Claras Allerleiweltsgedanken


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Alle wollen nur mein Bestes …

alle wollen mein Geld!

Bis zu einem gewissen Maße ist dieses Wünschen und Wollen natürlich berechtigt, denn wir leben in einer Tauschgesellschaft:

Ware oder Dienstleistung gegen Geld.

Für das, was wir aus der Steckdose beziehen, müssen wir jährlich immer mehr bezahlen – doch was sich mein Stromanbieter F*l*e*xstrom geleistet hat, schlägt dem Fass den Boden mitten ins Gesicht – oder ist frech und unverschämt hoch drei – dem konnte ich nur die Zunge rausstrecken und mich wehren, bis sie nachgaben.

2712 Clara EnergieWas war abgelaufen? – Zwei Jahre war ich bei diesem Anbieter, um im zweiten Jahr auf den Bonus zurückgreifen zu können. Es gab jeweils eine komplette Vorauszahlung für das ganze Jahr – so dass der Anbieter schon eifrig mit meinem Geld arbeiten konnte, als sie noch keine einzige kWh geliefert hatten.

Das erste Vertragsjahr war am 30.9.11 beendet. Pflichtgemäß meldete ich den Zählerstand. – Anfang Januar mahnte ich eine Rechnung ein – die Differenz von 23,00 € überwies ich sofort auf ihr Konto.

Im zweiten Jahr war ein anderer Tarif angesagt – also 2000 kWh „gekauft“ und bezahlt, im Voraus.

Dieses Mal schon im November die Schlussrechnung angemahnt, weil mein Zählerstand meldete, dass ich 600 kWh weniger verbraucht hatte und demnach eine kräftige Auszahlung zu erwarten hatte.

F*l*e*xstrom allerdings sah das anders, vollkommen anders – unkonventionell anders.

Ich bekam eine Mail, dass die Rechnung (die ich m.M. noch gar nicht bekommen hatte) korrigiert werden musste. Ein genauerer Blick zeigte mir: Sie veränderten die Erstjahresrechnung und korrigierten die Zählerstände – die Nachzahlungssumme blieb gleich.

Dadurch hatte ich jetzt für die Zweitjahresrechnung einen geänderten Anfangszählerstand, so dass ich nur 200 kWh als Plus hatte, und nicht 600. Darauf muss man erst einmal kommen.

Was ich ebenfalls „witzig“ fand, dass ich bei jeder Korrektur eine neue Rechnungsnummer bekam – die alte wurde nicht unter der vergebenen Nummer korrigiert, sondern einfach eine neue ausgestellt.

Ich kopierte den Überweisungsschein für die erste Rechnung und monierte die zweite. – Nach Androhung mit der Schlichtungsstelle funktionierte die Korrektur auch.

Ich bekomme statt 23,00 € immerhin 125,00 €  – habe es aber noch nicht auf dem Konto.

Nun sage noch einer, man soll sich nicht wehren – nur lästig und zeitaufwändig ist es eben.