Claras Allerleiweltsgedanken


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Widerspruch

In dem Buch „Kein Dach über dem Leben – die Biographie eines Obdachlosen von Richard Brox“ steht ein Zitat von Rita Süssmuth am Anfang:

Nicht mit Brandsätzen und Brandanschlägen beginnt der Hass gegen Minderheiten zu keimen, sondern mit diskriminierendem Gerede, dem nicht der energische Widerspruch entgegengesetzt wird.“

Doch nicht erst seit dem Lesen dieser Worte, nein, schon viel früher, habe ich in Blogs oft oder manchmal als einzige einen Kommentar geschrieben, der von der Meinung aller anderen abwich bzw. das ganze Gegenteil aussagte.

Es gab Situationen, wo ich es auch gern gemacht hätte, dann aber doch bleiben ließ, weil es mir nicht wichtig genug erschien. – Ganz am Anfang meiner Bloggerzeit hatte ich mal eine sehr füllige junge Frau in einer äußerst ungünstigen karierten Hose von hinten fotografiert und dieses Foto veröffentlicht. Es war nichts von der Frau zu erkennen, und dennoch hat mich eine Bloggerin „rund“ gemacht. Damals war ich sauer – doch schon einige Zeit später musste ich ihr Recht geben. Ich habe nicht das Recht, mich über andere „lustig zu machen“, egal, wie ausgefallen die Farbe der Kleidung, der Körperumfang oder das Auftreten auch sein mag. Jeder muss sein Päckchen für sich selbst tragen, da braucht er nicht den Spott der anderen, höchstens hilfreiche Unterstützung.

Und pauschale Verurteilungen, wie sie immer und immer wieder über Ausländer veröffentlicht werden, passen in den allgemeinen Konsens des Hasses und der Verachtung hinein, wie sie nicht nur von der AfD verbreitet werden – doch ich will in diesem „Chor“nicht mitsingen, egal, wie sehr ich gegen den Strom schwimmen muss.

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Mehr Worte gibt es nicht dazu.

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Pfingsten, das Schönwetterfest, ward gekommen …

… und blümelte, fröschelte, hundelte, spielte und kugelte auch wieder vorbei

Ein Kaffeetisch im Garten und leckeres Abendbrot waren auch noch dabei, aber da habe ich vor lauter Hunger (… oder auch Fr-Essgier keine Fotos) gemacht.

Was soll ich euch über die vergangenen zwei Feiertage erzählen? Soll ich aufzählen, welche Worte nicht vorkamen? Nur die drei wichtigsten: Grillen, Doppelkopf und Familie fanden nicht statt, was aber auch nicht ungewöhnlich ist. Dafür haben wir mein zweitliebstes Kartenspiel gespielt: Phase 10.

Die Gartenbesitzer waren rührend besorgt, mich mit meinem Prinzen auf alle lila Blumen in ihrem Garten aufmerksam zu machen. Und dieses Mal dachte ich: „Clara, weniger ist manchmal mehr“ und löschte viele wieder oder verschob sie in einen anderen Ordner.

Bei dem durchgängig grünen Foto, das nur Dill zeigt, weiß ich schon, dass es keine Blumen sind. Ich bat darum, mir welchen mitnehmen zu dürfen, was natürlich gestattet wurde. – Als ich dann wieder zu Haus war, wurde mir nur gesagt: „Dein Dill lässt dich grüßen!“ – ich hatte es natürlich vergessen.

Die nächsten Fotos, die von unterschiedlichsten Fröschen „erzählen“, sind vorrangig für „meine“ Fee, denn sie hat mir verraten, dass sie Frösche in echt und in „Kunst“ mag. Manche waren schon ganz schön in die Jahre gekommen – aber das sind wir ja auch mehr oder weniger. Ein Foto, was mir wichtig war, gelang nicht, weil der Frosch zu durchsichtig war – da sah man nur Hintergrund. – Und wenn mir die Farbe nicht gefiel, wurden sie sepia oder schwarzweiß angestrichen.

Wenn ich euch jetzt die Fotos von zwei Hunden zeige, sind die Namen der Hunde (fast) wichtiger als die Hunde selbst. Ohne jeglichen Einfluss von mir heißt die hellere und ältere Anna (Anna war ja über Jahre hinweg mein allerliebstes Betreuungskind) und die dunkle und jüngere (und verfressenere) heißt Clara – das ist für mich immer wieder eine Freude.

Vom eigentlichen Spiel „Phase 10“ habe ich keine Fotos. Als Kurzbeschreibung: Es werden 10 Aufgaben gestellt, die man so schnell wie möglich nacheinander in idealerweise 10 Runden bewältigen muss. Da es mit 10 Karten oft sehr schwer ist, einen Fünfling (5 gleiche Karten oder evtl. auch Joker) und eine Dreierreihe zusammen zu sammeln, bleibt man ab und an mal „sitzen“ und muss die gleiche Aufgabe in der nächsten Runde noch einmal schaffen.

Wenn aber jemand Runde für Runde in Phase Vier hängt und es immer und immer wieder nicht schafft, die Karten auszulegen, bevor jemand anderes fertig macht, kann einen das schon zu Mitleidsbekundungen rühren. Der „arme Verliere“ hat es zum Glück nicht tragisch genommen, auch wenn er hier so verpixelt daher kommt.

(Jetzt habe ich doch hoffentlich dem Datenschutzgesetz, das heute in Kraft tritt, Genüge getan. Wer ihn kennt, erkennt ihn, aber der Staatsschutz über sieht ihn.

Und jetzt noch das letzte Wort aus der Überschrift erfüllen: kugelte


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(1) Die Wissenschaft und Clara …

… können nicht zueinander finden …

… denn Clara hat Physik noch  nie geliebt.

Als ich von der geplanten Besichtigung bei  Bessy im Programm vom Großelterndienst las, meldete ich mich sofort an. Mir schwante zwar, dass ich von der rein physikalischen Materie nicht sehr viel begreifen werde, aber es ist ja nie zu spät, ein wenig klüger zu werden.

Wer sich richtig informieren möchte, kann bei diesen beiden Links nachlesen:

Bessy bei Wiki

Googl sagt viel über Bessy

Als wir in einem Besucherraum Platz genommen hatte, versuchte ein junger Physikstudent, uns über die Grundlagen dieses Forschungspro- und -objekts aufzuklären. So ein paar Bilder habe ich mal abfotografiert, damit ihr prüfen könnt, ob euch diese Begriffe was sagen. Schräg sind die Fotos deswegen, weil ich schräg zu der Leinwand saß.

Und weil wir natürlich alle keinen Strahlenpass haben, machten wir uns diese Entscheidung zu nutzen.

Das erste Foto zeigt euch, wie die Sache von oben aussieht, und deswegen KANN es gar nicht von mir aufgenommen worden sein. Und auf dem letzten konnte ich sehen, wie ich aus der Sache = dem Gebäude wieder rausgekommen wäre, wenn mir alles zu viel und zu wissenschaftlich geworden wäre. Aber der Student hat seine Sache recht gut und recht lustig gemacht.

Ich verstand gar nicht, warum er bei meiner Frage: „Wenn ein Mensch mit Sauerstoffgerät in diese Röhre käme, würde er das überleben?“ so unverständlich guckte. Ich hatte mir die Röhre (sh. Luftaufnahme von dem Ring) knapp mannshoch vorgestellt. Vor Ort sah ich dann, dass der Elektronenring einen Durchmesser von weniger als 10 cm hat. – Da war mir klar, dass da kein Mensch hineinpasst.

Als wir uns dann von unseren Stühlen erhoben und in die Halle zur Besichtigung gingen, habe ich noch einiges fotografiert.

Labyrinthe sind ja meine „Leidenschaft“ – ich verlaufe mich immer gleich auf den ersten paar Metern. Deswegen musste ich immer brav an der Gruppe dranbleiben.

Über dieses Schild musste ich grinsen:

 

Ihr werdet es nicht glauben, überall standen Roller herum, denn der Weg von einem Punkt zu einem anderen kann ganz schön weit sein – und mit Roller ist man schneller. Ich konnte es mir nicht verkneifen, 10 m mit einem zu rollern.

Übermorgen geht es weiter.


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Im nächsten Leben werde ich Fakir …

… dann kann ich auch elegant auf einer Gabel tanzen

Da „mein“ Maler bei seiner Stippvisite noch so viel Zeit aufbringen konnte, die kaputten Deckenlampen abzunehmen und die mit neuen LED-Lampen bestückten alten Lampen wieder anzubringen, konnte ich die defekten ins Möbelhaus zurückbringen. Die erhaltenen 70,00 € klimperten oder raschelten so lange komplett in meinem Portemonnaie, bis ich dieses lustige Glasbild mit einer roten Chillischote entdeckte. Für so ein kleines lustiges Bild ist in meiner roten Küche allemal noch Platz. – Gesagt, getan, gekauft, genagelt – und schon hängt es neben der Paprikauhr über den Paprikaschoten der Herdabdeckplatten. Der nicht-rote Gabeltanz findet im Besucherzimmer an der Wand statt. Dort tanzen eine Schmetterlingsnudel und eine Olive ein Duett. Vielleicht ist es der sterbende Schwan. Nein, ich meine natürlich die auf aufzuessende Nudel.

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Ich habe philosophiert, warum ich selten nur eine Sache kaufe. Liegt das etwa daran, dass ich als Einzelkind aufgewachsen bin und mir immer Geschwister gewünscht habe???

Und deswegen dachte ich: „Die arme Paprikaschote, so einsam auf den Gabelspitzen – sie muss doch Verstärkung bekommen, wo sie sich Trost holen kann, wenn der Rücken zerstochen ist. – Zu einer Serie gehören meist drei oder vier ähnliche Motive. Ihr seht, ich habe mich gebremst, ich habe nur drei Motive gekauft. (Das vierte habe ich nicht gefunden und es war mir auch zu ähnlich zu einem anderen Bild)

Gleich nach dem hochwissenschaftlichen Besuch bei Bessy II (wer neugierig ist, kann ja schon mal googeln) musste ich etwas weltliches tun, kaufte die zwei Glasbilder und brachte sie soooooooooooooooofort an. – Und dann veröffentlichte Connie/Helma auf Fb ein neues Profilbild. Ich schrieb ihr sofort, dass sie fabelhaft in meine rote Küche passen würde. Und damit ihr mir das alle glaubt, habe ich das gleich probiert. Welche Eigenschaften Conni mit einer Chillyschote außer rot noch gemeinsam hat, darüber will ich nicht öffentlich diskutieren 🙂

Fee ist nicht nur eine Lyrikfee oder Prosafee oder Blogfee oder Für-Clara-Fee – nein, sie ist auch eine Kaffeefee. Ewig und drei Tage schwärmte sie mir von ihrem handgemahlenen Kaffee vor – und das auch noch in einer roten Kaffeemühle. Dass der besser schmeckt als mein preiswerter Padkaffee, das begreife sogar ich. Aber als Handmühle konnte ich nichts auftreiben, was mir auch nur annähernd gefallen hätte. Also griff ich zu einer elektrischen – rotweiß – besser kann ich es mir für meine Küche nicht wünschen. Außerdem finde ich, dass die kleine Moulinex aussieht wie ein Leuchtturm. Und damit erinnert sie mich an ……?

So, jetzt ist aber genug – nur noch diese beiden.

Jetzt habe ich euch genug von rot vorgeschwärmt – manchmal muss ich schon was gegen mein Lila-Image tun.


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Neu im Tempelhofer Kiez …

ist ein Pianoladen!

Leider ist das Angebot noch nicht so reichhaltig, es sind momentan nur 2 Klaviere im Angebot. Aber die Chefin rödelt schon, stellt neue Mitarbeiter ein, um das Angebot zu vergrößern, und hat auch schon das leuchtende Geschäftsschild bestellt:

Himmelhohe Klaviermusik

Warum allerdings der erste Entwurf in lila geliefert wurde, verstand kein Mensch.

Beim Transport des ersten Klaviers ist leider etwas schief gegangen, das können Sie für die Hälfte kaufen, doch das zweite ist exzellent.

Die Chefin hat beim Zusammenbau weder Zeit noch Geld gespart. Dennoch hat sie im Baumarkt ein wenig geschluckt, als diese „alberne“ Klebstofftube 4 Euro gekostet hat. Der Kleber muss Goldblättchen (oder -plättchen?) enthalten.

Ich hoffe sehr, dass Mallybeau Mauswohn hier mal vorbeischaut, um ihre Werke zu bestaunen.

Apropos Werke von Mallybeau. Diese Frau versteht es, andere zu beschäftigen.

Nein, das hört sich nicht richtig an, denn die Leute machen es freiwillig, sich mit ihren Angeboten zu beschäftigen. Das sieht dann so aus:

Der Klebstoff ist sehr anhänglich – fast alle Finger haben etwas abbekommen.

Das Original sah allerdings ein wenig anders aus, doch zu dem lila Geschäftsschild passt nur ein lila Eiffelturm.

Aber nun denkt doch bitte nicht, dass hier nur gebastelt wird, hier vertreibt sich die „Chefin“ auch noch anders ihre Zeit. Als heute Schnee vom Himmel kam, dachte ich, dass die Pflanzschale vom Balkon in die Stube umziehen muss.

Das Loch in dem Blumenkasten musste gefüllt werden – und bei mir sind Kugeln für alles gut und geeignet.

Ja, aber jetzt musste das „Loch“ auf dem Wintertablett gefüllt werden, auch das war schnell erledigt.

Also bis bald mal wieder!

 


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Braver als ich dachte …

… muss ich gewesen sein

denn es stand heute was vor meiner Tür. Wie heißt es doch immer: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Als ich am Nikolausmorgen gegen 8.00 Uhr meine Augen öffnete, ist der normale Tagesbeginn: 1. Zur Toilette und 2. zum Kaffeeautomaten, Flüssigkeit nachfüllen, damit bald wieder 1 dran ist.

Doch dieses Mal schob ich eine andere Tätigkeit dazwischen: Das Öffnen der Wohnungstür. Und tatsächlich, da stand eine prall gefüllte, in allen Farben glitzernde Tüte davor. Wie ich bei diesem konzentrierten Kalorienangriff meine verlorenen 7 Kilogramm verteidigen soll, weiß ich wirklich nicht.

Ich bin so froh, gerade in das Haus dieser NETTEN Nachbarn gezogen zu sein – wer hat das schon??? Vielleicht die eine oder andere, aber nicht alle. Ob die beiden das grüne Konfekt extra wegen meinem grünen Wohnzimmer gekauft haben? Zuzutrauen ist denen alles 🙂

Unversehrt und unangefochten habe ich noch schnell Fotos gemacht, bevor ernsthafte Lücken in die Bestände gefressen gerissen wurden.

 


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Die IGA zeigt(e) Gesicht(er)

Ich weiß, die IGA hat vor mehr als  2 Wochen ihre Pforten geschlossen – ich zeige euch aber dennoch etwas, was mir vor den Fotoapparat ge sprungen kommen ist. Eine Region zeigte auf unterschiedliche Art bekannte Personen oder Persönlichkeiten, die sich um das öffentliche Leben verdient gemacht haben. Die dazugehörigen Bilder auf der Ausstellungsfläche habe ich manchmal sofort erkannt, manchmal eher nicht oder manche Personen kannte ich gar nicht. Jetzt könnt ihr euch selbst ein Urteil bilden.

Es geht wohl um die Region Halle/Saale und Unstrut. Fragt mich nicht, wie das miteinander zusammenhängt.

Bismarck ist uns – zumindest den Ostkindern – im Schulunterrecht nicht besonders positiv rübergebracht worden. – Das zuletzt aufgeführte Zitat von ihm gefällt mir sehr.

So, diesen Herrn habe ich nicht allein sofort erkannt, ihr sicher auch. – Bei diesem, dem Hofmusikus Georg Friedrich Händel, war das auch noch leicht, zumal alles in der Deko auf ihn als Musikmenschen hinwies. – Er wurde im Februar 1685 in Halle geboren. Berühmte Söhne werden auch nach 300 Jahren nicht vergessen.

Na, jetzt lassen wir mal die ganz leichten Sachen. – Den Namen von ihr kennen viele, vielleicht alle – aber von der Zeichnung her???

Geboren wurde Käthe Kruse zwar in Breslau und gestorben ist sie auch wo anders, aber ihre berühmte und bekannte Puppenwerkstatt hat sie in Bad Kösen betrieben, was man auf dem Kurzlebenslaufbogen lesen kann. Sie ist erst 1968 gestorben – also zu einer Zeit, an die ich mich noch erinnern kann.

Aber jetzt wird es richtig schwer – zumindest für alle die, die sich nicht mit Malerei in der DDR beschäftigt haben. Ihr könnt ja mal nach dem Namen Willi Sitte googeln – könnt es aber auch lassen. Das Gesicht sagte mir nichts, allerdings der Name.

 

Aber Otto von Guericke sagt euch was – das ist der Mann, der im 17. Jahrhundert vor dem Magdeburger Rathaus die Gäule anspannen ließ, die eine aus zwei Teilen bestehende Kugel auseinander ziehen sollten. Auf jeder Seite zogen 8 Pferde. Sie schafften es natürlich nicht, da Guericke mit dem Vakuum „gehext“ hatte.

Viel mehr weiß ich über den Mann auch schon nicht zu berichten.

Und was haben wir jetzt? – Martin Luther, den kennen wir natürlich alle, denn er hat ja in der Religionsgeschichte genügend bewegt. Allerdings fand ich das dazugehörige Blumengesteck etwas seltsam. – Und das war es dann auch schon.

Aber jetzt ist wirklich und wahrhaftig Schluss mit der IGA – ich muss ja auch mal was anderes berichten.