Claras Allerleiweltsgedanken


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Hans Huckebein – der Unglückshund

Es heißt ja: Wenn es kommt, kommt es dick – und Lenny hat es momentan nicht leicht.

Es war etwas vorgefallen, was das ständige Tragen eines Maulkorbs erforderlich machte – laut Anweisung der Tiermenschen, die sich damit auskennen.

Er also mit diesem Ding vor dem Maul und seinem Besitzer an der Leine in ein Geschäft hinein. Und dort krallt sich innerhalb von Zehntelsekunden ein „freier“ Hund in sein Hinterteil und Lenny kann sich nicht wehren. Das Loch habe ich heute gesehen. In der Natur lecken die Tiere an ihren Wunden – heutzutage tragen sie Tüte, damit sie nicht die Wunde immer wieder aufreißen können. Das wird bestimmt seine Laune nicht bessern, die momentan schon fast an Depression rankommt.

Durch den Maulkorb, der beim Fressen scheuert, wird er gegen Futter, Herrchen und Gott und die Welt aggressiv und verweigert das Futter.

Und zusätzlich sieht der arme Kerl am ganzen Körper  aus wie ein Schachbrett. An allen Gelenken ist er rasiert worden, damit eine Spezialistin etwas in die Gelenke einspritzen kann. Er gehört zu einer genetisch vorbelasteten Rasse, die an angeborener Hüftdysplasie leidet. Und diese Injektionen sollen Schmerzen beheben oder ihnen vorbeugen. – Gut, dass ich heute keinen Fotoapparat dabei hatte, es würde euch teils zu Lachtränen, teils zu Mitleidstränen rühren. Aber gefressen hat er wenigstens wieder ein wenig, als er ständig von mir gestreichelt wurde.

Claraspruch über Hund:

Hat der Mensch Zeit für den Hund, hat er oft kein Geld für ihn – und hat er genügend Geld, dann mangelt es ihm oft an der Zeit für so ein Tier.

… und sein Besitzer muss gerade sehr viel arbeiten, um u.a. die ganzen Kosten für den Hund zu erarbeiten.