Claras Allerleiweltsgedanken


39 Kommentare

„Bastelarbeit“ der anderen Art

Vor noch nicht langer Zeit misslang fast alles, was ich in die Hand nahm. Woran das lag, kann ich nicht sagen – vielleicht haben die Schmerzen im Bein meinen gesamten Verstand vernebelt.

Doch jetzt geht es mit Riesenschritten wieder bergan, es kommen sehr viele gute Dinge, nicht nur der Nikolaussack.

Von der Staatsanwaltschaft habe ich Bescheid bekommen, dass es kein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung bei dem Autounfall geben wird. Uff … Stein gerollt … großer Stein. Und der Herr Polizeipräsident schrieb mir, dass er gern 35,00 € für die Ordnungswidrigkeit haben möchte, dass ich einem anderen Auto den Popo „geküsst“ habe. Sofort und gleich am selben Tag noch überwiesen – bevor er es sich anders überlegt und mehr haben will 🙂 . – Und das Leben ohne Auto ist weniger schlimm als ich befürchtete.

Einfügung: Ahnte ich es doch, dass der Herr Polizeipräsident mehr Geld von mir will. Ich bekam eine Aufforderung, 15.00 € für falsches Parken zu bezahlen. Der einzige „Haken“ daran war, dass das 10 Tage nach meinem Unfall und 7 Tage nach dem Autoverkauf stattgefunden hat. – Ich war knickerig und habe nichts überwiesen.

Ich hatte doch von dem Mikrofon erzählt, dass ich mir beim Akustiker gekauft hatte, damit ich Nuschler und Schnellsprecher eventuell besser verstehe. Zu meiner großen Freude bezahlte es mein Sohn, weil er auch die Hauptperson ist, für die ich es brauche. –

Eines Tages wollte ich es einsetzen und suchte es wie eine Bekloppte. Mir fiel ein, dass ich es in der oberen Jackentasche meiner roten Jacke verstaut hatte. Das Pech war nur, dass die Jacke zwischenzeitlich 2 Stunden durch die Wachmaschine gejagt worden war. – Das Mikrofon sagte natürlich KEINEN Piep mehr. – Und jetzt die gute Nachricht: Die Herstellerfirma hat es auf Garantie repariert und ich muss nichts bezahlen. Da bekommt aber der Akustiker einen Schein in sein Trinkgeldschwein.

Das nächste Missgeschick ging dann auch wieder besser aus als zuerst angenommen.

Nach über zwei Jahren waren die fast weißen Bezüge der Stühle waschmaschinenreif. Dieses Mal kein Mikrofonschaden, sondern ein Einlaufschaden. Laut eingenähtem Waschzettel waren 40° erlaubt –

ich nahm nach meiner Meinung sogar nur 30° – und dennoch passten die Bezüge nicht mehr auf die Kissen grrrrhhhhh!

Die Besuche bei Polsterfirmen waren ziemlich deprimierend, die Stoffe sollten ca. 100,00 € pro Meter kosten. Doch da ich keine Thronsessel beziehen wollte, ging ich zu einem anderen. Der suchte einen Rest raus und wollte insgesamt 120,00 € für die drei Stuhlsitze haben. Der Stoff wird nur getackert und es ist keine aufwändige Arbeit.

Der Stoff passte von der Farbe her nicht zu den zwei Tischdecken, die ich immer verwende, also wurde auch das verworfen. – Auf dem (türkischen) Stoffmarkt am Maybachufer gibt es Stoffe über Stoffe. Den ich genommen habe, hat 10,00 € pro Meter gekostet. Die Eigentümerin des Stoffstandes bot mir an, dass auch das Beziehen gemacht werden konnte. Mit 60,00 € war ich dabei. Ich hätte bestimmt handeln können, aber das liegt mir so überhaupt nicht.

Und wenn jetzt Kissen beziehen, dann gleich richtig. Ich habe noch Stoff nachgekauft und beziehe noch zwei andere Kissten. Leider fehlt mir dafür meine Nähmaschine sehr – sie steht jetzt beim Sohn im Geschäft – dort kann ich ja auch hingehen, Lenny freut sich immer sehr, wenn ich ihn besuche.