Claras Allerleiweltsgedanken


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Das 5er Jahr

Im Jahr 2010 wurde an einem 15. meine Mutter 95,
wiederum an einem 15. wurde ihre Tochter 65
und am heutigen 30. würde mein Vater 105 werden, so er nicht schon vor langer Zeit verunglückt wäre. – Ich kann euch versichern, am Rauchen hat es nicht gelegen, dass er nicht alt geworden ist.

Herzlichen Glückwunsch, my old Daddy!


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Exhibitionismus?

Dieses Wort ist ja laut „Fremdwörterbuch“ eine auf Männer bezogene, sexuelle, anstößige Handlung. Damit ist nicht die eher witzige Art und Weise  gemeint, wie Männer mit den neben dem Kopf nach hinten gebeugten Armen ihr Unterhemd anfassen und über den Kopf ziehen (beobachtet mal und dann guckt, wie eine Frau ihr Hemd auszieht – die zerrt nicht von oben sondern zottelt von unten her und muss dafür ihre Arme kreuzen). Nein, es ist eher die gemeint, wie Männer in vollkommen unpassenden Momenten ihre Unterhose ausziehen oder fallen lassen.

Doch …

darüber will ich hier und jetzt absolut nicht reden, denn damit habe ich nichts am Hut. Solch eine Handlung hat mich mal als kleines Mädchen eher belustigt als erschreckt und als junge Frau auf der Kaufhaustreppe hat sie (die Tat) mich eher Mitleid als Angst empfinden lassen.

Ich meine das Wort eher geistig und eher positiv. Jetzt blogge ich auf den Tag genau 9 Monate aktiv und ca. ein Jahr passiv, also habe ich quasi eine geistige Schwangerschaft ausgetragen. Die Anzahl der Blogs, in denen ich regelmäßig lese und in die ich mal reingeschnuppert habe, ist also doch schon größer als 50. Ich weiß, dass das für die Bloggerwelt absolut kein repräsentativer Querschnitt ist.
Doch es drängt sich mir unweigerlich die Frage auf:

Muss man als Blogger/-in über einen gewissen geistigen „Exhibitionismus“ verfügen, um sich hier zu öffnen, zu zeigen, zu outen?“ – Gleich vorweg: Man muss!

Das ist eine Form von juvenilem-senilem Darstellungswahn

Schriftsteller, Künstler und ähnliche haben schon viel oder wenig Ansätze davon, denn sie wollen ja ihre Werke der Mit-/Um-/Nach-/Leser-/Betrachterwelt  zeigen, ich unterstelle sogar, sie wollen gekauft, bewundert, gelesen, betrachtet werden.

Und ganz im kleinen wollen das die Blogger doch auch – wie gesagt, ich nehme mich da überhaupt nicht davon aus.
In meiner realen Umwelt stoße ich auf so viel Unverständnis für das bloggen. Es ist bestimmt nicht nur die Angst vor der Schnüffelei von Google. Sogar vor anonym hinterlassenen Kommentaren fürchten sich manche. Andere wollen das Blog gar nicht erst lesen, obwohl sie sonst stundenlang mit mir quatschen.

Mal sehen, ob ich darauf auch noch eine mich befriedigende Antwort finde. „Ich blogge für mich“, hilft mir nur manchmal, aber es hilft inzwischen mehr als am Anfang.

Und dann habe ich auf vielen „Über-mich-Seiten“ gelesen, dass Deutsch das Lieblingsfach war, die Deutschlehrer „angebetet“ wurden und Sprache besser als Zahlen gehandhabt werden konnten.
Ist es ein Wunder, dass das bei mir auch so war?
Falls du (anonyme/r oder bekannte/r LeserIn) Lust haben solltest, mir mit einem einzigen Satz deine Hauptmotivation für das Bloggen anzugeben, könnte ich mich eine Woche lang still damit beschäftigen.

Und auf meinem Fotoblog habe ich ein Foto zum Text, was in gewisser Weise passend ist:

Frau muss ein dickes Ei nicht nur legen, sondern auch dafür sorgen, dass es aufgeklopft und gegessen wird.


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Knigge contra Leben?

Personalchef fragt einen Bewerber während eines Bewerbungsgesprächs:

Wie verhalten Sie sich, wenn Sie eine Unterhaltung führen und Ihr Gegenüber vom Hundertsten ins Tausendste kommt? Und dabei interessiert Sie das Hundertste schon nicht!

Wie würden Sie reagieren?

  • Ehrlich?
  • Ausweichend?
  • Humorvoll?
  • Ungehalten?
  • Leidensvoll durchhaltend?

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Und Herr Friedensreich stiftet mit seiner schönen Kunst gleich wieder Frieden zwischen Personalchef und Bewerber.


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Biss-Orgie verkommt zu Trauerspiel

… oder vielleicht doch  Hoffnungsstreif am Horizont?

Hier habe ich mich ja schon mal über das Thema in folgender Form ausgelassen:

„Besser beißen können oder lieber was zu beißen haben?“

(Muss man nur lesen, wenn man masochistisch veranlagt ist und etwas zur Elendsvergrößerung braucht!)

Da ich seit dem 17. August 2009 an diesem Implantat-Zahnersatz-Thema rumdoktere, fange ich den heutigen Post mit dem Sprichwort an:

Was dem einen sin Ul ist dem anderen sin Nachtigall

Ich interpretiere mal „Ul“ als „schlechte Ohren“ und „Nachtigall“ als „schlechte Zähne „, dann kann ich nämlich das Sprichwort ver-clären.

Was der Clara ihr Ul ist ihr gleichzeitig ihr Nachtigall„.

Fünf Wochen lang war die vierstellige Summe ( die vorn mit einer 4 beginnt) ihr Geld wert, dann fing die Chose an zu wackeln, was mein lieber Zahnarzt total negieren wollte.

Mir missfiel das sehr, sowohl das eine als auch das andere – dem Zahnarzt auch – aber ihm aus anderen Gründen als mir. Er sah seinen Profit wackeln, wenn er jetzt kostenlose Regressarbeit leisten muss, ich sah meinen fleischigen Speiseplan auf einen St.-Nimmerleins-Tag verschoben.

Nach der ersten Regressarbeit wackelte zwar nichts mehr, dafür tat alles  weh – die Implantate wurden zu stark belastet und die Kiefer auch. – Sicher wundert es niemand, dass ich das so auch nicht gewollt hatte.

Vielleicht lösen wir das Problem schneller als bis Mitte August 2010, denn ihr wisst ja, „Löwen“ brauchen Fleisch und keine Weichkost. Jetzt ist der Zahnarzt erst einmal nach Schottland gefahren – ich hoffe doch sehr, er hat sich nicht mit meinem Geld abgesetzt! – Aber die jetzt angearbeitete Ersatzlösung (alles neu, macht der August) sieht bisher hervorragend aus – nur kauen muss ich damit auch noch können.

Mein Wunsch ist eine Zeitungsmeldung folgenden Inhalts:

Am gestrigen Tag biss Clara H. aus Berlin-Lf. einen Mann, der ihr ihren Rucksack mit allen Papieren und mit allem wenigen Geld entwenden wollte, so kräftig in den Arm, dass dieser sofort die Flucht ergriff und in der Klinik mit einem Eigenfleisch-Transplantat das Loch gestopft bekommen musste. Er wird von der Firma „Titanimplantate = Lebensimplantate“ betreut.

Diese Leistung können auch Sie mit Transplantaten der Firma XYZ erreichen – vertrauen Sie unseren Fachleuten!

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Das Bild zum heutigen Tag heißt „Notdürftiger Ersatz“ . Ein Hilfsroller oder gar noch schlimmer ist eben auch nur hilfsweiser Ersatz!!


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Gemeinsam 1994 in’s Wasser gehen (1/2)

… könnte natürlich jetzt bei sommerlichen Zeiten und diesen tropischen Temperaturen  eine durchaus natürliche, sehr angenehme  Sache sein, die in allen Seen und Meeren Deutschlands, Europas oder der Welt stattfinden könnte, ohne dass es eine Zeile im Blog erforderlich machte.

Wenn Clara aber an einem 1. Mai  bei 8 ° C Wassertemperatur unfreiwillig, förmlich zwangsweise ins Wasser der Hamburger Außenalster geschickt wird, ist das mehr als unangenehm und für mich berichtenswert.

Wenn dann einige Monate später ein erneuter Versuch unternommen wird, dieses „Ertränkungsmanöver“ in den einströmenden Fluten der Nordsee in dem schönen Badeort St. Peter Ording zu wiederholen (die Presse war vor Ort und wird berichten), könnte doch eine gewisse Skepsis aufkommen: Steckt hier Methode dahinter?

Methode nein, „Dummheit“ ja.

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Und wie ging die Ertränkungsaktion vor sich?

Die Außenalster ist groß, tief und nass und zu frühlingshaften Zeiten auch noch kalt.

Der Segel“meister“ Heiko L. und seine vollkommen ahnungslose Elevin Clara H. wollen auf einer Conger-Jolle (so ziemlich das lökrigste, was es unter den Jollen gibt) ansegeln, also die Saison eröffnen.

Ich verlangte nach einer Schwimmweste, worüber Heiko leicht spöttisch  lächelt, sie mir aber gibt. Da ich nicht vollkommen segelunerfahren war, bemerkte ich vor dem Ablegen (alt)klug, das Schott zum „Laderaum“ doch besser zu schließen. Auch hier nur ein mitleidiges Lächeln des „Kapitäns“, diesmal allerdings ohne die Sache auszuführen.

Und noch so einen belächelten Vorschlag mache ich, nämlich die Persenning (Abdeckplane) an Land zu lassen, da sie ja unterwegs nicht gebraucht wird. Doch der „kluge“ Käpt’n belässt sie im Laderaum, dessen Luke …, na, ihr wisst schon.

„Dummes Geschwätz von Greenhorns, muss Segeloldie nicht drauf hören!“ – diese Gedanken müssen Heikos graue Zellen gewälzt haben.

Also Leinen los – schöner Wind, schöne Böen, schöne Fehler von der Jollenelevin.

Wie es kam, dass der Kapitän plötzlich im Wasser schwamm statt an der Pinne zu sitzen, das Boot zuerst auf die Seite kippte und später ganz herumrollte, so dass es mit dem Mast im Schlamm steckte, kann ich leider weder nachvollziehen noch genau beschreiben.

Meine Erinnerungen an diese Momente: „Sehr kalt und sehr nass!“

Da lange Jahre vorher ein guter Freund unserer Familie beim Ansegeln ertrunken war, weil er einen Mitsegler zurückholen wollte, der ans Ufer schwimmen wollte, spielte sich bei mir ungutes Kopfkino ab, zumal auch die vorher so vehement eingeforderte Schwimmweste durch die darüberliegende Vliesjacke zu gut geschützt wurde und sich nicht automatisch mit Luft füllte.

Plötzlich sah ich den am Steg so lachenden Kapitän hektisch nach untergehenden Sachen tauchen, aber sowohl seine Tasche mit den Wohnungsschlüsseln als auch die Persenning waren schneller auf dem Grund als er zupacken konnte.

Meinem bibbernden Elend machte die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) mit einer warmen Decke ein Ende, nachdem sie mich aus dem Wasser gezogen hatten. Zitternd konnte ich zusehen, wie Heikos Boot, das übrigens den leicht irreführenden Namen „Einer geht noch“ trug, gedreht wurde und wie die Männer über die offene Luke  den Kopf schüttelten.

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Dieses war der erste Streich (des gemeinsamen Ins-Wasser-gehen), der zweite folgt sogleich (genau in sieben Tagen).

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Diesen dummen Spruch: „Und wenn sie nicht …, dann segeln sie noch heute“ kann man ja hier schlecht anbringen.

Aber wenn Heiko jetzt nicht dem himmlischen Fährmann zur Hand ginge, wäre es vielleicht zu solch ähnlichen Situationen gekommen, wie auf dieser Fotomontage zu sehen ist. – Die Kleideraufnahmen sind alle mit Selbstauslöser fotografiert. Diese Einstellung im Apparat und die richtige Position für die Kamera zu finden – das waren Herausforderungen der besonderen Art, bei diesen Temperaturen!

Das Kleid, das ich mir wegen übergroßer Hitze und tropfenden Schweißes heute gekauft habe, wollte Frau Doktor sehen. Bitte, voila!


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… steh’n wir im Alkohol bis morgen früh …

Heute früh bei Zeitungsschau entdeckt:

L.L. muss trotz dicker Kullertränen für 90 Tage ins Gefängnis, weil sie gegen Bewährungsauflagen in punkto Alkohol verstoßen hat. Auch ihr Alkoholmessgerät am Knöchel hatte Alarm geschlagen.

Heißt das, wenn der Alkohol anfängt, deine Knöchel zu umspielen und zu umspülen, solltest du spätestens aus- oder umsteigen, auf Wasser zum Bleistift Beispiel. Oder: Hochhackige Schuhe anziehen.

Sind die Amis da nicht ein wenig zu pingelig? Da durfte man ja schon immer nur hinter geschlossenen Türen und Tüten aus einer Flasche trinken, heiße Luft durfte auch kaum öffentlich ausgeatmet werden.

Bei uns heißt die laut und falsch gegrölte Devise:

Wenn das so weitergeht bis morgen früh, ja früh
stehn wir im Alkohol bis an die Knie.

Da kann man wenigstens schon drin schwimmen.

Die Deutschen sperren ja für ihre Trink- und Feierlust auch mal einen Tag die Autobahn, damit der Bundesbürger, hier vorrangig der an der A40 beheimatete Ruhrpottler, sich in aller Ruhe volllaufen lassen kann, ohne Angst haben zu müssen, nachher überrollt zu werden.


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Der Rasen für das Halbfinale …

ist bereitet. Eigentlich kann jetzt nichts mehr schiefgehen.

Der Fußballrasen, auf dem der Ball ins Finale rollen wird, egal, welche Füße ihn treten, bedarf natürlich einer ganz besonderen Pflege. Es sollte normalerweise schon der sogenannte „enlische Rasen“ sein – aber, die Engländer wurden ja von einer sehr, sehr guten Mannschaft aus dem Spiel gekickt. Also müssen wir jetzt mit dem Rasen auch nicht mehr so pingelig sein.

Es ist ja nicht schlecht, wenn die Emotionen überschießen, die Grashalme sollten es auf jeden Fall nicht tun, deswegen geht ja so ein Bild schon mal gar nicht! Die Mannchaft, deren Trainer mal früher besonders auf Gras bzw. dessen Steigerung stand, wurde von schwarzrotgoldenen Fußballschuhen ins Fußballnirwana geschickt – dorthin, wo solche Angeber hingehören.

Da bleibt ja jeder drin hängen!

Also musste der Rasen, wie bei mir schon mal beschrieben, zum Frisör. (Diesen Link nur für Leser, die meine radikalen Friseur-Methoden noch nicht kennen sollten. )

Der schnitt die Matte ratzfatz kurz, das Ergebnis auf der Erde sah so aus:

auf diese Delikatesse freuen sich Annas Kaninchen

Also, der Rasen ist gestutzt, die Vuvuzelas sind gestimmt, die Sonnenschirme stehen bereit, die Sonnenblenden auf den Apparaten sind aufgeschraubt. Fehlt noch was? Ach die Getränke – die muss jeder selbst mitbringen!

Und hier mal wieder die obligatorischen Fotos zur Geschichte, oder auch hier.