Claras Allerleiweltsgedanken


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RB 16 – Wer Stavanger kennt –

… kann jetzt mit mir von Stavanger schwärmen

Es soll ja Leute geben, die finden, dass Vorfreude die schönste Freude ist – nicht immer und unbedingt gehöre ich dazu. Ich habe heute folgende Kategorien im Angebot:

  • Fähre
  • Hafen
  • Kunst
  • Stavanger Ortsbesichtigung
  • Tiere

Also fange ich mal ganz brav alphabetisch an – denn ohne Fähre wären wir nie dorthin gekommen, wo wir laut Reiseprospekt hin wollten. – Es gab nicht eine Fährfahrt (mit Toilette), die mir nicht gefallen hätte.

Stavanger ist bis auf Oslo und das Hotel in den Bergen eine Stadt, die am Wasser ist – also auch Hafen zu sehen. Auf dem letzten Foto kann man sehen, dass für die Bewohner der Häuser ein Boot vielleicht wichtiger ist als ein Auto.

Geduld, Geduld – Stavangers Stadtbesichtigung kommt bald, noch zwei Fotos von Kunst im Ort. Das Kind auf dem Pferd kann ich ja künstlerisch nachvollziehen – das andere überlasse ich eurer Einschätzung.

Doch jetzt kommt sie auch schon, die Stadtbesichtigung von Stavanger und die tolle Stadtführerin, die auch mal aus Deutschland abgehauen ist.

Dieses Jahr haben die Stadtführerinnen und ihre männlichen Pendants nicht den besten Job, denn die Besucher sind wirklich deutlich weniger geworden.

Die Altstadt von Stavanger gilt als „Die weiße Stadt“ – und alles ist auch wunderbar restauriert worden. Auf dem letzten Foto seht ihr aber: Sie können auch bunt. – Die Geschichte der Stadt ist bewegt – vor Jahren war der größte Teil der Bevölkerung mit Fischfang und -verarbeitung beschäftigt oder sie arbeiteten im Schiffsbau. – Als das zurückging, wurde 1969 Erdöl vor der Küste gefunden und davon lebte es sich dann nicht schlecht. In Stavanger war die Konzernzentrale –  bis 2014 der Erdölpreis drastisch einsank, so dass sich keine Förderung mehr gelohnt hat. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 69 % – aber auch aus dieser Krise haben sie einen Ausweg gefunden.

Das Blumenherz auf dem dritten Foto tröstet uns darüber hinweg, dass der Dom renoviert und deswegen nicht besucht werden kann.

Auf einem Foto trägt die Puppe im Schaufenster die Landesnationaltracht. Das sieht an den entsprechenden Feiertagen bestimmt schön aus.

Und jetzt gibt es noch ein paar Tiere. Seitdem mir vor Jahren mal eine Möwe das Fischkotelett   vom Pappteller stibitzt hat, sehe ich diese Tiere mit einem gewissen Respekt an. – Die Quallen konnte mein Fotoapparat im Wasser kaum erkennen – aber mein Fotoprogramm hat dann nachgeholfen.

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Übermorgen – gleiche Welle, gleiche Stelle!

Übrigens – lange werden meine Posts nicht mehr mit RB xx anfangen! Also genießt Norwegen noch so lange, wie es möglich ist.


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RB 11 – Sehr schöne Reiseerlebnisse

Ich hatte ja vorgestern angekündigt, dass ich mit euch noch in den Dom von Tronddheim gehen möchte – mir hat er als gotisches Bauwerk und ohne goldenen Barockschmuck sehr gut gefallen.

Hier stehen wir davor und die tolle Reiseleiterin beginnt mit den Einführungen, die ich sicher alle schon wieder vergessen habe – aber das kann man ja jetzt immer im Netz nachlesen.

Besonders auserwählte Fassadenfiguren werden mit einem Kranz geschmückt, den ihnen ein Autokran umhängt. Es gab noch 2 andere Kränze (ohne Foto)

Auch wenn bei manchen die Galerien nicht so beliebt sind – aber da man sich ja beim einzeln ansehen die Fotos vergrößern kann, finde ich das die beste Methode, zueinander gehörende Motive zu zeigen.

Aber der Dom hatte auch noch zwei Himmelhoch-Familien-typisches zu zeigen – nämlich die Tierkreiszeichen. Das erste gibt es gleich zweimal, das zweite kennt ihr bis zum Abwinken. – Doch wahrscheinlich waren es doch nicht die 12 Tierkreiszeichen, denn sonst hätte ich die Fische auch fotografiert.

Tja, jetzt können oder müssen oder dürfen wir uns weiteren Dingen zuwenden, denn mit dem Dom sind wir fertig. Fotos sind noch genug vorhanden. – Und da ja Fähren so wichtig waren, „fahren“ wir jetzt mal wieder mit einer. 99,9 % der Reisegruppe fanden die Fähren schon deswegen exzellent, weil sie den Toilettenstop unterwegs überflüssig machten.

Für mich war es immer wieder erstaunlich, wie viele Autos, LKWs und Busse auf so eine Fähre passen, die gar nicht so riesig aussieht, wenn sie ankommt und ihre Ladung entlässt.

Etwas Kunst habe ich noch zu bieten – ganz aktuell vom 18. August in Trondheim und von früheren Tagen.

Hier habe ich mich an meinem Geburtstag gefragt, an welche Gefilde mich „mein Segelschiff“ in diesem Jahr bringen wird.

Dieser Hund freut sich über die Besucher der Holmenkollenschanze – ich finde, das macht er richtig gut.

Ob sich diese Rehe verlaufen haben in der Stadt?

Und das wir wirklich in Trondheim sind, zeigt diese Mauerbemalung neben dem Hotel.

Diese Delfine im Hafen reihen sich gut in die Kunst ein.

Die nächsten beiden Fotos vom Hafen in Trondheim zeigen „Kunst der ganz besonderen Art“ – nämlich Clara-Definier-Kunst. Ich erkläre dieses Boot zum „Virenfangschiff“ – jeder rote Fender ist ein Covid19-Virus, der hier gefangen gehalten wird, damit er keinen Schaden anrichten kann.

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Und jetzt heißt es wieder bis übermorgen zu warten.


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Reiseeindrücke aus Süddeutschland – München – 2

Freitag – Mitzi muss arbeiten – ich muss München erobern – trotz Hitze.

Trotz „ohne Fotoapparat“ sind die Fotos nicht viel weniger – aber ich habe schon aussortiert. Sollte ich (= werde ich) in diesem Jahr noch einmal verreisen, dann nur mit neuem Prinz Lumix II.

Als erstes musste ich zu den Stellen gehen, deren Fotos auf der Speicherkarte vom Prinzen sind. Zum Glück lösche ich alle Fotos, wenn ich sie in den Computer übertragen habe – so waren es wirklich nur diese ca. 20 Fotos vom ersten Münchennachmittag auf dieser extragroßen Speicherkarte.

Der Marienplatz war mein erstes Ziel. Eine Gruppe gelb gekleideter Menschen – Chinesen und Deutsche – protestierten gegen ein staatlich sanktioniertes unglaubliches Verbrechen gegen Menschen – Organentnahme. Wer Genaueres wissen möchte: https://de.faluninfo.eu/

Dann wollte ich mir einen Überblick über München von oben verschaffen – dazu hatte ich mir den Rathausturm ausgesucht, denn der hatte einen Fahrstuhl – im Gegensatz zum alten Peter (mittleres Foto). Zu Fuß bei diesem Wetter (… und auch sonst nicht) nie und nimmer. – Als mich die Dame an der Kasse auch noch so nett fragte: „Sind Sie Pensionärin?“, bekam ich gleich noch mehr Lust.

Auf dem ersten Bild: Das Neue Rathaus in neugotischem Stil. Leider habe ich das Glockenspiel verpasst. – Auf dem mittleren Foto ist der „Alte Peter“ – nicht mein Freund aus FW. Da muss man sich die Aussicht mit ca. 300 Stufen ersteigen. – Das letzte Foto von der „Frauenkirche hinter Gittern“ hat für mich eine besondere Bedeutung. Im Jahr 1966 hat mir diese Kirche indirekt großen Ärger bereitet – sie war auf einer Gedenkmünze abgebildet. Ich habe zwar aus dem Jahr keinen Katholikentag in München gefunden, aber die Münze hatte ich wirklich, trug sie in der Schule, musste deswegen zur Staatssicherheit und bekam großen Ärger, weil ich mich dem Stasimann gegenüber „ungebührlich“ benahm. Beinahe hätte es mich mein Abitur gekostet, weil ich von der Schule verwiesen werden sollte.

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Also musste ich natürlich in diese für mich bedeutsame Kirche hinein. – Gotische Kirchen, wenn sie nicht zu stark vom Barock verunstaltet wurden, gefallen mir immer sehr – ich mag besonders das Gewölbe – hier mochte ich auch die Lampen, die ein modernes Pendant zu Kronleuchtern sind.

Das protzige Grabmahl für einen Reichen musste ich auch fotografieren – es war bildhauerisch sehr gut gearbeitet. – Und Sonnenuhren mag ich immer – vor allem, wenn ich sogar die Zeit erkennen kann.

Mit Kirchen und Glauben stand auch dieses Geschäft für handgezogene Wachskerzen in unmittelbarer Nähe der Kirche. Über Geschmack lässt sich nicht streiten – über Preise auch nicht.

Doch jetzt verlasse ich das fromme München und wende mich dem historischen München zu.

Der englische Garten ist ein echtes Kleinod in der Großstadt.

In dem Pavillon lauschten einige Leute einem Violinkonzert – die anderen betätigten sich sportlich beim Boccia oder Boule. Das muss eine sehr beliebte Sportart sein, denn ich sah es an sehr vielen Stellen. Ich hätte am liebsten mitgespielt.

Mein Gedächtnis erlaubt mir nicht, die nächsten Fotos klar zuzuordnen – kann ich überleben.

Den unteren „Protzbau“ habe ich u.a. wegen der beiden Löwen fotografiert – und das Foto davor, weil ich so fasziniert war, dass die meisten historischen Gebäude mit einem Anti-Tauben-Netz bespannt waren. Diese Viecher verursachen ja mit ihrem Schitt viel Schäden an der Bausubstanz. – Das erste Foto ist wohl die Residenz und dann die Straße, auf der man am Ende schon die Theatinerkirche sieht = U Bahnhof Odeonsplatz.

Und schon sind wir wieder im Kirchenmünchen. Schon wegen der Schatten-spendenden Wirkung ging ich in die Theatinerkirche hinein – eine sehr prunkvolle Ausstattung empfing mich. Der italienische Hochbarock beleidigte verwöhnte  meine Augen. Pardon, ich mag nun mal keine Barockkirchen, die sind mir zu überladen.

Die Kirche wird von den Dominikanern geführt. Maria und ihr besonderer Feiertag am 15. August wird mit einem feierlichen Hochamt begangen. – Ich glaube, die Kirchen machen mit den Teelichtern ein gutes Geschäft – ich habe keins für Heiko angezündet, denn ein Hamburger gehört nicht nach München. – Und meine Mutter hat 1945 auch nicht die besten Erfahrungen mit Bayern gemacht, also bekam sie auch kein Teelicht.

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Zum Abschluss noch einige weltliche Eindrücke. – Auf der Seite „Die 20 unbedingt anzusehenden Sehenswürdigkeiten“ ist die Nymphenburg aufgeführt. Die wollte ich am Sonntag mit Mitzi sehen – langer Regen ohne Schirme machte uns einen Strich durch die Rechnung oder wir haben es vergessen.

Der Stachus = Karlsplatz wurde auch bei den 20 unbedingt in München zu besuchenden Dingen aufgezählt. Im Grunde genommen ist es nur eine Einkaufsmeile, die rechts und links neben einer Fußgängerzone existiert. Und VERKAUF wird hier wirklich groß geschrieben.

Wie man sich so ein T Shirt kaufen kann, ist mir schleierhaft.

Ob mir mal der Tod auch mit einer Rose im Mund begegnen wird? Oder macht er das nur in Krimis, wenn junge Frauen umgebracht werden?

Ich habe versucht, einige Fotos zu machen, die nichts mit Konsum zu tun haben. Die immer zu sehenden Blumenkästen mit den wunderschönen Geranien sind schon prächtig – und die Lampen neben den beiden Türmen der Frauenkirchen haben mir gefallen.

 

 

 

 

 


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Ohne Prinz auf Pirsch auf der LAGA Wittstock – 2

Ein paar Fotos habe ich vorgestern noch übrig gelassen. – Ich schwärmte ja so von der Stadtmauer mit Türmen und so, die sich wunderbar in die Gartenschau einbringen. – Durch die Durchgänge – deswegen heißen sie ja so – kann man schreiten und dann einen weiteren Teil der Gartenschau bewundern.

Keine LAGA ohne Geschenke – natürlich nicht für mich, denn ich kaufe MIR doch keine Geschenke. Aber für Gudrun, die mit diesem Stand und seinen Produkten sicher hätte mehr anfangen können als ich. Es war wohl keine Schafwolle, sondern Flachs – kann das sein? Als ich an dem Stand vorbeikam, waren die Damen noch nicht in Aktion.

Als ich mich müde oder hungrig gelaufen hatte, konnte ich ganz wunderbar in diesen Liegestühlen Platz nehmen und picknicken.

Es dürfte wohl keinem verborgen geblieben sein, dass ich für Spielplätze ein besonderes Faible habe. Da ich 15 Jahre lang über den Großelterndienst Wunschgroßmutter gewesen bin, ist das also schon fast ein „Berufsschaden“. – Nun sage noch einer, die Insekten würden weniger werden bei uns – weniger vielleicht, dafür werden sie monstergroß.

Über Kunst lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Doch was ist an dieser verrosteten Blume Kunst? – Dass ich sie nicht pflegen und gießen muss? Dass ich da in die Mitte ein Teelicht stellen kann? – Alles sehr fragwürdig.

Da sieht das mit den beiden folgenden Fotos nach meiner Meinung nach schon weniger diskussionswürdig aus – ich erkenne es als Kunst an. – Auf dem ersten Foto sind es große Glasplatten, die was mit der Bibel zu tun haben. – Das zweite Foto stammt von einer Giebelwandbemalung.

Jetzt bin ich fast durch mit den Fotos. – Alle wissen auch, dass ich ein kleiner Orientierungsidiotmuffel bin – deswegen habe ich die Wegweiser so geliebt – da wusste ich immer, wie ich wohin gehen musste.

Gartenschauen haben auch einen Bildungsauftrag, wie uns dieser kleine Gartengiftzwerg vermitteln will.

Und damit verabschiede ich mich aus der Landesgartenschau Wittstock und trete meinen fast dreistündigen Rückweg an.