Claras Allerleiweltsgedanken


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Dreiländerhauptstadttour – Prag 5

Obwohl ich schon seit gestern im Bus sitze, bringe ich den letzten Pragbeitrag dennoch. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja die anderen beiden Hauptstädte raten, die das Wort „Dreiländerhauptstadttour“ Wirklichkeit werden lassen.

Irgendwann in den zwei Tagen fuhren wir mit Bus oder Straßenbahn zum Zoo – aber nicht diesen wollten wir besuchen, sondern das Schloss Troja. Ein Fürst Wenzel hat es sich mal darin gut gehen lassen. Auch jetzt ist alles sehr gepflegt. – Ddie modernen Lampen zu der älteren Architektur haben mir gut gefallen. – Hier sind sie wieder, diese akkurat beschnittenen Buchsbaumhecken, mit denen ich meine Probleme habe.

Was gehört zu Prag wie das Amen in der Kirche: Ja, der Wenzelsplatz. Die Berliner verabreden sich an der Weltzeituhr, wenn ihnen kein ruhiger Treffpunkt einfällt, die Prager treffen sich „unter dem Schwanz“. Damit meinen sie nicht den jungen Mann mit seinem Goldglied, sondern das Denkmal von Wenzel mit seinem Pferd – und unter diesem Pferdeschwanz trifft man sich eben. – Dieses schmale Hotel mit den 3 Fenstern ist auch schon recht schmal, aber noch nicht so schmal wie das versprochene Jungmannhotel.

Hotel Jungmann – kann sich so ein kleines Hotel lohnen?

Ob man das hier „Kunst am Bau“ nennt, weiß ich nicht. War ja auch mal ein sozialistisches Land – und in der DDR nannte man das so.

Irgendwo am Wenzelsplatz war dieser kleine, schöne Park, der eine sehenswerte Eingangstür hatte. Und ich merkte sofort, dass ich Faible für Lampen habe – besonders für moderne. Verschnörkelte Kronleuchter reißen mich nicht vom Hocker.

Und das ist jetzt der Abschied von Prag.Halt, noch nicht ganz. Frau goodwordforbadworld, kurz, Anke Müller, hat bei den allerersten Auslandsminuten schon „aufgeschrien“ und wollte Karlsbader Oblaten sehen. Die kann ich ihr nicht bieten, dafür welche mit tollen Prager Motiven – und ich wollte ja schließlich nach Prag und nicht nach Karlovy Vary. Sie waren durch die Fotomotive teurer als die anderen, aber das war mir die Sache wert.

Ich habe mir auf der Rückreise für relativ teures Geld (bei Mitreisenden die 400,– Kronen eingetauscht, weil ich kein tschechisches Geld mehr hatte und der Verkäufer keine Euros nahm). Diese Rose hält laut Beschreibung 2 Jahre lang, ohne dass ich sie gießen muss. Effektiver kann man doch nicht Zeit und Wasser sparen!!! ??? 😉

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Dreiländerhauptstadttour – Prag 4

Der Vysehrad – die dazugehörigen Haken über dem s müsst ihr euch denken, ich weiß nicht, wie ich die mit meiner Tastatur machen soll. Ich hatte euch ja Friedhofsfotos versprochen. – Ich empfand eine wohltuende Ruhe auf dem Friedhof, aber auch eine Wohlhabenheit, denn anders kann man sich solche Grabmale nicht leisten. Arme „Hartz-IV-Empfänger“ liegen unter diesen Bildhauermeisterwerken bestimmt nicht. – Lediglich das Grab von Smetana will ich extra zeigen. Auf dem ersten Foto ist der Zugang zum Friedhof zu sehen. – Und Clara schreibt man hier mit K.

Und jetzt zu Smetana und seinem Werk „Mein Vaterland“. Ein Ohrschmeichler aus diesem Stück ist die „Moldau“

Als ich jetzt im Nachhinein gelesen habe, hätten wir auch das Grab von Dvorak und von Capek finden können – doch bei dieser unendlichen Zahl von Gräbern war das bestimmt nicht leicht. Eine Hinweistafel habe ich nicht entdeckt.


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Dreiländerhauptstadttour – Prag 3

Wie kann ich nur an so wenigen Tagen (eigentlich nur zwei) so viele Fotos machen? Das wäre mit Film im Apparat nie passiert – doch virtuell gibt es immer Überflutungen. Dabei lösche ich ähnliche Fotos fast immer, weil ich meiner Festplatte auch nicht zu viel zumuten will.

Ich möchte mit einer spielerischen Sache anfangen. An mehreren Stellen Prags standen junge Männer und ließen für staunende Kinder und jung gebliebene Erwachsene Seifenblasen in den Himmel steigen. – Durch die viele Übung hat er am nächsten Tag sicher keinen Muskelkater in den Armen.

Des Tschechischen nicht mächtig, konnte ich ihn nicht fragen, ob er es beeiflussen kann, dass nur große Blasen oder ganz viele kleine entstehen.

Doch jetzt zu dauerhafterer Kunst. Im Park auf dem Vysehrad standen wunderschöne Skulpturen. Immer, wenn ich mir die Fotos auf meinem Display ansah, störte mich ein größerer heller Fleck. Zuerst hielt ich es für Sonnengegenlicht, bis ich merkte, dass die Linse verdreckt war. Ein wenig konnte ich es beseitigen. – Auf dem ersten Foto sieht man es ziemlich deutlich. Die anderen Fotos mit Fleck habe ich gelöscht.

Und jetzt zu der großen Baukunst auf dem Vysehrad. Die Kirche war leider verschlossen, so dass ich mich mit ihren sehr schönen Türen begnügen musste.

Ihr werdet übermorgen noch vom Vysehrad lesen können, denn dort war ein wundervoller Friedhof, auf dem ich fotografiert habe.

Pragbesucher wissen, dass sich Prag einen kleinen Eiffelturm leistet – er ist auf dem Hügel Petrin, ca. 63 m hoch und lässt die Besucher weit über Prag schauen. Zum Glück hat er für ältere und behinderte Personen (leider war ich an diesem Tag beides) einen Aufzug, denn meine Hüfte hätte diese 299 Treppenstufen nicht mitgemacht. Für alles musste ich 110,- Kronen bezahlen – den Preis einer Tageskarte für alle Verkehrsmittel und umgerechnet minimal mehr als 4,- € – also äußerst bezahlbar.

Auf den Berg hoch fährt eine Standseilbahn, die ins öffentliche Verkehrsnetz integriert ist. Sie erinnerte mich an meine Standseilbahnzeiten Ende der sechziger Jahre in Dresden.


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Dreiländerhauptstadttour – Prag 2

Da ich mein eigenes Smartphone zu Haus vergessen hatte, musste ich auf das meiner Begleiterin bauen und vertrauen. Es ist schon erstaunlich, wie genau G. Maps uns durch die Stadt geführt hat und auch die Verkehrsverbindungen richtig rausgesucht hat. Stellte man die Satellitenansicht ein, hätte man bald gar nicht rumfahren müssen.

Eine Stadt mit einem Fluss hat immer etwas gemütliches an sich. Die Prager sind auf ihre Moldau oder Vltawa auch ganz stolz, zumal sie ihr großer Komponist Bedrich Smetana auch noch so ohrenschmeichelnd in seinem Werk „Mein Vaterland“ vertont hat.

Doch was ich mir auf diesen Knaben für einen Reim machen soll, weiß ich nicht so richtig. Haben wirklich die Prager Frauen das gute Stück so blank poliert? Oder waren das (deutsche) Touristinnen, die ohne ihren Mann in den Urlaub gefahren sind? Oder jetzt (auch in der Tschechei?) können ja auch Homosexuelle ihre Wünsche rubbelnd zum Ausdruck bringen.

Oder hat etwa der Künstler das Werk von vornherein so glänzend erschaffen und lässt alle darüber grübeln, wie es entstanden ist? Indirekt schiebt er den Frauen den Glanz zu?!?!?!

Wir hatten vor längerer Zeit im WDR die Sendung „Wunderschön“ gesehen, die uns Prag näher gebracht hat. In der Mediathek konnten wir dann die nötigen Notizen machen – so haben wir Sachen gefunden, von denen man nicht gleich weiß. Zum Beispiel die schmalste Gasse. Die Begegnung zweier Personen ist fast nicht möglich, deswegen ist der Durchgang ampelgeregelt.

Die Prager haben nicht nur diese schmale Gasse, die haben auch ganz schmale Hotels, z.B. am Ende des Wenzelsplatzes das Jungmannhotel, das nur zwei Fenster breit ist – aber ich sehe gerade bei meiner für heute vorgesehenen Bildauswahl, dass das Hotel später kommt, also Geduld.

Wer  uns oft begegnete, war der „kleine Bruder“ von Till Eulenspiegel. Er scheint der jüngere zu sein, denn er ist ja fast noch ein Kind.

Und jetzt zum eigentlichen Hrad – von uns Hradschin genannt – er ist der kulturelle und politische Mittelpunkt der Stadt. Auf dem Berg liegt auch der Veitsdom, eine Perle der gotischen Baumeisterkunst.

Wir nähern uns den Sehenswürdigkeiten langsam von außen und weiter weg.

Dann sehe ich den Dom gewaltig auf meinem Display und drücke einfach ab. Leider habe ich eine ungeheuer ungeduldige Reisebegleitung. Mein Standardspruch für solche Leute: „Die haben Jagdwurst gegessen.“ – Keine Ruhe zum Genießen.

Natürlich gehen wir in den Dom hinein – und wie in all diesen Kirchen sind die Fenster ein sehr beeindruckender Schmuck.

Das letzte Foto ist nicht der beeindruckende Haupteingang, sondern ich fand folgende Frage dabei interessant: Ist das Abflussrohr aus dem Abfallmaterial der Tür entstanden?

Über diese Frage lasse ich euch bis übermorgen grübeln 🙂

 


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Dreiländerhauptstadttour – Prag 1

Diese Reise nach Prag – Anreisetag, zwei Tage Aufenthalt, Abreisetag – hatte ich gewonnen. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul – ich habe das aber natürlich doch gemacht. Alle Kommentare, die ich über das veranstaltende Reisebüro und über die Reise mit den angebotenen vier Veranstaltungen las, waren negativ, ein wenig negativ oder vollkommen negativ. Dadurch war mir klar, dass ich und meine Begleitung – dass wir keine der angebotenen Sonderveranstaltung Stadtrundfahrt & Prager Altstadt (59,- €), Prag bei Nacht mit Dinnerkreuzfahrt (von 18 bis 20 Uhr für 49,- €), Ausflug Prager Burg (für 59,- €) und Böhmischer Abend für 49,- €, der endete, als es gerade schön und gemütlich wurde – laut Aussage von Teilnehmern buchen werden.

Der gewonnene Reisegutschein war mit 398,00 € wohl ein wenig hoch angegeben, wenn man die Buspreise und die Übernachtungspreise in einem Dreisternehotel kennt.

Wir als Reiseteilnehmer mussten einen Saisonzuschlag von 80,- € an das Reisebüro überweisen. Ob sich die gelohnt haben, muss jeder für sich entscheiden. Das Reisebüro deckt damit sicher seine Kosten.

Die Abfahrt war früh um 2.40 Uhr – eine Zeit, in der keine S- oder U-Bahn mehr fährt, wo das Netz der Nachtbusse vielleicht zuverlässig ist und wo eine Taxifahrt der größte Ausgabenfaktor wäre. Wir trafen uns nicht an der Weltzeituhr, 

sondern am Ostbahnhof. Jede Straße, jeder Fleck um den Ostbahnhof ist reservierte Parkzone, so dass auch keine eigene Anreise mit Auto möglich gewesen wäre.

Dann ging es auf Sammeltour, denn wir waren die ersten, die eingestiegen sind – lediglich gute Plätze war die Belohnung. Früh gegen 10.00 Uhr war das Fahrgästeeinsammeln immer noch nicht beendet.

Irgendwann waren wir über die kaum wahrzunehmende Grenze in der Tschechei und gegen 14.00 Uhr endlich dann in Karlsbad = Karlovy Vary. Es gab eine Informationsveranstaltung mit Werbung für die angebotenen Ausflüge, ein Mittagessen für die bereitwillig Zahlenden und einen Stadtspaziergang mit der Reiseleiterin.

Die kalten und heißen Quellen sind ja ein Wahrzeichen der Stadt. Alle laufen mit den typischen Trinkgefäßen herum, um diese ekelhaft schmeckende Sole sich für ihre Gesundheit einzuverleiben. Ich halte es ja nicht so mit der Gesundheit und würde das Zeug nieeeeeeeeeeeeee trinken – darin baden schon.

Dieser Klangteppich ist ganz schön, aber wir haben keine Melodie trampeln können.

Für meinen Sohn sah ich hier und in Prag gleich ein „Mitbringsel“, das ich natürlich eingesackt habe.

Als auf der Erde einfach noch was für Frau Tonari rumlag, habe ich das auch eingesteckt.

Am meisten habe ich geschmunzelt, als ich das Muh einer Kuh hörte und an Mallybeau Mauswohn denken musste.

Es gab auch die Möglichkeit, gegen einen Aufpreis die Kategorie des Hotels zu verbessern. Das angebotene 4-Sterne-Hotel lag näher am Zentrum. Die anderen Vorteile kenne ich nicht, denn wir blieben im Hotel Juno. So schlecht war die Verkehrsanbindung nicht. Es fuhr direkt am Hotel ein Bus, die Straßenbahn und vor allem die begehrte Metro waren bequem zum Fuß zu erreichen. Es gibt drei Linien – die gelbe, die rote und die grüne. Bei der roten sahen wir auch, dass fast das gesamte Interieur in rot ist – das war dann aber bei den anderen leider nicht adäquat. – Die Orientierungshilfen in der Metro sind so gut, dass sogar ich keinerlei Schwierigkeiten hatte.

Das einzige Problem war, ich hatte mein Smartphone zu Haus vergessen – ein wirklich unverzeihlicher Fehler. Zum Glück hatte meine Begleiterin ihres mit, so dass wir uns mit G.-Maps sehr gut durch die Stadt führen lassen konnten.

Den Ganzjahres-Weihnachtsladen haben wir zwar nicht gesucht, aber gefunden.

Aber auch andere Sachen konnten sich nicht vor „unserem“ Suchsystem verstecken. – Da aber die Fahrt an einem 13. begann, will ich es auch mit 13 Fotos bewenden lassen.

 


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Hochzeitstage mit oder auf der IGA feiern

Da ich mit meinen Pragbildern nicht so richtig voran komme, melde ich mich mit ein paar (vielen) Fotos von der IGA. Die Themen in der Blumenhalle wechseln oft – ich denke, wöchentlich, denn viel länger hält sich manche Dekoration nicht.

Als ich am 11. Juli dort war, hatten sie „Hochzeitstage“ als Thema. Wahrscheinlich hat nicht jede und jeder so eine aufwändige Deko bei seiner Hochzeitsfeier gehabt. Doch hier kommen Vorschläge für die folgenden Hochzeitsgedenktage.

Die nächsten Fotos stelle ich einfach unkommentiert ein, da es meiner Meinung nach nicht so wichtig ist, ob zur Porzellan-, Rosen- oder Rubinhochzeit geschmückt wird – Hauptsache, die Brautleute lieben sich noch und es gibt mit den Gästen eine schöne Feier.

Und das hier ist ja der sogenannte „Schwiegermuttersitz-Kaktus“. Auch wenn man die Schwiegermutter gar nicht oder fast gar nicht leiden kann, sollte man ihr dennoch nicht diesen Sitz anbieten – das könnte sich auf die spätere Beziehung ungünstig auswirken.

Hat das Brautpaar jedoch einen Garten und liebt die Farbe lila – zumindest einer der Beteiligten – dann wäre doch diese Riesenpflanze ein wunderbaren Hochzeitsgeschenk.


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 4

Nach der Länge der Berichterstattung über den Balkon könnte man annehmen, dass dieser Raum mein Lieblingsaufenthaltsort ist. Das könnte bei schönem Wetter fast hinkommen, nur der Autolärm steht diesem Prädikat im Wege. – Vielleicht habe ich so viele Male über ihn berichtet, weil er ziemlich arbeitsintensiv gewesen ist. Doch jetzt mache ich mindestens 10 Jahre nichts mehr an und auf ihm – oder zumindest ein Jahr nicht.

Jetzt, wo er fertig ist, frage ich mich doch ganz im fernen Hinterstübchen, ob sich dieser finanzielle Aufwand gelohnt hat, nur um 4 Bilder aufhängen zu können. Die neuen Wände dürfen nicht verletzt werden, also sah ich nur die Möglichkeit, vor eine der Seitenscheiben eine Platte zu setzen, die einen Quadratmeterpreis von 46,00 € hatte. Dazu kamen dann 2 Tuben Spezialklebstoff für 14,00 € und eine Kartusche Silikon zum Abdichten der Fugen zu 10,00 €. Wenn das Zeug wenigstens aufgebraucht werden würde – aber nein, die zweite Klebstofftube ist fast noch voll und Silikon wurde auch nur zur Hälfte aufgebraucht. – Bei der Anbringung der Platte war ich froh, meinen Sohn zu haben, denn ich wäre nie und nimmer auf die Leiter gestiegen, um die Platte fest zu drücken, vor allem aber nicht dafür, die oberste Schraubzwinge anzubringen. Auf dem zweiten Foto zeigen die Pfeile, wo überall Silikon gespritzt werden muss, denn 1972 kannte man offenbar noch keine rechten Winkel.

Als der Kleber ausgehärtet war, entfernte ich die unteren drei Schraubzwingen und hängte die Bilder auf. Damit sie nicht von den häufigen Balkonstürmen geschüttelt werden, klebte ich sie zusätzlich fest. Der Aufhängeort ist genau der richtige, denn ich sehe die Bilder auch von meinem Lieblingsplatz im Wohnzimmer. Und wehe, die gehen im Winter bei Nässe und Kälte kaputt!!!!

An einem Tag zwischen den Regenschauern und Regengüssen war mein Sohn da und hat alle Fugen mit weißem Silikon verschmiert. Liebend gern hätte ich das selbst gemacht, aber wie gesagt: Leiter und Schwindel gehen bei mir nicht den Bund der Ehe ein.

Wenn ich tief in meinen Balkonstuhl eingekuschelt sitze, geben die beiden Blumenkästen folgendes Profil ab – und damit kann ich gut leben.

Und wenn ich euch jetzt noch zeige, wie die kleinen Pflanzschalen aussehen, die nicht mit echten Pflanzen und echten Tieren bestückt wurden, könnt ihr erkennen, dass ich ein verliebtes Vogelpaar habe. Zwei Behältnisse weiter ist der verschmähte Liebhaber zu sehen.

Wenn ihr diese Zeilen lest, treibe ich mich gerade ganz kurz in einer wunderbaren benachbarten Hauptstadt rum, deswegen dauern meine Reaktionen auf eure Kommentare einen Tag länger als sonst..


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 3

Das ist der Artikel, der ganz im Zeichen der Scheuerleiste steht. Ich hatte den ersten Besuch auf dem hergerichteten Balkon. Mitten beim nettesten Kaffeeplausch kam die Frage: „Aber die Scheuerleiste machst du noch, die bleibt nicht so hässlich?“ Und damit hatte er voll ins Schwarze bei mir getroffen. Warum ich das nicht vor dem Auslegen der Kunststofffliesen gemacht habe, weiß ich nicht – ich scheute die unmögliche Haltung beim Streichen und die Anstrengung. Als ich Farbe besorgt und mit weiß aufgehellt hatte und begann, kam ich mir vor wie ein Moslem beim Freitagsgebet oder so, als wenn ich die Scheuerleiste küssen wollte. Ich hatte mir ein Sitzkissen gefaltet und unter die Knie gelegt – dennoch war es immer noch anstrengend genug.

Bevor ich anfing, hatte ich mit Spachtelmasse die schlimmsten Stellen ausgebessert. – Den ersten kurzen (20 cm) Anstrich machte ich mit der Originalfarbe. Obwohl dunkelgrau, wirkte sie wie schwarz. – Als kurz nach dem Streichen der erste Regen der Sintfluttage kam, wurde alles abgewaschen.

Und dann habe ich mir auch noch die Mühe gemacht, alles abzukleben, um mit meinem Tatterich nicht zu viel Schaden anzurichten.

Ich war noch nicht lange fertig mit einem 1,50 langen Stück und es begann wieder zu regnen. Mit zwei Fußabtretern und einer Plastiktischdecke schützte ich den frischen Anstrich.

Meine geliebten Metallkugeln haben ihre Daseinsberechtigung auf dem Balkon erkämpft – mal nass, mal trocken.

Ja, so nach und nach wurde eine Sache nach der anderen fertig. Das sind jetzt die Blumenkästen, wie sie nach dem Wechsel aussehen und am Ende ist die, die das alles gemacht hat.

Jetzt noch ein paar Einzelfotos zu den Balkonkästen.

Die beiden Grünpflanzen entwickeln sich immer mehr zu einem Balkonschmuck – das dürfen sie.

Zum Abschluss Kugel-Clara, nicht in lila!

Oder doch?


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 2

Nach dem ersten Probesitzen auf dem noch nicht mit Kunststofffliesen aufgebesserten Boden wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. – Dann kamen die „Erdarbeiten“ – die Kästen wurden mit Erde und Samen gefüllt, die schon lange in den zu engen Töpfen ausharrenden Pflanzen wurden umgetopft. Die weißen Kunststoffsessel wurden wieder in den Keller gestellt und gegen die bequemen Hochlehner ausgetauscht.

Und dann wurde das Problem angegangen, das die meisten Schwierigkeiten machte. Meine Bilder (aus Glas, jedes ca. 1 kg schwer) durfte ich nicht an die Wände hängen, da die Isolierung nicht verletzt werden darf. Also kam ich auf die Idee, vor die eine Wind-Schutz-Scheibe eine Platte zu kleben.

Gesagt getan. Sie ist aus Kunststoff, weiß, nur 5 mm dick, aber dennoch sauschwer und ganz hart. Maße: 100 x 145 cm. Ich habe sie kaum allein anheben  und noch  schwerer ins Auto verfrachten können.

Zu Haus hievte ich sie auf den ausgezogenen Esszimmertisch, legte etwas drunter und versuchte, vier Löcher hinein zu bohren. Das ging so schwer, dass ich schon aufgeben wollte. Doch als ich es viel Druck auf die Bohrmaschine endlich geschafft hatte, war ich gleich durch bis in die Tischplatte.

Jetzt, wo ich den Artikel schreibe, warte ich auf meinen Sohn, der mit meiner geringen Hilfe die Platte anbringen soll. Ein Wunderkleber ist gekauft, der allerdings 24 Stunden aushärten soll. In diesen Stunden kann aber keiner stehen und die Platte fest andrücken. – Wenn es gelungen ist, seht ihr am Ende auch ein Foto.

Dann kam in Berlin die Sintflut. Im obersten Stockwerk hat sie keinen allzu großen Schaden anrichten können – aber immer noch so viel, dass die Bepflanzungspläne umgestellt wurden. Jeden Tag habe ich die Umgebung der Blumenkästen wischen müssen, weil so viel Erde rausgespritzt ist. Deswegen habe ich die Erde entfernt und anderes in die Kästen gestellt.


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BB = Balkon nach den Bauarbeiten – Teil 1

Auch die längsten Fassadenarbeiten gehen mal zu Ende – doch nicht alle Bewohner der 8 betroffenen Balkons hat es so hart getroffen wie mich. – Das Hauptproblem war die elektrische Markise, die so ca. 90 kg bei ihren 4 m Länge wiegen soll. Dass sie abgenommen werden musste, weil sonst die Dämmung nicht dahinter gepasst hätte, schrieb ich ja schon. Ich schrieb auch schon von den 230,00 € für das Wiederanbringen und den 110,00 € für die Elektrik, die eine Firma von mir wollten. Also habe ich die vor Ort vorhandenen Handwerker gebeten, das zu erledigen.

Vom Prinzip her hat es auch geklappt, außer dass die Markise fast nach unten gestürzt wäre, weil der zweite Mann zu klein war, um seine Aufgabe richtig erfüllen zu können. Bei dem mühsam aufgetriebenen langen Inbusschlüssel musste der Kunststoffgriff halbiert werden, weil er sonst hätte nicht gedreht werden kann. Die Markise sitzt fast auf der Wand auf. – Lange Rede, wenig Sinn, alles ist dran und auch die Elektrik funktioniert. – Als die Steckdose mit Schwierigkeiten (ein anderer hatte mit der orangefarbigen Füllungsdose das dritte Kabel ganz nach hinten ins Loch geschoben) angebracht war, kam ein Elektriker und wollte auf allen Balkons eine neue anbauen – da war ich wieder zu schnell.

Wenn jetzt schon alles schön und fein aussieht, dann soll auch diese hässliche Brüstung mit ihren vielen abgeplatzten Farbstellen aufgehübscht werden. Ich bin ja als Folienfreak bekannt, also waltete ich meines Amtes und kaufte Metallicfolie. – Mir gefällt das Ergebnis. Ich hoffe, dass es auch weiterhin der Sintflut trotzt.

Als nächstes kam der Fußboden dran. Eigentlich wollte ich das mit einer Freundin machen, aber ich war zu ungeduldig. Vier Reihen konnte ich ohne Probleme verlegen (Ich hatte sie ja reihenweise sortiert abgelegt). Doch die letzte Reihe passte nicht mehr, da die Wände jetzt dicker sind als vorher.

Also schnell die Stichsäge vom Sohn geholt und abgeschnitten oder abgesägt. Jetzt viel passender als vorher. Übung macht die Meisterin.

Es gibt eine Fortsetzung