Claras Allerleiweltsgedanken


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Ich muss um Geduld bitten

Die Technik, Mozilla Firefox oder meine Unkenntnis bereiten mir Arbeit, die ich eigentlich nicht machen wollte.

Vor zwei Tagen hat sich die neueste Version von Mozilla Firefox, meinem seit langem geliebten Internetbrowser, installiert. Als alles fertig war, stellte ich fest, dass mein Feedreader, mit dem ich alle eure Blogs gelesen habe, nicht mehr vorhanden war. Da mir das schon mal passiert war, dachte ich, dass ich das allein hinbekomme.

War nicht, ging nicht. Mozilla erklärte mir, dass unsichere Add ons, zu denen dieser Feedeader „Brief“ offensichtlich auch gehört, nicht mehr im Programm ist. Darauf hin suchte ich in der riesigen Liste von Add ons nach einem ähnlichen Ding, in das ich die Daten eurer Blogs hätte eintragen können. – Nichts gefunden.

Voller Hoffnung bei der Technikhotline der Telekom angerufen. Von den langen Wartezeiten und dem ab und an mal aus der Leitung fliegen sind die Jungen dort recht pfiffig. Aber ich hatte einen am Ohr, der mich mit schrecklichem Dialekt und großer Unkenntnis abspeisen wollte. Ich erklärte ihm jedoch energisch, dass ich mein monatliches Entgelt nicht für nichts und wieder nichts bezahlen wolle und verlange, einen richtigen Techniker zu spreche. Und das war am Freitag nicht mehr möglich, da sie entweder zu oft frequentiert werden oder chronisch unterbesetzt sind.

Mir wurde versprochen, dass ich am Montag in der Zeit zwischen 12 und 13 Uhr einen Rückruf bekomme.

Drückt mir die Daumen, dass dem (jungen) Mann was einfällt, sonst muss ich tatsächlich Blog für Blog mit seiner Adresse in den WP-Reader eintragen.

Dort stört mich aber, dass immer nur die ersten Zeilen des Textes zu lesen sind. Das war in meinem Reader besser und anders. Wer es nicht wissentlich gekürzt darstellen lassen wollte, ist mit allen Bildern und dem gesamten Text erschienen. Die Bilder waren zum Teil besser als auf dem Originalblog.

Welche Möglichkeiten außer dem WP-Reader nutzt ihr denn zum Anzeigen neuer Artikel in den Blogs?

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A never-ending-lamps-story

Es ist Ende August, eine Freundin ist zu Besuch. Sie war es, die sich über meine ursprünglichen Lampen, die in den zwei Jahren nicht einmal Probleme gemacht haben, ein wenig mokiert hat. Da mir die Farbe der beiden Gestelle auch nicht gefällt, lasse ich mich darauf ein, zwei neue zu kaufen.

Uns beiden gefällt auf Anhieb ein ausgestelltes Modell und ich möchte 2 Stück davon haben. Eine original verpackte kann ich bekommen, als zweite nur das Ausstellungsstück.

Ich lasse mich darauf ein. Mein Sohn bringt beide an der Decke an und 3 Tage währt die Freude. Dann ist plötzlich eine defekt – ob es das Ausstellungsstück ist, kann ich nicht sagen, denn wir haben beim Anbringen nicht aufgepasst und gekennzeichnet.

Ich gehe zu Möbel Kraft und kaufe eine Ersatzlampe. Es ist nicht genau die gleiche, doch wer schaut sich schon zwei Lampen nebeneinander so genau an.

Der Maler, der gerade den Fußboden verlegt, wechselt die Lampe – die defekte ab, die neue an.

Ich glaube, die Lampen haben alle einen Selbstzerstörungsmechanismus eingebaut, auch wenn die versprochenen 20.000 Leuchtstunden noch nicht abgeleuchtet sind. – Hätte ich mir allerdings den Karton genauer angesehen, hätte ich stutzig werden müssen. Er war ziemlich beschädigt und geklebt – wahrscheinlich hatte sie schon jemand zu Haus, hat den Fehler bemerkt und hat sie kommentarlos zurückgebracht, WEIL:.Eine von den drei LED-Lampen flackert, flackert sogar ziemlich deutlich.

Damit der Ab- und Anbau von meinem Sohn in einem Rutsch passieren kann, gehe ich wieder hin, um eine zu besorgen. Plötzlich ist noch ein Exemplar von der ursprünglichen aufgetaucht – Karton sieht unbeschädigt aus – ich nehme sie mit.

Ihr werdet es schon ahnen, in all diesen Lampen ist der Wurm drin. Ich selbst kann nicht mehr auf die Leiter  steigen, also muss ich all diese Arbeiten deligieren (ich schrieb in meiner Müdigkeit dirigieren, aber das ist wohl doch das falsche Verb). Es hat einen Vorteil – ich sehe Sohn und Hund und manchmal auch Freundin öfter, denn sonst haben sie keine Zeit, sie sind selbst im Wohnungsrenovierungsstress – und auf der Arbeit ist die Hölle los, denn alle Hunde oder ihr Frauchen oder ihr Herrchen wollen unter dem Weihnachtsbaum eine neue Leine liegen haben.

Nun glaubt ja nicht etwa, dass die letzte in Ordnung ist. Zwei der Schirmchen leuchten hell und kräftig, so dass ich kaum in das Licht gucken kann – die dritte funzelt mal gerade so vor sich hin. – Müsste ich immer für das Anbringen bezahlen, wären es die teuersten Lampen, die ich je hatte.

Jetzt liebäugle ich mit zwei von diesen Lampen – vielleicht bringen die mir mehr Glück. Wenn ein Leuchtmittel durchgebrannt ist, muss ich nicht die ganze Lampe wegwerfen, sondern kann die Leuchteinsätze austauschen.

 


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Manchmal sehe ich rot

Damit meine ich nicht die erneute Pfuscharbeit meines Zahnarztes, damit meine ich nicht das geräuschempfindliche Leben um mich herum im täglichen Umgang mit Menschen und im weiteren Umfeld – damit meine ich schlicht und ergreifend das leuchtende Rot in meiner Küche. Die – für mich immer noch wunderschönen –

leuchtendroten Fliesen sind an einigen Stellen ein wenig zugestellt, denn irgendwo müssen ja die weniger roten = weißen Küchengeräte ja stehen.

Die Mikrowelle bietet mir roten freudigen Anblick genug, zumal ich ständig Essen oder Trinken kalt werden lasse und es wieder aufwärmen muss – und das schon früh um 9.04 Uhr. – Nach zwei Jahren habe ich entdeckt, dass ich mit ihr auch grillen kann. Beim Erstgebrauch hat es gottsmörderlich gestunken – aber nach 5 Minuten hatte sie sich freigequalmt.

So, Clara, nun komm endlich zu dem, was du erzählen willst. – Da du gegen alle Ratschläge deine Messer immer in der Spülmaschine abgewaschen hast, gab es für „schneiden“ die Synonyme drücken, durch die Materie ziehen und hoffen, dass es endlich abgeschnitten ist. – Na gut, ein wenig claramäßige Übertreibung ist schon dabei, aber so richtig scharf waren oder sind sie nicht. Man kann sie bestimmt schärfen und deswegen werde ich sie auch verschenken und nicht wegwerfen.

Ich ging am letzten Sonntag über den Trödelmarkt. Ich liebe solche Märkte üüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht, und noch weniger kann ich es leiden, wenn ich mir etwas ansehen will und der Verkäufer stürzt sich wie ein Geier auf mich, um mir das Produkt schön zu reden. Ich weiß, welche Features ich bei einem Rucksack brauche.

Aber ich wollte wieder tolles Obst kaufen, Khakis, Weintrauben und Clementinen – gegen Marktende steigen die Mengen in den Tüten und fallen die Preise. Und dann kam ich an einem Stand vorbei, an dem Messer verkauft wurden, rote Messer, scharfe Messer, Messer mit einer verkleideten Klinge, die wie Keramik aussehen, aber einen Stahlkern haben.

Natürlich wurde in mir die Hoffnung genährt, dass der junge Koch zu diesem „knife set“ gleich mitgeliefert wurde. Da wurde ich jedoch enttäuscht – aber die wunderschönen Griffe reichten für eine Kaufentscheidung. Ich darf gar nicht sagen, wie wenig Geld diese 5 Messer und ein Schäler gekostet haben. Wenn sie länger als ein Vierteljahr schneiden, dann hat sich der Kauf mehr als gelohnt.

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Wenn schon Küchenrot, dann richtig Küchenrot. Die Adventszeit naht und dann verkleiden wir Frauen ja immer einen Teil unserer Wohnung, denn die Weihnachtsschmuckkisten sollen ja nicht immer so ungenutzt im Keller rumstehen.

In dem Sinne wünsche ich euch eine frohe Voradventszeit!

 


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Die Höflichkeit lebt, ja wirklich!!!

Da man ja unserer Jugend meist nicht das Allerbeste nachsagt, muss ich jetzt mal eine Lanze für sie brechen (heißt das Sprichwort so?)

Liegt es daran, dass ich mein Alter nicht mehr so richtig wegleugnen kann, liegt es daran, dass meine Beinschmerzen meist einen mittelprächtig leidenden Gesichtsausdruck hinterlassen? Ich habe doch schon mindestens 1/8 Murmeltier oder Murmeltierfett oder sonstwas vom Murmeltier auf das Bein geschmiert – bisher hat sich das Murmeltier noch nicht gnädig gezeigt.

Jedenfalls habe ich in der letzten Zeit oft einen Platz angeboten bekommen. Auch die Tür wurde mir lange aufgehalten, auch wenn ich noch ein paar Meter weg war. Ich freue mich dann immer sehr und sage das auch deutlich, denn ich hoffe, dass das dann anspornt, auch zu anderen so zu sein.

Mir wird ja nachgesagt, doch recht emanzipiert oder selbständig zu sein. Ich habe selten gewartet, bis mir jemand in die Jacke oder in den Mantel hilft – da habe ich es schon selbst erledigt. Aber manchmal finde ich Höflichkeit einfach angenehm – ich muss sagen, dass ich mich auch immer bemühe, niemand die Tür vor den Latz zu knallen.

Will jemand diese Tür einem anderen aufhalten, hat er Hilfe. Denn oben auf dem Stein steht: „Gott hilft, Gott hat geholfen, Gott wird helfen“ – sicher lege ich das mit dem Tür aufhalten einfach zu eng aus. Oder galt das mit der Hilfe nur für das 18. Jahrhundert?

 


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Abschied von HL 1 und HL2

Ist irgendwie irreführend, denn von HL 1 habe ich vor langen Jahren schon Abschied genommen, nämlich 1996 – doch innerlich habe ich diesen Abschied immer und immer hinausgezögert. Auch jetzt ist immer noch einiges in der Wohnung, was mich an „IHN“ erinnert:

  • ein Badefoto (1995) aus Mallorca – klebt im Kleiderschrank und zeigt mir, wie wahnsinnig schlank ich mal war
  • ein Foto im Segelboot, denn er war leidenschaftlicher Freizeitkapitän
  • ein kleiner Tonschutzengel, der mich beschützt
  • ein goldener Krebsanhänger an einem Bilderrahmen

und jetzt dieses Nummernschild, das absichtlich seine Initialen hatte und „zufällig“ sein Todesjahr. Ich habe – als man sich die Buchstabenkombination bei Autos aussuchen konnte – immer Autonummern mit CH gehabt, das konnte ich mir gut merken.

Wenn ich mit dieser Nummer gefragt wurde, was das heißt, war meine Blitzantwort: H…immelhoch-Löwe, da das ganze Auto voller Löwen war, konnte das jeder glauben.

Und jetzt ist der Himmelhoch-Löwe überall abgemeldet, die Steuer hat sich schon gemeldet, die Versicherung auch und der Käufer hat mich angemotzt, warum ich den Kaufvertrag an die Zulassungsstelle geschickt habe. Was hatte der mit meinem Auto vor? Als ich die Schilder von ihm bekam, nahm ich natürlich an, dass er das Auto ordnungsgemäß abgemeldet hat.

Ich habe übrigens mit zwei Anwälten vom ADAC gesprochen – wenn ich schon noch bis nächstes Jahr Oktover drin sein muss, kann ich auch noch Leistungen abfordern. – Beide haben mich übrigens gelobt, dass ich gleich unumwunden meine Schuld zugegeben habe. Der eine meinte ganz trocken: Ein fahrendes Auto und ein stehendes Auto – welcher Fahrer wird wohl schuld sein? – Beide meinten, da kommt nichts Schlimmes hinterher, auch das Bußgeld für einen Auffahrunfall ist erträglich.

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Dieses Foto, das mittelscharf unscharf ist, zeige ich nur, weil die Sachen drumherum vielleicht erkannt werden.

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Es wird so sein, von beiden wird immer ein wenig Erinnerungen bleiben.

 


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Bombiges Berlin

Es ist kaum zum glauben, 72 Jahre nach Kriegsende legen immer noch Bomben das Großstadtleben lahm.

Zuerst fuhr die S-Bahn nicht, weil in der Nähe des Potsdamer Platzes eine Bombe entschärft werden musste.

Und wenige Tage später, und zwar am Mittwoch, war der S-Bahnverkehr nach Potsdam unterbrochen, weil auch dort in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Bombe ihren Fundort hatte. Immerhin betraf es 10.000 Leute, die ihre Wohnungen während der Entschärfung räumen mussten.

Ich bewundere immer wieder die Entschärfer, die ihr Leben aufs Spiel setzen, denn diese alten und sicher total verrosteten Bomben reagieren ja ganz anders als man es von ihnen erwartet. Die Schlagzeilen im Netz waren nicht zu überlesen.

Nicht genug mit Potsdam, im Norden von Berlin wurde ebenfalls am Mittwoch in Reinickendorf noch eine Bombe entschärft.


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Susanna im Bade … *

… Quatsch, natürlich muss es „Clara im Bade“ heißen

Jetzt braucht ihr euch nicht auf heiße Fotos zu freuen, es geht um anderes.

Ich wollte meiner Gesundheit und meinem Bein was Gutes tun und deswegen Wassergymnastik machen, neumodisch auch mit Aquafitness benannt.

Das Ankogelbad ist

  • zu Fuß zu weit zum Laufen
  • mit Öffentlichen zu umständlich zu erreichen
  • mit Auto nicht möglich zu fahren

also holte ich seit langer Zeit mal wieder das Fahrrad hervor und es ging besser als ich dachte.

Da das Kinderbecken wärmeres Wasser und weniger Leute hatte, suchte ich mir dort eine Ecke. Natürlich blieb es nicht so leer und bald kam ein gutaussehender „Papa“ mit 4 Kindern. Ich vermutete, dass die beiden kleineren Jungen von ihm sind und die beiden türkischen Kinder von der Nachbarsfamilie mitgenommen waren.

Ihm und den Kindern zuzusehen und zu hören, war eine wahre Freude. Sobald sie am nassen Rand zu schnell rannten, zu laut quietschten oder sich mit ihren Schwimmärmeln ins zu tiefe Wasser begaben, genügte eine Handbewegung von ihm und die Kinder machten es. Immer wieder kam eines zu ihm, um sich liebevoll das Wasser aus den Augen wischen zu lassen.

Am Ende ging er selbst ins Wasser und warf die Kinder mit Lust und Laune hoch und sie platschten ins Wasser – immer und immer wieder wollten sie.

Ich war so neugierig geworden, welche denn nun seine Kinder sind. Und was stellte sich heraus?

Er ist Erzieher in einer KITA, der jüngste und mutigste war erst 3,5 Jahre und die Großen waren 5. Die Eltern dieser KITA können froh sein, so einen engagierten Erzieher zu haben, den die Kinder auch richtig mochten.

Mal sehen, ob er nächsten Dienstag auch wieder da ist.

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Zu dem kleinen Stern in der Überschrift – eine Leserin bei fb, übrigens eine Klassenfreundin von Klasse 1 bis 8, machte mich darauf aufmerksam, dass es nicht „Johanna im Bade“ heißt, sondern „Susanna im Bade“ heißen müsste und dem Pinsel von Tintoretto entstammt. Habe ich doch sofort geändert. – Als ich noch einmal bei Wiki recherchierte, habe ich festgestellt, dass sich auch noch andere Maler diesem biblischen Thema gewidmet haben, u.a. auch Rubens und Rembrandt. Da hat bei mir die kulturelle Bildung im Unterbewusstsein geschlummert 🙂

 


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Den ganzen Tag QVC sehen …

(so oder so ähnlich heißt ein Werbesender),

  • macht das Portemonnaie leerer
  • macht die Wohnung voller
  • macht den Kleiderschrank abwechslungsreicher
  • macht die Straßen verstopfter (weil so viele LKWs fahren müssen)
  • macht die Hersteller reicher
  • macht den Popo dicker, weil es alle Süßigkeiten nur im Kilopaket gibt – (oder waren es doch schon 500 g?)
  • macht die Menschen bequemer, weil sie nicht mehr einkaufen gehen müssen
  • macht den Verstand dümmer

Da ich in meiner Umgebung so etwas kenne, habe ich mein eigenes Einkaufsverhalten näher unter die Lupe genommen. Bei bestimmten Sachen ist es in Berlin schon recht mühsam, von dem einen Fachgeschäft zum anderen zu kommen. Ich will mich jetzt nicht mit meinem „Lahmknie“ herausreden, aber ich bin wirklich froh, dass ich nur auf drei oder vier Seiten suchen muss und dann IMMER das finde, was ich gern hätte. Nur im äußersten Notfall schicke ich es wieder zurück.

Was jetzt in letzter Zeit bei mir leider eingerissen ist, ist die Bestellung von rezeptgebundenen und rezeptfreien Medikamenten. Mir haben 1000 (oder weniger) Leute empfohlen, dass ich Hyaluron, dass ich Vitamin D, dass ich Curcuma oder dass ich Murmeltiersalbe brauche. Wenn alles weh tut, greift frau ja nach jedem Strohhalm. Bei der Versandapotheken ist das alles viel billiger als bei der um die Ecke. Ich kann nur für die um die Ecke hoffen, dass es noch genügend Kunden ohne Computer gibt, die ihre Sachen vor Ort kaufen.

Aber ich habe manchmal wenigstens ein schlechtes Gewissen – besonders, wenn ich bei A*mazon bestelle, denn von dort hört man ja nicht die mitarbeiterfreundlichsten Sachen.


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Clara und die Mode

Das Wort MODE konnte ich bestimmt schon in der ersten Klasse mit ungelenken Großbuchstaben schreiben, denn es ist ja keine große Leistung, sich 4 Buchstaben zu merken.

Was aber in diesem Wort steckt und was es bedeutet oder beinhaltet, habe ich bis heute nicht verinnerlicht.

Wie kann man die halbe Menschheit dazu bringen, dass in diesem Jahr nur diese und jene Farben Glück bringen, also Mode sind, alle anderen Kleidungsstücke kann man entweder in die Altkleidersammlung geben oder gleich entsorgen – denn wer will schon in Farben herumlaufen, die nicht Trend sind? 🙂 😉

Mit den Farben ist es die eine Seite, da kann man sich ja noch getrost darüber hinwegsetzen. Doch wie sieht es aus, wenn Herr Modeschöpfer Carl L., der smarte Wolfgang J., die jugendfrische Jil S., der Mehrfachmilliardär Giorgio A. oder die CC = Coco Chanel festlegen, dass die Rocklänge kurz oder lang, die Kleider tailliert oder locker fallen oder die Hosenbeine mit Schlag und weit oder hauteng sind. – An diesem Diktat kann man sich sicherlich vorbeimogeln, aber es fällt schon mehr auf als bei den Farben.

Und da bin ich auch schon bei des Pudels Kern. Ich habe eine lila Hose, das Kaufdatum liegt wirklich schon einige Jahre zurück. Ich gehe damit Doppelkopf spielen und prompt sagt eine zu mir: „Trägst du deine Hose aus den 70er Jahren auf?“

Ich fahre zu Besuch zu meiner Schwägerin – in einer Hose, die gut und viel Luft von unten in die Hosenbeine lässt. Nach ihrem Kommentar komme ich mir fast vor, als begehe ich ein Sakrileg.

Und jetzt fange ich an, mich umzuschauen. Nicht nur die blutjungen und schlanken Mädchen tragen hautenge Hosen. Ich überlege, ob sie sich da mit dem Schuhanzieher reinquälen, denn auf natürliche Weise kann das gar nicht klappen. Und dazu gehört dann ein kurzes Stück freies, nacktes Bein und irgendwelchen Markenturnschuhen. Von weitem sieht es aus, als wenn die jungen Damen in Strumpfhosen rumlaufen würden.

Und das soll schön sein?????? Ich habe das Gefühl, von 100 Hosenträgerinnen haben 3 keine hautengen Jeans oder andere Hosen an. Das sind dann die Außenseiterinnen. Ich mache mir überhaupt nichts daraus, auch Außenseiterin zu sein … … bis …

Jede versteht bestimmt, dass ich nach 7 kg abgegebenem Speck das Bedürfnis hatte, zwei neue Hosen zu kaufen. Außerdem bin ich schnapszahlensüchtig. Als auf der Waage wirklich und wahrhaftig die 66,6 erschien, musste ich mich belohnen. Ich ging zu einem Kleidungsdiscounter und probierte ewig. Ganz besonders beliebt waren dort die K-Größen – wahrscheinlich für das obligatorische nackte Stück Bein! Wollte ich aber nicht.

Hauteng wollte ich auch nicht, aber richtig weite und bequeme Hosenbeine wollte ich auch nicht – wenn schon eine neue Hose, dann kann sie ja nach der sicher bald wieder wechselnden Mode sein.

Und jetzt einen kleinen bildlichen Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Jeans zu meiner Lieblingshose mutiert.

Bei dieser Hose hätte ich nichts gegen eine andere Farbe gehabt, aber andere Farben waren nur in kurz zu haben.

Da war je der „Stress“ mit der Uhrenrückstellerei ein Kinderspiel dagegen.


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Die IGA zeigt(e) Gesicht(er)

Ich weiß, die IGA hat vor mehr als  2 Wochen ihre Pforten geschlossen – ich zeige euch aber dennoch etwas, was mir vor den Fotoapparat ge sprungen kommen ist. Eine Region zeigte auf unterschiedliche Art bekannte Personen oder Persönlichkeiten, die sich um das öffentliche Leben verdient gemacht haben. Die dazugehörigen Bilder auf der Ausstellungsfläche habe ich manchmal sofort erkannt, manchmal eher nicht oder manche Personen kannte ich gar nicht. Jetzt könnt ihr euch selbst ein Urteil bilden.

Es geht wohl um die Region Halle/Saale und Unstrut. Fragt mich nicht, wie das miteinander zusammenhängt.

Bismarck ist uns – zumindest den Ostkindern – im Schulunterrecht nicht besonders positiv rübergebracht worden. – Das zuletzt aufgeführte Zitat von ihm gefällt mir sehr.

So, diesen Herrn habe ich nicht allein sofort erkannt, ihr sicher auch. – Bei diesem, dem Hofmusikus Georg Friedrich Händel, war das auch noch leicht, zumal alles in der Deko auf ihn als Musikmenschen hinwies. – Er wurde im Februar 1685 in Halle geboren. Berühmte Söhne werden auch nach 300 Jahren nicht vergessen.

Na, jetzt lassen wir mal die ganz leichten Sachen. – Den Namen von ihr kennen viele, vielleicht alle – aber von der Zeichnung her???

Geboren wurde Käthe Kruse zwar in Breslau und gestorben ist sie auch wo anders, aber ihre berühmte und bekannte Puppenwerkstatt hat sie in Bad Kösen betrieben, was man auf dem Kurzlebenslaufbogen lesen kann. Sie ist erst 1968 gestorben – also zu einer Zeit, an die ich mich noch erinnern kann.

Aber jetzt wird es richtig schwer – zumindest für alle die, die sich nicht mit Malerei in der DDR beschäftigt haben. Ihr könnt ja mal nach dem Namen Willi Sitte googeln – könnt es aber auch lassen. Das Gesicht sagte mir nichts, allerdings der Name.

 

Aber Otto von Guericke sagt euch was – das ist der Mann, der im 17. Jahrhundert vor dem Magdeburger Rathaus die Gäule anspannen ließ, die eine aus zwei Teilen bestehende Kugel auseinander ziehen sollten. Auf jeder Seite zogen 8 Pferde. Sie schafften es natürlich nicht, da Guericke mit dem Vakuum „gehext“ hatte.

Viel mehr weiß ich über den Mann auch schon nicht zu berichten.

Und was haben wir jetzt? – Martin Luther, den kennen wir natürlich alle, denn er hat ja in der Religionsgeschichte genügend bewegt. Allerdings fand ich das dazugehörige Blumengesteck etwas seltsam. – Und das war es dann auch schon.

Aber jetzt ist wirklich und wahrhaftig Schluss mit der IGA – ich muss ja auch mal was anderes berichten.