Claras Allerleiweltsgedanken


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Großmamas haben das Parlament erfolgreich gestürmt (2)

(Für die heutige 400-Wort-Überlänge des Posts ist mir keine glaubwürdige Erklärung eingefallen 🙂 )

Doch eine. Finbar = Lu hat gestern kommentiert, dass ich hier so gern und viel schreibe. Das liegt sicher daran, dass hier keiner zu mir sagt: „Deutschland fehlt ein kleiner H*i*t*l*e*r, der wieder Ordnung schafft.“ (ich übertreibe leider nicht, das habe ich zu hören bekommen) Also ist das echte Leben manchmal weitaus schlimmer als das virtuelle.

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Anschließend an diesen Bericht „Großeltern stürmen das Parlament“ kommt jetzt die Fortsetzung

Vielleicht nicht richtig als Abgeordnete, aber zumindest jetzt hier als Gäste – im wunderbaren Potsdamer Landtagsschloss.

Der letzte Beitrag hat ja ein wenig Theorie zu der Schlossbauerei gebracht – und jetzt sind wir im Inneren des Gebäudes – weil wir neugierig sind, weil wir frieren – vielleicht nur ich, die anderen sind wärmer angezogen.

Wir bekamen einen „schnuckeligen“ Erklärer, der selbst noch Student der Pädagogik mit den Fächern Deutsch und Politologie ist. Er machte seine Sache gut und engagiert. Seinen von mir sehr gelobten Schal mit lila Einfärbungen wollte er mir partout nicht schenken :-). Er erzählte mir nur, dass er ihn aus Budapest – also quasi um die Ecke 🙂 – mitgebracht hat.

Der Architekt Kulka hatte bestimmt eine sehr knifflige Aufgabe vor sich, weil er sich an die vorgegebenen Maße halten musste. Das in weiß gehaltene Knobelsdorff-Treppenhaus hat in den Ecken Figuren, die aus dem alten Schloss erhalten geblieben sind. Nur beim Geländer wich Prof. Kulka vom Original ab, auch wenn das die Bürgerinitiative „Mitteschön“  heftig gefordert hat. Die Außenfassade ist ja auch von Knobelsdorff gewesen. – An der Decke des Treppenhauses blieb man historisch.

Im Foyer laden bequeme rote Sitzbänke ein, ein Päuschen zu machen oder sich nur zu setzen, wenn die Füße müde sind. Da meine rote Küche keinen Platz für solche Luxusmöbel hat, kommt in mir auch keinerlei Begehrgedanke auf.

Der weiße Adler über der Tür auf weißem Grund hat seine eigene Geschichte. Er hing auf Vorschlag des Architekten zuerst im Plenarsaal, fand dort aber nicht das Gefallen aller Fraktionen, die lieber den Brandenburger Adler haben wollten. Deswegen musste er ins Foyer auswandern.

Der Plenarsaal bekam seinen roten Adler, aber in recht klein.

Sie scheinen sich bis auf die Farbe sehr ähnlich oder gar identisch zu sein.

Dann lauschten wir in einem Raum mit Leinwand den Ausführungen des Studenten. Unter den Stühlen war ein Glasboden, der einen Teil des Fundamentes des ursprünglichen Schlosses zeigte. – Ein wenig ist es ein eigenartiges Gefühl, wenn der eigene Stuhl auf einer Glasplatte steht – irgendwie traut man der Festigkeit nicht so richtig.

Die kleinen Details waren es, die mir gut gefielen – so zum Beispiel diese runden Treppenstufen. Ist doch mal was anderes.

So, jetzt gingen wir endlich zum Herzstück des Arbeitsschlosses – zum Plenarsaal, der von den Farben weiß und rot dominiert wird. Brandenburg ist ja eines der wenigen SPD-regierten Länder. Die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg als auch Meck-Pomm, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz  werden ebenfalls von dieser Partei auf dem absteigenden Ast regiert. Wer weiß, wie es in der nächsten Legislaturperiode aussieht.

Bei dem ausliegenden Infomaterial war auch ein Plan mit der Sitzordnung der Abgeordneten dabei. Von den 88 Abgeordneten sind

  • 30 SPD – davon 15 Frauen, also fifty/fifty
  • 21  CDU – davon nur 5 Frauen (Chauvis)
  • 17 Die Linke – davon 9 Frauen, fast schon vorbildlich
  • 10 AfD – 2 Frauen – soll ich das nun gut oder schlecht finden, ich tendiere zu gut
  • 6 Bündnis 90/die Grünen – auch fifty/fifty
  • 4 fraktionslos – nur eine Frau

Es gibt keine große Koalition, sondern die SPD regiert zusammen mit den Linken, also eine rot-rote Landesregierung. Ich finde es erschütternd, dass die AfD stärker ist als die Grünen – doch das Verhältnis wird sich im Laufe der Zeit noch weiter zu Gunsten der Alternative für Deutschland verschieben, weil die Altparteien so viel rumeiern.

Damit die Abgeordneten jederzeit informiert sind, hat jeder Platz einen Computeranschluss und ein Telefon in der Sitzreihe der Fraktionsvorsitzenden und der Stellvertreter steht auch da.

Meine Mutter war ja mal Lehrerin für Stenografie und Maschinenschreiben. Wie stolz war sie immer, wenn eine ihrer Schülerinnen beim Landeswettbewerb einen Preis errungen hat. – Unser Student erzählte uns, dass ALLES von 2 Pressestenografen mitgeschrieben wird – man verlässt sich nicht auf die Technik, sondern auf Menschen, da nur diese den Namen des oder der jeweils am Mikrofon diskutierenden Person kennen. Die Stenografen werden aller 10 Minuten abgelöst, weil das Schreiben in diesem Wahnsinnstempo so unheimlich anstrengend ist für die Hand.

Folgender Seite: http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/1255399 habe ich die nachfolgenden Absätze entnommen.

Den Berufsstand des Pressestenografen bei Zeitungen und des Gerichtsstenografen gibt es heute kaum mehr; wohl aber sind in den meisten deutschen Landtagen und im Bundestag Parlamentsstenografen im Plenarund Ausschussdienst tätig. Sie beherrschen Redegeschwindigkeiten bis zu 500 Silben pro Minute

Für Mitschriften in Lehrveranstaltungen, Vorlesungen und Kongressen ist die Stenografie ein wertvolles, kaum zu übertreffendes Arbeitsmittel für wörtliche oder auszugsweise Aufzeichnungen. Auch zur Protokollierung von Parlamentsdebatten, Konferenzen, Gerichtsverhandlungen usw. ist sie leistungsfähiger als andere Erfassungstechniken (Tonaufzeichnung, PCTexteingabe über die Tastatur). Von professionellen Stenografen wird erwartet, dass sie mehr als 360 Silben pro Minute aufzeichnen können, um mit Rednern in schnellen Diskussionen Schritt zu halten. In dieser Geschwindigkeit könnten sie die sieben Strophen von GoethesZauberlehrling in knapp eineinhalb Minuten niederschreiben.

So, jetzt habe ich euch in Sprechgeschwindigkeit zugetextet und will nur noch wenige Fotos zeigen.

Wenn die Abgeordneten sich während eines langen Sitzungstages nach dem Himmel sehnen – hier haben sie ihn 🙂

Die „rote Front“ im oberen Bildrand ist für Zuhörer. Wenn man sich anmeldet, kann man bei solch einer Sitzung auch dabei sein.

Und das war die Sendung: „Clara macht in Politik!

 

 

 

 

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Großeltern „stürmen“ das Potsdamer Parlament! (1)

Vorgeplauder

Nach meinem Empfinden ist Potsdam die schönste Nachbarstadt, die Berlin hat, auf jeden Fall ist es die nächstgelegene. Zusätzlich ist Potsdam sehr kulturintensiv, mit historischschwangeren Parks ausgestattet und vor allem vielvielvielviel sauberer als Berlin.

  • Berlin hatte mal ein Schloss und Potsdam hatte auch.
  • Das Berliner Schloss wurde im Krieg zerstört und dem Potsdamer Schloss erging es im April 1945 nach einem britischen Luftangriff ebenso. Allerdings war es so, dass von den Außenmauern vieles stehen geblieben war, was man hätte durchaus für einen Wiederaufbau verwenden können.
  • Die DDR-Regierung sah sich berechtigt, die Überreste des Berliner Schlosses wegzuräumen und stattdessen einen „DDR-Palast“ hinzubauen – nämlich den Palast der Republik, ein unter der Bevölkerung (sehr) beliebtes Gebäude, da es sehr vielseitig ausgestattet war und die Gastronomiepreise äußerst günstig waren
  • Der Potsdamer Bevölkerung wurde ein ähnliches Schicksal zugemutet -1959/60 mussten die Reste weg, nur etwas Neues kam lange nicht hin, so dass die Stadtmitte mit dem Alten Markt 25 Jahre lang ziemlich verwaist aussah. Gegen den Abriss hatten nicht nur Künstler und Architekten erfolglos protestiert, auch große Teile der Potsdamer. Zum Glück wurden Kleinteile gerettet.
  • Damit die Potsdamer auch schnell ihr Schloss „vergessen“, wurden Straßen über diesen ehemaligen Platz gezogen und eine riesige Kreuzung sollte den Fortschritt des Verkehrs darstellen.
  • Große Teile der Berliner Bevölkerung wollten unbedingt ihr Schloss wiederhaben und spendeten wohl auch ziemlich viel Geld dafür. Und sie bekamen ihren Willen – 2019 soll es fertig werden, das neue Berliner Stadtschloss. Da wir aber weder Kaiser noch König haben, sondern nur eine Dauerlandesfürstin, die aber schon einen anderen Arbeitssitz hat, wird das Innenleben nicht königlichfürstlich eingerichtet, sondern als Humboldt-Forum den heutigen Gegebenheiten angepasst.
  • Nachdem das Potsdamer Parlament von diesem zu jenem Ort umgezogen war und weil von engagierten Potsdamern und Vereinen ein wichtiger Teil des Schlosses – nämlich das Fortunaportal schon 2002 neu aufgebaut war, wurde 2005 beschlossen, das Schloss nach historischem äußeren Vorbild aufzubauen, drin aber ein modernes Funktionsgebäude mit Sitz für das Parlament zu bauen. Ich mag ja den „Wer wird …… reich-Moderator G.J. sehr, und deswegen schreibe ich hier auch, dass er mit viel Geld geholfen hat, dass wieder aufgebaut werden konnte.
  • Es wurde lange intensiv diskutiert, ob und wo und wie historisch das Schloss aufgebaut werden sollte. Eine Stiftung spendete 20 Millionen Euro – allerdings mit der Auflage, das Schloss so historisch wie möglich in der Außenfassade an gleicher Stelle aufzubauen.
  • Der Architekt Prof. Peter Kulka und sein Team erhielten den Zuschlag für den Wiederaufbau.
  • Obwohl 2005 schon beschlossen, verzögerte sich der Baubeginn noch ein wenig. Doch am 10. Oktober 2013 konnte nach 3,5 Jahren Bauzeit der Bau an den Landtagspräsidenten übergeben werden. Anders als bei manchen Ewig-Dauer-Baustellen konnte das Parlament tatsächlich im Dezember 2013 seine Arbeit aufnehmen.

So ein ähnliches Schicksal – das müssen doch Schwesternstädte sein. 🙂

Und warum erzähle ich euch das hier lang und breit? Weil der Großelterndienst Berlin zu einer Besichtigung des Landtages in Potsdam eingeladen hat – also diese Veranstaltung geplant hat. Mein Motto ist: „Dümmer werde ich von allein – also sollte ich was dagegen tun, wenn ich kann.“

Doch jetzt heißt es: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldener Baum“ Mit einigen Fotos will ich die Sache auflockern.

Wenn man an der Fassade entlang läuft, kann man einen großen goldenen Schriftzug lesen: Ceci n’est pas un chateau — Annette Paul hat diesen Schriftzug entworfen und anbringen lassen. Er ist Ergebnis aus dem Wettbewerb „Kunst am Bau“. Da ich den Schriftzug nicht fotografiert hatte, Mallybeau aber danach gefragt hat, habe ich ihn einfach aus einer Broschüre abfotografiert. Das Originalfoto ist von Stefan Gloede.)

700 m oder zwei Haltestellen mit der Straßenbahn vom Hauptbahnhof ist man schon beim „Schloss“.

Vor diesem (schlecht fotografierten) Schild am Fortunaportal steht man, bevor man in den Innenhof geht. Ich war nur erstaunt, dass auch hier die Aufschriften zusätzlich in sorbisch sind.

Das Fortunaportal mit seiner goldenen Fortuna auf der Turmspitze. Gleich daneben ragt die goldene Figur des Atlas in die Luft, der an der Weltkugel schwer zu tragen hat. Der Kugelträger schmückt den Rathausturm. Und die goldene Spitze von St. Nikolai mit ihrem Kreuz verstärkt den Eindruck, dass Potsdam eine goldene Stadt ist.

Diese beiden „Pavillons“ auf dem oberen und unteren Foto nennen sich „Zugabe“ und stehen im großen Innenhof des „Landtagschlosses“. Sie wurden vom Kölner Künstler Florian Dombois entwickelt und gefertigt. Es sind illusionistische Pavillons, die sich auf das Schloss Sanssouci beziehen. Der 2011 ausgelobte Wettbewerb hieß „Kunst am Bau“ – Leute aus der DDR kennen das als bekanntes Motto.

Die Pavillons bestehen aus zwei gekreuzten und beklebten starken Platten.

Und wenn man ins Innere des Landtagschlosses will, muss man hier einfach weitergehen. Eine automatisch gesteuerte Glastür schützt das Personal vor zu viel Kälte und mich dann auch, denn ich bin leichtsinnig ohne Mütze und Handschuhe gestartet – und das bei etlichen Minusgraden.

Von der Dachterrasse im Inneren des Hauses gibt es einen wundervollen Ausblick auf die imposante St. Nikolaikirche und das Rathaus mit Weltkugelträger.

Und jetzt verabschiede ich mich bis zur Fortsetzung, denn über das eigentliche Parlament möchte ich auch noch einiges erzählen.

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Dieser Artikel ist ca. 400 Wörter über meiner sonstigen Wunschwortzahl – aber da heute Weltfrauentag ist, bekomme ich diese 400 Mehrwörter geschenkt. 🙂


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(3) Bessy – von mir ernst genommen

Bessy wurde schon die ganze Zeit von mir ernst genommen, besonders deswegen, weil ich lange Jahre einen „Gespielen“  hatte, der dort an vorderster Front für den Fortschritt der Wissenschaft kämpfte. Inzwischen ist er im wohlverdienten Ruhestand, aber Bessy II war wohl sein Lieblingskind.

Doch genug der privaten Plaudereien, lasst uns zu wissenschaftlicheren Dingen übergehen. – Wenn ihr mir versprecht, keine genaue Erklärung für den Inhalt der Fotos haben zu wollen, dann zeige ich sie. Die Halle hat zwei Etagen. An vielen Stellen im ringförmigen Bau sind Wendeltreppen angeordnet, damit man schnell von oben nach unten und umgekehrt gelangt.

Auf jeden Fall sah es ungeheuer geschäftig aus – aber sehr konfus und für meinen Geschmack auch zu unordentlich – aber das ist „Hausfrauendenken“.

Ich hatte das Gefühl, Kabel waren eines der am meisten gebrauchten Arbeitsmaterialien.

So eine schillernde Messstation – da bekamen alle glänzende Augen.

Wenn ihr an der Decke die Alufolie seht, dann wisst ihr, dass die der Wissenschaftler liebstes Kind ist. Sie ist viel dicker als die, die wir auf Rollen kaufen, und die Rollen sind größer – aber der Zweck ist der gleiche: Es soll etwas isoliert oder wasserdicht gemacht werden.

Die Leute sind zu bewundern, die sich in diesem Chaos zurechtfinden. Auch hier an den verschiedensten Stellen Alufolie und Kabel.

Einer der vielen abgestellten oder abgelegten Roller für den Transport in der Runde, und danach noch zwei. Dieser hier sah schon ziemlich ramponiert aus. Wahrscheinlich hat ihn der Wissenschaftlerpapa vom Wissenschaftlersohn übernommen, als dieser lieber Skateboard oder Inliner fahren wollte.

 

Ihr habt es fast geschafft. Die letzten 3 Fotos zeige ich auch als Galerie, denn sooooooooooo spannend sind sie ja doch nicht. Das letzte Foto sieht aus, als wenn da Schneeflocken gekocht werden 🙂

Und tschüss, das war es bei Bessy.

 


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(2) Bessy, für mich ein Farbenland …

… denn die Wissenschaft habe ich nicht verstanden

Schon an der Überschrift könnt ihr erkennen, dass das ein von Clara zurechtgeschneiderter Artikel ist, der mit Wissenschaft so viel zu tun hat wie Hausschneiderei mit Laufstegmode unserer Modekönige.

Farben sprechen mich im Laufe der Jahre immer mehr an. Man sagt ja, dass sich andere Sinne schärfen und weiterentwickeln, wenn andere gestört sind oder sich rückentwickeln. Obwohl ich viel schlechter höre als früher, kann ich nicht unbedingt besser sehen, aber ich sehe manche Sachen anders, intensiver – und vor allem sehe ich sie farbig-er.

Ich will euch also jetzt zeigen, was ich bei der hochwissenschaftlichen Besichtigung fotografiert habe. Auch erlaube ich mir den Spaß, die Fotos nicht als Galerie auftreten zu lassen, denn einzeln wirken sie besser und ich kann meine Gedanken besser kommentieren..

Bevor eure Aufmerksamkeit erlahmt oder gar einschläft, zeige ich euch Farben, die mir wichtig sind, zuerst. Hier kommen also grün, gelb und blau! Habe ich etwa irgendeine Farbe vergessen? 🙂 – Ja, rot, oben in der rechten Ecke.

Wenn ich meine Wohnung durchforste, stelle ich fest, dass kaum blau vorhanden ist. Also hat diese Farbe auf meiner Sympathieskala keinen hohen Wert erreicht. Grün ist auch nicht der Star, obwohl mein Wohnzimmer viel grün zeigt. In Blumentöpfen MUSS es sein, an Wänden KANN es sein.

Weiß, rot und silber waren nicht die Farben, die ich mit diesem Foto meinte. Die Bedeutung der Geräte wollt ihr genau so wenig wissen wie ich.

Was haltet ihr von einem strahlenden Gelb, garniert mit ein wenig Rot und mit blauer Ummantelung.

Hier müssen sich die Wissenschaftler und ihr technisches Personal wie auf einer grünen Wiese fühlen, auf der rote und gelbe „Blümchen“ stehen.

Das hier ist nicht nur die wichtige Farbe orange, sondern es ist ein Kasten mit wichtigem Inhalt. Hier spielt das weiße Kreuz eine wichtige Rolle.

In meinen ersten Blogjahren habe ich mit kindlicher Freude die Farbe pink geliebt. Wenn es ab und zu mal Entgleisungen in Richtung rosa gab, konnte ich das verzeihen. – Jetzt, wo ich so viel erwachsener bin, sind pink und rosa zu den (Farb-)Akten gelegt.

Manchmal sind die edleren Farben Gold und Silber im Fokus, aber manchmal wird die „Fotografin“ auch geschubst beim Drücken des Auslösers oder sie fabriziert (mit Absicht) ein Farbengemisch, mit dem sie sich für heute von euch verabschiedet.


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(1) Die Wissenschaft und Clara …

… können nicht zueinander finden …

… denn Clara hat Physik noch  nie geliebt.

Als ich von der geplanten Besichtigung bei  Bessy im Programm vom Großelterndienst las, meldete ich mich sofort an. Mir schwante zwar, dass ich von der rein physikalischen Materie nicht sehr viel begreifen werde, aber es ist ja nie zu spät, ein wenig klüger zu werden.

Wer sich richtig informieren möchte, kann bei diesen beiden Links nachlesen:

Bessy bei Wiki

Googl sagt viel über Bessy

Als wir in einem Besucherraum Platz genommen hatte, versuchte ein junger Physikstudent, uns über die Grundlagen dieses Forschungspro- und -objekts aufzuklären. So ein paar Bilder habe ich mal abfotografiert, damit ihr prüfen könnt, ob euch diese Begriffe was sagen. Schräg sind die Fotos deswegen, weil ich schräg zu der Leinwand saß.

Und weil wir natürlich alle keinen Strahlenpass haben, machten wir uns diese Entscheidung zu nutzen.

Das erste Foto zeigt euch, wie die Sache von oben aussieht, und deswegen KANN es gar nicht von mir aufgenommen worden sein. Und auf dem letzten konnte ich sehen, wie ich aus der Sache = dem Gebäude wieder rausgekommen wäre, wenn mir alles zu viel und zu wissenschaftlich geworden wäre. Aber der Student hat seine Sache recht gut und recht lustig gemacht.

Ich verstand gar nicht, warum er bei meiner Frage: „Wenn ein Mensch mit Sauerstoffgerät in diese Röhre käme, würde er das überleben?“ so unverständlich guckte. Ich hatte mir die Röhre (sh. Luftaufnahme von dem Ring) knapp mannshoch vorgestellt. Vor Ort sah ich dann, dass der Elektronenring einen Durchmesser von weniger als 10 cm hat. – Da war mir klar, dass da kein Mensch hineinpasst.

Als wir uns dann von unseren Stühlen erhoben und in die Halle zur Besichtigung gingen, habe ich noch einiges fotografiert.

Labyrinthe sind ja meine „Leidenschaft“ – ich verlaufe mich immer gleich auf den ersten paar Metern. Deswegen musste ich immer brav an der Gruppe dranbleiben.

Über dieses Schild musste ich grinsen:

 

Ihr werdet es nicht glauben, überall standen Roller herum, denn der Weg von einem Punkt zu einem anderen kann ganz schön weit sein – und mit Roller ist man schneller. Ich konnte es mir nicht verkneifen, 10 m mit einem zu rollern.

Übermorgen geht es weiter.


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Karfreitag hat für mich mit Tod zu tun …

so weit weg kann ich meine katholische oder evangelische Vergangenheit gar nicht wegschieben, um das zu verdrängen.

Ich möchte jetzt keinen Friedhofsspaziergang illustrieren, keine Fehden unter Menschen näher beschreiben, die zwar nicht zum leiblichen Tod führen, sondern höchstens zu seelischer Erstarrung – nein, ich war mit einem Kind und seiner Mutter im Mauerpark. Die Mauer hatte ja viele Tote zur Folge, weil die Menschen in die Freiheit wollten. Und jetzt sind sie in der Freiheit – und da wollen sie am liebsten wieder eine Mauer um Deutschland ziehen, damit nicht so viele an unserem Wohlstand teilhaben wollen.

2503 Mauer 2

Wir sahen den Grundriss der 1985 abgerissenen Sophienkirche – sie stand genau im Mauerstreifen und konnte von keiner Seite aus genutzt werden – also kam letztendlich der Abrissbefehl – 4 Jahre vor Maueröffnung.

Das Wetter war so lausig kalt, dass wir alle das Bedürfnis nach einem heißen Getränk hatten, das Bauch und Hände wärmen sollte. Dazu bot sich das Mauercafé an.

2503 Bethel Mauercafe 5

Auf dem Gang zur Toilette kam ich in einen sehr interessanten Innenhof.

Und hier schließt sich der Kreis zum Thema Tod. Es ist eine Einrichtung der Diakoniestiftung Bethel, die u.a. auch ein Hospiz zur Betreuung Todkranker anbietet. Ich finde es sehr gut, dass es solche Einrichtungen gibt, denn wenn innerhalb der Familie die Betreuung bis zum Tod nicht gewährleistet werden kann oder nicht gewünscht ist – da können die Kranken in Würde leben und auch sterben.

 


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Wässriges, doch nicht Verwässertes – RB

Gestern war Lenni IM Wasser, heute fahren wir ANS Wasser. Anna ist auch mit dabei, denn eine erneute Urlaubsreise mit uns beiden wird es nicht mehr geben, denke ich jedenfalls. Die Sache mit dem Jugendamt ist ausgestanden und nach 7 Jahren beendet.

Hamburg ist und bleibt meine große Liebe – dennoch bin ich viel zu selten dort. Die Freundin aus Grundschulzeiten, bei der ich des öfteren Quartier bezog, ist durch die Alles-Vergessen-Krankheit nicht mehr in der Lage, ihr Alltagsleben so zu meistern, dass Besuch darin Platz findet.

Der untere Reblog-Beitrag ist stark gekürzt. Wenn jemand Interesse hat am Original mit weiteren Wasserfotos, dann bitte dem Link folgen.

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Link: Wässriges …

1. Sept. 2012

Die “Fridjof Nansen”, wie sie gerade den Hafen von Wismar verlässt – die Sonne, die wir hatten,  wird durch die Schatten glaubhaft gemacht

Wenn solche oder ähnliche große Segelschiffe mit ihren doch sehr hohen Masten die Brücke in Greifswald durch die Klappbrücke am Ryck wollen, dann muss diese schon ihre Flügel hochklappen. Die Begrenzung in der Höhe wäre nicht das Problem, nur die Breite.

 

In Hamburg ist für Erstbesucher, was Anna ja war, eine Hafenrundfahrt Pflicht. Da wir in Rendsburg schon viele Contaierschiffe gesehen hatten, konnte sie jetzt mit diesem Begriff schon was anfangen

Irgendwie sind wir ein lustiges Team – sie versteht es meist akustisch und ich erkläre es ihr dann danach inhaltlich – so haben wir beide was davon.

Die Rickmer Rickmers – fast schon ein Wahrzeichen von Hamburg – noch vor der Abfahrt von der Barkasse aus fotografiert. – Wieder in Berlin und sie in der Schule, erzählt sie mir ganz stolz, dass dieses Schiff in einem Lehrbuch vorkommt und sie die einzige war, die es kannte.

Wo dieser eigenartige Name herkommt, habe ich jetzt keine Lust zu googeln – so viel sei nur gesagt, sie segelt nicht mehr, sondern hat einen Dauerliegeplatz vor Ort.

Hier ziehen sich schon Regenwolken zusammen, aber wir haben die Fahrt noch trocken hinter uns bekommen – erst beim Picknick hat es uns wieder voll eingewässert.

Gefällt euch dieser Raddampfer auch so gut wie uns?