Claras Allerleiweltsgedanken


13 Kommentare

Ich werde mich trennen

Nun bleibt nur die Frage, von wem oder wovon oder wann oder wie!!!

Leserinnen, die schon lange hier Gast sind, können sich an ANNA erinnern. Ich habe sie mit 5 Jahren übernommen und bis zu ihrem 12. Geburtstag betreut. Da die Mutter allein lebend war und Schichtdienst hatte, übernahm das Jugendamt in bestimmtem Grad die Betreuungskosten.

Sie war für mich mindestens so wichtig wie meine eigenen Enkelkinder, da ich sie viel häufiger gesehen habe und mit ihr sehr viel unternommen habe, unter anderem habe ich sie in Urlaub nach Görlitz mitgenommen und einmal in den Norden nach Greifswald, Gettorf, Hamburg und Norttorf.

Zu ihrem 10. Geburtstag habe ich ein Fotobuch erstellt. Aus Gründen, die ich nicht aufzählen möchte, wurde nur ein Exemplar gedruckt, was bei mir geblieben ist.

Anna hat Anfang Januar Geburtstag. Der diesjährige war ihr 17. – das heißt, nächstes Jahr wird sie 18 und damit in gewisser Weise erwachsen. Ich habe sie gefragt, ob sie sich über das Buch freuen würde. Wir haben es uns damals zusammen angesehen und es hat ihr riesig gut gefallen.

So ganz leicht kann ich mich von dem Buch mit den wunderschönen Fotos nicht trennen. Deswegen habe ich ALLE seiten fotografiert und kann es mir mehr oder weniger wie eine Diashow ansehen – das überzeugt mich.

Und euch zeige ich zur Erinnerung an Anna oder zum neu Kennenlernen einige Seiten aus diesem Buch. Natürlich ist sie jetzt nicht mehr dieses süße Kind, sondern eine ganz, ganz hübsche junge Dame. Wirklich rundum bezaubernd.

Weiterlesen


21 Kommentare

Es gibt Zufälle auf Reisen … Reise 1

… die man kaum im täglichen Leben erlebt,

denn wo kommt man sich so nahe wie auf einer Bank bei täglichen langen Busfahrten?

Auf der Reise in Armenien gab es drei Alleinreisende, alle von weiblichem Geschlecht. Als ich mir einen Platz im Bus suchte, fand ich meinen Platz neben einer dieser beiden Frauen, die ich schon vom verpassten Flug aus Berlin her kannte. Ich hatte in Tegel festgestellt, dass ich sie von der Sprache und vom Dialekt her gut verstehen konnte, also setzte ich mich neben sie.

Die Kommunikation war erschwert, da sie in der rechten Busplatzreihe am Fenster saß und ich ihr somit mein rechtes Nicht-Hör-Ohr zuwendete. Ich musste mich bei jedem Kommunikationsversuch so drehen, dass ich ihre Worte mit dem linken Ohr erfassen konnte. Das brachte mir bald einen gewaltigen Halsmuskelkater ein. – Als ich am fünften Reisetag auch mal die Plätze tauschen wollte, verschwand sie sofort auf die letzte Sitzreihe, die noch frei war. Das ununterbrochene Fotografieren aus dem Fenster war dort noch ungestörter möglich, da sie – je nach Außenereignis – sofort zwischen linkem und rechtem Fenster wechseln konnte.

Doch jetzt zu den Zufällen.

  1. Wir erkannten uns nicht gegenseitig am inzwischen ziemlich abgelegten Görlitzer Dialekt – weil wir beide das sogenannte „Berliner Hochdeutsch“ sprechen, denn wir waren beide in etwa gleich lange in Berlin. Da Görlitz damals nur ca. 80 000 Einwohner hatte, ist es jetzt bei mehr als 80 Millionen schon ein Zufall, dass zwei Frauen aus Görlitz auf einer Busbank in Armenien sitzen.
  2. Natürlich fragt man sich da sofort nach der Wohnanschrift, wo man das Görlitzer Kinder- und Jugendleben mit anderen geteilt hat. Ihre Eltern hatten genau in der Straße ihre Wohnung und ihren kleinen Kolonialwarenladen, in der meine Mutter in ihrer Berufsschule ihrem Lehrerinnenberuf nachging. Da ich sie oft abholte, kam mir die Gegend sehr bekannt vor.
  3. Der Bildungsweg aufstrebender junger Damen ging nicht am einzigen Görlitzer Gymnasium vorbei, in diesem Fall die EOS (Erweiterte Oberschule) „Frédéric Joliot Curie“ Da waren gemeinsam erlebte Lehrkräfte nur eine zwangsläufige Zufallssache. Und dass wir bei der allseits beliebten Musiklehrerin im gleichen Schulchor sangen und beide tiefer als die Altstimme hätten singen wollen, war zum Schmunzeln.
  4. Offensichtlich war ihr Bildungsweg nicht mit ähnlichen politischen Schwierigkeiten verbunden wie der meinige, denn sie ging sofort nach dem Abitur 1971  zum Studium nach Berlin. Im gleichen Jahr bezogen wir unsere erste Berliner Wohnung auf der Fischerinsel.
  5. Im Laufe der Jahre bekam sie einen Sohn, ich eine Tochter und einen Sohn. Diese beiden Erstgeborenen besuchten die einzige naturwissenschaftlich-mathematische Oberschule in Ostberlin – die „Heinrich-Hertz-Oberschule“. Vielleicht hat dort ihr inzwischen an einer englischen Universität arbeitende Sohn von den Erfolgen eines Mädchens Mitte der 80er Jahre gelesen oder gehört.
    „Viele Schüler der Schule erreichten vorderste Plätze in den nationalen Runden verschiedener Wettbewerbe, und es gelang, mehrere Medaillen bei der Internationale Mathematik-Olympiade und anderen internationalen Wettbewerben zu erreichen.“ (kopiert aus dem Link von Wiki) – Im Juli 1987 fand die IMO in Havanna statt – von 237 Teilnehmern waren insgesamt 7 Mädchen dabei, und eines davon aus der „Heinrich-Hertz-Oberschule“ in Berlin.
  6. Wie das bei älteren „Damen“ so ist, werden sie manchmal Oma – wir beide zwei Mal – jeweils mit einem Enkelsohn und mit einer Enkeltochter.  Das ist vielleicht noch nicht ganz so erstaunlich – weil es diese Konstellation zu Hunderttausenden geben wird.
  7. Doch dass ihr Enkel so wie mein Sohn heißt, nämlich Sebastian, fand ich schon sehr, sehr lustig. Doch ich juchzte förmlich auf, als ich hörte, dass ihre Enkelin Clara heißt.

Noch Fragen nach diesen sieben Zufällen. Für die gemeinsame Reise blieben allerdings kaum Gemeinsamkeiten übrig, denn mir hat es das Leben inzwischen abgewöhnt, immer und überall an vorderster Front sein zu wollen.

Und dass sie den gleichen Vornamen hat wie die ca. 30 Jahre später geborene Freundin meines Sohnes und bei ihm förmlich um die Ecke wohnt, hielt ich nur noch für sekundäre Zufälle.

*********

Falls Mitreisende dem aufgestickten „Clara Himmelhoch“ auf dem lila Rucksack nachgegangen sind, habe ich vielleicht bisher unbekannte Mitleser – aber ich glaube das kaum.

 

 


9 Kommentare

Der Prinz wollte nicht fremdgehen … 1

… deswegen ist er zu Hause liegen geblieben …

… als ich mich auf den Weg nach Wittstock (Dosse) machte, um mir dort die Landesgartenschau anzusehen.

Beim Erstellen dieses Artikels stelle ich fest, dass mein Lieblingsmensch heute Geburtstag hätte, wenn er noch Geburtstage feiern würde. Und da es einer ist, in dem meine Lieblingszahl 7 als Schnapszahl gleich doppelt auftritt, bekommt er jetzt das schönste Blumenfoto und ein Erinnerungsbild. Da er für mich so vielseitig war, gibt es auch ein vielseitiges Foto.

Heiko, du bekommst jetzt nicht nur eine Blumenwiese von mir geschenkt, sondern eine Bank im Grünen zum Ausruhen, denn mit 77 ist man ja doch nicht mehr ganz frisch. Das siehst du gleich danach an dem Foto deiner Liebsten, die sieht auch vollkommen geschafft aus von dieser Aufregung.

Ich habe noch schnell ein Sektfrühstück für uns im WhirlPool vorbereitet, damit wir noch ein wenig … ??? auf andere Gedanken kommen.

Diese Fotos stammen zwar auch schon alle von der LAGA, aber jetzt geht es richtig los.

********

Kurz nach 8.00 Uhr musste ich schon auf dem S-Bahnsteig stehen – für mich eine vollkommen unchristliche Zeit. Ich habe mir zwar vieles am Abend vorher schon zurechtgelegt – aber eben nicht den Fotoapparat. – Und Handyfotos sind nicht so mein Ding. Das kann ich gleich an diesem verwackelten Rosenarrangement beweisen – ich wackle, wenn ich auf den Auslöser drücke.

Aber es gibt Schlimmeres.

Kurz vor 11.00 Uhr stiegen Tausende von (älteren und alten) Leuten aus dem Zug, denn die haben an einem Dienstag eben mehr Zeit als die berufstätige Bevölkerung. – Die DB spendierte allen, die mit der Bahn angereist sind, einen Rabatt von 2,00 €, so dass der Eintritt nur 12,00 € kostete. Das muss man heutzutage schon als einen sehr humanen Eintrittspreis bezeichnen. – Dafür haben sie bei Essen und Trinken kräftig zugelangt.

Hier der Lageplan. Die LAGA ist um die Altstadt herum gebaut und für mich war das Einbeziehen der Stadtmauer an vielen Stellen wirklich wunderschön. (Diese Fotos kommen im nächsten Beitrag)

Eine Landesgartenschau hat als erstes natürlich Blumen zu zeigen – aber alle konnte ich wirklich nicht fotografieren, deswegen nur eine Auswahl. Mir hatten es die knallgelben Lilien(?) angetan.

Ich hatte noch einige andere Blumenfotos fotografiert, aber die meisten sind der Zensur zum Opfer gefallen. – Wer hat schon 7 blaue Gießkannen zu Haus, die er mit gelben Blumen bepflanzen will? – Wem gelingt es schon, solche Monsterblattorchideen nach der Erstblüte zu bekommen? – Mir nicht!

Und an Schilfkolben – eine Erinnerung an meine Kindheit – kommt man heutzutage auch nicht mehr so einfach heran.

Was ist mir denn noch fotografierwürdig erschienen? – Diese Bänke (auch die, ich weiter oben schon gezeigt habe) sind von dem Künstler neu geschaffen worden, weil das Original hinter der Kanone doch schon ziemlich verwittert war.

Hinter dieser Bank sieht man die gut erhaltene Stadtmauer, von der ich weiter oben schwärmte.

Und hier war mein frecher Kommentar: Da kann sich Schneewittchen jetzt noch einmal zusätzliche 7 kleine (oder große) Liebhaber an ihren Tisch einladen.

Die Dosse, die als Anhängsel im Stadtnamen enthalten ist, durchfließt die Gartenschau an vielen Stellen. Sie wird wohl auch angepumpt, wenn die großen Flächen künstlich beregnet werden müssen.

Für heute nur noch zwei Fotos. Es gibt ja immer die sogenannten Mustergärten. Wenn mir jemand einen zeigt, wo die Himbeeren so groß wachsen, dann zahle ich Infogeld. – An den Rändern wuchsen Himbeersträucher, aber da war natürlich nicht ein klitzekleines Beerchen mehr zu finden.

Auf Schautafeln wurde gezeigt, was die verschiedenen Nationen in ihren Gärten für Zutaten für ihr Essen anpflanzen. – Kennt ihr „Koblauch? – Warum gucke ich einmal hin und sehe sofort den Fehler? – Alte Berufskrankheit!


28 Kommentare

Rasende Autos im Parkgelände – 1

Ich wage schon gar nicht in der Überschrift kundzutun, dass mit dem Parkgelände schon wieder der Britzer Garten gemeint ist. Voller guter Hoffnung auf ganz wenige Fotos (die machen ja im Nachhinein doch ein wenig Arbeit) machte ich mich an einem SonnigSonnabend mit dem Rad zum Park.

Kaum drin, sehe ich deutliche Pfeile, die auf eine Modellautoveranstaltung hinweisen. Vielleicht – Tränendrüsen drück – kommen in mir die spielzeugarmen Nachkriegsjahre zum Klingen – aber da MUSS ich hin. Da kann die Clara noch so groß und „klug“ und wissend geworden sein, innen drin ist zum Glück noch ganz viel Kind. – Da staunt ihr, sooooooooooooooo groß hättet ihr mich nicht geschätzt!?!

Doch ohne Fleiß kein Preis, bevor ich mich meinem Autowahn hingeben kann, komme ich noch ein wenig durch Landschaft. Wie man auf der Karte des Britzer Gartens gut sehen konnte, gibt es wirklich viele Wasserflächen – und dann gibt es folgerichtig viele Spiegelungen. – Wie ich jetzt zu der Trompete(nblume) überleite, weiß ich nicht genau – das ist der kleine Mann im Ohr, der mir trompetet: „Mach schon, wir haben nicht so viel Zeit, du musst bald wieder nach Haus!“

Der Britzer Garten verdankt einen Teil seiner Vielseitigkeit und Beliebtheit seinen Tieren, die ein wenig versteckt abseits von der Hauptroute ihre Weideflächen haben. – Eine gewisse Zickigkeit kann ich mir ja nicht absprechen, vielleicht mag ich sie deswegen so.

Es gab mal den Schlager: „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett …“ und für mich müsste es heißen: „Ohne Handy geht die Clara nie vor’s Haus …“ – und genau in diesem entdeckte ich das Angebot einer jungen Dame, die Schafe auf Kissen und sonstwohin gebracht hatte. Gleich widmete ich ihr diese beiden Fotos (für Mallybeau):

Doch jetzt nun endlich zu den Autos. Die Männer und „großen Kinder“ hatten im Sandkasten einen wunderbaren Parcours gebaut – mit Brücken und Tunneln und Bergen. Heute die Fotos sagen nicht sehr viel aus – aber in einem weiteren Artikel zeige ich viele Kurzfilmchen.

Diese Detailverliebtheit finde ich bestechend – allein die Schneeketten von dem Lastauto finde ich beeindruckend. – Und als der Armeelaster ins Loch fiel, konnte ich mich eines Grinsens nicht erwehren.

Und jetzt ein besonderes Schmankerl: Clara hat sich verkleidet und fliegt auf ihrer Flasche:

Wenn es mal wirklich so gewesen wäre – ich musste die „rasende Clara auf dem Fahrrad“ spielen. Um 17.00 Uhr sollte ich ja zu Haus telefonisch befragt werden. Ich verließ den Garten gegen 16.00 Uhr und holte in einem weiter entfernten Supermarkt meine geliebten Kurzblatt-Abriss-Papierrollen, um die Umwelt zu schonen. – Zu Haus angekommen, vermisste ich mein Schloss, dass ich in den Korb gelegt hatte.

Teuer genug war es, ich brauchte es dringend, also fuhr ich den Weg genau so wieder zurück und suchte mit den Augen eifrigst die Gegend ab. Nichts, nichts und noch einmal nichts. Erst am Supermarkt, wo ich es angeschlossen hatte, hing es über dem Treppengeländer. Beim runterpoltern über die drei Stufen war es aus dem Korb gesprungen und bei dem Autokrach höre ich solche „Nichtigkeiten“ natürlich nicht. – Ich war froh, dass sich der Weg gelohnt hat und ich durch das schnelle Tempo unbeabsichtigtes Fitnesstraining hatte.

*********

Am Sonntag ist preiswerter Kinotag – und wenn ihr euch eine lila Eintrittskarte druckt, kommt ihr ganz umsonst = kostenlos rein.


22 Kommentare

Kurzgedenken an Leon, meinen Renault Twingo

Am 17. Oktober vor einem Jahr gegen 13.00 Uhr hat er sich von mir verabschiedet, mein kleiner Freund. Diesen Artikel habe ich ihm damals gewidmet.

Richtig ernsthaft habe ich ihn im vergangenen Jahr nicht vermisst, nur manchmal ein ganz kleines bisschen. Hier noch ein paar Gedenk-Erinnerungs-Fotos.

So hat er kurz nach meinem schuldhaften Auffahrunfall ausgesehen. Ich hielt das im ersten Moment für relativ harmlos, da es mir nicht mehr auf Schönheit angekommen wäre. – Doch offenbar hatte er schlimmere innere Verletzungen, die einen Wiederherstellungspreis von 2.500,00 € nach sich gezogen hätten.

Diese beiden Fotos zeigen das Nummernschild, das eine Erinnerung an Heiko war: Seine Initialen und sein Todesjahr. – Die Wimpern habe ich nicht fertig gekauft, sondern in „kreativer Selbstschnipselei“ befestigt.

Soooooooooo musste der arme Leon nieeeeeeeeee rumfahren.

Sein vollkommenes Glasdach und die Schiebeluke – die waren ausschlaggebende Gründe für den Kauf. Und Anna hat ihn immer veredelt.

Aber Lenny stand ihm auch nicht schlecht zu den Polstern, zumal beide mit dem gleichen Buchstaben anfangen. Gut, dass es Ledersitze waren, denn Lenny hat immer so gesabbert.

Die Andenkenfotos sollen ja nicht mehr werden als die Jahre des Besitzes, also Schluss damit.

Der Käufer, der ihn für ein Spottgeld erworben hat, teilte mir nach einiger Zeit mit, dass er wieder zugelassen ist. Dr Preis war weniger, als ich zwei Monate zuvor für 4 Ganzjahresräder bezahlt hatte.


24 Kommentare

Es gibt Dinge im Leben, … 1

… die finde ich schön, die brauche ich, über die freue ich mich.

Das ruft natürlich sofort die Vermutung herauf, dass es auch das ganze Gegenteil davon gibt – und Recht haben alle, die das denken, aussprechen oder vermuten.

Aber nach dem Motto des (immer) halb-vollen-Glases schreibe ich jetzt erst einmal von den schönen Dingen, denn nach acht Tagen Pause kann ich ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

Der 15. August war für mich schon immer ein besonderer Tag im Leben, nicht nur für Maria, die angeblich an diesem Tag in den Himmel gefahren sein soll. Das war dann hoffentlich eine spektakulärere Aktion als meine Ballonfahrt in Marokko. Das der 1508 ein bedeutsamer Tag sein muss, habe ich in meiner Blogurl (versehentlich) festgeschrieben und in meiner Mailadresse bewusst kundgetan, denn 1508 ist eben nicht 0815.

Einen Tag davor bekam ich ein ganz besonderes Geschenk – es regnete – und das sogar ein wenig kräftiger und ausdauernder als sonst – aber dennoch nicht ausreichend. Da konnten sich die Brunnenfiguren am Wittenbergplatz mal in Regenwasser schönduschen.

Zu dieser Zeit hatte ich schon Besuch, lieben Besuch, nahen Besuch, lustigen Besuch. Eines dieser Besuchskinder/-jugendlicher verspürte eine gewisse Neigung zur Küche mit allen ihren Gerätschaften. Auf den ersten beiden Fotos werden die Zutaten für Tiramisu gerührt. 25 % der Menge wären schön und erfreulich und ausreichend gewesen – aber auf mich hört ja keiner. Am Ende half nur, mehrere Portionen einzufrieren. – Ich glaube dennoch, dass diese italienische Spezialität nicht die meine wird. – Anders war es schon mit der Lasagne. Das deutsche Rezept mit 1,5 Stunden Zubereitungszeit wurde verschmäht, weil da eben kein Knoblauch hineingehört. – Als wir nach mehr als 5 Stunden Wartezeit immer noch nichts bekamen, drohte die „Meuterei auf der Bounty“ gespielt zu werden.

Am Anreisetag mussten Schlafarrengements getroffen werden – ich hatte beide noch viel kleiner in Erinnerung. Ich hatte gedacht, dass das Mädchen noch auf das „Sofa-in-quer“ passen würde und der Junge dann das Besucherzimmer belegt. – Wie man auf dem ersten Foto sehen kann, ging das nicht – also wurde die Luftmatratze aufgepumpt. – Das Wohnzimmer war in der Nacht lüftungsfreie Zone, weil es bei 25° Außentemperatur hätte zu kalt werden können.

Als solche unwichtigen organisatorischen Fragen geklärt werden, konnte die Spielzeit beginnen. Das Angebot war vielfältig: Phase 10, Rummy Cub (Foto), Doppelkopf mit Dummy (als vierter Spieler), Macke mit 6 Würfeln und Minigolf mit Besuch. Leider ging es mir da schon nicht mehr gut, so dass ich nicht mitspielen konnte. Der Enkel hat es tatsächlich geschafft, den Bahnrekord einzustellen. 34 Punkte für 18 Bahnen ist tatsächlich eine tolle Leistung – ich hoffe, sie haben nicht geschummelt. (Für zwei Kinder/Schüler für eine Hin- und eine Rückfahrt 9,00 € zu bezahlen, lässt das erste Mal das Auto vermissen, denn es sind gerade mal 7 km bis zur Minigolfbahn)

 

Tja, und dann gab es Geschenke, schöne, die mir alle gefielen. Als allererstes ein Geburtstagskuchen, gebacken und verziert vom Enkel.

Und dazu passend vom Sohn mit Freundin einen Orchideentopf, natürlich in meiner Farbe, und das Geld für die erste Ballonfahrt.

Aber einige Tage vorher gab es eine riesige Herausforderung für mich – ich bekam mehr als drei Tage vorher ein Päckchen, in dem lauter Geburtstagsgeschenke sein sollten – und ich durfte das nicht kontrollieren. Na klar durfte ich, aber erst am 15. Ihr dürft jetzt alle raten und schätzen, ob ich das geschafft habe. – Die anderen Fotos mit dem roten Windlicht und dem lila Elefanten habe ich mit dem Handy fotografiert und da lässt die Qualität sehr zu wünschen übrig – das überlasse ich jetzt eurer Phantasie. – Von dem leckeren Konfekt ist noch etwas da, obwohl es wunderbar auf der Zunge schmilzt. – Das große lila Tuch bewahrt meine nackten Beine davor, sich auf dem kratzigen Bürostuhl wund zu sitzen 🙂 😉

 


21 Kommentare

Rundreise Marokko 5 – Fes – Teezeremonie (Teil 2)

Es ist immer noch der 15.06., nur der späte Nachmittag und wir sind zu Gast in einer marokkanischen Familie. Der Reiseleiter ist mit dem jetzt arbeitslosen Hausherrn befreundet, denn sie waren mal Studienkollegen. Sicher hat er es arrangiert, dass die Teezeremonie in diesem Haus stattfindet, denn es wird von der Reiseorganisation bezahlt.

Bei Facebook schrieb ich über diesen Tag und besonders über die Teezeremonie folgendes:

15062018 Stellt euch vor, ich habe heute seit ca 60 Jahren das erste Mal wieder Pfefferminztee getrunken. Wir waren in einem Privathaus und dort hat das Ehepaar und die vier Kinder eine ganz tolle Teezeremonie für uns angeboten. Und es gab Gebäck und nette Gespräche.
Als Ausgleich habe ich dann beim Abendbrot mit zwei Österreichern und zwei Gästen aus Bayern zusammengesessen. Da fühlte ich mich komplett unter Ausländern. Ich habe nicht einen einzigen Satz verstanden. – Und heute schlafen wir das erste mal zwei Nächte im gleichen Hotel in Fes -wow -ist das schön. Mein Zimmer ist – wie könnte es anders sein, in der obersten Etage das letzte auf dem Flur, dafür hat es aber mit all den danebenliegenden Zimmern eine Dachterrasse.

Doch jetzt zum Tee. Viele festlich gedeckte Tische erwarteten uns – die Sitzgelegenheiten standen in der riesigen, nicht überdachten Innenhalle. Da wohl viele Gruppen diese Zeremonie erleben, bleiben sie wahrscheinlich immer gleich stehen.  – Die Teppiche und auch alle Polster waren bunt, für meinen Geschmack vielleicht etwas zu stark gemustert. Fotos von den Innenräumen zeige ich auch noch. – An den Pfeilern wuchsen u.a. Orangenbäume. Das Haus war riesig und es war vor allem alt, sehr alt und an vielen Stellen auch baufällig. Der Hausherr hatte schon Vorkehrungen getroffen, um dagegen etwas zu machen.

Das Gebäck war köstlich bis köstlichst, schon dafür hätte es sich gelohnt. Der Tee war – für mich konsequente Pfefferminzteeablehnerin – trinkbar, aber zu mehr kann ich mich nicht hinreißen lassen. Aber das ganze Drum und Dran war sehenswert und ein gelungener Punkt des Reiseprogramms.

Jetzt führe ich euch noch ein wenig durch das Haus, aber nur ganz vorsichtig – keine nicht öffentlich zugängige Privatsphäre wird es zu sehen geben. – Ein riesiges Wohnzimmer – na gut, die Familie besteht immerhin aus sechs Personen.

Die Frau des Hauses bessert das finanzielle Budget mit Schneiderei auf, obwohl sie auch Akademikerin ist. Auf einer Schneiderpuppe wartete ein wunderschönes Kleid auf die Abholung oder auf den Kauf – das weiß ich nicht genau.

Jetzt verabschiede ich mich von den Gastgebern. Die beiden jüngsten Kinder, Mädchen und Junge, sind übrigens Zwillinge. Die beiden größeren Töchter waren bildhübsch.

Auf dem Weg ins Hotel sprühte uns dieser Brunnen ein wenig Erfrischung zu.

*********

Für die beiden kleinen Videos bei den alten Römern und den jungen Teezeremonie-Gastgebern braucht ihr ein Passwort, weil ich  diese nicht ungeschützt ins Netz stellen will. Ich will es nicht nach dem Gießkannenprinzip ausschütten, weil ich keinen zum Ansehen nötigen will.

Einfach an chh1508@gmx.de oder clarahimm1508@gmx.de eine Mail und ihr bekommt es umgehend zugesendet.