Claras Allerleiweltsgedanken


Ein Kommentar

Eine Kofferodyssee

Ich verreise in diesem Jahr ungefähr so oft wie in den 10 Jahren zuvor.

Ich meine jetzt echte Reisen, nicht Verwandten- oder Bekanntenbesuche, die inzwischen aus verschiedensten Gründen stark reduziert sind. Vielleicht kann ich in ein paar Jahren so etwas gar nicht mehr machen, also will ich es dieses Jahr noch einmal wissen.

Da meine mangelnden Hör- und Fremdsprachkenntnisse mich zu unsicher sein lassen bei eigenen Fahrten, habe ich doch welche von einem Reiseunternehmen gewählt. Bis auf eine nach Prag ist es das Unternehmen, mit denen ich in Jordanien war.

Mein Schlaf- und Schnarchverhalten (trotz Operation!) erlauben es mir nicht, eine Begleitperson in ein Doppelzimmer zu locken. Vor längerer Zeit hatte ich es versucht – wurde aber nachts immer durch einen Schlag mit dem Kleiderbügel vom Schnarchen abgehalten. Die Betten standen getrennt – und damit sie nicht immer aufstehen musste, um mich zu rütteln, nahm sie den Bügel. – Es war ein ungemein erholsamer Urlaub *Ironiemodus aus*

Im Juli geht es los und dann Schlag auf Schlag.

Die Reise nach Prag für zwei Personen habe ich gewonnen – wir müssen nur den Saisonzuschlag bezahlen. Es ist also ein Doppelzimmer. – Wie es mir und ob es mir überhaupt noch nach der Reise geht, erzähle ich euch danach.

Die anderen beiden Reisen werde ich noch in eine Wolke der Geheimniskrämerei hüllen. Kommt Zeit, kommt Berichterstattung mit Text und Foto.

Was ich euch aber schon mal zeige, ist der Koffer, den ich mir für die Reisen kaufen wollte – muss ich zum heutigen Zeitpunkt des Textens schreiben. Der vorhandene ist wirklich zu klein – der reicht für einen Kurztrip, außerdem machen mindestens 2 von den 4 Rollen, was sie wollen.

Die Farbe lila ist ja nicht zu übersehen – ob er deswegen Angst hatte, zu mir zu kommen? – Jetzt, wo ich den Artikel schreibe, hätte er schon einige Tage bei mir sein sollen – doch irgend etwas ist schief gegangen. Den ersten habe ich am 7. März bestellt. Die DHL-Paketverfolgungs-App zeigte eine Einlieferung in das erste Paketzentrum an – doch dann 10 Tage lang nichts mehr. Ein Telefonat zu Amazon und das Geld wurde auf mein Konto erstattet.

Den zweiten bestellte ich am 13. März – der war als Aktion sogar 7,00 € preiswerter. – 4 Tage nach der Versandbenachrichtigung rief ich wieder  an und das zweite Mal wurde eine Überweisung getätigt, weil kein Koffer kam.

Aller guten Dinge sind drei – am 19. März bestellte ich den gleichen Koffer zum dritten Mal. Der große Versandriese war sogar so kulant, mir die ca. 7,00 € zu erstatten, die der „Aktions“koffer preiswerter war.

Dieser Artikel erscheint ja erst am 24. März – mal sehen, was sich bis dahin tut. – Irgendwann werde ich diesen Koffer nicht mehr bestellen können, weil keine mehr da sind – alle liegen bei DHL auf Halde 🙂 – Falls er nicht kommt, so HÄTTE er so ausgesehen. – Aber am 22. kam er dann doch, aber nicht ohne heftige Geburtswehen. Und vor allem ist es eher ein Lucie-Gedenkkoffer, denn die von mir in lila erhofften Teile sind eher blau – aber ich bin ja nicht pingelig.

 

Der dritte wurde mit UPS geschickt – ein recht zuverlässiges Unternehmen – dachte ich. Der Überbringerbote stand in aller Herrgottsfrühe (nach meinem Maßstab) vor meiner Haustür. Warum ich das Klingeln nicht gehört habe, bleibt rätselhaft – ich hoffe, er HAT geklingelt.

Und dann fand ich im Briefkasten diesen Zettel:

Ein Nachbar und ich – nichts konnten wir lesen. Bei Nachbar oder Access Point war kein Kreuz gesetzt. Da meine Adresse auch eine -Damm-Adresse ist, ging ich zur Hausnummer 39, aber dort war kein Name, der auch nur annähernd stimmte.

Dann kam mir die Erleuchtung, dass das Mariend(orfer) Damm heißen könnte. Also suchte ich per Netz in der 39 einen UPS Access Point. Der wäre erstens sehr, sehr weit weg von mir und zweitens gibt es dort keinen.

Auf die letzte Lösung bin ich ziemlich zufällig gestoßen und konnte ihn dann im Mariendorfer Damm 439 abholen. Sind ja nur poplige 400 Hausnummern dazwischen.

Ich habe mir den QR-Scanner auf dem Handy installiert und der hat mich dann dorthin geführt, wo mein Koffer sehnsüchtig nach mir rief.

Wenn ich mir die beiliegenden Informationen so ansehe, braucht man ja ein Koffer-Hochschulstudium, um das alles zu begreifen. Das mit dem integrierten Schloss verlangt gute Augen, denn die sichtbaren Zahlen sind so klein, dass ich sie kaum erkennen kann. Sicherheitshalber werde ich meinen Koffer anders verschließen, damit ich nicht einen Urlaub mit verschlossenem Koffer verbringen muss.


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Unser Haus wird eingepackt …

und wir müssen den Balkon umpacken!

Sicher gibt es Schlimmeres – ich bin gespannt, wie lange ich die Sonne auf dem Balkon nicht genießen kann und wie lange ich – außer in der Küche und im Bad – durch blaue Schutzfolie auf die Umwelt gucken muss.

Die Wärmedämmung entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen, deswegen muss zusätzlich isoliert werden. Außerdem sind auf den Giebelwänden und an den Fassaden noch die gesundheitsschädlichen Eternitplatten, die man mit Asbest gleichsetzen kann. Diese werden auch entfernt.

Für mich und für alle Mieter in den betroffenen Wohnungen bedeutet das, dass die Balkons total leer geräumt werden müssen. Die Blumenkästen müssen weg, weil die Zinkbleche erneuert werden. Bilder, Möbel, Kästen und anderes – kein Problem, fast alles schon weg. Nur der Fußbodenbelag aus den Kunststofffliesen, der macht mir ein wenig Kummer. Ich will nicht wieder Platte für Platte verbinden, sondern den Fußboden in vier großen Stücken entfernen – ich hoffe, das wird was. – Auf dem Balkon hatte ich ein leuchtendes Blütenbäumchen – das kann ich jetzt in meinem Wohnzimmer erstrahlen lassen.

Für Kitsch, Plastik und Plunder habe ich noch aus der alten Wohnung grüne Kunststoffgefäße, die nicht unbedingt immer mit echten Pflanzen bepflanzt sein müssen. Jetzt ist ein Fensterbrett damit gefüllt. – Meine Schmetterlinge müssen ja auf etwas landen können.

 


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Wer spielt mit mir?

Ist es mir dort, wo ich oft Doppelkopf spiele, zu laut und zu hektisch, dann ziehe ich mich in mein schönes Refugium zurück. Dort bin ich aber im Normalfall allein – und Doppelkopf spielt man nun eben zu viert.

Was sage ich immer: „Ich bin vielleicht dumm, aber nicht blöd“ – und deswegen habe ich einen Ausweg gefunden.

Zwei kurzärmlige lila Damen und zwei langärmlige schwarze Herren, alle mit dem lilaverzierten Vogel auf der Brust, haben auf der Erde Platz genommen, um Karten zu spielen.

Ein wenig musste das Fotoprogramm aushelfen, denn das eine schwarze Herrenshirt, was mir hoffnungslos zu groß war, habe ich schon an meinen Sohn weitergegeben.

Im einzelnen sieht das schöne Motiv so aus:

Lila in lila gefällt mir natürlich noch besser als lila auf schwarz – aber für Herren ist es in schwarz sicher besser.

Ist bei der Clara der Reichtum ausgebrochen? (Denn diese T- und Sweatshirts sind nicht ganz billig und werden von weither für einen erklecklichen Transportpreis bis nach Berlin gebracht.) Hat sie auf ihre Stromsperrenauszahlung großzügig eingekauft? (Hätte aber nur für ein Shirt gereicht!) – Warum hat sie jetzt vier hier liegen, und nicht alles ist Fotoprogrammschummelei.

Das kam so. Ich bestellte als T-Shirt die Größe L und bei dem schwarzen Sweatshirt ebenfalls. Dabei berücksichtigte ich nicht, dass es von der Herrenabteilung war, weil es das für Damen nicht gab.

Ergebnis: Das schwarze war rettungslos zu groß und das kurze, das tailliert gearbeitet ist, hätte größer sein können.

Obwohl Redbubble in Übersee produziert, gibt es zum Glück in Berlin eine Kontakttelefonnummer mit hochmotivierten jüngeren Männern. Die zeigten sich willig und bereit, mir beides erneut und in der richtigen Größe zuzusenden. Und genau so passierte es und jetzt ist größenmäßig alles in Ordnung.

Das einzige, das außergewöhnlich ist: Ich musste die beiden Shirts nicht zurückschicken, deswegen habe ich das eine meinem Sohn geschenkt und das zweite wollte ich bei Mallybeau unterbringen, da sie dort maßgeblich als Designerin eine eigene Kollektion eingestellt hat. Aber ihr geht die Liebe zu Lila etwas ab. Ich finde schon jemand, der ich das schenken kann.

Etwas anderes ist auch noch verwunderlich. Sie schicken es so, dass es in den Briefkasten eingeworfen wird oder vom Postboten übergeben wird, ohne dass ich den Empfang quittieren muss. Könnte es nicht unehrliche Leute geben, die einfach behaupten, die Sendung nicht erhalten zu haben?


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Wenn schon keine Schmetterlinge im Bauch …

… dann eben an der Wand.

Mein Tick, in jedem Zimmer eine Uhr zu haben, wurde davon etwas durcheinander gebracht, dass ich ein (kleines) gutes Werk getan habe und einer Freundin eine Funkuhr für die Wand geschenkt habe.

Und jetzt war (fast) keine in meinem Schlafarbeitszimmer, denn der Wecker zählt für mich nicht. Ich sah mich im Netz um, was für mich fast immer A*mazon heißt. Ich weiß, dass die Arbeitsbedingungen dort nicht ideal sind, aber ich habe weder Lust noch Zeit, durch die zahlreichen Berliner Geschäfte zu strolchen umd mir eine Uhr auszusuchen. Hier habe ich Dutzende im Blick – und dieser fiel auf diese Uhr

Da ja schon viele Schmetterlinge auf meiner Fensterscheibe „fliegen“, kam diese in die nähere Auswahl. Funk sollte sie sein, fast geräuschlos laufen und natürlich lila – über Selbstverständlichkeiten spricht man nicht.

 

Ich bestellte sie und sie kam einige Tage später an. Sie kommt von einem polnischen Anbieter, der offensichtlich noch neu ist bei A*mazon. Er wirbt mit beigelegten 8 kleinen Spiegelherzen um die Gunst der Kunden und um gute Einschätzung. Mal sehen, was ich mache, denn die Uhr sah ein wenig anders aus, weil sie nicht zweifarbig war. Besonders fehlte aber das Funkuhrwerk. – Mal sehen, was sie aus meiner Reklamation machen.

Es wurde ein wenig umgeräumt, damit ich vom Bett aus freie Sicht auf die Uhr(zeit) habe, dann fängt der Tag gleich flügelschlagend und lila an.


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Der Strom hat einen interessanten Haken geschlagen *grins*

Der längere Stromausfall, von dem ich im vorhergehenden Post berichtete, bewegte die Gemüter. Da der Grundanbieter (leichtsinniger Weise) das Versprechen gegeben hat, jeden gemeldeten Stromausfall innerhalb von drei Stunden zu reparieren, wurde es jetzt bei mehr als 4 Stunden eng.

In der Kindererziehung heißt es für Eltern: „Versprich nichts, was du nicht halten kannst“ – und deswegen ging gestern die Nachricht durch die Medien:

Jeder betroffene Haushalt kann sich melden und bekommt 20,00 € erstattet.

Wenn man, so wie ich, so leicht im Schlaf Geld verdienen kann, mache ich das natürlich und warte jetzt auf den Geldsegen oder -regen auf meinem Konto.


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Überraschungen!!!

… sind nicht immer positiv!

Stell dir vor, du machst deinen Fernseher an und es kommt nicht ein einziges Programm in HD – sondern immer nur der Spruch: Überprüfe deine Kabelverbindung. Bis gestern war alles noch in Ordnung und du hast NICHTS an der Verbindung geändert.

Zum Glück erledigen sich einige Sachen von selbst.

Stell dir vor, du wirst früh gegen drei Uhr wach und willst dich von schwacher Nachtbeleuchtung zur Toilette leiten lassen. Doch nichts leuchtet. Andere Schalter betätigt – nichts. Die Mikrowellenuhr zeigt Nichts.

Also wieder ins warme Bett zurück, gegen 7.00 Uhr das gleiche Ritual. Kurz mal an den Tiefkühlschrankinhalt gedacht, trotzdem wieder schlafen gegangen, denn ohne Strom kein Handyladen, kein Computer, keine Kaffeemaschine.

Fazit: Der Mensch ist ganz schön abhängig vom Strom und freut sich, dass er kurz vor 8.00 Uhr wieder da war. Sofort dankbar an die Reparaturtruppe gedacht, die uns diese Freude bereitet hat. – Der Stromausfall betraf 35.000 Haushalte und dauerte über 4 Stunden, doch dann wurden wir alle wieder erleuchtet.


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Und wer im März geboren ist …

Bis vor einiger Zeit traten zwei Geburtstagskinder aus meiner unmittelbaren Umgebung bei diesem Lied in den Kreis und machten – so sie das noch konnten – einen Knicks oder einen Diener.

Als es die Oma für den Enkel nicht mehr gab, muss und darf er jetzt allein Geburtstag feiern.

Dieses Gefäß fand ich passend für dich, lieber Sohn.

  1. Leben machst du ja jetzt schon ein paar Jahre – und schlecht war es nur zwischendrin mal, als dich keiner bei sich arbeiten lassen wollte. Da hast du nach Himmelhochmanier den Stier bei den Hörnern gepackt und selbst ein Geschäft eröffnet, mit dem du sicher schon viele Hunde und ihre BesitzerInnen glücklich gemacht hast.
    Weiterhin gute Ideen und viel Kraft dafür.
  2. Lieben ist seit einiger Zeit etwas aufgerückt im Kurs – und das finde ich sehr schön. Es möge eine lange Zeit so bleiben und schön sein.
  3. Lachen – man sagt ja, ein Chef hat nichts zu lachen – ich hoffe, dass das anders ist. Ansonsten lache mit anderen Leuten, du findest bestimmt genug.
  4. Lallen – nach zu viel Alkohol kann das schon mal passieren, doch ansonsten wünsche ich dir, dass das ab und an mal auftretenden Alterslallen noch eine Weile auf sich warten lässt.

Und jetzt schicke ich dir deinen Herzhund Lenny vorbei mit Geburtstagsblumen.


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Etwas mehr Geduld bitte, Frau Himmelhoch!

Als Wohnungseinweihungsgeschenk bekam ich einen Orchideentopf geschenkt. Der blühte eine ganz schön lange Zeit so vor sich hin, doch dann hatte er keine Lust mehr zu blühen. Er warf alles ab und behielt lediglich seine großen grünen Blätter.

Das schaute ich mir so eine ganze Zeit lang. Im Handy hatte ich festgelegt, wann ich ihn zu tauchen habe – und das machte ich auch. Doch irgendwie überfiel mich nach einiger Zeit die Lust, den Topf im Biomüll zu versenken – ohne Topf natürlich.

Doch mit diesen Überlegungen war ich offenbar nicht zügig genug, denn siehe da, inzwischen hat die Pflanze wieder sieben Blüten, zwei an einem Stiel und die restlichen an einem anderen. Und damit hat sie sich natürlich auch ihre weitere Daseinsberechtigung erblüht.


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Weil alle Zimmer unbelegt waren …

… musste ich „doppelt“ zahlen?

Ende des letzten Monats begab ich mich nach D.. Da kann ich mir noch so sehr Mühe geben, edle Gedanken zu haben – die irdischen Dinge holen mich doch immer wieder ein. Schon die Busfahrten waren zwar preiswert, aber mehr als unkomfortabel. Sowohl hin als auch zurück saßen Menschen neben mir, die ca. 1,5 Plätze für sich beanspruchten. Die Mittelarmlehne existierte nicht, womit ich mich hätte abgrenzen können. Ich saß immer auf dem Gangplatz und immer auf dem Rand, so dass ich sicher die Vorrichtung für den Sicherheitsgurt fest als Abdruck in den Weichteilen hatte.

Auf der Hinfahrt war es eine jüngere Russin, die trotz gut geheizten Busses ihren dicken Wintermantel und ihre Wollmütze nicht ablegte. Ich bedankte mich bei meinem Schnupfen, dass ich nicht riechen konnte, ob sie anfing zu müffeln. –

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Auf der Rückfahrt hatte der Hertha-BSC-Fan, der sich neben mir breit machte,  in Gedanken bei seinen Pornofilmen auf dem Laptop bestimmt immer die Hauptdarstellerin des Films auf dem Schoß, denn so breit machte er sich. Da der Bus bis zum allerletzten Platz ausgebucht war, musste ich durchhalten bis zum bitteren Ende. Wir hatten Verspätung und ich schloss 1.30 Uhr meine Wohnungstür auf.

Als ich in Duisburg nach einer längeren Stadtbusfahrt das Hotel gefunden hatte, in dem ich ein Zimmer reserviert hatte, musste ich im Schweiße meines Angesichtes meinen Koffer eine enge, steile Holztreppe hochschleppen – die junge Wirtin ging fröhlich pfeifend hinter mir. Und als sie mir das Zimmer zeigte, wäre ich am liebsten stehenden Fußes umgedreht und in ein anderes Etablissement gegangen. Leider hatte ich das nicht vorbereitet.

Mir wurde für 65,00 € pro Nacht geboten:

Das Zimmer mit den Maßen 2,00m x 5,00 m enthielt ausrangierte Möbel, die alle beschädigt waren. Ein bequemes Sitzmöbel fehlte – wo hätte es auch stehen sollen.  Der Durchlauferhitzer funktionierte nicht richtig und die Aussicht hätte aus einer Knastzelle nicht schlimmer sein können.

Die „wunderschöne Aussicht“ will ich in einer Extragalerie zeigen.

Das Hotel lebt offenbar nur vom Restaurantbetrieb. Das Essen war gehobene Preisklasse, aber gut. Der Herr des Hauses und gleichzeitig der Koch lebt in seinen Kochpausen seine künstlerische Neigungen aus. Einige Sachen davon waren ganz schön.

Es wird mich nicht mehr so schnell etwas in diese Stadt führen – aber wenn, dann ist dieses Hotel zur „no-go-Ära“ erklärt.


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Ich bin von Kopf bis Fuß …

… auf Ärzte eingestellt

Habe ich Talent zum Hypochonder? …… oder steckt etwas Ernstes dahinter, was keiner findet?

Wenn ich gut gelaunt bin, kann ich meine Zipperlein als solche ansehen und nicht so tragisch nehmen. Wenn sie sich aber zu sehr häufen und richtig stören, dann werde ich schon ungehalten und lebensunlustig, weil es anstrengend wird.

Die Leistung der Ohren ist seit 2004, wo ich Hörgeräte bekommen habe, stark zurück gegangen. Früher habe ich nur in lauter Umgebung Probleme mit dem Verstehen gehabt, jetzt schaffe ich das auch schon in leiser Umgebung. Das Problem sind ja die zwei so unterschiedlichen Ohren. Das rechte hat es durch zwei Mittelohrvereiterungen 2004 fast vollständig entschärft. Zur  Unterstützung des linken bringt es noch etwas Leistung, aber allein verweigert es seinen Dienst. Ich könnte nie auf dem rechten Ohr telefonieren. – Und deswegen habe ich die sehr berechtigte Angst, dass links der Verfall weiter fortschreitet und ich gar nicht mehr telefonieren kann. Und damit meine ich nicht lange Privatgespräche, sondern Terminabsprachen und anderes.

Mein HNO-Arzt hat mich in eine Cochleaimplantat-Sprechstunde überwiesen, was mein Akustiker sehr befremdlich fand, da der Arzt vorher keine Hörnervsprüfung gemacht hat. Der Hörnerv muss intakt sein, sonst hat diese teure und aufwändige Operation keinen Sinn.

Mein ganzes Innere sträubt sich gegen diese Operation, vor allem deswegen, weil das Hören mit einem Implantat sehr „maschinell“ klingt, von allen anderen Unbilden mal abgesehen, die dabei passieren können. Hinter meinem angelegten Ohr wäre gar nicht so viel Platz, um dieses riesige Hörgerät unterzubringen.

Ich lasse mich überraschen.

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Über meine „Schwindeleien“ habe ich mich ja hier schon öfter beklagt. Trotz umfangreicher Diagnostik ist nichts handfestes raus gekommen, so dass ich einfach weiter schwindele Schwindel habe und mir meine blauen Flecken an Ecken und Kanten hole. Wenn ich jetzt mit dem neuesten Problem zu einem anderen Neurologen gehen werde, kann ich das vielleicht mit anschneiden.

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Man könnte glauben,  das sind Faschingsaufnahmen mit bestimmten Masken oder Verkleidungen.

Dabei ist es ein erneutes MRT, das einiges ausschließen soll.

Ich habe erst am 18. April in der Neurologie einen Termin bekommen, bis dahin will ich noch keine Unkereien hier ablassen, was es sein könnte.

Aber, es ist schon befremdlich, wenn ich Heimwerkerfreak den Schraubendreher schlecht in den Schraubenschlitz bekomme – Es ist schon verwunderlich, wenn ich keinen vollen Löffel mit Suppe ohne zu kleckern zum Mund bekomme. – Es ist schon zeitraubend, wenn ich den Schlüssel nicht ins Schlüsselloch bekomme, weil er ständig auf Abwege will. – Es ist unbegreiflich, dass ich eine überstehende Folie nicht gerade abschneiden kann, weil das Cuttermesser so zittert. – Es ist ruhestörend, wenn ich spät am Abend den Spüler ausräume und laut mit dem Geschirr beim Einräumen klappere – aber es ist besonders peinlich, wenn ich beim Unterschreiben eines EC-Kartenbelegs angeschaut werde, als hätte ich meine Unterschrift gefälscht.

Vielleicht ist alles ein wenig überspitzt dargestellt, aber nicht viel.

Beim MRT habe ich mich angestellt wie eine Neuberlinerin. Die erste Stelle bot mir Mitte Mai als Termin, das war mir zu spät. Also rief ich im Behringkrankenhaus an und bekam für den darauffolgenden Samstag einen Termin – klasse.

Samstag früh ins Auto gesetzt und hingefahren. An der Rezeption: „Ich habe hier einen Termin für ein MRT“. „Das kann nicht sein, wir haben gar kein MRT. Wir sind das Bethelkrankenhaus – vielleicht verwechseln Sie uns mit dem Behringkrankenhaus in Zehlendorf.“

Ich guckte sofort in meinen elektronischen Kalender und dort stand: „8.30 Behringkrankenhaus MRT“

Wer lesen kann ist echt im Vorteil.

Aber sie haben mich auch mit einstündiger Verspätung noch dran genommen, was mich sehr gefreut hat.