Claras Allerleiweltsgedanken


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„Wut“ – eine Geschichte von Iris Boden

… und zwar aus ihrem neuen Buch „Schau in den Spiegel, wenn du dich traust

Ich bringe sie deswegen, weil sie auch mit der in den letzten Beiträgen diskutierten „Platte“ zu tun hat. Ich denke, der Ruf von Plattenbauten ist z.T. deswegen so schlecht, weil durch die niedrigeren Mieten viel sozial schwache Bewohner hinziehen, die leider oft auch einen Hang zur Kriminalität haben. Aber lest selbst. – Und wenn euch die Geschichte gefällt, das Buch kann man kaufen!!!

Doch zuvor will ich euch noch eine Photocollage zeigen, die ich in einem Vorort von Berlin aufgenommen habe. Die Grundstücksbreite ist gleich der Häuserbreite und die beträgt genau 5,00 m. Ich denke, wenn man Grundstücke so dicht auf- und nebeneinander baut, kann der soziale Friede auch schnell gestört werden. Ich möchte um nichts in der Welt in solch einem Haus wohnen, deswegen stehen mir gleich und sofort die Haare zu Berge.

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Im Wedding, ein nördlicher Bezirk im alten Westberlin, gab und gibt es viel Konfliktstoff. Auf den Straßen trifft man viele Afrikaner, vielleicht haben sie deswegen ihre eigene Straße bekommen 🙂 – Eine Hausverwaltung preist ihre „bunten“ Wohnungen an, doch der Quadratmeterpreis liegt so ca. bei 12,00 qm warm – da kann man wirklich und wahrhaftig nicht mehr von günstig sprechen.

Ich denke, es wird immer schwerer, eine günstige und dennoch gute Wohnung zu bekommen.

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Doch jetzt endlich zu der Erzählung „Wut“ von Iris Boden.

1702 Wut IB 5

Es sind bestimmt nicht wenige Kinder, die Gewalt erfahren und die Gewalt weitergeben.


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Der kleine Katzenfant ClaCho 3

Neuer Tag – neues Glück. Von dem reichhaltigen Frühstück der Familie wird ClaCho  satt, denn er braucht ja nicht viel. – Die Familie will es sich zu Haus gemütlich machen, aber er ist unternehmungslustig und will neue Entdeckungen machen. – Doch wie aus dem Haus kommen? Die Türklinke kann er nicht erreichen. Da kommt ihm eine stinkige listige Idee. Er setzt ein kleines Häufchen, für das der Nachbarhund verdächtigt wird. Die Mutter, die es zuerst riecht, will es sofort nach draußen bringen – und schon ist  ClaCho aus der Tür hinaus.

Als erstes begegnet ihm ein kleiner weißer Bär, der sich mit einer roten Mütze verkleidet hat. Seine Kumpel, die neben ihm sitzen, sind ClaCho etwas unheimlich, aber der Bär trennt sich auch von ihnen. – Diesem Bär schließt er sich an – und der Bär kann ihn auch sehen und riechen – Tiere können eben oft mehr als wir Menschen.

2712 Bär

Sie gehen durch die Gegend und immer noch ist alles beleuchtet. ClaCho wundert sich, dass es so oft Sterne sind, die da leuchten. Bei ihm zu Haus sind die am Himmel, doch hier ist alles so hell, dass man die echten Sterne nicht sehen kann, also holen sich die Menschen künstliche Sterne herbei. – Ab und an findet er einige Sterne ganz besonders schön – solche, die wie ein Kugeligel aussehen und in verschiedenen Farben zu sehen sind. Zwei davon hat er hier für euch aufgezeichnet. – Der eine Baum hatte besonders glitzernde Sterne aus Glas – die sind bestimmt echt teuer, denn wenn sich eine Firma mit „SWA…“ dafür hergibt, die an den Baum zu hängen, muss …. ja muss … ClaCho für seine Mama ein Souvenir von der Erde mitbringen, damit die ihm auch glaubt, dass er wirklich diesen irdischen Trip gemacht hat. – ClaCho springt hoch – aber beim ersten Mal klappt es nicht. Die Sterne sind ziemlich fest mit dem Ast verbunden. Doch Hartnäckigkeit wird belohnt, er hält einen besonders schönen in der Hand.2712 SwarowskiStern

Auch andere Sachen aus der Natur holen sich die Menschen ins Haus – z.B. große Zapfen. Warum gehen sie nicht in den Wald, um sie dort zu bestaunen. Oder gar Schneeflocken im Fenster??? Er hat schon oft Leute in den rollenden Kisten über diesen Schnee schimpfen hören. Aber am Fenster als leuchtende Schneeflocken – da können sie den Schnee leiden????

ClaCho versteht die Menschen nicht so richtig.

Heute ist es anders auf den Straßen als gestern und vorgestern. Die Menschen stehen nicht mehr so gemütlich rum und trinken Heißes, was torkelig im Kopf macht. Auch riecht es nur noch wenig nach dieser leckeren Wurst – Alle hasten sie durch die Straßen. ClaCho und der Bär laufen ihnen einfach hinterher. Fast alle haben irgendwelche Pakete unter dem Arm. Mit diesen Paketen gehen sie alle in das gleiche Haus hinein, sprechen eine Weile mit der Frau hinter dem Tisch, geben ihr das Paket und gehen mit einem anderen Paket wieder nach Haus. Offenbar hat ihnen das erste Paket nicht so gut gefallen wie das neue. – Seltsam, seltsam

Natürlich gehen der Weihnachtsmannbär und ClaCho auch in das Haus. Der Bär ist nicht unsichtbar und wird von allen Kindern mit einem großen Hallo begrüßt. Sie wollen ihn am liebsten auf den Arm nehmen, aber das will er nicht, denn er hat ja den unsichtbaren ClaCho an seiner Seite, mit dem er weiter das Haus erkunden will.

Plötzlich wieder diese spitzen Bäume. ClaCho erfährt, dass sie Weihnachtsbäume genannt werden und in vielen, vielen Wohnungen in dieser Zeit stehen. Bei ihm zu Haus stehen Bäume im Wald, wo sie hingehören. Einmal im Jahr gehen die Einwohner von Katzenfantien mit leckeren Sachen wie Äpfeln, Nüssen, Kastanien, Eicheln, Heubündeln, Futterstangen und ähnlichen Sachen in den Wald und schmücken die Bäume damit. Es dauert überhaupt nicht lange, da treffen die ersten hungrigen Gäste ein. Die Kinder müssen sich am Waldrand ganz still verhalten, damit sie diei Tiere nicht verscheuchen.

Diese heimatlichen Bäume gefallen ihm viel besser als die eiskalten hier in diesem Haus. Wer mag die sich wohl ausgedacht haben??? Bestimmt kein Papa, der zu Hause kleine Kinder hat, denn die wollen etwas anderes.

2712 Tannenbäume künstl 04 2712 Tannen verfr

Doch langsam ist ihm der ganze Trubel zu viel und er will wieder nach Haus. Ein Phone, um seine Mama anzurufen und sich zu wünschen, dass sie ihn abholen kommen möchte, das hat er nicht.

Aber er hört was von einem großen Feuerwerk, das in vier Tagen stattfinden soll. Zu diesem Anlass werden ganz viele Raketen in den Himmel geschossen. Er beschließt, sich bis dahin noch ein wenig die Zeit zu vertreiben und auch auszuruhen, damit er dann auch die Kraft hat, sich an der Rakete zu festzuhalten.

Also – ClaCho sagt tschüss und denkt mal darüber nach, ob ihr an dem Tag wirklich sooooooooo unendlich viel Krach machen wollt!

2412 ClaCho

Liebe Grüße an alle und von allen, die hier in der Geschichte mitgespielt haben.


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Der kleine Katzenfant ClaCho 2

Mit gefülltem Magen geht auch ein Katzenfantkind viel lieber auf Entdeckungsreisen als mit leerem. Etwas bange ist ihm schon, so weit weg von Mama und Papa und den nervigen Geschwistern – doch er ist guten Mutes, dass das Abenteuer gut zu Ende gehen wird.

2412 ClaCho

Von dem Licht, das überall strahlt, ist er ganz geblendet, er muss seine lichtempfindlichen Augen zu Schlitzen verkleinern. 2712 Weihn 2013 71 Doch plötzlich reißt er sie ganz weit auf – denn einen Baum, der oben spitz ist und über und über mit Licht und glitzernden Bällen geschmückt ist, hat er noch nie gesehen.

2712 Tanne Hbf C

Dieser Baum steht vor einem Gebäude, das viel prächtiger ist als die anderen, die er bisher gesehen hat. Die Schriftzeichen hat er abgeschrieben, da stand auf einem Schild RATHAUS – zu Haus will er seinen Papa fragen, was das bedeutet, denn der kann menschisch. – ClaCho kann es sich nicht verkneifen, er muss so einen glitzernden Ball in die Hand nehmen. Huch, der ist ja ganz leicht – damit hat er nicht gerechnet und prompt fällt der rote Ball ihm aus der Hand.

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Gleich will er ihn mit dem Fuß hochholen …. ….. aber das hat sich erübrigt, denn er guckt auf die Reste des Balls. Er liegt in lauter kleinen glitzernden Teilchen auf der Erde. – Plötzlich hört er, wie jemand was von einer „kaputten Weihnachtskugel“ ruft. Also, nichts wie weg. Angst hat er nicht, denn er ist ja unsichtbar.

Die Überraschungen wollen gar kein Ende nehmen. Als er ein kleines bisschen vom Markt weggeht, sind die Bäume auch hell – aber nicht, weil sie Lampen haben. Nein, sie sind weiß, aber Kugeln haben sie auch.

2712 Daggi als Weihnachtskugeln

ClaCho springt sofort auf einen Ast – und ist eben so schnell wieder unten, denn das weiße Zeug ist ar…kalt, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber die lustigen Gesichter auf den Kugeln hat er dennoch erkannt. (Foto Blinkfeuer) Von Daggi hat er auch auf seinem Planeten schon mal gehört und freut sich jetzt ein Loch in den Bauch, dass er sie hier gefunden hat. – Und gleich springt er noch einmal hoch – er kommt sich wie ein Welterkundungsforscher vor. Er fasst diese weiße Masse an, leckt daran, da wird sie in seinem Mund zu Wasser. Das findet er gut, denn er hat großen Durst. Als er die Masse mit beiden Händen zusammenschiebt, formt sich wie von allein eine Kugel daraus. Fast will er sie als Ersatz für die zersprungene an den Baum hängen, doch da sie nicht so glänzt und zu schwer ist, lässt er es bleiben. Aber auf den Kästen, die alle am Wegrand stehen, muss er noch schnell was malen. Dabei lässt er sich von den lustigen Kugelgesichtern anstecken.

2612 G Auto Schnee Mondgesicht

Dann sieht er einen Baum, der lässt sein Herz jubeln. Total weiß, also ganz kalt – aber an den Ästen hängen Geschenke. Hier baumeln so eigenartige Schuhe dran mit Metall darunter – aber sicherlich gibt es auch andere Bäume mit anderen Geschenken – hofft er zumindest.

2612 Baum mit Schlittsch 06

Neugierig, besser wissbegierig, wie er ist, will er wissen, aus was diese weiße kalte Masse besteht, doch das Experiment will nicht so recht gelingen. Die Adventsfee hat ein Einsehen mit ihm – sie lässt es schneien. Ganz begeistert schnappt er nach den Flocken. Plötzlich kommt eine ziemlich große Schneeflocke und lässt sich auf seiner Hand nieder. Bevor er ihre Schönheit zu Ende bewundern kann, ist die Flocke weg und auf seiner Haut bleibt nur noch ein kleiner Wassertropfen. – Jetzt versteht er auch, dass sich die Menschen künstliche Schneeflocken ins Fenster hängen, weil die echten immer so schnell schmelzen.

2712 Adv 2

Zuerst dachte ClaCho, dass alle Bälle rot sind, die an den Zweigen der Bäume hängen. Doch dann bemerkt er, dass es ganz viele verschiedene Farben gibt. Die glitzernden in gold oder silber gefallen ihm nicht so sehr, aber es gibt grüne, blaue, lila und weiße. Beim genauen Hinsehen bemerkt er, dass es nicht nur Bälle sind, die angehängt werden.

Ob es Engel oder Vögel oder anderes ist, kann er von unten nicht so genau erkennen. Und noch einmal hochzuspringen, das wagt er mit seiner Erfahrung nun wirklich nicht.

Da ihm kalt geworden ist, muss er sich allmählich ein warmes Plätzchen suchen. Klein, schnell und unsichtbar, wie er ist, ist das eine seiner leichtesten Übung. Er sucht sich eine Familie mit Kindern aus und hängst sich einfach hinten dran, als die vom Markt gehen. Beinahe hätte es eine Panne gegeben, denn er hatte nicht damit gerechnet, dass die in so eine stinkende, laute Kiste mit 4 Rädern einsteigen, um nach Hause zu gehen. Im letzten Augenblick konnte er in den Kofferraum springen – und da ging der Krach auch schon los. So ein kleines Katzenfantkind hat sehr empfindliche Ohren. Als dann plötzlich laute Musik ertönte, war der Krach nicht besser, sondern nur anders.

Sich mit ins Haus zu schmuggeln, war überhaupt nicht schwer, denn das Vierrad (so hatte es ClaCho genannt) war offenbar so wertvoll, dass es mit ins Haus genommen wurde. Von dort war ClaCho mit einem Satz in der warmen Stube. Die Mutter der beiden Mädchen gefiel ihm sehr. Ganz kurz musste er schlucken, weil er plötzlich so ein komisches Gefühl im Hals hatte. Noch nie von zu Haus weg, kannte er das Wort „Heimweh“ natürlich nicht – wer weiß, was er diesem Empfinden jetzt für einen Namen gab.

Die Mama stellt eine große Schüssel mit Gebäck auf den Tisch. Diese süßen Teilchen haben oft eine andere Form und sind mit süßen Sachen bestrichen oder bestreut – einfach köstlich. Menschenkinder sind nicht so aufmerksam wie Katzenfantenkinder – sie merken nicht, dass immer mal ein Plätzchen verschwindet, was gar keiner genommen hat. Außerdem ist die Beleuchtung endlich so, wie er sie von zu Hause kennt. Auf dem Tisch stehen Leuchter mit brennenden Kerzen.

2712 Weihn 2013 75 kl

Ganz schnell merkt der kleine Kerl, dass er sich hier auf der Erde nie und nimmer einbilden sollte, irgendwas zu kennen, weil es so ist wie zu Haus. Als er nämlich seine Händepfoten über die Flamme halten will, um sie aufzuwärmen, hätte er beinahe einen Schmerzensschrei ausgestoßen, weil er sich ein wenig verbrannt hatte.

Am Ende dieses Tages war er sehr glücklich, als er sich vor dem warmen Kaminfeuer zusammenkuscheln konnte, um seine Augen zuzumachen.

Umwelt Kaminfeuer

Mitten in der Nacht, als der Kamin kalt war, schimpfte er auf den „Feueraufpasser“. Wenn er das zu Haus war und das Feuer ausgehen ließ, bekam er einen sanften Rüffel von seiner Mutter und einen etwas stärkeren vom Vater, denn der musste das Feuer wieder entzünden.

********* Aber jetzt ist genug, doch es geht weiter!


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Der kleine Katzenfant ClaCho (Vorspann)

Eine verspätete Adventskalendergeschichte nach Katzenfant-Art

Vornweg schreibe ich, dass diese Geschichte als Erstidee für die Chaos-Katze ist. Der Adventskalender ist aufgebraucht, alle Päckchen sind entweder aufgegessen, ausgelesen oder angesehen – also kann jetzt noch eine kleine Nach-Weihnachtsgeschichte verdaut werden.

Doch nebenbei ist die Geschichte auch für Omas und Opas, Mamas und Papas, Söhne und Töchter und Enkel, denen man vorlesen darf oder die schon selbst lesen können – und auch für meine beiden, bei denen ich gerade bin.

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Ich lade euch jetzt ein, mit mir an den Abenteuern von ClaCho teilzunehmen. Er, seine Eltern und seine Geschwister und alle anderen Katzenfanten leben  nicht hier, nicht hier bei uns, sondern eben in der Katzenfantenwelt auf ihrem eigenen Planeten, der ganz weit weg von uns ist und den man nur mit dem Hubschrauber der Phantasie erreichen kann.

Die Zeichnung, die ich von ClaCho gemacht habe, ist sehr mangelhaft – doch ihr wisst ja, fotografieren lässt er sich nicht, da er unsichtbar ist. Ihr müsst ihn euch in etwa so vorstellen:

2412 ClaCho

Ich habe von einer lieben Blogfreundin einen Adventskalender mit Bildertürchen geschickt bekommen. Weil ich mich sehr gefreut habe, will ich euch jetzt an dieser Freude teilhaben lassen und eine Geschichte spinnen, die diese Bilder zum Inhalt hat. (Die Begriffe sind immer in rot geschrieben).

Ich wünsche euch eine frohe Weihnachtszeit mit meinem so anderen, bei IKEA fotografierten Weihnachtsbücherbaum.

2412 G Weihnachtsbaum aus Büchern

Die Geschichte steht morgen hier an dieser Stelle.


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WordPress-Marathon (2) – Thema Geschichte

14.00 Uhr: Von der Geschichte verwirbelt

Die ehemaligen Kellner der dort enthaltenen Restaurants halten Getränke für alle Teilnehmer bereit

Berliner und auch viele „Ehemalige“ kennen ihn in allen Phasen seines Daseins – den „Palast der Republik“. Wenn man mal von der etwas protzigen Kultur in Lampen- und Gemäldeformen absieht, war er ein prima und vor allem sehr preiswerter Treffpunkt zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Familienfeiern verschiedenster Art haben wir dort begangen, denn wir wohnten ca. 10 Minuten zu Fuß von diesem Platz. Auch die Bowlingbahn war ein ganz beliebter Treffpunkt.

Nach der Wende dann das ganze HickHack um seine Verseuchung, die wohl stärker politischer Art war als von Asbest. – Dann die langen Zeiten seines Ruinendaseins, fast wie nach dem Krieg. „Ruinen schaffen ohne Waffen“ – das bewahrheitete sich hier. – Und jetzt ist alles platt, platt wie eine Flunder und alle warten auf das Wunder der Auferstehung, des Schlosses natürlich.

2011 Montage

Dieser Marathon wurde von Dreams of Shadow initiiert


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Spät … aber nicht zu spät

bigi vom Synchronuniversums-Blog postete heute zum Erinnerungstag der Reichskristallnacht eine schier unglaubliche Meldung. In Greifswald waren alle Stolpersteine, die zur Erinnerung an deportierte und umgekommene Juden erinnerten, in der Nacht vor dem 9. November gestohlen worden.

Nur Hirnlose klauen Stolpersteine.

Nur Geistlose negieren Stolpersteine.

 Nur Gefühllose lachen über Stolpersteine.

Aber der Rest der Bevölkerung, also mindestens 99,9 %, sieht und ehrt sie als das, was sie sind:

Zeitzeugen an die Verbrechen in der Nazizeit.


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Geschichte in Arbeit

Psssst, seid mal ganz still!

Dann könnt ihr hören, wie Claras Gehirnwindungen knarren – da muss doch gleich mal was mit einem Alsterwasser (für die Nordländer) oder mit einem Radler (für die Südländer) geschmiert und gekühlt werden.

Clara ist schwanger!

Die Eltern-Familie besteht aus einer Grundmutter (Clara) und neun Leihmüttern, die ihr genetischen Beistand geleistet haben.

Zum Glück haben Ultraschalluntersuchungen ergeben, dass es nur eine Geschichte ist, die sie – nicht in ihrem Uterus – sondern in ihrem Gehirn umherträgt. Schließlich wollen all die guten Ratschläge der Mütter

Martha, Sunny, Rosenruthie, Seelenbalsam, Eva Felicity…,  Anna-Lena, Freidenkerin, Sabina Farbenreich und Andrea Katzenchaos

beachtet werden. Na, wenn das nicht eine echte Regenbogenfamilie ist, dann weiß ich nicht, welche sonst.

Die Geburtsanzeige wird lauten: Kommentargeschichte

Aber dann hat sich Clara ja noch ein Eigentor geschossen, in dem sie eine zweite Geschichte angeboten hat. Die Gewinnerin Seelenbalsam hat Stichworte geliefert, die aussprechbar, nachvollziehbar und irgendwie kompatibel gemacht werden können. Bei chinomso hätte ich es mir gleich denken können, denn sie hat ja schließlich „Nüsse“ und keine Stichworte angekündigt. – Ich gebe euch nur eine Kostprobe: „Lederhosenpflegemittel“ – das kann man ja gar nicht in einem Atemzug aussprechen.

Wenn also hier irgendwann mal wochenlang „Blogpause“ steht, wisst ihr, ich knabbere an chinomsos Nüssen.