Claras Allerleiweltsgedanken


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RB 8 – Clara „trollt“ sich so durch die Gegend …

… und andere Unwichtigkeiten

Die Trolle spielen wohl in Norwegen eine wichtige Rolle – früher wahrscheinlich eine größere als heute – aber auf jeden Fall sind sie ein guter Touristenmagnet. Deswegen begegnet man ihnen auch an vielen Stellen. Als hübsch kann man sie nicht unbedingt bezeichnen, allen ist eine lange Nase zu eigen, einen guten Zahnbefund haben sie auch nicht – aber sie sehen verschmitzt aus. Von mir und drei Trollen entstand ein Erinnerungsfoto. Im Fotobuch habe ich an die Seite zu diesen Fotos geschrieben: „So bekloppt sieht also ein 75jähriges Geburtstagskind aus.“

Auf dem letzten Foto ist wohl eher ein kleiner Wikinger zu sehen, aber die Nase hat er mit den Trollen gemeinsam.

Meist werden alle Trolle nur von vorn fotografiert – ich habe mir auch mal die Rückseite angesehen.

Und weil ich von letzterer so „entzückt“ war, habe ich ihn kräftig an seiner Nase umarmt.

Wenn wir gerade beim Buchstaben T sind, können wir auch gleich über Toiletten sprechen, das fast wichtigste Thema bei Gruppenbusreisen. Was verliert man doch für Lebenszeit beim Anstehen in der Schlange!!! Meist waren sie kostenlos, diese gefragten Orte. Besonders spaßig war, wenn man einen Betrag von umgerechnet 0,50 € nur mit Kreditkarte bezahlen konnte, da keine Münzannahme vorhanden war. Ich weiß gar nicht, was für jede Abbuchung von der  an Kosten berechnet wird.

Für Männer ersetzt ja oft ein abseits stehender Baum eine Toilette – und deswegen fanden wir es ungerecht, wenn von zwei vorhandenen Toiletten eine Unisex ist, die andere aber nur für Männer – oder, was noch lustiger ist: für Wohnwagen.

Direkt von den Toiletten aufs Essen zu sprechen kommen, wäre etwas unappetitlich – also schalte ich den Verkehr dazwischen, natürlich den Straßenverkehr.

Straßenbau, in dem Straßennetz Norwegens immer wieder ein notwendiges Übel. Bei so einem hochtechnisierten Land vermutet man doch, dass sich die Posten an den beiden Anfangsstellen der Einspurigkeit miteinander über Sprechfunk abstimmen, wann sie die eine und wann die andere Fahrtrichtung freigeben oder gesperrt wird.

Wir standen eine halbe Ewigkeit, in der der Verkehr aus der Gegenrichtung strömte. Doch irgendwann war Ebbe und wir durften fahren – vor uns ca. 4 Autos. Die Sperrstrecke war lang. Und plötzlich kommen uns nach ca. der halben Strecke Autos entgegen. Und wie zwei Ziegen auf der Brücke rührt sich keiner von der Stelle – nach meinem Empfinden hätten die anderen zurück fahren müssen. – Auf dem Foto sieht man sehr gut, dass das bisschen Geld für die erste Sitzreihe gut investiert ist – der Blick ist fantastisch und einen eigenen Bildschirm gibt es auch.

Es wurde dann wohl so gelöst, dass die Fahrzeuge in unserer Richtung für die kurze Strecke der entgegenkommenden Fahrzeuge auf das gesperrte Fahrbahnteil ausweichen mussten.

Für Norwegen ist alles mit Fisch sehr wichtig. Ein paar Sachen habe ich mal fotografiert – auf manches hätte ich Appetit gehabt, auf anderes eher weniger.

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Also dann bis zum 20. September – gleiche Welle – gleiche Stelle!

 

 


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RB 5 -„Essen auf Rädern“ könnte ich schreiben …

… wenn das nicht so mit anderem Inhalt besetzt wäre

Ich fange mit ein paar Allgemeinplätzen an. – Eine Bank hat ja zwei Wortbedeutungen – ich ordne mal dieser hier den finanziellen Aspekt zu – da wäre doch eine gläserne Bank ideal, wie der momentane Wirecardskandal mal wieder beweist. Dort wurden mehr als schmutzige Geschäfte getätigt.

Im Autoleben kann man beobachten: Je kleiner und unbedeutender der Fahrer ist, desto großkotziger ist (zum Teil) sein Auto. Hier konnte sich der Fahrer nur Scheinwerfer als auffälliges Beiwerk leisten – zum ganzen Auto hat es offenbar nicht gereicht.

Dann will ich mal zum „Essen“ kommen. Diesen wirklich leckeren Salat in einem Straßencafé, das gewisse Ähnlichkeit mit McD….. oder B….King hatte, aß ich am späten Nachmittag des 15. August, löhnte dafür ca. 18 € und gönnte mir als Krone von Luxus noch ein Eis für 5 €, das hervorragend geschmeckt hat.

An anderen Tagen war es nicht so luxuriös. Mittags im Bus gab es dieses „Essen auf Rädern“ – aber das Angebot wahr sehr, sehr einseitig. – Meist hatten wir ja Halbpension, die gut bis sehr gut war. Ansonsten war ein Supermarkt in der Nähe, der die notwendigen Zutaten lieferte. – Das Lachsbrötchen gab es an einem Fischstand und die braunen „Klunker“ sind leider schon alle aufgelutscht – sie schmeckten bonfortionös.

Dann fehlen jetzt also zum „Essen auf Rädern“ nur noch die Räder. Sie gibt es in verschiedenster Form. In ganz ungefährlicher standhafter Form überall zu finden:

Für meine Begriffe in der gefährlichsten Art und Weise so:

… oder ähnlich wie in Deutschland, nur noch viel mehr und mindestens genau so schlampig gehandhabt so, obwohl es schon Rollergaragenplätze gab:

Zu guterletzt noch Fotos von einem Busrastplatz. Dort werden die Kinder und Jugendlichen auf Schwindelfreiheit trainiert, damit sie später gut von den Schanzen fliegen können.

Jetzt setze ich mich gemütlich vor ein Gasthaus – mit Abstand natürlich – und warte die zwei Tage bis zum nächsten Beitrag ab

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Bis bald mal wieder!

 


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Ich werde mich trennen

Nun bleibt nur die Frage, von wem oder wovon oder wann oder wie!!!

Leserinnen, die schon lange hier Gast sind, können sich an ANNA erinnern. Ich habe sie mit 5 Jahren übernommen und bis zu ihrem 12. Geburtstag betreut. Da die Mutter allein lebend war und Schichtdienst hatte, übernahm das Jugendamt in bestimmtem Grad die Betreuungskosten.

Sie war für mich mindestens so wichtig wie meine eigenen Enkelkinder, da ich sie viel häufiger gesehen habe und mit ihr sehr viel unternommen habe, unter anderem habe ich sie in Urlaub nach Görlitz mitgenommen und einmal in den Norden nach Greifswald, Gettorf, Hamburg und Norttorf.

Zu ihrem 10. Geburtstag habe ich ein Fotobuch erstellt. Aus Gründen, die ich nicht aufzählen möchte, wurde nur ein Exemplar gedruckt, was bei mir geblieben ist.

Anna hat Anfang Januar Geburtstag. Der diesjährige war ihr 17. – das heißt, nächstes Jahr wird sie 18 und damit in gewisser Weise erwachsen. Ich habe sie gefragt, ob sie sich über das Buch freuen würde. Wir haben es uns damals zusammen angesehen und es hat ihr riesig gut gefallen.

So ganz leicht kann ich mich von dem Buch mit den wunderschönen Fotos nicht trennen. Deswegen habe ich ALLE seiten fotografiert und kann es mir mehr oder weniger wie eine Diashow ansehen – das überzeugt mich.

Und euch zeige ich zur Erinnerung an Anna oder zum neu Kennenlernen einige Seiten aus diesem Buch. Natürlich ist sie jetzt nicht mehr dieses süße Kind, sondern eine ganz, ganz hübsche junge Dame. Wirklich rundum bezaubernd.

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Es gibt Zufälle auf Reisen … Reise 1

… die man kaum im täglichen Leben erlebt,

denn wo kommt man sich so nahe wie auf einer Bank bei täglichen langen Busfahrten?

Auf der Reise in Armenien gab es drei Alleinreisende, alle von weiblichem Geschlecht. Als ich mir einen Platz im Bus suchte, fand ich meinen Platz neben einer dieser beiden Frauen, die ich schon vom verpassten Flug aus Berlin her kannte. Ich hatte in Tegel festgestellt, dass ich sie von der Sprache und vom Dialekt her gut verstehen konnte, also setzte ich mich neben sie.

Die Kommunikation war erschwert, da sie in der rechten Busplatzreihe am Fenster saß und ich ihr somit mein rechtes Nicht-Hör-Ohr zuwendete. Ich musste mich bei jedem Kommunikationsversuch so drehen, dass ich ihre Worte mit dem linken Ohr erfassen konnte. Das brachte mir bald einen gewaltigen Halsmuskelkater ein. – Als ich am fünften Reisetag auch mal die Plätze tauschen wollte, verschwand sie sofort auf die letzte Sitzreihe, die noch frei war. Das ununterbrochene Fotografieren aus dem Fenster war dort noch ungestörter möglich, da sie – je nach Außenereignis – sofort zwischen linkem und rechtem Fenster wechseln konnte.

Doch jetzt zu den Zufällen.

  1. Wir erkannten uns nicht gegenseitig am inzwischen ziemlich abgelegten Görlitzer Dialekt – weil wir beide das sogenannte „Berliner Hochdeutsch“ sprechen, denn wir waren beide in etwa gleich lange in Berlin. Da Görlitz damals nur ca. 80 000 Einwohner hatte, ist es jetzt bei mehr als 80 Millionen schon ein Zufall, dass zwei Frauen aus Görlitz auf einer Busbank in Armenien sitzen.
  2. Natürlich fragt man sich da sofort nach der Wohnanschrift, wo man das Görlitzer Kinder- und Jugendleben mit anderen geteilt hat. Ihre Eltern hatten genau in der Straße ihre Wohnung und ihren kleinen Kolonialwarenladen, in der meine Mutter in ihrer Berufsschule ihrem Lehrerinnenberuf nachging. Da ich sie oft abholte, kam mir die Gegend sehr bekannt vor.
  3. Der Bildungsweg aufstrebender junger Damen ging nicht am einzigen Görlitzer Gymnasium vorbei, in diesem Fall die EOS (Erweiterte Oberschule) „Frédéric Joliot Curie“ Da waren gemeinsam erlebte Lehrkräfte nur eine zwangsläufige Zufallssache. Und dass wir bei der allseits beliebten Musiklehrerin im gleichen Schulchor sangen und beide tiefer als die Altstimme hätten singen wollen, war zum Schmunzeln.
  4. Offensichtlich war ihr Bildungsweg nicht mit ähnlichen politischen Schwierigkeiten verbunden wie der meinige, denn sie ging sofort nach dem Abitur 1971  zum Studium nach Berlin. Im gleichen Jahr bezogen wir unsere erste Berliner Wohnung auf der Fischerinsel.
  5. Im Laufe der Jahre bekam sie einen Sohn, ich eine Tochter und einen Sohn. Diese beiden Erstgeborenen besuchten die einzige naturwissenschaftlich-mathematische Oberschule in Ostberlin – die „Heinrich-Hertz-Oberschule“. Vielleicht hat dort ihr inzwischen an einer englischen Universität arbeitende Sohn von den Erfolgen eines Mädchens Mitte der 80er Jahre gelesen oder gehört.
    „Viele Schüler der Schule erreichten vorderste Plätze in den nationalen Runden verschiedener Wettbewerbe, und es gelang, mehrere Medaillen bei der Internationale Mathematik-Olympiade und anderen internationalen Wettbewerben zu erreichen.“ (kopiert aus dem Link von Wiki) – Im Juli 1987 fand die IMO in Havanna statt – von 237 Teilnehmern waren insgesamt 7 Mädchen dabei, und eines davon aus der „Heinrich-Hertz-Oberschule“ in Berlin.
  6. Wie das bei älteren „Damen“ so ist, werden sie manchmal Oma – wir beide zwei Mal – jeweils mit einem Enkelsohn und mit einer Enkeltochter.  Das ist vielleicht noch nicht ganz so erstaunlich – weil es diese Konstellation zu Hunderttausenden geben wird.
  7. Doch dass ihr Enkel so wie mein Sohn heißt, nämlich Sebastian, fand ich schon sehr, sehr lustig. Doch ich juchzte förmlich auf, als ich hörte, dass ihre Enkelin Clara heißt.

Noch Fragen nach diesen sieben Zufällen. Für die gemeinsame Reise blieben allerdings kaum Gemeinsamkeiten übrig, denn mir hat es das Leben inzwischen abgewöhnt, immer und überall an vorderster Front sein zu wollen.

Und dass sie den gleichen Vornamen hat wie die ca. 30 Jahre später geborene Freundin meines Sohnes und bei ihm förmlich um die Ecke wohnt, hielt ich nur noch für sekundäre Zufälle.

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Falls Mitreisende dem aufgestickten „Clara Himmelhoch“ auf dem lila Rucksack nachgegangen sind, habe ich vielleicht bisher unbekannte Mitleser – aber ich glaube das kaum.

 

 


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Der Prinz wollte nicht fremdgehen … 1

… deswegen ist er zu Hause liegen geblieben …

… als ich mich auf den Weg nach Wittstock (Dosse) machte, um mir dort die Landesgartenschau anzusehen.

Beim Erstellen dieses Artikels stelle ich fest, dass mein Lieblingsmensch heute Geburtstag hätte, wenn er noch Geburtstage feiern würde. Und da es einer ist, in dem meine Lieblingszahl 7 als Schnapszahl gleich doppelt auftritt, bekommt er jetzt das schönste Blumenfoto und ein Erinnerungsbild. Da er für mich so vielseitig war, gibt es auch ein vielseitiges Foto.

Heiko, du bekommst jetzt nicht nur eine Blumenwiese von mir geschenkt, sondern eine Bank im Grünen zum Ausruhen, denn mit 77 ist man ja doch nicht mehr ganz frisch. Das siehst du gleich danach an dem Foto deiner Liebsten, die sieht auch vollkommen geschafft aus von dieser Aufregung.

Ich habe noch schnell ein Sektfrühstück für uns im WhirlPool vorbereitet, damit wir noch ein wenig … ??? auf andere Gedanken kommen.

Diese Fotos stammen zwar auch schon alle von der LAGA, aber jetzt geht es richtig los.

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Kurz nach 8.00 Uhr musste ich schon auf dem S-Bahnsteig stehen – für mich eine vollkommen unchristliche Zeit. Ich habe mir zwar vieles am Abend vorher schon zurechtgelegt – aber eben nicht den Fotoapparat. – Und Handyfotos sind nicht so mein Ding. Das kann ich gleich an diesem verwackelten Rosenarrangement beweisen – ich wackle, wenn ich auf den Auslöser drücke.

Aber es gibt Schlimmeres.

Kurz vor 11.00 Uhr stiegen Tausende von (älteren und alten) Leuten aus dem Zug, denn die haben an einem Dienstag eben mehr Zeit als die berufstätige Bevölkerung. – Die DB spendierte allen, die mit der Bahn angereist sind, einen Rabatt von 2,00 €, so dass der Eintritt nur 12,00 € kostete. Das muss man heutzutage schon als einen sehr humanen Eintrittspreis bezeichnen. – Dafür haben sie bei Essen und Trinken kräftig zugelangt.

Hier der Lageplan. Die LAGA ist um die Altstadt herum gebaut und für mich war das Einbeziehen der Stadtmauer an vielen Stellen wirklich wunderschön. (Diese Fotos kommen im nächsten Beitrag)

Eine Landesgartenschau hat als erstes natürlich Blumen zu zeigen – aber alle konnte ich wirklich nicht fotografieren, deswegen nur eine Auswahl. Mir hatten es die knallgelben Lilien(?) angetan.

Ich hatte noch einige andere Blumenfotos fotografiert, aber die meisten sind der Zensur zum Opfer gefallen. – Wer hat schon 7 blaue Gießkannen zu Haus, die er mit gelben Blumen bepflanzen will? – Wem gelingt es schon, solche Monsterblattorchideen nach der Erstblüte zu bekommen? – Mir nicht!

Und an Schilfkolben – eine Erinnerung an meine Kindheit – kommt man heutzutage auch nicht mehr so einfach heran.

Was ist mir denn noch fotografierwürdig erschienen? – Diese Bänke (auch die, ich weiter oben schon gezeigt habe) sind von dem Künstler neu geschaffen worden, weil das Original hinter der Kanone doch schon ziemlich verwittert war.

Hinter dieser Bank sieht man die gut erhaltene Stadtmauer, von der ich weiter oben schwärmte.

Und hier war mein frecher Kommentar: Da kann sich Schneewittchen jetzt noch einmal zusätzliche 7 kleine (oder große) Liebhaber an ihren Tisch einladen.

Die Dosse, die als Anhängsel im Stadtnamen enthalten ist, durchfließt die Gartenschau an vielen Stellen. Sie wird wohl auch angepumpt, wenn die großen Flächen künstlich beregnet werden müssen.

Für heute nur noch zwei Fotos. Es gibt ja immer die sogenannten Mustergärten. Wenn mir jemand einen zeigt, wo die Himbeeren so groß wachsen, dann zahle ich Infogeld. – An den Rändern wuchsen Himbeersträucher, aber da war natürlich nicht ein klitzekleines Beerchen mehr zu finden.

Auf Schautafeln wurde gezeigt, was die verschiedenen Nationen in ihren Gärten für Zutaten für ihr Essen anpflanzen. – Kennt ihr „Koblauch? – Warum gucke ich einmal hin und sehe sofort den Fehler? – Alte Berufskrankheit!


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Rasende Autos im Parkgelände – 1

Ich wage schon gar nicht in der Überschrift kundzutun, dass mit dem Parkgelände schon wieder der Britzer Garten gemeint ist. Voller guter Hoffnung auf ganz wenige Fotos (die machen ja im Nachhinein doch ein wenig Arbeit) machte ich mich an einem SonnigSonnabend mit dem Rad zum Park.

Kaum drin, sehe ich deutliche Pfeile, die auf eine Modellautoveranstaltung hinweisen. Vielleicht – Tränendrüsen drück – kommen in mir die spielzeugarmen Nachkriegsjahre zum Klingen – aber da MUSS ich hin. Da kann die Clara noch so groß und „klug“ und wissend geworden sein, innen drin ist zum Glück noch ganz viel Kind. – Da staunt ihr, sooooooooooooooo groß hättet ihr mich nicht geschätzt!?!

Doch ohne Fleiß kein Preis, bevor ich mich meinem Autowahn hingeben kann, komme ich noch ein wenig durch Landschaft. Wie man auf der Karte des Britzer Gartens gut sehen konnte, gibt es wirklich viele Wasserflächen – und dann gibt es folgerichtig viele Spiegelungen. – Wie ich jetzt zu der Trompete(nblume) überleite, weiß ich nicht genau – das ist der kleine Mann im Ohr, der mir trompetet: „Mach schon, wir haben nicht so viel Zeit, du musst bald wieder nach Haus!“

Der Britzer Garten verdankt einen Teil seiner Vielseitigkeit und Beliebtheit seinen Tieren, die ein wenig versteckt abseits von der Hauptroute ihre Weideflächen haben. – Eine gewisse Zickigkeit kann ich mir ja nicht absprechen, vielleicht mag ich sie deswegen so.

Es gab mal den Schlager: „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett …“ und für mich müsste es heißen: „Ohne Handy geht die Clara nie vor’s Haus …“ – und genau in diesem entdeckte ich das Angebot einer jungen Dame, die Schafe auf Kissen und sonstwohin gebracht hatte. Gleich widmete ich ihr diese beiden Fotos (für Mallybeau):

Doch jetzt nun endlich zu den Autos. Die Männer und „großen Kinder“ hatten im Sandkasten einen wunderbaren Parcours gebaut – mit Brücken und Tunneln und Bergen. Heute die Fotos sagen nicht sehr viel aus – aber in einem weiteren Artikel zeige ich viele Kurzfilmchen.

Diese Detailverliebtheit finde ich bestechend – allein die Schneeketten von dem Lastauto finde ich beeindruckend. – Und als der Armeelaster ins Loch fiel, konnte ich mich eines Grinsens nicht erwehren.

Und jetzt ein besonderes Schmankerl: Clara hat sich verkleidet und fliegt auf ihrer Flasche:

Wenn es mal wirklich so gewesen wäre – ich musste die „rasende Clara auf dem Fahrrad“ spielen. Um 17.00 Uhr sollte ich ja zu Haus telefonisch befragt werden. Ich verließ den Garten gegen 16.00 Uhr und holte in einem weiter entfernten Supermarkt meine geliebten Kurzblatt-Abriss-Papierrollen, um die Umwelt zu schonen. – Zu Haus angekommen, vermisste ich mein Schloss, dass ich in den Korb gelegt hatte.

Teuer genug war es, ich brauchte es dringend, also fuhr ich den Weg genau so wieder zurück und suchte mit den Augen eifrigst die Gegend ab. Nichts, nichts und noch einmal nichts. Erst am Supermarkt, wo ich es angeschlossen hatte, hing es über dem Treppengeländer. Beim runterpoltern über die drei Stufen war es aus dem Korb gesprungen und bei dem Autokrach höre ich solche „Nichtigkeiten“ natürlich nicht. – Ich war froh, dass sich der Weg gelohnt hat und ich durch das schnelle Tempo unbeabsichtigtes Fitnesstraining hatte.

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Am Sonntag ist preiswerter Kinotag – und wenn ihr euch eine lila Eintrittskarte druckt, kommt ihr ganz umsonst = kostenlos rein.


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Kurzgedenken an Leon, meinen Renault Twingo

Am 17. Oktober vor einem Jahr gegen 13.00 Uhr hat er sich von mir verabschiedet, mein kleiner Freund. Diesen Artikel habe ich ihm damals gewidmet.

Richtig ernsthaft habe ich ihn im vergangenen Jahr nicht vermisst, nur manchmal ein ganz kleines bisschen. Hier noch ein paar Gedenk-Erinnerungs-Fotos.

So hat er kurz nach meinem schuldhaften Auffahrunfall ausgesehen. Ich hielt das im ersten Moment für relativ harmlos, da es mir nicht mehr auf Schönheit angekommen wäre. – Doch offenbar hatte er schlimmere innere Verletzungen, die einen Wiederherstellungspreis von 2.500,00 € nach sich gezogen hätten.

Diese beiden Fotos zeigen das Nummernschild, das eine Erinnerung an Heiko war: Seine Initialen und sein Todesjahr. – Die Wimpern habe ich nicht fertig gekauft, sondern in „kreativer Selbstschnipselei“ befestigt.

Soooooooooo musste der arme Leon nieeeeeeeeee rumfahren.

Sein vollkommenes Glasdach und die Schiebeluke – die waren ausschlaggebende Gründe für den Kauf. Und Anna hat ihn immer veredelt.

Aber Lenny stand ihm auch nicht schlecht zu den Polstern, zumal beide mit dem gleichen Buchstaben anfangen. Gut, dass es Ledersitze waren, denn Lenny hat immer so gesabbert.

Die Andenkenfotos sollen ja nicht mehr werden als die Jahre des Besitzes, also Schluss damit.

Der Käufer, der ihn für ein Spottgeld erworben hat, teilte mir nach einiger Zeit mit, dass er wieder zugelassen ist. Dr Preis war weniger, als ich zwei Monate zuvor für 4 Ganzjahresräder bezahlt hatte.