Claras Allerleiweltsgedanken

Nachösterliches Stenogramm

19 Kommentare

  • Der Besuch stand pünktlich eine Stunde zu spät zum Frühstück vor der Tür, weil niemand der Süddeutschen an diesem verschneiten Ostermorgen echt und ehrlich an die SOMMERZEIT glaubte – nur ich glaubte ernsthaft daran, dass all die Besucher auch mit Funkuhren gesegnet seien
  • Ich hatte vorsorglich ob der angesagten Außentemperaturen die „Fell-Stuhl-Variante“ gewählt, was auf allgemeine Zustimmung stieß.
    0304 2 Coll Osterdeko mit Fell
  • Die Osterdekoration musste 5 Minuten nach Erscheinen des Hundes umplatziert werden, da er die Koordination über seine Rute noch nicht vollständig im Griff hatte. Als die ersten Vögel und Schmetterlinge Flugversuche unternahmen, zog die österliche Mannschaft ins geschütztere Quartier.
  • Ansonsten war „kulturelle Vielfalt“ angesagt, zumindest in Bezug auf die Abwechslung der Servietten. Sicherheitshalber hatte ich die Stief“Mütterchen“ bei mir hingelegt, um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen.
    0304 1 Kulturelle Vielfalt
  • Die von den Enkeleltern mitgebrachten 26 selbstgefärbten Ostereier waren von der Konsistenz her prächtig. Die Farben hielten allerdings besser an unseren Fingern als an den Eiern, so dass sie nur mit Serviettentechnik gepellt werden konnten. Jetzt zum Zeitpunkt des Schreibens (Dienstag, 0.30 Uhr) sind gerade mal noch 6 Stück übrig.
  • Vor dem Suchen wurden alle aufgeklärt, dass dieses Ding kein Riesenosterei ist und auch nichts in seinem Loch verborgen ist. Die Suche wurde vollkommen ohne Hände ausgeführt – nur mit den Augen sollte alles erspäht werden. –
    0304 3 Ostern kein Ei 26600
  • Nach dem Frühstück begann die generalstabsmäßig von mir geplante Suchaktion. Fünf Personen, fünf Räume – in jedem Raum war ein Schokohasenlolli versteckt. Es ging darum, alle fünf als erster zu entdecken. Kein Lolli durfte weggenommen werden, nach Möglichkeit wurde getrennt in den Räumen gesucht. Und … und … und … gesiegt hat das Enkeltöchterchen, die mit ihren sechsjährigen Augen alle bunten Zipfelchen der Lollis zuerst gefunden hat. Ich wollte das Tempo kaum glauben und sie musste mir die Fundorte ins Ohr flüstern. ALLE waren richtig! Im Korridor schaute ein winzig kleiner grüner Zipfel unter einer Fußmatte hervor – auch dieser keine Hürde! Diese Augen möchte ich noch einmal haben! Könnt ihr alle Verstecke entdecken?
    0304 4 Coll Osterlollyverstecken
  • Für meine schon etwas erwachseneren Kinder versteckte ich je eine Tube gezuckerte Milch, was auf allgemeines Amüsement traf und Erklärungsbedarf mit sich brachte. Sicherheitshalber versteckte ich diese Sachen einfacher, dafür wurden sie viel zu schnell gefunden.
    0304 4 Coll Versteck für die Großen
  • Das große Marzipanei war für mich – und sicherheitshalber leicht findbar drapiert. Die wissen alle, dass ich „heiß“ und „kalt“ beim Suchen nicht so gut hören kann *grins*
  • Der Enkel bekam sein erstes „Drehbuch“ geschenkt – mein Blogbuch vom ersten Halbjahr 2011. Versehentlich war der Druck unplanmäßig verlaufen, so dass man das Buch nach jeder Doppelseite drehen muss.
  • Die zusätzlich mitgebrachten Süß(kram)eier, -hasen, küken, käfer und -kugeln müssen ein Gesamtgewicht von einer knappen Tonne gehabt haben, denn bei der durchgeführten Versteckaktion (leider nur in der Wohnung möglich, da keiner Lust auf Tiefkühleier im Schnee hatte) wurden alle Ecken, Winkel, Rahmen, Löcher und sonstiges schokoladenüberflutet – noch nach Stunden wurden Eier hinter Hundetrinkschüsseln geborgen und gerettet.
  • Am Nachmittag fuhren wir alle zu meiner Mutter, die richtig gut drauf war. Die Besucher lockten ein Lächeln des Erkennens auf ihr Gesicht – und auch hier ließ die mitgebrachte Milchtube die Augen vor Entzücken glänzen.
    0304 Gertrud
  • Im nachmittäglichen Spielprogramm gab es noch eine Extraeinlage von Lenny. Vollkommen aufgeregt wechselte er immer wieder zwischen den vielen Personen, Gerüchen, Orten – immer hungrig, immer auf der Suche nach runtergefallenen Krümeln. Und plötzlich war so ein Krümel viereckig und ein Würfel von Phase 10. Es kostete meinen Sohn ganz schön viel Aufwand, ihm diesen wieder zu entlocken. Für immer ist er jetzt durch Lennys spitze Zähne gekennzeichnet.
  • Last but not least hat sich meine kleine Minikamera in nachösterlicher Versteckfreude so gut verkrümelt, dass ich sie nicht finden und damit auch die letzten Aufnahmen nicht laden kann. Da wird doch gleich die jugendliche Suchmeisterin zum Einsatz kommen müssen, damit hier alles wieder ins Lot kommt.
  • Als der Fotoapparat wieder aufgetaucht war, konnte ich noch schnell diesen Nachspann einstellen:
    0304 Galakonzert
  • PS: Als ich diesen Post fertiggestellt hatte, ging ich so gegen 2.00 Uhr ins Bett. Nur ließ dort der Schlaf bis mindestens  4.30 Uhr auf sich warten. Vielleicht lag es daran, dass es für mich eine ungewohnte Schlafumgebung war, denn mein Schlafzimmer hatten die Kinder okkupiert. – Als dann gegen 9.00 Uhr – Winterzeit also 8.00 Uhr – ein zaghaftes Klopfen an meiner Tür Einlass begehrte, war meine Enkelliebe für ca. 30 Minuten sonstwo, aber nicht in mir. Die lieben Kleinen haben ihren voll gefüllten Rucksack mit Beschäftigungssachen und noch viele, viele andere Sachen neben ihren Betten – – – … – – – und kommen an mit den Worten auf den Lippen: „Uns ist langweilig!“ – Da fiel mir nichts mehr dazu ein!!!!!!!!!!!! Ich musste aufstehen und den Entertainer machen!
  • „Suchen“ mutiert ja Ostern vom Tätigkeitswort zum Hauptwort – also wurde jetzt das Kameraverstecken zweimal zum echten Event umgestaltet. Gleiche Regeln: Ohne Hände, nur mit Augen. Das kleine Dingelchen lag unter der Schrankwand hinter einer Steckdosenleiste mit einem großen, schwarzen Akkuteil als Schutz. Ich habe mich köstlich amüsiert und es sah so aus.
    0304 Kamerasuchaktion
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Autor: Clara HH

Auf meinem PR = purple Roller fahre ich durch die Bloggerwelt und mache PR = Public Relation. In meinem Gepäck habe ich fast täglich eine "Überraschung" für meine LeserInnen. Obwohl Oma aus Leidenschaft, gibt es kaum omahaftes hier - und Hausfrauentipps und -tricks müsst ihr wo anders lesen.

19 Kommentare zu “Nachösterliches Stenogramm

  1. Da war ja über Ostern richtig was los bei Dir.
    Grüßle Bellana

  2. Bei uns wurde im Schnee gesucht. Nachdem die Kinder in ihre Schneeanzüge gestopft waren, hatten wir auch viel Spaß – und ich nasse Füße. Ganz besonders freue ich mich über die Freude und den guten Tag Deiner Mutter. Und was Langeweile betrifft: Gibt es denn etwas schöneres als mit Oma was zu machen? Und wenn es Kuscheln im Bett ist. Dagegen ist das ganze Equipment der Kinderbespaßung doch wirklich langweilig.
    Liebe Grüße von Elvira

    • Unser Equipment bestand am gestrigen Tag aus einer Runde rummy Cub, eine Runde Phase 10 Master, einmal Eis essen im Steglitzer Schloss, ein Tiervideo über Haifische ansehen, frühstücken, Spaghetti und Tomatensauce essen, Nachtisch schlecken – für die Kuschelei stehen bei der Lütten besonders männliche Personen sehr viel weiter vorn auf der Liste als ich – und der Große ist eher pubertär als kuschelig, was mir aber nichts ausmacht. – Wir haben einen Draht der besonderen Art zueinander.

  3. Schön, so ein Familienfest, wenn alle da sind. Besonders erfreulich finde ich, dass deine Mutter dabei war und scheinbar hat sie sich wohl gefühlt.

    LG Anna-Lena

    • Na, so ganz richtig dabei war sie nicht – doch andersherum sind wir alle zu ihr ins Heim gefahren und dort war sie dann richtig dabei. Ich war ganz begeistert, wie „helle“ sie an diesem Tag war – da ist es kaum zu glauben, dass es auch Tage gibt, wo scheinbar gar nichts mehr im Gedächtnis geblieben ist.

  4. Aus den Fellstühlchen wäre ich nie wieder aufgestanden. Kannste glauben. 😀

  5. Tolles österliches Festprogramm, na wer sich dabei gelangweilt hat, könnte ich nicht verstehen.Die haben sicher alle einen tollen Spaß gehabt. Typisch Clara, dich würde ich als Enkelkind auch immer gern besuchen …nichr nur als Enkel 🙂

    • Na, wenn man nach einer achtstündigen Schlafnacht aufwacht und nichts ist los – und man müsste sich erst einmal selber beschäftigen, da „kann“ schon mal Langeweile aufkommen, so man will. Aber sicherheitshalber wird erst einmal das andere Geschwisterteil geweckt und dann wird gemeinsam alles ignoriert, was sich zur Kinderunterhaltung im Zimmer befindet. – Ich bin einfach am nächsten Tag kurz nach Mitternacht ins Bett gegangen, da war ich früh auch wach.

  6. Das liest sich aber nach ordentlich viel Spaß, gut so! ;o)

    Das mit dem frühen Aufstehen … nun denn. Opfer müssen manchmal gebracht werden, hm?! Aber Du wusstest ja wofür bzw. für wen. Das hat den „Schmerz“ sicher (zumindest im Nachhinein) gemildert, oder?

    Schön, dass „die Bude“ mal wieder so richtig voll war. Aber auch (vermutlich) schön, dass sie nun wieder nicht mehr so voll ist! ☺

    • „Schneckschen“ – zig mal (geschwindelt: 2x) wollte ich dich schon anrufen, um dir mein nachösterliches Herz auszuschütten, aber da ging nichts zu schütten. – Vielleicht auch gut so, deine Ohren sind schon voll genug.
      Na dann – auf ein nachösterliches Bloggen.

  7. Also mir hat dieser Eintrag richtig gefetzt. Da komm ich ja noch mal so richtig in Ostersuchundfindmichlaune 🙂 Schön, dass es das noch so gibt! Meine Jungen wollen alles nur noch auf den Tisch gestellt bekommen und sagen: „Muddaaa, aus dem Alter zu suchen sind wir doch längst raus.“ Aha 🙂 Na ja. Dieses Jahr hatte ich ein Einsehen – denn zu Ostern waren sie nicht da 🙂

    • Die nächste Stufe wird sein, dass ich ein Kind verstecke – das MUSS dann solange ruhig sein, bis es gefunden ist – und ich habe auch meine Ruhe, *hihi*.
      Es ist wirklich auf Rieseninteresse gestoßen, da ja jeder wusste, nicht der Hase mit „O“ vorn hat versteckt, nein, die Frau, die auch ein „O“ vorn hat.
      Jetzt sind sie im Museum mit dem Papa – danach sind noch mal 5 Hasenlollis zu suchen – jetzt nach gleichen Regeln alles ziemlich „fies“ und schwer, alle im WoZi. 1 in der Taschenrechnerhülle, 2 hinter einem Bilderrahmen, 3 im Fernbedienungsständer, 4 unter dem Verstärker und 5 in der Fernsehzeitung. (Ich schreibe die jetzt hier hin, damit alle gefunden werden, weil ich mich erinnern kann).
      Wenn die Kiddys weg sind, mache ich wieder eine Blogrunde.

  8. Auf dem ersten Foto sieht man in eine gut gepolsterte Mütterchensteinzeitsauberhöhle….Diese Kinder aber auch, das wäre immer mein Großmutterschrecken, dass denen langweilig ist…Kann es sein, dass es da ein kleines, erlerntes Muster für die Besuche bei Dir gibt? So in dem Sinne: uiiih, wenn wir sagen, dass uns langweilig ist, passieren tolle Sachen…auf geht`s….Nun ja, es ist ja nicht für immer. Sind ja Goldkinder eigentlich…

    • Bei 5 Jahren Altersunterschied sind die Ansprüche und die Gegebenheiten doch recht unterschiedlich.
      Ich bin zwar bei den Enkeln als die größte Faxenmachoma aller Zeiten bekannt, wohl aber auch die strengste von den sieben zur Verfügung stehenden Erwachsenen, was nicht unbedingt immer auf Enkel-Re-Liebe stößt, zumindest bei einem Kind nicht. – Ist eben so.

  9. Nanu, bei Stücker „26 selbstgefärbten Ostereiern“ fällt aber auf, dass Eier- sofern man nicht opulent beim Huhn persönlich vorspricht und einkauft, Eier in Gebinden von 6 oder 10 verkauft werden und somit das Kleinste Gemeinsame Vielfache = 30 wäre. Wo sind die 4 Eier? Hat Olli K. die? Fragen, Fragen…

    • SEHR gut aufgepasst! Du bist wohl mal Kollege meiner Tochter gewesen??? – Ich weiß nicht, wie ich es hätte unterbinden können, dass die eiermitbringende Gastfamilie schon 4 Stück am Ostersamstag zum Frühstück verspeist hat. Wirklich allerhand. Aber ich hielt Protest für überflüssig, da es immer noch genug für alle gab.

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