großkram schluckt und in dem man auch einen Liebhaber oder eine “Leiche” verstecken könnte
  5. ein Eckschrank aus Holz mit Glasteil, der vornehmer als alle meine Möbel ist und den gesamten Gläserbedarf für das Wohnzimmer beherbergen wird und noch mehr
    2306 Eckschrank Wohnzimmer
  6. Und – es muss ja nicht immer die 7 sein – auf dem Balkon eine 4 m breite Jalousie, die ich NICHT mit der Handkurbel ein und ausfahren muss, sondern ich brauche nur auf einen Knopf zu drücken und schon mach es sssssssssssssss und sie kommt raus und noch mal SSSSSSSSSSSSSSSSS und sie fährt wieder ein.

Jetzt höre ich auf zu schwärmen, es muss ja noch etwas für den nächsten Post bleiben. – Vor längerer Zeit war mal eine Seniorenberaterin in meiner Wohnung – muss ein Versehen gewesen sein. Als sie sich so umsah, meinte sie: “Ihre Wohnung ist gar nicht so gutbürgerlich wie sonst die Wohnungen in Lichterfelde, die hat so etwa Frisches” —- Als ich sie mir so ansah, war ich mir nicht so sicher, ob es als Kompliment gemeint war, wäre mir aber auch egal.


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Whg 6 … “Aufklärung”

Ist diese Wohnung ein Geschenk für meinen Jubiläumsgeburtstag??? – Ja und Nein, denn ich habe einen nicht unbedeutenden Obolus dazu gezahlt, um mir lange Jahre mietfreies Wohnen zu ermöglichen.

Daraus kann man ableiten, dass es keine Mietwohnung sein wird, sondern eine Eigentumswohnung, die allerdings NICHT ICH kaufe, weil mir dazu die finanziellen Mittel fehlen. Und einen Kredit würde ich bei meiner Rentenhöhetiefe auch nicht bekommen und nicht wollen. Zeit meines Lebens war ich schuldenfrei – da fange ich jetzt auch nicht mehr damit an.

Da ich drin wohnen will, habe ich sie auch gesucht. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Schrott für teures Geld bei Immoscout und Immowelt angeboten wird. Die Wohnungen, deren Kaufpreis bei ca. 1.600/m² lagen, waren so schlecht, dass alles hätte um- und eingebaut werden müssen. Und in ein vernünftiges Bad, eine Küche und einen guten Fußbodenbelag kann man viele, viele Tausende von Euros versenken.

Dann gab es welche, die nicht ganz so schlecht waren, die aber in Gegenden lagen, in die ich partout nicht wollte, weil zu jeder Tages- und Nachtzeit die Straßen verstopft sind. Dazu gehört das sehr gefragte Niederschönhausen. Hätte ich mich erst einmal bis S- und U-Bahnhof Pankow durchgeSTANDEN, wäre der Rest verkehrsmäßig ein Klax. In dieser Gegend gab es gleich vier – eine davon hätte mich reizen können, aber die wollte schon ein anderer. Die anderen hatten z.B. einen Balkon, auf den ein kleiner Tisch und ein Hocker gepasst hätten, die mitten auf einer fetten Hauptverkehrsstraße gelegen war oder wo die Vorbesitzer mit aller Selbstverständlichkeit fast alle ihre Möbel als “Geschenk” hinterlassen wollten. Sie wollten nur mit Mühe verstehen, dass ich in meinem zarten Alter gern in eigenen Möbeln wohnen möchte. – Auch die Höhe des Hausgeldes spielt ja für die Zukunft eine Rolle. Gerade dort, wo alle Möbel bleiben sollten, wurde monatlich den Hausmeistern ein Salär in “Managergehaltshöhe” gezahlt, damit sie jede Blume im Garten einzeln besprechen konnten ;-) – aber nicht von meinem Geld!!!

Eine Wohnung war die Frechheit par excellence. Es war eine Himmelsrichtung angegeben, die mich auf Sonne und Ruhe hoffen ließ – bekommen hätte ich Norden und Hauptstraße. Der Makler frech:

Wenn Sie sich hier aus dem Fenster lehnen, sehen Sie die Sonne untergehen. Und tagsüber, wenn es laut ist, arbeiten doch alle Leute.

Mir blieb ob solche einer Unverschämtheit die Spucke weg. – Die nächste Wohnung lag fast schon in Brandenburg – na gut, meine jetzige ja auch – aber ich habe Geschäfte und Verkehrsmittel in der Nähe – dort hätte ich nur Natur in der Nähe, alles andere nur mit Auto erreichbar. Die Frage ist: Fahre ich in 5 Jahren noch Auto? Wohnen muss auch ohne Auto wohnmöglich sein!

Nicht ungeduldig werden, es nähert sich dem Ende.

Ich wurde mit einer Annonce in ein Wohngebiet “gelockt”, das mir recht gut gefiel. Aber inzwischen hatte ich die Erfahrung gemacht: Haben die Makler sofort einen Besichtigungstermin parat, ist an der Wohnung etwas faul, denn diese Besichtigung haben sie dann schon vielen Leuten vor mir angeboten.

Genau so war es. Erste Etage (ich ziehe nicht in ein Haus mit Fahrstuhl und wohne dann ganz unten), von einer gefühlt 100jährigen seit Einzug in den 70er Jahren nicht verändert, Preis viel zu hoch, Sonnenbalkon nur bedingt so zu bezeichnen, da durch einen westlich gelegenen Mauervorsprung nach der Hälfte der Zeit die Sonne weg ist – und Straßenlärm pur.

Ich äußerte sofort, dass ich diese Wohnung nicht möchte. Und schon kamen die Angebote von 10 bis 20.000 Euro Kaufpreisnachlass. Und darauf kam es in Claramanier wie aus der Pistole geschossen: “Diese Wohnung könnten sie mir schenken, die will ich nicht.”

Und wie es weiter ging, kommt später


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Whg 5 – Ich verstehe die Marktwirtschaft immer noch nicht

Aus gegebenem Anlass muss ich diesen Post jetzt einfach dazwischen schieben. – Bin ich ein Planmensch? – Ja, offensichtlich, denn sonst würde ich nicht jetzt schon Umzugsunternehmer meinen Hausrat begutachten lassen, der erst frühestens nach dem 20. September  umziehen soll.

Das Portal, in dem ich die Wohnung gefunden habe, hat mich auch gleich mit Tipps versorgt, wer mir denn so beim Möbelbewegen helfen könnte. Und ein wenig eigene Recherche habe ich auch betrieben. Ich wollte ein “Date” mit drei Firmen, musste jedoch auf vier erweitern, da gleich der erste (privat gesucht) jenseits von gut und böse war.

Dass ich den ersten nicht verstand, lag nicht nur an meinen Ohren, sondern an seinem mehr als schlechten Gebrauch der deutschen Sprache. Ich sagte mir: Verstehst du den Chef schon nicht, wie wird das dann erst mit seinen Angestellten? – Außerdem stellte er von vornherein eine Rechnung ohne Märchensteuer aus. Das mag ja ganz lustig sein, aber da habe ich auch keinerlei Regressansprüche, falls sich Schäden erst im nachhinein herausstellen. Seine unleserliche Zahl war eine 800,00 netto, brutto könnt ihr euch selbst ausrechnen.

Der zweite machte einen guten Eindruck und ich war nahe dran, gleich ja zu sagen – die Zahl hieß mit MWSt 950,00 € – also im gleichen Preisniveau wie der erste, nur korrekter und besser zu verstehen.

Dann sollte ich mir laut Empfehlung noch einen ansehen – alles ok, echte Berliner Schnodderschnauze, die ja auch manchmal nicht so richtig gut zu verstehen sind, auch von fast echten Berliner Kodderschnauzen. – Auch dieser beäugte jeden Gegenstand, machte sich mehr oder weniger konkrete Aufzeichnungen, verschwand wie ein Wirbelwind und am nächsten Tag hatte ich ein Angebot im Kasten: 900,00 € mit MWST – also alles im grünen Bereich. – Es kommt selten bei mir vor, dass ich etwas als “preisgünstig = billig” ansehe – aber so kam es mir vor.

Von dieser Ansicht kurierte mich der vierte und letzte Umzugsunternehmer gleich und sofort. – Ein ganz korrekter Mensch erschien, fragte, guckte, schrieb und rechnete. Was fand ich an diesem Umzugsservice so exzellent? Bestimmt nicht, dass er das Wort “Senioren” in seiner Firmenbezeichnung trägt. Aber er kam als einziger auf die Idee, alles über den Balkon und eine elektrische Schrägrampe aus der Wohnung zu transportieren. Da unser Treppenhaus vor ca. 2 Monaten renoviert wurde, hätte man mir jeden Schaden evtl. hart angekreidet. Diese lassen sich beim Ein- oder Auszug jedoch kaum vermeiden, da es ein geschlossenes Treppenhaus von lediglich 1,05 Breite ist. Zwei Menschen kommen kaum aneinander vorbei – vor allem dann nicht, wenn einer davon einen Einkaufsbeutel trägt. –

Und einmal mit langen Brettern auf der Schulter um die Ecke geswitcht – schon ist eine Schramme in der Wand. – Die Hausverwaltung wird sich noch freuen, wenn alle neuen Mieter in ihre Eigentumswohnungen ziehen – danach können sie neu renovieren.

Die Freude hielt allerdings nur so lange an, bis ich den Kostenvoranschlag bekam. Mit ca. 2.700,00 € wäre ich dabei. Gut, wenn ich die 190,00 für die Rampe abziehe, sind es immer noch 2.500,00 €. Er wollte für das Anschließen von Geschirrspüler und Waschmaschine an vorhandene Anschlüsse  und für das Anbringen von zwei Deckenlampen mit jeweils 2 Bohrlöchern extra einen Fachmann kommen lassen und dafür 122,00 € kassieren. Auch für die 6 Bohr- und Dübellöcher setzte er großzügige 25,00 € an. Er war der einzige, der nicht mit einem 7,5-Tonner mit 36 m³ Ladevolumen auskam, obwohl fast alle großen Möbel zerlegt werden. Er war auch der einzige, der die Möbel erst am kommenden Tag aufbauen lassen wollte – über diese 188,00 € hätte ich am allerwenigsten diskutiert.. – Ich hoffe, dass  das andere Unternehmen die Montage wirklich noch am gleichen Tag schafft. – Die Kartons nahm er nicht gegen ein kleines Entgelt wieder zurück, sondern berechnete sie für einen Preis von 2,00 bzw. 2,15 pro Stück, wollte aber alle kostenlos wieder zurück haben. Feste Müllsäcke für Bettzeug und andere weiche Sachen wurden nicht akzeptiert. – “Süß” fand ich auch, dass er für das bisschen Geschirr und die wenigen Gläser, die ich habe (er hat in keinen einzigen Schrank hinein gesehen), 10 – in Worten zehn – Kilogramm Packpapier veranschlagte und mit 10,00 € berechnete. Dass ich das mit Zeitungspapier eben so gut erledige, wollte ihm gar nicht in den Kopf. Wenn er meint, die Berliner oder Steglitzer Senioren haben so viel Geld, dass sie ihn buchen – sollen diese das machen, ich nicht.

Ich habe mich am Abend von ihm erholt und etwas Geld verdient. Das Herrenrad, auf dem ich eh nicht mehr fahren konnte, hat für 70,00 € den Besitzer gewechselt.

1906 Fahrrad Teddy

Da hängen schon sehr viele Erinnerungen dran – in vielen Ländern bin ich damit gefahren, habe mich Berge hoch gedquält, habe mit Heiko Faxen gemacht, haben meinen Teddy spazieren gefahren – und jetzt ist es über eBay-Kleinanzeigen eine halbe Stunde nach Erscheinen der Anzeige weg gewesen. Obwohl es über ein Jahr in der Garage gestanden hatte, war alles noch in Ordnung: Bremsen, Vorder- und Rücklicht und die Reifen hatten sogar noch richtig Luft. Der Käufer war begeistert. Und ich muss nur mit einem Fahrrad umziehen und nur eines in den Fahrradkeller tragen. – Momentan darf ich gar nicht Radfahren – da mir ständig schwindlig ist, so als hätte ich 1,5 Promille im Blut, kann ich es nicht riskieren. Und außerdem tanzt mein Iliosacralgelenk gerade mit mir Rumba oder Samba oder es entbindet einen Schmerz größerer Ordnung – jedenfalls kommen die Schmerzen wie Wehen.

 

 


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Whg 4 – Parketterfahrung und -beratung ist gefragt

Kompliziert, wie ich manchmal bin, mache ich aus vielem ein Problem. Aber ich will nicht Geld für etwas ausgeben (und die Summe könnte vierstellig werden), wenn ich mich kurze Zeit später ärgere, warum ich es nicht anders gemacht habe.

Es geht um das Parkett im Wohnzimmer der neuen Wohnung. Es ist ziemlich abgewirtschaftet, weil u.a. Auslegeware darauf verklebt war. An einer Stelle hat es sich gelockert – schließlich hat es ja auch schon gute 40 Jahre auf dem Buckel.

Ich muss zu mir sagen, dass ich noch NIEEEEEEEEE auf Holzfußboden gelebt habe. Die Wohnung meiner Kindheit hatte zwar Dielen, aber die waren hässlich rotbraun gestrichen. Danach hatte ich immer und immer (Teppich)-Auslegeware. Wenn man sich meine Möbel betrachtet, kann man mir nicht nachsagen, dass ich Holzfanatikerin bin.

Ganz instinktiv hätte ich das Parkett rausreißen lassen und durch den Bodenbelag ersetzt, der in die beiden anderen Zimmer kommt und der vom Preis den Aufarbeitungskosten für das Parkett gleichkommt. Es ist sogenanntes Klick-Vinyl und sieht so aus:

1706 Vinyl ohne Schild

 

Mir gefällt die Unebenheit der Oberfläche und die helle Farbe.  – Nun traf es sich aber so glücklich/unglücklich, dass der Wohnungskäufer gern das Parkett in der Wohnung belassen hätte.

Und damit fing das Dilemma an. Ich erkundigte mich bei sogenannten “Parkettmenschen”, die schon seit ewigen Zeiten mit solch einem Boden leben und deswegen die entsprechende Erfahrung haben. Spontan sagten drei oder vier: Abschleifen und hochglanzversiegeln. Der Handwerker, der es machen will, hat eine matte Versiegelung vorgeschlagen. Doch dann kam die liebe Familie, die unisono rief: Nicht versiegeln, nur ölen.

Also fing ich an, einszweidreivierviele Seiten im klugen Netz aufzurufen. Ich las mir ausführlich die Vor- und Nachteile beider Verfahren durch. Jetzt muss ich zur Ergänzung von schreiben, dass ich absolut kein Putzweib bin, die auch noch regelmäßig den Ölstand des Parketts auffüllen möchte, damit es nicht verdreckt und vergraut, weil die Poren des Holzes freiliegen und nach irgendetwas lechzen – eigentlich nach Öl, bekommen sie das aber nicht, futtern sie auch Schmutz.

Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn mir hier Leute ihre Erfahrungen aufschreiben, ich bin wirklich überfragt.

Und jetzt kommt der größte Gag: Einen Teppich für die Essgruppe habe ich mir über eBay Kleinanzeigen schon gekauft – er ist 2 x 3,20, besser kann er nicht passen, aus Sisal, hat vor 2 Jahren mal richtig Geld gekostet und gefällt mir sehr.

1706 Teppich Sisal

Er ist so neutral, dass er zu allem passt. Ins Auto hat er mir ihn zusammen mit seiner Tochter gelegt – aber raus habe ich es allein geschafft. Wie kann ein Teppich allein so sauschwer sein.

Dieser Mann hat sein Leben lang auf Parkett gewohnt, sogar mit 6 Kindern. Und jetzt hatte er auch Parkett in seiner Mietwohnung, was ihm aber nicht gefiel. Und jetzt könnt ihr raten, was er mir im vollsten Brustton der Überzeugung geraten hat.

Was schrieb ich vor drei Tagen? “Back to the roots!” – Und ich erinnere mich, dass in der Kindaufwachswohnung auch ein Sisalteppich im Flur lag. Den fand ich schrecklich, wenn ich barfuß gehen wollte. Aber dieser hier ist nicht so kratzig und borstig.

 


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Whg 3 – Back to the roots

… in diesem Falle zu den “Luft”wurzeln.

Jetzt plaudere ich zu euch ein wenig um mein großes Ereignis, das im September oder Oktober stattfinden wird – meinen Umzug, der sich um die Zahl Sieben rankt.

Mir schwirren 1007 Ideen durch den Kopf, von denen ich leider noch keine so richtig verwirklichen kann. Aber gespeichert sind die meisten – in unzähligen verschiedenen Dateien – der Rechner ersetzt für mich tatsächlich mein Gedächtnis.

Einige wissen, dass wir auf der Fischerinsel zuerst im 6. und später im 16. Stock gewohnt haben. – Da ich inzwischen von der Zahl Sexchs eine Stufe höher gestiegen bin, sind jetzt die 7 und die 13 meine Lieblingszahlen. Im zarten Alter von 7 x 10 werde ich in eine 7. Etage eines Hauses in Tempelhof/Marienfelde ziehen, deren Hausnummer auch was mit 7 zu tun hat, auch wenn sie sich aus einer 3 und einer 4 zusammensetzt. – Der Höhepunkt ist, dass die Quadratmeterzahl der Wohnung adäquat zu meinem Alter ist, demnach also auch mit 7 anfängt.

Der wichtigste Grund für einen Umzug war der hier fehlende Fahrstuhl. Muss ich aus dem Tiefgeschoss schwere Einkaufskisten 3 Etagen hoch tragen, klopft oben die Pumpe gewaltig, aber vor allem spinnt mein rechtes Bein immer öfter. Da nützt die neu gekaufte Sackkarre gar nichts. – Und jetzt kommen noch zwei Sieben, die ich euch unterjubeln will: Fahrstühle wurden in den 70er Jahren sehr geldsparend gebaut – man meinte, dass ein paar verbleibende Stufen für die Gesundheit gut sind. Also muss ich, wenn ich den Fahrstuhl verlasse, noch 7(+1) Stufen bis zu meiner Wohnungstür steigen. – Mit  7 Schlössern ist die Wohnungstür zwar nicht gesichert, doch viel weniger können es nicht sein. Besser gesichert könnte Fort Knox oder Guantanamo auch nicht sein. Rechts und links gehen dicke Stahlbolzen in die Wand. – Wenn ich also mal ungestört tagelang “schlafen” will, muss ich nur diese Tür von innen mit allen Bolzen sichern. Eh jemand dort die Tür aufschweißen kann, …

Die Wohnung ist in einem guten bis sehr guten Zustand – dennoch bleibt noch genügend zu tun. Ich denke, ich werde Anfang August den Schlüssel bekommen. Damit sperre ich dann die Gewerke Fliesenleger (eine Küchenwand), Malerarbeiten fast überall und Fußbodenleger nacheinander so lange ein, bis sie mit ihrer Arbeit fertig sind. Ich gehe einfach mal davon aus, dass diese dann auch zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist, damit ich blanke Talerchen rüberreichen kann. 7 x 7 x 7 x 7 werden wohl nicht ausreichen, damit sie zufrieden sind, aber das bekommen wir schon hin.

Die Kündigungswelle (3 Monate vor dem Auszug) schwappt dann auch bald los. Der Vermieter freut sich – kann er doch dann eine wunderschön gelegene Wohnung (die 2-Zimmer-Wohnungen sind die besten in diesem Haus) zu dem Pool der Eigentumswohnungen hinzufügen. Die Bewohner werden also länger mit Lärm belästigt, denn das Abschleifen der Wände, damit keine Tapeten mehr geklebt werden müssen, geht mit viel Brummgeräuschen vor sich.

Schwieriger wird die Trennung von Kabel Deutschland, denn am neuen Wohnort muss ich leider auf diese Annehmlichkeit verzichten. Laut Geschäftsbedingungen kann man oder frau erst kündigen, wenn die Ummeldebescheinigung vorliegt bzw. der neue Mietvertrag. – Herausforderungen sind dazu da, gemeistert zu werden. Ich habe jedoch wenig Lust, längere Zeit doppelt zu bezahlen.

Von meinen Handwerkererfahrungen erzähle ich euch später mal. – Und ich muss euch ja auch noch davon erzählen, wie ich an dieses “Kronjuwel von Wohnung” gelangt bin, aber für heute ist genug!


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… und so wird es wieder ausgegeben …

das Geld, von dem ich im letzten Post schrieb.

Allerdings hatte ich es ja auch dort schon nicht verdient, sondern ausgegeben.

Am besten klappt das, wenn man etwas hat, was mit “Au” anfängt und mit “ooooooooooooooh” aufhört.

1106 Autoooooo

Mein Auto war vor einiger Zeit in der Werkstatt – TÜV und AU waren fällig, eine Reparatur auch noch. Schlappe 300 Öcken wollten sie von mir haben.

Die Fahrt nach Haus hat es ja noch ohne Mucken geschafft, doch als ich am Pfingssamstag den BlauGelben einen Informationsbesuch abstatten wollte, muckte er rum, als wäre ich absolute Fahranfängerin. Ab und an leuchtete eine Kontrolllampe am Armaturenbrett auf. Vollkommen verschreckt hielt ich an und bekam von der Betriebsanleitung gesagt, dass die “Abgaslampe” brennt und das Auto in eine Werkstatt sollte.

Wie schön, Pfingsten braucht man ja auch kein Auto, die Bahn streikt auch nicht mehr, also kann frau auch Bahn fahren.

Gleich nach den Feiertagen wollte ich ihn hinbringen, doch da wollte der Kundenberater (meines Vertrauens hihihi) erst mal Hochzeitstag feiern und früher nach Haus gehen, obwohl er erst 11.30 gekommen war. – Ich sagte mir: “Clara, hier kannst du eine Ehe retten, lass ihn ruhig nach Hause gehen, morgen hat das mit dem Geld ausgeben für das Auto auch noch Zeit!!!”

Und so war es – dem armen “Leon” war ein Zylinder vom Kopf gefallen, eine neue Zündspule wollte er haben, drei neue Kerzen und die Dame am Tresen wollte 250 Talerchen. Erst sollten es 300 sein, doch da habe ich wirklich ernsthaft protestiert. – Für das Geld bekomme ich ja bald ein neues Gebrauchtes – oder so!

1106 Twingo

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Im Keller beeinträchtigen 4 Reifen auf Alufelgen meinen Stauraum – die Sommerreifen wurden aus Altersgründen gesperrt, so dass ich jetzt meine Winterreifen abfahre – dann kommen Allwetterreifen drauf. Das als Vorspann.

Sicherheitshalber erkundigte ich mich bei drei Reifenwerkstätten, was das runterholen von der Felge und das Entsorgen kostet. Der Preiswerteste war mit 15,00 € zufrieden und der Unverschämteste wollte 12,50 € haben – aber pro Reifen, also 50,00 €. Das “entfelgen” ist für alle 4 in ca. 10 Minuten erledigt – und entsorgt werden sie für 2,00 – 2,50 €. Von dem restlichen Geld wollte der letzte einfach nur reich werden.

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