Claras Allerleiweltsgedanken


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Lieber Gott, ich wünsche mir …

(Clara) … zum Geburtstag eine Stichsäge!

(Gott) Clara, habe ich richtig gehört: Eine Stichsäge? Du weißt ja, ich bin schon uralt und meine Ohren sind durch das ganze Getöse, Geknalle und Geschieße auf der Welt auch nicht mehr die besten.

(Clara) Ja, du hast genau richtig gehört.

(Gott) Verzeihung, aber was willst DU denn in DEINEM ALTER mit einer Stichsäge? Den Sarg können andere Leute viel besser tischlern, oder willst du auch das mal selbst ausprobieren?

(Clara) Nein, mit STICH habe ich ja schon immer gesägt oder gehämmert oder genagelt, aber STICHGESÄGT, und das auch noch elektrisch, habe ich noch nie. – Außerdem hat mir und meinem schwarzen Humor der Witz von dem kleinen Jungen, der den ganzen Tag Trekker fährt, gefallen.
Mit einer Stichsäge hätte ich die Chance, den Witz irgendwie anders zu erfinden.

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Und damit das mit meinem Wunsch auch klar geht, wacht Lenny darüber.

Und wie Recht ich habe mit meinem Wunsch nach einer Stichsäge. Kaum hatte ich sie zu seinem Eigentümer zurück gebracht, habe ich mir so einen Altweiber-/männersitz für die Badewanne gekauft – doch wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist er etwas zu lang. Die beiden Alurohre, die die Randauflagen halten, müssen 3 cm gekürzt werden. – Also wieder dorthin dackeln – das einzig Gute daran, ich sehe Sohn und Hund dadurch wieder.

 

 

 

 


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Windows 10 – ja oder nein

Die Aufforderungen, doch Win 10 zu installieren, werden ja immer dringlicher und massiver. Gestern las ich zum ersten Mal, dass ich dreißig Tage zu dem alten Betriebssystem zurück könnte, wenn es mit dem neuen nicht klappt.

Hat jemand von euch Erfahrungen? Gute oder schlechte? Ich meine wirklich dieses Aufpeppen von Win 7 oder 8 auf 10?

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Was wirklich klappt oder klappert, könnt ihr im Fotoblog sehen.


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Balkonmärchen

Es war einmal ein mittelgroßer, knuffiger Westbalkon, der fast jeden Nachmittag im Glanz der Frühabendsonne erstrahlte. Dennoch schien er nicht glücklich und zufrieden zu sein. Immer, wenn die Bewohnerin sich blicken und sich erschöpft in den Balkonstuhl fallen ließ, hörte sie ein Flüstern. Vielleicht war es auch gar nicht so leise, vielleicht war einfach der Straßenlärm zu laut oder die Ohren zu verstopft.

Nach längerem, angestrengtem Zuhören verstand sie: „Hübsch mich bitte auf, ich seh schon so alt aus!“

Darauf antwortete die Balkonstuhl(be)sitzerin: „Und wer hübscht mich auf, ich bin viel oller als du – wir sind hier doch nicht ‚Bei wünsch dir was!'“

So ging das hin, so ging das her – und die im Sessel hatte die schwächeren Nerven, nachdem das passierte, wovon im letzten Artikel berichtet wurde. Da meinte sie auch plötzlich, dass der Fußbodenteppich wirklich schon alt ist. Als sie unter diesen Teppich schaute, bekam sie das grün rieselnd bestätigt. – Sie hatte das Gefühl, dass sich der Balkon für seinen nicht erhörten Wunsch rächte und deswegen den Staubsauger als zusätzliches Argument für seinen Wunsch kurz mal außer Betrieb gesetzt hatte.

Also wurde eine Fußbodenneubelegung beschlossen. Beschlossene Sachen soll frau nicht auf die lange Bank schieben, also wurde der erste absolut regenfreie Tag dafür vorgesehen.

Alles wurde ins Wohnzimmer geräumt und der dreckfeuchte Teppich zusammengerollt und entsorgt.  – Nach Wischen der Kanten waren dann alle zufrieden: Der Balkon, die Bewohnerin und der zukünftige Belag. Jetzt läuft die Aktion: 1,47 m x 4,31 m = 6,3357 qm neu belegen.

(Die jetzt folgenden Fotos sind nicht für den Berliner Fotowettbewerb gedacht, sondern lediglich zu Dokumentationszwecken angefertigt worden!!!!)

Danach wurde Leon aus dem Stall geholt, den Weg zu den BlauGelben kennt er fast schon von allein und dann ein Wagen beladen.

Ausgesucht hatte ich mir die grauen Kunststofffliesen auf dieser Seite. Braune Holzfliesen sind zwar schöner, aber auch viel pflegeintensiver und teurer – und das wollte ich nicht. Außerdem passen braune Holzfliesen nicht zu meinem Interieur.:-)

2207 IKEA Bodenfliesen

Wenn Ikea ein Foto mit Ton eingestellt hätte, wäre meine Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Da der Untergrund eben doch nicht absolut plan ist, gibt es Gehgeräusche, wie ich nach Fertigstellung festgestellt habe. Ich sage mir: Es gibt Schlimmeres! – Und so fing ich an:

Die Fertigstellung musste leider verschoben werden, da die Fliesen nur mit einer Stichsäge mit Metallsägeblatt zugeschnitten werden konnten – und die sollte besser der Wohnungseigentümer handhaben.

Der brachte einige zu unterschreibende Dokumente, den fressgierigen Lenny und die Stichsäge an einem Sonntag vorbei. Wir wollten den Mitmietern den Lärm nicht zumuten. Also bekam ich eine Schnelleinweisung und durfte alles am Montag allein machen.

Mir erschien die Badewanne als der geeignetste Ort zum Sägen. Ein Brett über die Wanne gelegt, zwei Schraubzwingen hielten die Fliese und das Sägeblatt tanzte munter auf und ab. Vom Prinzip wich es selten von seiner vorgegebenen Route ab – aber kleinere Pannen passierten. Notfalls hätte ich zwei Fliesen zur Reserve gehabt, doch die wurden nicht gebraucht.

Die letzten Fliesen waren die schwierigsten, weil sie sich so schlecht einklicken ließen. Und dann musste ich eine ca. 4 cm breite „Füllung“ sägen, weil es mir mit solch einem großen Abstand nicht gefallen hätte.  Ohne Schraubzwingenbefestigungsmöglichkeit. – Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Das Ergebnis gefällt mir sehrsehrsehr und die Plastiksägespäne waren auch schnell wegbeseitigt.

Von weiteren Aufhübschungsarbeiten berichte ich später mal.

 


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Blinder Eifer schadet nur

Leider ist das nicht immer mein Leitspruch, sondern oft mein Leidspruch. Ich kann mich mit viel Eifer in ein Gefecht hineinreiten.

Doch jetzt will ich natürlich nicht von gewonnenen Gefechten schreiben, sondern von (verlorenen) Schlachten. Nein, letztendlich ging sie dann doch noch gut aus.

Bisher kam ich noch gar nicht dazu, euch zu berichten, dass ich meinen Altsauger gegen einen Neusauger getauscht habe. Letzter hatte große Laufräder, dieser hier hat große Saugleistung und weniger db. Jeder denkt, dass das für Schwerhörige doch egal sein müsste, ist es aber nicht, da ich alle Geräusche und Techniklärm offenbar besser höre als andere.

Da es den neuen leider nicht in lila gab:-), musste ich auf Lucies Lieblingsfarbe zurückgreifen. – Er fing gerade an, sich bei mir wohlzufühlen, alle Dreckecken zu kennen und freudig erregt über das Parkett zu saugschnorcheln. Da die Original-Hartbodendüse defekt war, habe ich kostenlos eine neue vom feinsten bekommen- da hat mindestens ein Pferd Teile seines Schweifes geopfert. So kann saugen richtig Spaß machen, was Loriot in seinem frechen Sketch auch bestätigte:

Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann

2007 Staubsauger neu

Mein Heinzelmann ist zwar von S*iemens und nicht von V*orwerk, aber ich kann nicht klagen. … Besser, ich konnte nicht klagen, bis ich ihn auf dem Balkon einsetzte. Für mich war der Teppich nur geringfügig feucht, für den Staubsauger muss es ein Labsal gewesen sein, wo er trinken konnte.

Ergebnis: 2 Tage Trocknungspause.

2007 Stabsauger trocknet

Zum Glück sind jetzt alle wieder zufrieden und gehen an ihre Arbeit.

 


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Hoffentlich können die Hunde lesen! Oder …

Deutschland schließt sich ein, ab und aus …… und wir machen mit, in meinem Fall zwangsweise.

Ich meine damit das Wohngebiet, in dem ich jetzt schon ein 3/4 Jahr zu Hause bin. Wir haben hier von der Hauptstraße her drei Parkplatzzufahrten, die auch für Fußgänger offen sind und noch ein wenig mehr Häuserzugänge – also mehr oder weniger Tag der offenen Tür, was ich vollkommen in Ordnung finde.

Und dazu haben wir einen Hinterein- oder auch -ausgang, der mich z.B. ganz schnell zu einer anderen wichtigen Gegend führt, wo Friseur, Apotheke, Rehasport, Post und und und sind. Das ist eine kleine Pforte, bis vor ca. 4 Wochen immer offenstehend. Hinter dem Zaun mit dieser bis dato offenen Pforte befindet sich ein anderes Wohngebiet, wie das in Berlin so üblich ist. Besonders für gehbehinderte Leute mit Rollator, für zu-Fuß-Einkaufende bei drei Discountern oder für Nutzer der Buslinie 277 war dieser Durchgang eine willkommene Abkürzung.

Doch da das hier eine Siedlung mit überwiegend Eigentümern ist, müssen sich welche an diesem „Durchgangsverkehr“ gestört haben.

Die Pforte wurde mit ziemlich viel Aufwand verschlossen und an der Vorderfront wurden überall diese Schilder aufgestellt.

Sollte mich jemand fragen: Alle Leute – ob mit oder ohne Hund – die einigermaßen zu Fuß sind, gehen 50 m weiter und kommen dann dennoch auf unser Territorium. Und wer kann „gentechnisch“ beweisen, dass die ungeliebten Hundehaufen nicht von den „eigenen“ Hunden sind – also von Hunden, deren Besitzer hier ihre Wohnung haben.

Mir tun jedenfalls die alten Leute Leid, die jetzt einen Riesenumweg gehen müssen, wenn sie zu NettoLidlAldi wollen oder zum Bus. Vielleicht frage ich mal bei der Hausverwaltung an. – Ich habe schon Gespräche gehört, dass die Leute das ganzganzganz toll finden. – Ich komme ja viel in der Gegend herum, auch in ausgesprochen vornehmen Einfamilienhaussiedlungen. Von Leinenpflicht ist da auch zu lesen. Doch von unbefugt und Hundeklo ist auf vernünftigen Schildern nichts zu sehen.


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Garantie mal anders …

… oder Olas Werk musste ersetzt werden.

Ende Januar montierte Ola unseren neuen Toilettendeckel – ich hatte davon berichtet. Ich war so besonders angetan, da ich schlief und nichts dergleichen erwartet hatte. Sie fühlte sich von dem im Bad herumliegenden Werkzeug animiert und brachte alles zu einem guten Ergebnis.

Wir genossen es, aus der Badewanne japanisch animiert auf das WC zu schauen. Die Absenkautomatik fand unser beider Gefallen – und besonders ich genoss es, dem Deckel nur einen leichten Schubs zu geben und er machte sich auf seinen Weg zur Brille nach unten.

Doch leider ließ dieser Komfort zusehends nach – letztendlich plauzte der Deckel ungebremst nach unten. Der Verkäufer sagte mir, dass ich bei der Herstellerfirma anrufen könnte – das wäre ein Garantiefall. Ich tat das und sie schickten mir ganz schnell ein Ersatzteil zu. Doch das war kleiner als das Ursprungsteil, so dass die Abdeckung nicht mehr passte und hielt. Und mit zwei Händen eine Arbeit zu verrichten, wo ich 4 Hände gebraucht hätte, habe ich nicht geschafft. Es fiel runter und zerlegte sich in seine Bestandteile – und ich die Brille nur noch in die Mülltonne.

Ich hatte mir schon vorher im Bauhaus eine neue auserkoren, die ich prompt holen ging. Und alles war so einfach, wie ich noch nie eine Toilettenbrille montiert habe.

Mir gefiel sie deswegen so gut, weil das Muster auf der Brille und auf dem hochgeklappten Deckel weitergeht. – Nach 15 Minuten war alles fertig und hier gibt es alt und neu in einer Collage.

0907 WC Montage

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