Claras Allerleiweltsgedanken

Allein zu wohnen kann …

57 Kommentare

… Umstände machen, sogar gefährlich sein

Mit Umständen meine ich nicht, dass Alleinlebende für alles allein eintreten müssen, was sich Paare untereinander aufteilen können. Aber das ist so und das würde ich im Sinne einer Partnerschaft auch nicht mehr ändern können und wollen – dazu lebe ich schon viel zu lange selbstbestimmt und eigenverantwortlich.

Doch mit zunehmendem Alter sollen bekanntlich die Zipperlein zunehmen, erzählt eine böse Mär.

Meine Mutter lebte zwar (mit zwei Häusern zwischen unseren Wohnungen) ganz in der Nähe, aber eben doch nicht mit jemand zusammen. Wir beschlossen, für sie so ein Notrufsystem zu bestellen und installieren zu lassen, mit dessen Hilfe und dem hinterlegten Wohnungsschlüssel Hilfe in misslichen Situationen gerufen werden kann.

Bei Pflegestufe 1 werden die Grundkosten übernommen – ein Einsatz vor Ort muss aber bezahlt werden. Brav und immer trug sie dieses Notruf-Armband (sh. Foto mit Urenkel) . Ab und an kam mal ein Fehlalarm durch unbeabsichtigtes Drücken des Notrufknopfes, aber das wurde dann an der Sprechanlage schnell geklärt.

Dann kam der erste Sturz, der einen Minischlaganfall als Ursache hatte. Ich wurde angerufen, doch weder ich noch mein Sohn konnten zu ihr fahren. Also kam der Einsatzwagen – und brachte sie ins Bett, da es nicht schlimm aussah.

Wenige Wochen oder Tage (ich weiß es nicht mehr so genau, es war 2007) später etwas ähnliches. Ich wurde angerufen und fuhr  sofort zu ihr. Sie lag im Flur, sie und der Rollator blockierten die Eingangstür. Sie war bei Bewusstsein, konnte nur nicht aufstehen. Auch ich schaffte das erst, als ich einen kräftigen Nachbarn zur Hilfe holte.

Und den dritten Einsatz erledigte dann wieder die Notrufzentrale. Sie lag im Nachthemd auf dem kalten Laminat. Diesmal sorgte ich dafür, dass sie ins Krankenhaus kam. Später stellte sich heraus, dass es jedesmal ein kleiner Schlaganfall gewesen ist.

Fakt war, hätte es diesen Notrufdienst nicht gegeben, hätte sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht noch bis 2013 gelebt, wenn auch in einem Seniorenheim, weil Alleinleben nicht mehr möglich war.

Einige Sicherheitsmaßnahmen habe ich auch schon „installiert“, die mir vor paar Jahren noch lächerlich erschienen wären. Doch als mir monatelang ständig und immer schwindelig war, empfand ich das Stehen beim Duschen in der Badewanne  als gefährlich. Und das Hinhocken war zu unbequem. Ich schaffte mir das an:

… und jetzt ist es nur noch für meinen Popo „gefährlich“, denn der wird beim Duschen immer gelocht.

Ich bin jetzt zwar noch nicht so alt, wie meine Mutter im Jahr 2000 bei Installation des Hausnotrufs war und ich habe keine Pflegestufe, aber eine gewisse Vorsorge habe ich jetzt doch getroffen.

Eine Freundin wohnt ganz in meiner Nähe und hat meinen Wohnungsschlüssel. WhatsApp geht nicht, aber jeden Tag so gegen 18.00 Uhr bekommt sie eine SMS von mir. Und sie ist da äußerst korrekt. In den ersten Tagen hatten wir noch keinen Spielraum bzw. eine Zeittoleranz eingerichtet. Ich war unterwegs und hatte es vergessen. Anruf von ihr bei mir zu Haus – nichts, war ja nicht da. Anruf auf dem Handy – nichts, war ja zu laut, um das Klingeln zu hören.

Kurz vor ultimo – bevor sie mit der Wiederbelebungsmaske durch meine Wohnungstür stürmen würde – habe ich doch noch aufs Handy geschaut und ganz, ganz schnell alles richtig gestellt.

Damit es nicht so stupide für sie ist, überlege ich mir immer witzige Texte – habe ja eine allnetflat, da kann ich „plaudern“. Ich bin der Meinung, dafür hat sie sich einen bunten „Blumenstrauß“ verdient.

Eine Tante von mir steckte mal mit dem Allerwertesten zwischen Bett und heißem Heizkörper fest. Wäre der im Haus wohnende Bruder nicht täglich vorbeigekommen, wäre sie wohl zur „Schrumpftante“ geworden. – Ich muss in Zukunft maximal 26 Stunden hilflos (ohne Handy) auf dem Boden liegen, bevor meine Retterin gestürmt kommt. – Hoffen wir beide, dass das nicht eintrifft.

Ich bin jeden Tag froh, wenn ich gesund und munter das schöne Abend(b)rot genießen kann, das eine mehr mit dem Geschmackssinn und das andere mit dem Sehsinn.

Autor: Clara Himmelhoch

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

57 Kommentare zu “Allein zu wohnen kann …

  1. Hallo moni, vielleicht schaffe ich mir in ein paar Jahren tatsächlich diese perfekte Überwachungsleitung an – aber momentan denke ich noch, dass es nicht nötig ist.
    Dir auch einen schönen Nachfeiertag.
    Liebe Grüße von Clara

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  2. Das ist doch eine clevere Lösung. Ich sehe das Problem mit Stürzen bei meiner Mutter (die allerdings etliche Jahre mehr als Du auf dem „Buckel“ hat), es wird dann auch immer schwieriger, alleine hochzukommen, was man in jüngeren Jahren muskeltechnisch noch eher schafft oder man könnte zumindest zum Telefon oder so kriechen, aber irgendwann sind die Muskeln nicht mehr so trainiert, wenn man liegt, dann liegt man wirklich fest. 😦

    Deine Mutter sah sehr sympathisch aus. Und die Abendrotfotos sind wunderschön!

    Liebe Grüße aus Hamburg von der Meute

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    • Hallo Monsterchen Katrin, (jetzt habe ich Hund und Frauchen vermischt, aber das darf frau ab und an machen),
      Sport war noch nie meine Lieblingsbeschäftigung – von einigen Ausnahmen wie Radfahren, Tischtennis und Federball – aber Fitnessstudios hasse ich wie die Pest. Dementsprechend schlecht ist meine Kondition, obwohl ich kein Übergewicht habe. Aus der Hocke komme ich nur hoch, wenn ich mich irgendwo festhalten, hochziehen oder stützen kann – traurige Aussichten bei Stürzen. Meine Mutter war im Jahr 2007 genau 92 Jahre alt. Klar, dass sie liegenblieb wie eine Patte – wo ich jetzt 20 Jahre weniger es schon nur mit Mühe schaffe.
      Von meiner Mutter hätte ich, so ich denn gewollt hätte, in punkto Freundlichkeit viel lernen können. Ich bin mehr der intellektuelle Typ, sie der Durchschnittsmensch. Sie hat ja zu der Zeit noch viel schlechter als ich gehört – aber sie saß immer da mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht, das alle Leute erfreute. Ich WILL immer dem Gespräch folgen können und mache deswegen oft ein verbisseneres Gesicht.
      Tja, das Leben ist eines der schwersten, aber wir haben kein anderes!
      Liebe Grüße aus dem sonnenlosen Berlin

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  3. Das hört sich vernünftig an!
    Wie du es geregelt hast!
    Deine Mutter liebte Pünktchenmuster?

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    • Ein ganz klein wenig liebte sie wohl Punkte, denn sie hatte mehrere Kleidungsstücke damit. Aber wie kommst du von einem Foto auf diese Frage? Das wundert mich ein wenig. Da kommt die Zeichenlehrerin durch

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      • Ehemalige Zeichenlehrerin, was für `ne Ehre. Ne, es ist so, dass ich Punkte mag allüberall. Auch als Satzzeichen, usw., als Windpocken beispielsweise eher nicht. Meine Mutter hatte als junges Ding einen roten Bikini mit weißen Punkten. Später kaufte ich mir genau so gemusterte Tassen…doch ansonsten neige ich zu Kleidung in schwarz-weiß-rot. Klassisch, mit kleinem Perlenkettchen, du verstehst!

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        • Echt??? Du in klassisch? Ich überlege gerade, wie ich mir dich im zartlila Auto in klassischem Kleidungsstil vorstellen muss.
          Eigentlich mag ich es relativ einfarbig und dann dürfen Muster vorn auf dem T-Shirt sein. Aber absolut glimmer- und glitterfrei oder gar mit Pailletten. Iiiiiiiiiiiiiiiiiih, nix glitzerndes, Kugeln habe ich auf dem Balkon, aber nicht an der Kleidung.
          Da ich meine Kommentare oft ins Handy spreche, gibt es bei Satzzeichen eben manchmal „Punkt“ statt „.“, oder eben Komma – aber das finde ich nicht schlimm, denn die Tipperei auf dem Handy geht gar nicht, viel zu langsam.
          Ich habe wenig bis gar nichts mit Punkten, auch keine Bunzlauer Blau-Keramik.

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    • Ich habe mir gerade das Foto noch einmal angesehen. Du hast recht, Oberteil und Rock sind gepunktet.

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  4. Genaugenommen kann das immer passieren, oder? Auch ein junger Mensch kann durch Kreislaufprobleme ohnmächtig werden. Und selbst, wenn man einen Partner hat: Wenn der schon zur Arbeit weg ist, müsste man auch mindestens zehn Stunden warten.
    Ich denke, irgendwann im Alter werde ich doch in eine Alten-WG ziehen. Auf die Art und Weise kann man sich den Haushalt teilen, Einkäufe aufteilen, man vereinsamt nicht und es ist eben wirklich immer einer da 🙂

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    • Na klar kann das immer passieren. Aber wenn du starke Schmerzen hast und bei Bewusstsein und noch nicht tot, da ist es schon ein Unterschied, ob du 10 Stunden, 25 Stunden oder 3 Tage liegst. Wenn die Leute unter mir verreist sind, wüsste ich nicht, wie ich mich bemerkbar machen könnte. Wie blöd gegen die Heizung zu donnern, kann schlecht geortet werden. Und wenn ich meine Hördremmel nicht in den Ohren habe, könne ich auch klingeln oder Stimmen vor der Tür kaum hören.
      Ich für mich fände gemischte (alt und jung) WGs besser, denn nur wunderliche alte Leute um mich zu haben, die man erst im Alter kennenlernt, kann sehr anstrengend sein. Beim Doppelkopf sind die meisten jünger als ich – und mit kaum einer würde ich in einem Haus wohnen wollen.
      Ich hoffe ja immer, dass ich maximal einen Monat richtig krank bin und dann abtrete.

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      • Ich wohne jetzt immerhin umringt von vier Parteien, allerdings sind die Wände sehr dick. Besser nicht drüber nachdenken 😀
        Solche Jung-Alt-WGs gibt’s auch schon, z.B. dass Studenten als Untermieter einziehen, geringe Miete zahlen und dafür kleine Haushaltstätigkeiten (einkaufen, Medikamente abholen, Glühbirnen tauschen, Vorhänge abhängen) erledigen. Finde ich ganz interessant, das Konzept.
        Alles mal abwarten.

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        • Du haust den Nagel mitten in den Kopf hinein – genau darüber habe ich schon sehr intensiv nachgedacht. Ich würde zwar keinen Herrn Studenten nehmen, denn für schwierige Technikarbeiten habe ich den Sohn, aber eine Studentin oder dergl., die kostenlos bei mir wohnen könnte, aber auf jeden Fall für die Wohnungsreinigung zuständig wäre. Da bekomme ich nämlich immer Kreuzschmerzen beim Saugen und Wischen. Und ich hätte eine Unterhaltungspartnerin, damit mein Mund nicht Spinnenweben ansetzt :-).
          Mir wird schon was einfallen – aber neben mir wohnt wirklich keiner. Nachbarhaus und eine Etage höher als das Nachbarhaus. Und die einzige Wand im Wohnzimmer geht zum Schlafzimmer der Nachbarn. Nachts hätte mein Gebrüll vielleicht Erfolg.

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  5. Eine sehr gute Regelung. Ich denk mir manchmal auch, dass ich der Dusche besser nicht ausrutsche. Das könnte blöd ausgehen. Ich hab beschlossen daher nicht auszurutschen. Irgendwann aber, mach ich meiner Freundin auch so eine Vereinbarung wie du. Das ist vernünftig, nicht übertrieben und einfach zu händeln.

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    • Dieses Mal ein Lob auf die Handys – ohne dieses müsste ich immer zum Telefon greifen – ginge natürlich auch, aber bis vor kurzem hatte sie weder einen AB noch konnte sie sehen, ob jemand bzw. WER bei ihr angerufen hat. Und das Hand-Ding hat sie immer bei sich und würde auch im Garten merken, dass ich nicht reagiere. Nur von ihren geliebten Kreuzfahrschiffen hole ich sie nicht runter – da gebe ich den Schlüssel Leuten im Haus oder mache „Betreuungsfrei-Urlaub“. – Meist nehme ich das Handy auch mit ins Bad und lege es auf den Klodeckel – da würde ich doch hoffentlich rankommen. – Sie hat mir Stories von ihrer alten Tante erzählt, da wurde mir Himmel Angst und Bange. Diese war Diabetikerin und da kam es ganz besonders auf die Medizin an. Ich bin ja nur „Hypochonder“, da kommt es auf nichts ganz genau an. 🙂

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      • Was das angeht sind Handys ein Segen und machen es viel einfacher. Eben auch, weil man sie mitnehmen kann. Gerade im Bad. Oder wenn man die Bettwäsche mittels Trittleiter ganz oben im Schrank verstaut.

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  6. Du schaust deiner Mama total ähnlich. Ich dachte erst, das wäre ein Bild von dir.
    🌷

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    • Anke, wie soll das eine Ostmädel dem anderen Ostmädel erklären, dass das aber nicht sehr charmant war. Meine Mutter war auf dem Foto 89 Jahre, mit Worten: neunundachtzig. Hättest du wenigstens 1 Jahr weggeschummelt, dann wäre es die Schnapszahl 88 – aber so alt will ich doch gar nicht werden.
      Schon bis zur nächst niedrigeren Schnapszahl habe ich noch ein paar Jahre zu ??? … ??? bloggen oder so – und dann sagst du so einfach: „Ich dachte, das wärst du! 🙂
      Jetzt kriege aber ja kein schlechtes Gewissen, ich kann das ab – ich stehe über Altersdingen und so und überhaupt.

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  7. Die nächste Ferndiagnose werde ich bei Frau Dr. Dinkelschnitte beantragen.

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  8. Ich rufe meine Freundin jeden Morgen gegen 9 Uhr an. Sie käme auch gestürmt, wenn dieser Anruf nicht erfolgen würde. Nur wäre es schwierig, in meine Wohnung zu kommen, obwohl sie einen Schlüssel hat. Ute schließt sich ein, lässt den Schlüssel stecken und hat dann auch noch einen Riegel vor der Türe. Sie müsste also mit der Feuerwehr anrücken. Noch kann ich mich einfach nicht entschließen, das zu ändern.

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    • Hallo, liebe Ute – in dieser Beziehung sind wir so etwas von grundverschieden, doch zuerst will ich auch bei dir den „Vereinigungssatz“ schreiben:
      Ohne den heutigen Tag bzw. den „Vorgang des Zusammenwachsens der beiden Länder“ hätte ich dich nicht kennengelernt. Also: Ein Glas Sekt auf unseren Austausch!
      Ich kann (zum Glück vielleicht) keinen Schlüssel von innen in das Schloss stecken, da ist ein Drehknopf, mit dem ich abschließen kann. Noch nicht erst mal diesen betätige ich regellmäßig. Oft klinke ich Mitternacht oder später und stelle fest, dass die Wohnungstür NICHT abgeschlossen ist – also drehe ich den Knauf EINMAL herum. Hier im Haus schließen die meisten (wie ich es höre, wenn ich bei ihnen klingele) auch am Tage mindestens dreimal ab. Haben viele Westler so eine unsagbare Angst? Wovor?
      Wenn die Feuerwehr erst deine Tür aufbrechen muss, kann die Zeit für eine Rettung schon zu spät sein – und die Kosten für die Wiederherstellung des Urzustandes sind ziemlich hoch.
      Dass du abschließt, ist ja vollkommen legitim. – Es gibt – statt eines von außen nicht zu bedienenden Riegels – Ketten, die man auch mit einem Schlüssel von außen bedienen kann. Die sind einwandfrei die bessere Lösung, wenn deine Freundin zu dieser Kette den Schlüssel hat.
      Schlüssel im Schloss und Riegel haben zur eigenen Sicherung nichts zu suchen – ein Einbruch kommt in diesem Alter sicher seltener als eine Krankheit, wo jemand zu dir kommen muss.
      Eine Möglichkeit ist auch folgendes. Wenn du im Flur vor die Tür etwas stellst (z.B. eine Pyramide aus drei Kochtöpfen), was beim unbeabsichtigten Öffnen der Tür umfällt und einen Höllenlärm macht, verschreckt das garantiert die Einbrecher, die ja nicht erwischt werden wollen. Und deine Freundin muss dann diesen Lärm in Kauf nehmen, wenn sie dich „retten“ will.

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  9. Boah, was für Farben!
    Zwischenzeilig, gut hinter munterem und geradezu heroisch jammerfreiem Geplauder versteckt, lese ich die begründete Sorge jedes allein lebenden Menschen, dass etwas geschehen könnte, das Hilfe notwendig werden lässt, heraus. Wenn meine Mutter nicht sofort den Krankenwagen gerufen hätte, würde heute mein Vater tot sein. Er lebt nur deshalb, weil sie quasi neben ihm gesessen hat, als es passierte und er einfach bewusstlos in sich zusammen sackte. Die Möglichkeit Alarm an einem Notfallarmband auszulösen, hätte er also trotz dieses schlauen Dings auch nicht gehabt.
    Das Zusammenleben hat also auch Vorteile. Alleinleben hat unbestreitbar auch seine Vorteile – doch es ist gut, dass es jemanden gibt, der täglich an Dich denkt. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit. Denn Angst macht krank.
    Liebe Morgengrüße von der Fee ✨

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    • Das ist schön gesagt. Ich finde es auch wichtig, dass täglich jemand an einen denkt und einem das Gefühl gibt, nicht alleine zu sein. 🙂
      Liebe Grüße
      Mallybeau

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    • Hallo, meine Fee, was für eine Einleitung mit einem großen „Boah“. Auch du bekommst jetzt den Satz zur Einheit:
      Ohne den heutigen Tag bzw. den „Vorgang des Zusammenwachsens der beiden Länder“ hätte ich dich nicht kennengelernt. Also: Ein Glas Sekt auf unseren Austausch! – Wie schon bei Mallybeau geschrieben, kann der Sekt mit Orangensaft verdünnt oder ersetzt werden.
      Wenn ich so ganz oberflächlich die Situation mit deinem Vater überdenke, würde ich sagen: „Das ist dann Schicksal, Vorhersehung oder Bestimmung, dass ich nicht älter werden sollte.“ Ich selbst fände ein monatelanges Siechtum durch Krebserkrankung oder andere todbringende Krankheiten viel schlimmer, als einmal kurz zusammenzusacken und nicht mehr aufzustehen. Die meisten meiner wirklichen Verwandtschaft sind soooooooooo weit weg (in unterschiedlicher Bedeutung zu verstehen), dass es sie nur bedingt treffen würde. Ich denke dann immer, es war Leben(szeit) genug da, um einen guten Kontakt zu pflegen.
      Wenn das Leben nach so einer dramatischen Rettung immer noch lebenswert genug ist, dann freut sich der vor dem Tod Bewahrte sicher auch. Doch viele – was jetzt ein ganz anderes Thema ist – die sich zu einem wirklich beabsichtigten Suizid durchgerungen hatten und dann gerettet werden, sind sicher nur bedingt froh darüber, da sich ja die Gründe für ihren Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, sicher nicht geändert haben.
      Trotz des Zusammenlebens mit einem/r Partner/Partnerin könnte es ja sein, dass dieser Todesbote in einer Zeit kommt, wenn die andere Person gerade nicht in der Wohnung ist. – Ich denke, wir alle werden irgendwann dann ableben, wenn es sein soll.
      Jetzt will ich mir keine weiteren Gedanken über Ab-, Weiter- oder Jetztleben, sondern langsam in die Puschen kommen, damit ich vor die Tür gehen kann – mit Fotoapparat.
      Und tschüss für dich mit fast schon Mittagsgrüßen von mir

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  10. Liebe Clara!

    Du bist wie immer weit- und umsichtig. Gut, dass Du Dich so gut vorbereitet hast. Das Notrufarmand hatten meine Großeltern auch. Halte ich für eine sehr praktische Einrichtung. Hat stets seinen Zweck erfüllt. Aber natürlich hofft man immer, dass es auch ohne geht. Und so wünsche ich Dir und uns allen hier, dass wir gesund oder den Umständen entsprechend gut durchs Leben gehen und uns weiterhin so schöne Beiträge auf den Bloghütten schreiben können.
    Den Sonnenuntergang hast Du wirklich fabelhaft eingefangen. Mal sehen, ob wir heute am Feiertag schönes Wetter erwischen. Noch hängen hier dunkle Wolken. Aber zur Not kann man ja einfach auf Deinem Fotoblog nach schönen Aufnahmen Ausschau halten 🙂

    Liebe Grüße und einen gemütlichen Feiertag
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau, für dich gleich vornweg den Satz, den ich bei allen schreibe, für die es zutrifft:
      Ohne den heutigen Tag bzw. den „Vorgang des Zusammenwachsens der beiden Länder“ hätte ich dich nicht kennengelernt. Also: Ein Glas Sekt auf unseren Austausch! Da ich weiß, dass du keinen Alkohol trinkst, bekommst du (altersgemäß) Kindersekt 🙂
      Wie schön, dass ich in ein sich wiegendes oder wogendes lila Asternmeer schaue, wenn ich das Display vor mir habe. Hier sieht das Wetter gut aus, obwohl kalt, aber ich will gleich nach der Kommentarbeantwortung fotografieren gehen.
      Wenn mir mein Leben mehr wert ist als momentan, entschließe ich mich vielleicht, auch so eine Armbandlösung als Vertrag abzuschließen. Doch momentan bin ich so „kurzsichtig“, dass ich meine, die Einmalbestätigung meines Daseins reicht aus.
      Ich staune, dass kein Kommentar erwähnt hat, wie ähnlich ich meiner Mutter sehe, was sogar ich auf manchen Fotos feststelle.
      Beim Einzug habe ich die Leute beneidet, die fast den ganzen Tag Sonne auf ihren Balkons haben – doch spätestens in diesem Gluthitzesommer taten sie mir nur Leid und ich war froh, dass sie zu mir erst gegen 14.00 Uhr kommt. Dafür stört sie in den Sommermonaten meinen Tagesschauempfang gewaltig. Früher schalte ich den Fernseher nie ein, aber bei Sonne muss ich alle Jalousien runterlassen. Aber viele Sonnenuntergänge entschädigen mich dafür.
      Liebe Grüße schickt dir die immer noch im Schlafanzug = Hausanzug schreibende
      Clara

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      • Prosit! Danke für den Kindersekt 🙂
        Dass Du Deiner Mutter ähnlich siehst, habe ich, so war ich der Meinung, bereits in einem anderen Beitrag erwähnt. Sonst hätte ich das bestimmt jetzt geschrieben. Einziger Unterschied: Die Mutter trägt kein Lila 🙂
        Hier immer noch trübe Nebelsuppe.
        Viel Spaß beim fotografieren in der Sonne ….

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        • Das mit der „Ähnlichkeitserwähnung“ deinerseits kann durchaus der Fall sein.
          Ganz unterschwellig und total unbeabsichtigt hatte meine Mutter in ihren Ober- oder Unterteilen schon ein wenig lila im Repertoire. Und zu ihren Lebzeiten war mein Lilaspleen auch noch nicht sooooooooooo ausgeprägt.
          Hier Wolken, auch grau, aber dennoch Sonne.

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  11. Gut ist es, wie du alles organisiert hast. Ich hoffe, du musst nie gerettet werden, aber Sicherheit gibt es doch.

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    • Hallo Gudrun, du bist ja (bis jetzt) die einzige in der Kommentarreihe hier, die an diesem Tag vielleicht so ähnliche Gedanken hat wie ich. Dass es eine Vereinigung gegeben hat, finde ich grundsätzlich gut, aber WIE sie in vielen Dingen vor sich gegangen ist, darüber könnte ich immer noch grummeln – doch es hilft ja nichts. Ein ganz typischer „Fall“ ist die Rententeilung der beiden sich trennenden Parteien. Ich habe wegen der Kinder die ganzen Jahre unserer Ehe verkürzt gearbeitet und bekomme deswegen eine viel geringere Rente. Mein Ex dagegen hat – durch meine Rückendeckung – viele bezahlte Überstunden gemacht, die sein Rentenkonto erhöht haben, was er jetzt allein oder mit seiner Frau genießen kann. Etwas mehr ausgleichende Gerechtigkeit fände ich schön – bei mir 50,00 € im Monat mehr, bei ihm weniger – aber die Wiedervereinigung erfüllt nicht unbedingt Clarawünsche – aber ich kann auch ohne diese Erfüllung leben: Ist eben so.
      Sobald ich anfange, wirklich wackelig auf den Beinen zu werden, entschließe ich mich vielleicht doch zu einer anderen Lösung.
      Ich wollte dich schon so oft anrufen, und dann ist wieder was dazwischen gekommen.
      Liebe Grüße zu dir von
      Clara

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  12. Wie schön, das Gegenteil von dramatischem Gejammer zu lesen. Lebensfreude mit Vernunft. ❤

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    • Myriade, das hast du gut „kategorisiert“: Vielleicht ist mir mein Leben irgendwann wirklich ca. 50,00 € wert, nämlich dann, wenn ich eine professionelle Firma beauftrage und ihnen meinen Wohnungssclüssel gebe, damit sie sofort kommen und in die Wohnung können. Vorher muss man jedoch zwei Telefonnummern angeben, die die Firma dann anruft. Sollte ich da meinen Sohn angeben, braucht der auch nachts mindestens 30 Minuten, eh er bei mir ist.
      Im Moment reicht mir diese „Sicherheitsstufe“.
      Ohne den heutigen Tag bzw. den „Vorgang des Zusammenwachsens der beiden Länder“ hätte ich dich nicht kennengelernt. Also: Ein Glas Sekt auf unseren Austausch!

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